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Ist das eine Depression

A#lex{84yMu%c hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich schlage mich jetzt schon seit etlichen Jahren mit immer wiederkehrenden Symptomen herum,

bin ständig müde

verspannt und angespannt

ziehe mich zurück, alles wird zu viel

kann mich nicht mehr konzentrieren oder gar was lernen

habe Rückenschmerzen und starke Verspannungen

habe vegetative Symptome wie Sehstörungen (Flimmern, lichtempfindlich, wechselnde sehstärken), häufige Benommenheit mit Ohnmachtsgefühlen...

bin interessenlos, nicht macht mehr freude.... und so weiter

mein grösstes Problem ist dass ich mit das nie eingestanden habe und immer versucht habe die Ursachen im Körper zu suchen, habe ständig an irgendwelchen Krankheiten geglaubt, diese wurde aber nie gefunden es ist alles ohne Befund und kein Arzt findet die Ursache der Symptome in seinem Fachgebiet...

Das ganze macht das Leben extrem schwer, ständig grübeln was los ist, ständig verstecken dass es einem nicht gut geht, mit ansehen wie eine Beziehung nach der anderen kaputt geht, beruflich auf der Stelle stehen zu bleiben, es bleibt echt wenig an was man sich noch festhalten kann ....

Die Frage von dem Thread hab ich mir glaub ich selbst beantwortet, was soll es sonst sein, aber ich weiss nicht wie ich wieder auf die Beine kommen soll....

Ich kann nicht raus, des dreht mich ich bekomme gleich Panik und Angstsymptome, ich bin hochsensibel sämtlichen Umwelteinflüssen gegenüber, ich bin jetzt ständig krankgeschieben, ich habe keine Grund raus zu gehen außer schnell zum Arzt oder Einkaufen. Sobald ich in einem Restaurant oder sonst wo draussen sitze verkrampft mein Rücken und Nacken so sehr dass ich anfange hektisch zu werden das ist die Hölle....

Ich wechsle eigentlich nur zwischen kurz sitzen (Computer, Essen) und wieder liegen... mehr nicht....

Ich hab schon 2 Tiefenpsychotherapie Phasen hinter mir welche nur bedingt geholfen haben (je 2 jahre) und habe seit 5 Jahren begleitend Opipramol genommen (meist 50-0-50) hab mir manchmal eingebildet es hilft, hat es wohl wenn dann nur als Plazebo, ich weiß es war sehr wenig und ist auch kein richtiges AD, aber ich hab Angst vor AD's und mein Hauptproblem ich konnte mir mein Problem nicht inständig eingestehen und es für micht selbst erkennen.

Hatte wer von euch eine Ähnliche Leidensform? Wo habt ihr angesetzt bzw. wie habt ihr den nötigen Ruck bekommen das Problem an der richtigen Stelle zu erwischen und anzupacken?

(bin 30,m,Nichtraucher, keine Drogen, Alkohol stetig Abendbier zum runterkommen)

Wäre für Ideen und Tipps sehr dankbar,

VG Alex

Antworten
SEpinn|e,rin


Hallo Alex,

das Abendbier würde ich mir bei einer solchen Symptomatik zu allererst abgewöhnen. So schleicht man sich selbst langsam in die Sucht, und irgendwann hast du nicht nur deine Depressionen und deine Angstsymptomatik, sondern auch noch Alkoholismus am Bein, und dann wird's richtig scheiße.

Was ich dir empfehlen kann: Geh stationär in eine gute (!) Klinik, ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Und/oder statt der Tiefenpsychologie mal eine Verhaltenstherapie probieren.

Und vor allem, nicht zuviel von sich fordern, akzeptieren wie es ist und dann Babyschritte aufwärts. Positives Denken kann man sich antrainieren, Ängste kann man sich wegtrainieren, aber es geht eben nicht von heute auf morgen.

Angst vor Antidepressiva brauchst Du keine zu haben, bei einer solch starken Symptomatik wie Du sie jetzt hast könnte das eine große Unterstützung sein. Ich hatte auch immer ein Problem mit den Medikamenten, habe sie als persönliches Versagen verstanden, aber eine Krankenschwester sagte mal zu mir, Leute mit gebrochenem Bein haben Krücken, und die Medikamente sind meine Krücken, mit denen ich mich im normalen Leben bewegen kann.

Auf jeden Fall gib jetzt nicht auf, es wird alles wieder gut mit der richtigen Einstellung, der richtigen Unterstützung und vor allem: Der Wille versetzt Berge.

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