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Freundin leidet psychisch sehr unter ihrem Übergewicht

Lq.vanDPexlt


Was mir noch eingefallen ist: ich denke, bezüglich der "genetischen Disposition" handelt es sich in den meisten Fällen um einen manifesten Irrglauben, so in der Art "ich hab halt das Fett-Gen". Was aber, meines Wissens nach, schon eine Rolle spielt, ist wenn die Mutter bereits vor und während der Schwangerschaft übergewichtig ist. Der Fötus wird dann schon mit zu vielen Fettzellen ausgestattet, eine falsche Ernährung in der Kindheit tut dann ihr übriges.

Wenn dann nicht in Kindheit oder Jugend durch Wachstumsschübe, Bewegung und Änderung des Lebensstils eine Kompensation der quasi "angeborenen" Dickleibigkeit passiert, wird es wirklich schwierig für die Betroffenen, "zu einem schlanken Körper zu finden". Ich denke, dass dann tatsächlich die von Sarah beschriebenen Mager-Diät notwendig ist, um etwas zu ändern - und dass das für viele eine nicht durchhaltbare Maßnahme ist, kann ich schon verstehen.

Ich bin schlank, schon immer gewesen. Mein Körper wandelt ein Zuviel an Energie zu einem großen Teil einfach in mehr Körperwärme um. Bis es bei mir anfängt, anzusetzen, muss ich schon über einen recht langen Zeitraum meine Bewegung signifikant zurück fahren (ist mir im letzten halben Jahr passiert, weil mein Fahrrad geklaut wurde) und/oder meine Kalorienzufuhr signifikant hoch fahren. Genauso kann ich dann aber auch durch ein Mehr an Bewegung und eine bewusstere Ernährung die 4-5kg relativ schnell und vergleichsweise unproblematisch wieder loswerden - und das trotz Schilddrüsenunterfunktion.

@ kleine_aida

Bei den abwertenden Kommentaren würd' ich auch recht schnell biestig werden. Weil sie sich mies fühlt, muss sie nicht andere runterziehen. Kannst ihr ja mal anbieten, Dich ebenso über ihre körperlichen Mängel zu äußern, wenn sie meint, sich wieder nen herablassenden Kommentar erlauben zu müssen.

E,hemaligeor Nutz[er (#53x0218)


Das Problem ist auch noch, dass sie so unter ihrem Gewicht und dem "Schönheitsideal" leidet, dass sie aus Frust auch oft auf die äußerlichen Makel anderer hinweist. Z.B. wenn wir am Bahnhof stehen und man eine Gruppe für Feiern aufgehübschte Frauen sieht, guckt sie demonstrativ dahin und meint, wie dünn/magersüchtig man nur sein kann, obwohl die Frauen einfach normal schlank sind.

Einmal hat so ein dämlicher Junge hinterhergerufen "boah ist die fett, guck mal, der Hintern" und dann hat sie sich darüber aufgeregt und gemeint, wen er von uns beiden überhaupt gemeint hat. Klar ist sowas mies, aber ich verstehe nicht, wie sie ernsthaft in Erwägung ziehen kann, dass andere damit gemeint sein können. Ich wiege 55kg, also weniger als die Hälfte, und glaube nicht, dass ich gemeint war. Aber meine Bekannte betonte schon öfter, dass meine Hüften ja zu breit wären, meine Haare kaputt aussehen würden, an meinen Augenfalten würde man schon sehen, wie alt ich aussehe. Ich verstehe nicht, warum immer wieder solche verletzenden Kommentare mir gegenüber (oder auch über Fremde wie die Mädchen am Bahnhof) kommen, wo sie doch weiß, wie ätzend das ist, dauernd auf sein Aussehen angesprochen zu werden und unter dem permanenten Vergleich mit dem Schönheitsideal zu leiden.

Ich finde es ziemlich armselig sich selbst auf Kosten anderer aufzuwerten zu versuchen. Die Frauen am Bahnhof haben ihr nichts getan. Dass sie selbst vor dir nich Halt macht dabei und dich herabzuwürdigen versucht, sollte dir zu denken geben. Das ist keine Freundschaft in meinen Augen.

E{lafRjem8i\cfh08x15


Ich selber wiege auch zu viel. Der klassische "Bierbauch-Typ".

Ich weiß das ich zu viel wiege, dass ich für Frauen nicht wie Mr. Propper wirke, dass das langfristig ungesund ist.

Ich weiß auch das meine eigene Wahrnehmung anders ist. Ich fühle mich nicht so "dick" wie ich im Spiegel tatsächlich aussehe.

Abnehmen ist schwer. Richtig schwer. Wenn dann reicht es nicht sich was vorzunehmen für die Zukunft, hier ein Löffel weniger auf den Teller und dort vielleicht doch kein Stück Kuchen mehr.

Wenn dann muss die Aktion konsequent durchgezogen werden. Aller Anfang ist schwer.

Wenn deine Freundin schon psychische Probleme entwickelt deswegen sollte sie wirklich langsam mal an sich arbeiten. Denn vom leugnen und abstreiten und ignorieren werden die Pfunde nicht weniger werden.

Ich weiß wie ich auf andere wirke. Und ich weiß wer gemeint ist wenn solche Sprüche kommen. Wobei ich sowas nur sehr sehr selten zu hören kriege.

K)lei$o


kleine_aida

Wie kann man so jemandem helfen oder was kann man ihm raten? Bekräftigen, dass sie auch so ok ist, wie sie aussieht? Ermutigen abzunehmen? Irgendeine Reaktion muss ich ja zeigen, wenn sie von selbst immer mit dem Thema anfängt. Ich möchte sie aber auch nicht noch mehr verletzen.

Vielleicht liest Du Dir mal diesen Faden durch: [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/644997/]]

Es ist schwer jemanden zu verstehen, von dem man selbst wohl Lichtjahre in der Lebensweise entfernt ist. Wenn Deine Freundin noch zu Hause wohnt, kennt sie offensichtlich überhaupt keine andere Ernährungsweise, als die ihrer Eltern und wie Du schon schreibst, sind diese auch übergewichtig. Fachlich kannst Du ihr nicht helfen, so lange sie nicht bereit ist, ihre Probleme anzugehen und das Essen ist in der Regel "nur" ein Symptom. Natürlich trifft es auch zu, dass übergewichtige weder beim anderen Geschlecht die gleichen Chancen haben wie schlankere, genauso werden sie am Arbeitsmarkt benachteiligt und generell unterliegen sie einer gesellschaftlichen Diskriminierung. Das wäre alles halb so schlimm, wenn Deine Freundin selbstbewusst wäre, denn dann hätte sie ein anderes Autreten, aber das hat sie halt auch nicht. Alles Baustellen, für die Du nicht verantwortlich bist und Du ihr nicht helfen kannst. Im Gegenteil. Sie macht es Dir sogar recht schwer ihr eine Freundin zu sein, denn sie hat offensichtlich nur gelernt "sich größer" zu machen, indem sie andere "klein macht". Alles recht respektlos. Aber woher soll er auch kommen, der Respekt. Besitzt sie doch vor sich selbst keinen. Also ein Kreislauf, in dem sie sich befindet und Du eher au Dich achten musst, damit Du Dich nicht in diesen Kreislauf hineinziehen lässt. Es ist schwierig mit Menschen eine respektvolle Beziehung zu führen, die vor sich selbst keinen Respekt haben. Zur Not wirst auch Du angegriffen, wenn Du mal nicht das "richtige" sagst oder Du wirst als Blitzableiter missbraucht. Hier noch einen guten Weg zu finden, ihr eine gute Freundin zu sein, die sie unterstützt und selbst nicht darunter zu leiden, kann sich langfrisstig als sehr schwer erweisen.

S,araxh87


Ich kann echt nicht nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die das wirklich so praktizieren. Abgesehen von den gesundheitlichen Folgen - mit so einer Ernährung kann man doch kein ausgeglichenes, zufriedenes Leben führen. ":/

Warum Menschen das praktizieren? Weil sie essgestört sind..

Ewhem!aliger NuFtzerF (#5i6597x4)


Warum Menschen das praktizieren? Weil sie essgestört sind..

Nicht jeder, der sich falsch oder ungesund ernährt, leidet zwangsläufig an einer Essstörung.

Scara4h87


fehlende Einsicht, schwer von alleine in den Griff zu kriegen, tütenweise Fresserei.....

Das klingt für mich sehr viel eher nach Essstörung, als einfach nur nach übermäßiger Nährstoffzufuhr und fehlender Bewegung.

E|hemal-iger NutzMer (#56597x4)


Mein Beitrag war nicht spezifisch auf die Freundin der TE bezogen, sondern allgemein.

Eine Essstörung halte ich für übertrieben. Es gibt genügend auch genug 'normale' Menschen, die viel zu viel essen - hängt halt vom Stoffwechsel und der Bewegung ab, ob und wie viel die Person zunimmt.

EChema<liHgJe`r NutHzer q(#5659x74)


- auch genug

Sorry, Handy. %-|

S`arahx87


Achso, dann hatten wir uns missverstanden. @:)

Ich bezog mich nur auf die Freundin der TE.

:)*

N5urar]ihyo"n


@ Discedere

Niemals ist es die mangelnde Bewegung, das zu viele und falsche Essen oder die eigene Einstellung - es sind grundsätzlich andere oder die Umstände daran schuld.

Ich wäre damals froh gewesen, wenn einer meiner Freunde mal die cojones gehabt hätte mir zu sagen

Wahrscheinlich wäre mein Höchststand dann ein wenig weiter unten gelegen und ich hätte eher damit angefangen, den Ballast abzuwerfen.

Stößt das nur mir sauer auf. Worin unterscheidest du dich denn letztendlich? Gar nicht, nur hat es bei dir eben schon Klick gemacht. An deiner Stelle würde ich nach so einem Geschreibsel lieber den Ball flach halten.

kRatharin{a-di(e-große


Stößt das nur mir sauer auf.

Scheinbar. Ich sehe in deinen Zitaten keinen Widerspruch. Wenn man einen Missstand an sich selbst feststellt und andere den immer wegreden statt mal ehrlich zuzustimmen, ist es natürlich einfacher den Missstand ebenfalls als weniger schlimm anzusehen. Klingt für mich völlig normal.

Mit LCHF hat eine Freundin von mir sehr viel abgenommen. Allerdings muss man dafür glaub ich geschaffen sein. Ich könnte damit nicht abnehmen. Wenn ich sehe, wie sie sich ernährt... nein danke! Aber wer eh gern so "Fettzeugs" isst, für den ist es sicher das Richtige ;-D

L>iese]lottxe40


Ich möchte zu dem Ganzen noch eine persönliche Erfahrung beitragen...

Ich selber bin auch ein Pummelchen, wie immer man das auch definiert... :=o

Hab jahrelang versucht durch Kalorienreduzierung leichter zu werden, keine Chance - ich hab mich dann in die Hand des Hausarztes und einer Ernährungsberaterin begeben. Die haben mir Pläne erstellt (die ich auch eingehalten habe!), Blutwerte kontrolliert usw...

Dabei kam raus dass mein Stoffwechsel nach ein paar Tagen weniger Kalorien so weit runterfährt dass ich kaum eine Chance habe durch Reduktion was abzunehmen. Mein Arzt hat es so ausgedrückt: "Du wärst bei einer Hungersnot die Letzte die verhungert!"... ]:D

Meine einzige Chance ist Bewegung, dadurch bin ich zwar inzwischen ziemlich durchtrainiert - hab aber immer noch knapp 90kg bei 1,75m....es war aber schon deutlich mehr!

Ich nehm es inzwischen wie es ist, versuche meinen Trainingsstand zu halten und freu mich immer wenn Jemand dünnerer nach einem Stockwerk keucht und ich nicht... :)^

Eghemaliger@ Nutzqer O(#56597x4)


Wenn man einen Missstand an sich selbst feststellt und andere den immer wegreden statt mal ehrlich zuzustimmen, ist es natürlich einfacher den Missstand ebenfalls als weniger schlimm anzusehen. Klingt für mich völlig normal.

Das ist vielleicht bei relativen Dingen so (z. B. hässliche Nase) - aber bei Übergewicht? Entschuldige bitte - wenn man rein objektiv betrachtet zu viel wiegt und einem das selbst bewusst ist, dann können das andere gar nicht mehr "wegreden".

kpatharJina#-die-@groxße


Man ist nun mal auch nicht von heute auf morgen fett. Man gewöhnt sich ja an seinen Zustand in einem gewissen Maß (nehme ich mal an. ich war noch nie fett). Und da ist es natürlich einfacher, den Beteuerungen anderer zu glauben, dass man doch gar nicht so schlecht aussieht, obwohl man objektiv fett ist. Denn Abnehmen ist nun mal mit harter Arbeit und Entbehrungen verbunden. Da ist es doch praktisch, wenn einem das Umfeld vermittelt, dass man so dringend doch auch gar nicht abnehmen müsste.

Ich zumindest kann ihre Aussagen nachvollziehen und fand den Angriff gegen sie einfach ungerechtfertigt.

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