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Bin seltsam und weiß nicht mehr weiter :(

Mgeowf55 hat die Diskussion gestartet


Hallo erstmal,

ich habe ein einigermaßen große Probleme :Alle, die mich kennen finden mich seltsam und ich mich auch! Das hängt erstens mit meiner fast schon extremen Zurückhaltung bei fremden Menschen, aber auch mit meinen Gedanken und Angewohnheiten zusammen. Ich werde von Leuten, die mich kaum bis gar nicht kennen als ungeschickt, gruselig aber trotzdem irgendwie hilfsbereit wahrgenommen, wenn sie mich denn wahrnehmen, und von Freunden und Familie als krank. Dazu haben sie auch allen Grund, denn ich bin wirklich wirklich seltsam! Manchmal will ich nicht mit anderen reden oder finde das Thema langweilig, dann drifte ich in einen traumähnlichen Zustand ab und was passiert, wird von mir nicht mehr wahrgenommen, ich starre wie ein Zombie durch die Gegend, dabei kann ich sogar essen oder anderes machen. Leider passiert mir das immer öfter und ich kann damit auch nicht aufhören. Diese Tagträume handeln meistens von den Dingen, die ich gerne machen würde, aber nicht kann. Da kommen wir auch schon zu den Mordgedanken: Ich sitze manchmal in der Klasse und stelle mir vor wie ich den Typen vor mir am besten töte, die Reaktion der anderen und meine Flucht(ich hasse Schule, werde auch von der Klasse ignoriert und ausgegrenzt, ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll). Manchmal träum ich nachts auch von Mord, das hängt dann mit meinen unterdrückten Agressionen zusammen. Schon seit ich ein Kind war, hab ich es geliebt( und liebe es immer noch)meine Geschwister zu erpressen, meist mit materiellen Dingen. Daraufhin hat unser Vater mich geschlagen, was bei mir aber nichts half, ich wurde immer aggressiver. Wenn er das bei meinen Geschwistern gemacht hat, war ich meistens für sie da und hab versucht ihnen zu helfen, meine Mutter war überfordert mit der Situation und hat auch schon so viel mit meinem Vater gestritten. Deswegen habe ich versucht meine kleinere Schwester selbst zu erziehen, auch manchmal mit Gewalt, und versuche es heute auch bei meiner anderen Schwester. Meine Eltern schreien mich dann an, aber ich ziehe es trotzdem durch, denn sie haben in meinen Augen teilweise versagt und ihre Fehler müssen korrigiert werden.

Meine ehemalige beste Freundin meinte zu mir auch, ich sei verrückt und ähnele dem Bösewicht aus ihrer Lieblingsserie und sie ist nicht die einzige, die sowas sagt, meine Schwestern sagen das Gleiche. Ich selbst denke ich bin manchmal extrem gut und manchmal extrem böse, irgendwie beides. Ich würde nie über eine Person lästern, sondern sage anderen vielleicht meinen Eindruck objektiv, was mich zu einem unbeliebten Gesprächspartner macht. In der Gegenwart von anderen fühle ich mich, als würden sie einen Teil von mir unterdrücken, als könne ich nicht mehr ich selbst sein, aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll! In der Grundschule war ich der Engel und zu Hause der Teufel; und jetzt weiß ich irgendwie nicht mehr, wer ich bin..

Vielen Dank für die Menschen, die sich das durchgelesen haben :)

Antworten
E^hemaWliger Nu%tzer (#V5302x18)


Wieso fühlst du dich für die "Erziehung" deiner Geschwister zuständig und warum kannst du dich nur in unrealistischen Extremen sehen?

E/hemauliger 7NutzeVr (#v53021x8)


Wie würdest du es denn finden, wenn deine Geschwister dich teils mit Gewalt als pseudo-Ersatzeltern zu erziehen versuchen würden?

Gewaltfantasien zu haben und Tagträume finde ich persönlich dagegen ganz normal. Gerade in langweiligen Situationen bzw. in Situationen, in denen es netter ist sich davon (etwas) auszuklinken mental.

Mieow5x5


Ich weiß nicht, wieso ich mich für die Erziehung verantwortlich fühle... Irgendwie ist es wichtig für mich, dass sie nicht so werden wie ich oder meine Eltern...sie sollen besser sein.

Ich weiß, dass das falsch ist, aber ich machs trotzdem. Sie verstehen es ja nicht, wenn ich ihnen sage, dass ihr Verhalten falsch war, sie wollen es ja nicht verstehen.

Das mit der extremen Sicht ergibt sich aus meinem Umfeld, dass mir entweder sagt ich wäre wunderbar oder halt böse.

EBhemal}iger Nyutz2er (#53_0218x)


Irgendwie ist es wichtig für mich, dass sie nicht so werden wie ich oder meine Eltern...sie sollen besser sein.

Wie definierst du "besser" hierbei?

Es ist außerdem widersprüchlich, wenn es dir einerseits auch heutzutage Spaß macht deine Geschwister zu erpressen, sie aber nicht so werden sollen wie du. Vielleicht würde denen das ja auch Spaß machen - warum gönnst du ihnen das nicht und willst denen diesen Spaß vorenthalten?

Und wieso soll es deine Geschwister zu "besseren Menschen" als eure Eltern und dich erziehen/formen, wenn die gewalttätigen Erziehungsmaßnahmen deines Vaters bei dir schon nicht dazu geführt haben, dass du ein solcher "besserer Mensch" geworden wärest?

Vgl. hier:

Schon seit ich ein Kind war, hab ich es geliebt( und liebe es immer noch)meine Geschwister zu erpressen, meist mit materiellen Dingen. Daraufhin hat unser Vater mich geschlagen, was bei mir aber nichts half, ich wurde immer aggressiver.

Deswegen habe ich versucht meine kleinere Schwester selbst zu erziehen, auch manchmal mit Gewalt, und versuche es heute auch bei meiner anderen Schwester. Meine Eltern schreien mich dann an, aber ich ziehe es trotzdem durch, denn sie haben in meinen Augen teilweise versagt und ihre Fehler müssen korrigiert werden.

Für mich liest sich das so, als ob du einfach die Erziehung, die du durch deinen Vater erlebt hast an deiner kleineren Schwester auslebst und deinerseits anwendest. Sie ist schwächer als du - und du verhälst dich ihr gegenüber ähnlich arschig wie dein Vater sich dir gegenüber verhält.

Es würde mich nicht wundern, wenn hinter deiner Freude an der Erpressung deiner Geschwister auch dieses Ohnmacht-Machthabenwollen-Ding bei dir steckt.

Wenn du noch dazu mal total aufgewertet worden bist, mal ebenso total abgewertet (-> Engel-Teufel) trägt das nicht zu einem stabilen und gesundem wie realtistischen Selbstbild bei.

Willst du ernsthaft etwas ändern oder geht es dir doch um deine Rolle; also dass dir hier jemand sagt wie böse du bist oder wie gut?

Ethem<aligLer Nutbzer (#Z5x30218)


In einer Therapie könntest du deine Muster zusammen mit dem Therapeuten aufdecken und analysieren und verändern. Also woher diese Muster/Prozesse bei dir kommen, wofür die gut sind und inwieweit sie deine Bedürfnisse befriedigen und inwieweit sie deinen Bedürfnissen andererseits im Weg stehen.

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