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Am Wasser

CZhrist&inxa.C hat die Diskussion gestartet


Liebe Lesserinnen , liebe Leser

Vielleicht könnt ihr mir helfen, bzw habt einen Tipp für mich. :-) Mein Mann muss in 2,5 Wochen für knapp drei Wochen geschäftlich ins Ausland. Mein großes Problem dabei ist, dass ich sehr nah am Wasser gebaut bin. Stehe eigentlich schon fast im Wasser. ;-) Wenn ich an diesen Abschied denke, wird mir jetzt schon ganz mulmig! Na ja, eigentlich könnte ich mich ja nach seiner Abreise mit einer großen Packung Nastücher und ganz viel Schokolade ins Schlafzimmer schleichen und mich die nächsten Stunden dort vergraben aber das geht "leider" nicht. Wir haben eine 8jährige Tochter und für sie muss ich stark sein. Sie hängt sehr an ihrem Papa und hat jetzt schon Tränen in den Augen wenn das Gespräch auf diese drei Wochen fällt. Wenn ich beim Abschied auch noch das ganze Haus mit meinen Tränen unter Wasser setze, macht es dies für sie auch nicht leichter, im Gegenteil. Rausgehen und etwas unternehmen ist mein Motto bei solchen Sachen. Aber auch dabei kommen mir immer wieder die Tränen (während den ersten zwei Tagen). :-(

Hat jemand irgendeinen Tipp wie man sich ein bisschen vom Wasser entfernen kann?

Antworten
G(rauCamsexl


Als ich ganz jung war und mein x:) drei Wochen ins Militär musste, weinte ich schon ein halbens Jahr zum voraus beim Gedanken an diese "ewige" Trennung. Eine alte, weise Bekannte sagte zu mir: -An den kleinen Abschieden kann man den grossen Abschied ein bisschen lernen...

Vielleicht könnt Ihr Euch jeden Abend kurz telefonieren oder jedes schickt jeden Tag einen Brief los. Vielleicht bastelt Ihr eine Art "Kalender" (Muster=Adventskalender), um die vergehenden Tage zu veranschaulichen.

Ich habe damals ein Messband ins Büro gehängt und jeden Tag 1cm abgeschnitten. Für jeden Tag habe ich mir eine Aktivität vorgenommen, die mich freut. An den Wochenenden bin ich jeweils eine Freundin besuchen gegangen.

G1raua]msexl


...selbstverständlich darfst Du beim Adieusagen weinen! Auch starke Menschen weinen. Auch Deine Tochter darf weinen und der Papa auch.

Der Papa hat es wohl einfacher, denn das Neue wird ihn ablenken und auch absorbieren. Die zurückbleiben haben es immer schwerer.

t}ominxe


Liebe Christina!

Ja, rausgehen und was unternehmen ist ein guter Schritt. Da Du aber fürchtest, in ein Loch zu fallen, PLANE das mit den Unternehmungen! Verabrede Dich, kaufe Karten für bestimmte Veranstaltungen im Vorhinein, setze jetzt schon fest, wann Du wohin fährst und wann Du wen einlädst. Und das auch schon spätestens für den zweiten Tag nach seiner Abreise, besser gleich für den ersten Tag. Hast Du Familie oder enge Freunde, die Bescheid wissen und für Dich da sein möchten? Diese Personen wären gut für die erste Woche. Die zweite Woche kannst Du für Dinge nutzen, die Du schon immer mal machen wolltest, aber immer verschoben hast. In der dritten (nur noch halben?) Woche kannst Du seine Rückkehr vorbereiten, was Schönes zu essen planen, ihn mit einer kleinen Neuerung im Haushalt überraschen etc.

Und kauf oder besser noch bastele Dir einen Abreiß-Kalender mit den betreffenden Tagen. Die abgerissenen Zettelchen (geschaffte Tage) sammelst Du ein einem Schüsselchen daneben, damit Du sehen kannst, wie weit Du bist.

Du schaffst das! :)*

Und wenn Du mal weinst: es ist okay, denn Du vermisst ihn. :°_ Nie vergessen: nach dem Weinen geht es weiter!

Knapp drei Wochen ist überschaubar, drei Monate wären viel schlimmer. Du musst schauen, dass Du was zu tun hast in den "Leerzeiten". Vielleicht magst Du auch ein Tagebuch schreiben, so wie Briefe an ihn (evtl. ohne sie ihm jemals zu überreichen).

Wie reagiert er denn darauf, dass Du so Angst hast?

Liebe Grüße @:)

EShemalig;er Nutszer (A#565974x)


3 Wochen sind doch überschaubar. Zumal es doch moderne Kommunikationsmittel wie Skype, Whatsapp & Co gibt.

Du könntest versuchen, die Sache auch etwas positiver betrachten. Die Zeit, die dein Mann nicht da ist, kannst du umso intensiver mit deinem Kind und für dich alleine nutzen. @:)

t[omSine


und das mit dem Maßband finde ich klasse! :-D Das wird dann immer kürzer, sehr schön! Und es gibt es ja bei Ikea :=o

tiomixne


Und da hier was mit Militär erwähnt wurde, ist mir noch eine vielleicht wichtige Frage eingefallen: muss er denn irgendwie in ein gefährliches Ausland oder hat er einen sehr schwierigen Auftrag zu erledigen, was Dir zusätzlich Sorge macht?

CIhris<tinaJ.C


Vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort Grauamsel!

weinte ich schon ein halbens Jahr zum voraus beim Gedanken an diese "ewige" Trennung

Du schreibst mir aus der Seele! ;-D

Ich habe damals ein Messband ins Büro gehängt und jeden Tag 1cm abgeschnitten

x:) Süss! Wir haben das Ganze schon letzten Dezember durchstehen müssen. Aber damals wars "nur" für 2 Wochen. Meine Tochter und ich haben für meinen Mann für jeden Tag an dem er fort war ein Zettelchen geschrieben und dieses datiert. Die Briefchen haben wir in einen Briefumschlag gesteckt und diesen im Koffer versteckt. So konnte er jeden Tag einige Zeilen von uns lesen.

Auch habe ich für unsere Tochter ein Blatt aufgehängt und dort konnte sie jeden Abend vor dem Schlafengehen einen Sticker aufkleben.

C8hrisHtiuna.C


Vielen lieben Dank auch für eure Antworten Swanlake und Tomine!

Habe schon einige Veabredungen. Ich weiss, dass die Zeit schlussendlich schnell vorbei gehen wird. Es ist einfach der Abschied und die ersten 2-3 Tage die für mich ganz schlimm sind.

Mein Mann muss nach Afrika. Wobei, auch wenn er nur nach England, Österreich oder sonst in ein nahes Land müsste, der Abschiedsschmerz wäre gleich hoch. ;-D Der einzige Unterschied, ich könnte mit unserer Tochter einmal ein verlängertes Wochenende einschieben und den Papa besuchen gehen. Nur mit Afrika geht es nicht.

tEomimne


Okay, Afrika.

Mir fällt spontan ein, dass es ganz viele und sehr tolle Tierfilme aus Afrika gibt. Wenn ihr zwei euch am ersten Abend zu nix aufraffen könnt, könntet ihr eine solchen Film gucken - gucken, wo er ist und wie es da aussieht. Vielleicht fühlt ihr euch dann etwas näher mit ihm :-)

t~omi>nTe


Afrikanische Musik, afrikanisches Essen, zum Beispiel Kochbananen. Macht doch auch Spaß, sich so im Kopf mit zu bewegen! :-D

EIhema@l:iger NuOtzer x(#565974)


Ich fände es aber wirklich nicht schlimm, wenn du beim Abschied weinen würdest - solange du trotz allem die nächsten 3 Wochen nicht deprimiert auf dem Sofa rumsitzt. :-)

EUhema7ligeHr N>utzer (#`565x974)


Ich fände es aber wirklich nicht schlimm, wenn du beim Abschied weinen würdest - solange du trotz allem die nächsten 3 Wochen nicht deprimiert auf dem Sofa rumsitzt. :-)

CRhrisrtinax.C


Mir fällt spontan ein, dass es ganz viele und sehr tolle Tierfilme aus Afrika gibt.

:)^ Super Idee! Wird am ersten Abend gleich umgesetzt. Danke! @:)

solange du trotz allem die nächsten 3 Wochen nicht deprimiert auf dem Sofa rumsitzt. :-)

:-D Nein, sooooooo schlimm sollte es nicht werden! :-D Ich sollte es eigentlich gewöhnt sein, dass Abschiednehmen. Mein Mann muss immer wieder mal ein, zwei oder drei Nächte auswärts arbeiten gehen, inkl Übernachtungen. Heute muss ich nicht mehr weinen wenn er so kurz weg muss (ganz stolz auf die Schulter klopf ;-) ). Hm, ich sehe potential in mir für die längeren Abwesenheiten.. :=o ;-)

Cch4ris\tina.xC


Auf jeden Fall werde ich mir diese Seite an den ersten Tagen immer wieder durchlesen! Eure lieben Worte werden garantiert helfen! Danke! @:)

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