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Ein neues Leben anfangen?

BnoPhcnme20)1`4 hat die Diskussion gestartet


Ich habe jahrelang schon Depressionen und momentan wieder oft Suizidgedanken. Ich spüre irgenwie, dass ich mein Leben ändern muss, weil ich so nicht glücklich werden kann. Nun frage ich mich, wie.

Wegziehen in eine andere Stadt kommt wg mehrer Gründe nicht in Frage.

Beruflich werde ich vielleicht/wahrscheinlich bald meinen Job im Büro verlieren.

Ich könnte mit Sport anfangen, das ist ja auch gut gegen Depressionen.

So ein paar Überlegungen

Habt Ihr schon mal ein neues Leben angefangen? Woran macht man sowas fest?

:)D

Antworten
ASlefx84jMxuc


Hallo Bohne,

ja ich hab schon mal "ein neues leben angefangen", das hat bei mir so ausgesehen dass eine Beziehung kaputt gegangen ist, darauf hin hab ich mit dem Rauchen aufgehört, hab mir ne neue Arbeitsstelle gesucht, hab mit Sport angefangen und zwar regelmäßig und mit plan, hab mein Leben damals strukturiert und so geändert dass ich in dem Moment das Gefühl hatte alles so zu machen das es MIR damit besser geht, und das hat funktioniert, ich war nach ca. 3 Monaten nicht wieder zu erkennen, fit und voller Lebensenergie...

Aber mein Problem welches ich lösen muss war nicht in den Dingen die ich geändert habe, mein Problem war und ist eine Depression die ich mir schon seit Jahren nicht eingestehen kann oder will ich weiß es nicht. Meine "Lebensänderung" hat mir Symptome genommen, hat mich gepusht, aber hat mich nicht "geheilt" es war lediglich eine Hilfe meine wahren Dinge die mich belasten zu vertuschen und zu unterdrücken....

Es wurde dann schnell zu viel, meine Depression hat wieder ihren weg zurück gesucht und das mit aller Kraft, da hab ich gemerkt wieviel energie es kostet das zu unterdrücken...

Ich habe jetzt wieder eine Beziehung verloren und bin wie an dem Punkt von damals wo ich angefangen habe alles ändern zu wollen, aber ich will jetzt das eigentliche Problem bekämpfen damit ich sowas nicht mehr durch machen muss, dieses Achterbahn fahren hat niemand verdient, nur gehört dazu wohl noch mehr Kraft als wenn man das Leben ändern würde sonst würde man wohl den leichteren Weg nicht zu erst wählen.

Ich will jetzt auf ne Achterbahn die nach oben geht und da mal wo stehen bleibt, will die Depression besiegen und damit ändert sich das Leben automatisch.

Das ist mein Ansatz,

VG Alex

BRohn:e201x4


Hallo Alex,

Dein erster Absatz hat sich super gelesen... schade, dass es doch nicht so positiv war für Dich.

Das mit der Depression, da hats sofort geklingelt bei mir, weiß ich auch nicht weiß, ob es mir helfen würde, einiges zu verändern, oder es nur ein Weglaufen wäre.

Wünsch dir auf jeden Fall alles Gute für die Achterbahnfahrt. @:)

A_lex8F4Muc


Danke :)^

REapunCzezl01


Hallo,

ich finde es hört sich doch gut an, dass du dein Leben ändern möchtest. Irgendwann kommt man mal an dem Punkt, an dem man selbst merkt, dass es so nicht mehr weitergeht.

Bei mir war das damals auch so. Ich hatte jetzt zwar keine Depressionen, aber mir ging es sehr schlecht und war sehr unzufrieden, weil eben alles schief gelaufen ist. Früher sah ich da die Schuld bei Anderen und dachte, es würde sich nie etwas ändern, wenn sich die Anderen nicht ändern. Bis ich gemerkt habe, dass nur ich was ändern kann.

Als erstes habe ich mir bewusst gemacht, welche Fehler ich denn habe und inwieweit diese schuld waren, dass es mir so schlecht ging. Ich habe dann auch an meinen Fehlern gearbeitet. Auch wenn es schwer war.

Z. B. bin ich meditieren gegangen und habe angefangen Sport zu machen, damit ich ruhiger werde (war früher sehr impulsiv und aggressiv).

Ich kann eigentlich nur sagen, je mehr ich an mir gearbeitet habe, desto besser wurde einfach alles. Ich verstand mich wieder mit meiner Familie und mit meinen Freunden besser, habe jetzt einen guten Job und lebe in einer glücklichen Beziehung. Vorher hatte ich das nicht. Ich bin jetzt ein neuer Mensch und habe sozusagen auch ein neues, schöneres Leben.

Ich kann dir im Endeffekt nur sagen, wie es bei mir war. Ob es dir was bringen würde ist fraglich. Den einzigen Rat den ich dir geben kann ist, dir zu überlegen was dich wirklich stört, warum dich Dinge traurig machen und wie man diese "Dinge" beseitigen kann.

Vor paar Jahren habe ich mit psychisch Kranken Menschen noch zusammengearbeitet und ich kann dir sagen, eine Depression ist überwindbar. Und du bist schonmal auf dem richtigen Weg, wenn du etwas ändern möchtest.

BMoh#ne20^14


Rapunzel,

Früher sah ich da die Schuld bei Anderen und dachte, es würde sich nie etwas ändern, wenn sich die Anderen nicht ändern. Bis ich gemerkt habe, dass nur ich was ändern kann.

Sowas ist mir vor paar Monaten bewusst geworden. Ganz unverhofft und unerwartet, aber ich dachte auch plötzlich, dass nur ich selbst sehen kann, dass es mir selbst gut geht. Also dass ich auf die anderen ja keinen Einfluss habe, jedenfalls keinen wirklich großen, und dass ich für mich verantwortlich bin und was tun muss, dass es mir "gut" - besser geht.

Interessant, dass Du auch, wie Alex, mit Sport angefangen bist. Das überlege ich ja auch.

Das ersetzt mir alles keine Therapie, die brauche ich, das weiß ich auch. Aber vielleicht würden ein paar Veränderungen ja mein Leben ebenfalls etwas verbessern. :-/

Jedenfalls habe ich dieses Gefühl erst die letzten Wochen und davor in all den Depressions-Jahren noch nie gehabt. :-o

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