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Die mütterliche Kerbe

Fbreih4eitsl|iebende


ich hatte eigentlich gehofft, dass das jobcenter den umzug übernehmen würde und habe eben erst vor kurzem erfahren, dass es das nicht tut. deshalb musste ich dann leider doch auf das geschenk zurückkommen.

Ich will dir wirklich nicht auf die Nerven gehen @:) aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du auf das Geschenk zurück kommen musstest. Wenn sie es sich inzwischen anders überlegt hätte, müsste es schließlich auch irgendwie gehen. Oder wenn es Mutti gar nicht mehr gäbe.

Ich finde, wer unabhängig sein und behandelt werden möchte, muss in solchen Fällen eben auch mal in den sauren Apfel beißen und auf den Umzug verzichten oder eben nach einer anderen Lösung suchen - eben wie jemand, der sein Leben selbst im Griff hat, weil er z.B. gar keine Mutter mehr hat, die ihm unter die Arme greifen kann. Geht alles irgendwie.

Annehmen musstest du das Geschenk jedenfalls sicher nicht. Jedenfalls nicht nach meinem Verständnis von "müssen".

OWrpangeCnanyon


deshalb musste ich dann leider doch auf das geschenk zurückkommen.

So funktioniert das aber leider nicht. Wie soll sie denn lernen, dass du eigenständig bist, wenn du dann doch wieder zurückgekrochen kommst? Das ist ein Lernprozess für beide Seiten, nicht nur für deine Mutter. Also entweder man findet eine Lösung, die nichts mit Mama zu tun hat oder man beisst in den sauren Apfel, darf sich dann aber auch nicht wundern, da es nunmal Menschen gibt, die persönliche Grenzen nicht sehen und auch nicht akzeptieren können.

Die gesündere Lösung wäre definitiv ohne Mama.

JGan74


Die Probleme (kein Geld, keine Freunde, große Probleme, sich abzugrenzen) dürfte ja zu einem großen Teil, vermute ich mal, auch Spätfolgen der mütterlichen Behandlung sein. Von daher beisst sich die Katze in den Schwanz, was einige Beiträge hier angeht.

Man sollte nicht davon ausgehen, dass solche Mütter durch irgendwas "etwas lernen". Da bleibt nur die radikale eigene Abgrenzung, aber die ist u.U. sehr schwierig.

Ohran}gMeCanyyon


Da bleibt nur die radikale eigene Abgrenzung, aber die ist u.U. sehr schwierig.

Aber durchaus machbar, nur ist das selten der bequemste Weg ;-)

J0an734


da gibts gar keine bequemen Wege irgendwie

OzrqangeCPanyxon


Stimmt....dafür kann man, wenn man das durchgestanden hat, umso besser leben :)

KMraZbbelkäWferle


Für mich liest sich das, als hättest du einfach ziemlich viele Baustellen in deinem Leben und deine Mutter kann dich auf Grund der Umstände vllt nicht ganz ernst nehmen.

bin ja nicht (mehr) auf ihre zuwendungen angewiesen, sondern lebe nun von ALG II. ;-)

Das macht es auch nicht besser ehrlich gesagt.

Und weil deine Mutter immer meint du bist in allein ein "Neuling" (das meinst du doch mit "frisch" oder?), hast das Studium abgebrochen?

Wo ist dein Kampfgeist?

K[rabbeplkäwferEle


Hast deine Freundin etwa auch kein Auto/keine Freunde/Eltern die helfen könnten?

ainfangmit'freudxe


Annehmen musstest du das Geschenk jedenfalls sicher nicht. Jedenfalls nicht nach meinem Verständnis von "müssen".

nunja, ich wäre nicht gestorben, hätte ich es nicht angenommen.

aber meine beziehung wäre daran auf jeden fall zerbrochen. und die ist grade eben alles, was mir im leben halt gibt. noch vor gar nicht langer zeit hatte ich wirklich schlimme phasen, in denen ich auch zeitweise suizidal war. dann kam auch noch eine autoimmunerkrankung hinzu und dann eben der dem ganzen geschuldete abbruch, bzw. die unterbrechung des studiums.

in der zeit, als es mir am schlimmsten ging, hab ich meine freundin kennen gelernt und sie ist in meinem leben sozusagen der einzige normale mensch. ;-D diese normalität als konstante ist mir unheimlich wichtig, um nicht von der nächsten autobahnbrücke zu springen, sondern ein lichtblick am ende des tunnels zu haben, der mir hoffnung darauf macht, irgendwann auch mal ein normales leben führen zu können.

entschuldigt, wenn das jetzt alles etwas theatralisch klingt. ;-D

aber so sehe ich es eben: ich musste mich vor ein paar monaten entscheiden, ob ich den umzug mache oder nicht und meine entscheidung war eben für den umzug, eben, um mich dann noch effektiver um mich selbst und auch den abnabelungsprozess kümmern zu können.


Die Probleme (kein Geld, keine Freunde, große Probleme, sich abzugrenzen) dürfte ja zu einem großen Teil, vermute ich mal, auch Spätfolgen der mütterlichen Behandlung sein. Von daher beisst sich die Katze in den Schwanz, was einige Beiträge hier angeht.

eben so ist es. :)z

ist ja nicht so, dass ich gern mit fast 30 noch kein eigenes einkommen habe. ":/

im gegenteil, das zieht mich mehr runter, als ich mir meist anmerken lasse.

es ist aber auch ein stück weit eine folge der behandlung durch die eltern. mehrmals täglich wurde ich im studium und auch schon während der schule angerufen, ausgefragt, wie es läuft, immer und immer wieder mit den selben phrasen unter druck gesetzt.

jetzt, vor ca. einem halben jahr konnte ich einfach nicht mehr. burn-out.


Für mich liest sich das, als hättest du einfach ziemlich viele Baustellen in deinem Leben und deine Mutter kann dich auf Grund der Umstände vllt nicht ganz ernst nehmen.

ich denke, meine mutter wird mich nie ernst nehmen. sie kommt aus einer streng gläubigen reformierten familie. der mensch wird dort nur nach dem bewertet, wieviel er verdient. arbeit, arbeit und nochmals harte arbeit ist alles für die verwandtschaft.

interessanterweise gibt es dementsprechend auch viele schlaganfälle, herzinfarkte und burn-out.

aber selbst mein cousin, der mit 16 seine ausbildung gemacht hat und jetzt sehr gut verdient muss sich dieses gerede noch anhören und ist nie gut genug.

daher gehe ich eben davon aus, selbst wenn ich schon im job wäre, geld verdienen würde, vielleicht schon verbeamtet wäre, also eigentlich überhaupt keine probleme hätte, würde ich durch meine mutter immernoch so behandelt werden.

Und weil deine Mutter immer meint du bist in allein ein "Neuling" (das meinst du doch mit "frisch" oder?), hast das Studium abgebrochen?

Wo ist dein Kampfgeist?

mein kampfgeist ist einfach aufgebraucht. als kleinkind hatte ich meine mutter rund um die uhr an der backe. sogar mein vater hat vor ihr die flucht ergriffen und sich auf sein zimmer verzogen. gegenüber so jemandem eier oder durchhaltewillen zu beweisen oder sich "mal eben" durchzusetzen ist also nicht ganz einfach.

und das studium habe ich ja nicht nur wegen meinen eltern unterbrochen. es sind im moment einfach unheimlich viele baustellen in meinem leben und ich hatte ganz schlimme zeiten und will mich jetzt erstmal um diese baustellen kümmern können. viele, aber natürlich nicht alle der baustellen hängen mit meinen eltern zusammen.

a]nfang^miktf]r!eudxe


Hast deine Freundin etwa auch kein Auto/keine Freunde/Eltern die helfen könnten?

die eltern meiner freundin tun schon, was sie tun können, um uns beim umzug zu helfen. sie machen die hauptarbeit bei der renovierung der neuen wohnung.

viel mehr will und kann ich da auch nicht von ihnen fordern.

Cainna#moxn4


:°_ :°_ :°_

Hm... wenn ich mich mal als halbwegs neutrale Dritte einschalen darf...

Ich sehe im Verhältnis zwischen dir und deiner Mutter mehrere Baustellen und behaupte jetzt mal ganz oldie-like, dass man das aufdröseln muss ;-D :

Zum Einen geht es da um eine gewisse finanzielle Abhängigkeit. Zum Anderen geht es um Wunden der Vergangenheit, was noch ganz viel in die Gegenwart streut. Denn, ganz ehrlich: Als Außenstehende erlebt man deine Mutter nicht halb so schlimm, wie du. Ich will dir dein Erleben gar nicht absprechen! Und wären es meine Eltern, würde ich sicher auch durchdrehen :-D ! Was ich sagen will, ist nur, dass bei jedem jetzigen Fehltritt ganz viel Verletzung der letzten 30 Jahre mitreinspielt, so mein Eindruck, und da einfach automatisierte Vorgänge in dir ablaufen, die du alleine kaum durchbrechen kannst. Und der dritte Punkt ist aus meiner Sicht deine Angst vor der Zukunft. Wie soll das bloß nach Alles enden, wie soll das werden, wenn Kinder da sind?

Zum ersten Punkt:

Akzeptiere es und nimm es wahr, als Geschenk. Ich glaube, das ist ganz wichtig. Deine Mutter liebt dich, das merkt man sehr, und sie würde Alles für dich tun. Auch ihre hilflosen Versuche, dich "auf den richtigen Weg" zu bringen, sind ein Zeichen der Liebe. Natürlich ist es aus Kindersicht falsch und entmündigend, dass sie Entscheidungen für dich treffen will, aber leider ist es so: "Wenn sie daran finanziell beteiligt ist, ist es ihre Entscheidung." Das solltest du ganz klar trennen von Entscheidungen, an denen sie finanziell nicht beteiligt ist. Am Einfachsten ist das natürlich, wenn sie an deinem Leben gar nicht mehr finanziell beteiligt ist. Sollte das noch nicht sofort möglich sein, solltest du dich eben immer fragen, wenn sie sich einmischt: "Hat sie daran ein berechtigtes finanzielles Interesse oder nicht?" In zweiterem Fall ist es leicht, dann darfst du ihre Vorschläge mit aller Entschiedenheit zurückweisen (und nach Möglichkeit dabei freundlich bleiben). In ersterem Fall musst du dich ihrem Willen leider beugen. Allerdings – was ist so schlimm daran? Es ist doch IHR Geld. Und wenn sie dir das teuerste Umzugsunternehmen bezahlen will, dann soll sie doch! Ich würde sie an deiner Stelle genau 1 Mal darauf hinweisen, dass du dafür sorgen wirst, dass es billiger wird. Wenn sie das ablehnt, ist es IHRE Entscheidung. Du musst sie da nicht beschützen und Vorwürfe, die im Nachhinein entstehen, nicht an dich heranlassen. Sieh sie in diesem Punkt einfach als Geschäftspartnerin.

Zum zweiten Punkt:

Ich bemerke immer wieder, dass dich Dinge, die sie tut, 1000 Mal mehr aufrühren, als sie es sollten. Ich denke, das liegt daran, dass du nicht ihre jetzige Handlung dir gegenüber isoliert sehen kannst, sondern sie aufaddiert wird zu allem, was während deiner Jugend schief lief. Es wäre wichtig, eben diese alten Geschichten aufzuarbeiten. Das kannst du alleine oder mit Hilfe eines Therapeuten tun. Alleine wird jedoch schwierig, solange du noch finanziell abhängig bist und zu deiner Mutter nicht sagen kannst: "Mama, ich brauche mal nen Monat Abstand."

Zum dritten Punkt:

So, wie du es beschreibst und ich deine Mutter kenne, wird sie dir tatsächlich nie die Anerkennung entgegenbringen, die du dir von ihr wünschst. Auch dein Vater hat dich damit immer alleine gelassen. Das ist sehr schwierig. Allerdings ist es an dieser Stelle umso wichtiger, nach vorne zu sehen. Es ist wichtig, finanziell unabhängig zu werden. Denn auch wenn deine Eltern dich dafür nicht anerkennen werden, bist du dann frei von finanziellen Nöten. Und eine Abnabelung wird umso einfacher. Ich denke, dass du auch in diesem Punkt therapeutische Hilfe in Betracht ziehen solltest. Und was mal mit den Enkeln wird: Das sieht man dann. Ein Schritt nach dem anderen. Was im Notfall aber immer hilft: Einfach laut und deutlich "Stopp!" sagen. Nimm dich selbst dabei ernst, es ist egal, was deine Mutter dann tut. Wird dieses "Stopp!" nicht akzeptiert bzw. das Gespräch nicht auf eine andere Ebene verlagert, würde ich an deiner Stelle ankündigen, aufzulegen oder zu gehen. Dann kannst du dich sammeln und das Gespräch erneut suchen. Irgendwann wird deine Mutter dir zuhören müssen.

Was ich noch sagen möchte:

Ich kann als deine Freundin nicht dein Licht am Ende des Tunnels sein, das macht mir zu viel Druck. Es ist okay, wenn es jetzt so ist, aber es sollte so nicht bleiben. Auch aus diesem Grund wäre eine therapeutische Begleitung sicher sinnvoll, was ja auch absolut keine Schande ist – sieh mich an ;-D !

Und:

Hast deine Freundin etwa auch kein Auto/keine Freunde/Eltern die helfen könnten?

Da fühle ich mich jetzt einfach angesprochen ;-) !

Meine Eltern sind echt die Besten und helfen uns, wo sie nur können! Wie gesagt renovieren sie mit mir unsere neue Wohnung, kaufen mit mir Möbel für uns (habe auch noch kein Auto), helfen mir beim Organisieren und Renovieren der alten Wohnung. Und sind auch moralisch eine Stütze, wo es nur geht! Vielen Dank an dieser Stelle, falls sie das mal irgendwann zufällig lesen sollten x:) !

Allerdings wohnen wir 500 km auseinander und meine Eltern sind beide voll berufstätig, sodass sie da nicht einspringen können. Nebenbei gehen sie beide auch schon auf die 50 zu, sodass sie keinen Umzug mehr mitstemmen können.

Ich habe zwar Kontakte, wohne hier aber auch noch nicht lange und die Kontakte sind leider noch nicht so gefestigt, dass man da miteinander umzieht. Und selbst wenn, sind das Alles schwache Mädchen :-D !

Mein Partner hat seinen besten Freund, der steckt aber mitten im Ref, 60-Stunden-Woche, und wohnt mittlerweile auch in einem anderen Bundesland. Da ist leider auch nix zu machen :-| .

So viel also dazu ;-D !

aPnfangm|itfxreude


wenn ich mich mal als halbwegs neutrale Dritte einschalen darf...

dann wirf dich mal in schale ]:D

Zum ersten Punkt:

ja, ich würde es ja so sehen, wie du, wenn da ein punkt nicht wäre: in meiner internatszeit und als ich bafög bezogen habe, habe ich ja nur zum teil von ihrem geld gelebt. trotzdem hat sie sich eben ununterbrochen einmischen wollen, was ich mit dem bafög oder dem taschengeld auf dem internat mache.

jedesmal, wenn ich ihr nebenbei erzählt habe, dass ich mir z.b. ein buch oder irgendwas gekauft habe - um smalltalk zu führen - kam ein sermon darüber, dass ich doch auf mein geld aufpassen solle und wenn sie so wenig geld zur verfügung hätte, wie ich, würde sie das nicht so aus dem fenster werfen. ":/

ansonsten stimme ich dir natürlich zu, was mit ihrem geld passiert, da hat sie ein mitspracherecht. aber wie gesagt, es geht eben nicht um ihr geld.

aktuell lebe ich ja auch von ALG II und bekomme von ihr tagtäglich anrufe mit irgendwelchen ununterbrechbaren vorträgen darüber, dass ich doch sparen und nicht immer mein geld verschwenden soll und wie günstig und gesund sie ja lebt und z.b. einkauft und was ich da alles falsch mache. %-|

Zum zweiten Punkt:

da stimme ich dir absolut zu. :)z

Zum dritten Punkt:

ja, das sehe ich ebenso wie du. wie gesagt, über kurz oder lang werd ich das auch in einer therapie thematisieren und sicher wird mein leben ein stück weit einfacher, wenn ich nicht mehr finanziell von meiner mutter abhängig bin.

Ich kann als deine Freundin nicht dein Licht am Ende des Tunnels sein, das macht mir zu viel Druck. Es ist okay, wenn es jetzt so ist, aber es sollte so nicht bleiben. Auch aus diesem Grund wäre eine therapeutische Begleitung sicher sinnvoll, was ja auch absolut keine Schande ist – sieh mich an ;-D !

ja, sorry, dass ich das gestern geschrieben hab. |-o

es ist einfach so, dass meine mutter mit 1-2 sätzen echt das schlimmste aus mir hervor holt und nach oben kommen lässt. |-o

Fdreiheimtsliebxende


entschuldigt, wenn das jetzt alles etwas theatralisch klingt. ;-D

Es klingt nicht theatralisch für mich. Ich glaube dir das alles aufs Wort und kann es gut nachvollziehen. Es ist nur eben die denkbar schlechteste Ausgangslage, um sich gegenüber der Mutter zu behaupten, denn du bist eben alles andere als unabhängig. Du bist oder machst dich abhängig von deiner Freundin/der Beziehung und über diese Abhängigkeit rutschst du in die nächste, also der zur Mutter, da sie diejenige ist, die dir den Umzug nun ermöglicht - an dem für dich, gefühlt, alles hängt. Bei deiner Mutter kommt an: Mein Sohn kommt alleine nicht klar. Er hat sein Leben nicht im Griff.

Es ist schade, dass sie es nicht schafft, dich positiv zu motivieren, aber ich denke, es ist an dir ganz alleine, aus diesem Teufelskreis auszusteigen. Setze nicht bei ihr an und träume nicht davon, sie zur Therapie zu schicken, damit sie ein anderer Mensch wird, sondern nimm dein Leben selbst in die Hand. Ändere das, was du ändern kannst, nämlich dein Verhalten.

Eine Möglichkeit wäre z.B. gewesen, am Telefon nicht "Danke, aber das wollte ich gar nicht" zu sagen, sondern eher: "Danke für dein Bemühen, aber darum hatte ich dich nicht gebeten. Ich werde mich, wie besprochen, selbst um ein Umzugsunternehmen kümmern. Du musst das, was du mit Unternehmen x besprochen hast, bitte selbst klären. Ich werde dort nicht anrufen."

Daraufhin kann sie sauer sein, dich beschimpfen... aber du musst nicht nach ihrer Pfeife tanzen.

Ist nur wie gesagt schwierig, unter den Voraussetzungen, da du dich durch die Annahme des Geschenks freiwillig in eine Art Abhängigkeit begeben hast. Denn es bestünde natürlich die Möglichkeit, dass sie angesichts einer solchen Reaktion von dir dann sagt: "SO nicht mein Junge, dann sieh zu, wie du den Umzug alleine finanzierst!". Davor hast du vermutlich Angst, denn alleine kriegst du es ja nicht hin.

Ich denke, dir bleibt jetzt also nur noch: Augen zu und durch - ein letztes Mal. Und dann wirklich zusehen, dass du dein Leben alleine auf die Reihe bekommst.

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Natürlich ist diese Situation ein Perpetuum mobile - durch Kindheit entstanden Mankos, durch Mankos Probleme mit dem eigenen Leben, somit wieder Abhängigkeiten.... schon klar.

Aber einiges stößt mir dennoch auf. Du sagst, Du seist 30 Jahre alt und musstest jetzt Dein Studium auf Lehramt unterbrechen wegen Erkrankungen etc.

Sorry, aber wie lange studierst Du schon bzw. wie lange hast Du zwischendrin "pausiert"?! Kein Mensch studiert 10 Jahre lang und falls doch, stellen sich wohl noch andere Probleme dar....

Keinen Führerschein in dem Alter zu haben, zeugt evtl. von Angst vor der Freiheit. Führerschein = Auto fahren = Freiheit. Die Freiheit, zu fahren, wohin ich will, so weit ich will (hier: auch weg von Mama).

Das ist jedenfalls auch ein Weg, Unabhängigkeit zu vermeiden.

Die Schwiegereltern müssen Möbel für Euch kaufen... liebe Leute.... das geht gar nicht. Entweder, ich kaufe sie mir selber (Zauberwort: sparen), oder ich habe eben keine.

Du (ich möchte fast sagen: Ihr) hast Dir auch aktiv alle Umstände geschaffen, Mama noch zu brauchen.

Du solltest eine Entscheidung treffen: endlich mal den eigenen Weg zu gehen und Verantwortung zu übernehmen (das impliziert unabhängiges Leben und sich selber versorgen), oder eben so weiter zu machen und in den sauren Apfel "Mami" beißen zu müssen.

Wie soll sie Dich denn verstehen, wenn Deine Signale völlig andere sind?

C]inn%amoxn4


es ist einfach so, dass meine mutter mit 1-2 sätzen echt das schlimmste aus mir hervor holt und nach oben kommen lässt. |-o

Ist nicht böse gemeint, aber du lässt es ja auch dazu kommen ;-) ! Mir ist klar, dass da auch unterbewusste Automatismen eine Rolle spielen, die vermutlich nur eine Therapie beseitigen kann, aber trotzdem. Wichtig ist dabei die Erkenntnis: Du bist ihr NICHT hilflos ausgeliefert!

Denn

ununterbrechbare vorträge

gibt es nicht. Erst recht nicht mehr, wenn du auf ihr Geld nicht mehr angewiesen bist/es nicht mehr annimmst.

Siehe die "Stopp!"-Regel. Wenn sie deine Grenzen übertritt, sag "Nein, ich möchte das nicht.", macht sie es erneut, sag "Ich habe Nein gesagt.", macht sie es wieder, kündige an, das Gespräch nun zu unterbrechen und gehe/leg auf. Und dann versuche es erneut. Das ist beliebig oft wiederholbar. Klar wird das ein riesiges Gezeter bei ihr geben und sie wird erstmal Gift und Galle spucken, weil sie das von dir nicht gewohnt ist. Sie wird sicher aber daran gewöhnen. Ganz wichtig dabei ist, dass du ihr in dieser schwierigen Phase zeigst, dass du sie trotzdem liebst. Schicke ihr trotzdem Blumen zum Muttertag, schreibe ihr eine wundervolle Karte zum Geburtstag, in der du ihre für die Unterstützung, die sie dir ja durchaus in deinem Leben gegeben hast, bedankst und ihr ein gesundes, langes Leben wünschst... Und wenn es die Kommunikation mit ihr zulässt, sag ihr auch, dass du sie gern hast oder bedanke dich nach einem guten Gespräch eben genau für dieses Gespräch bei ihr.

Sie muss einfach lernen, dass du sie nicht liebst, weil sie dein Leben für dich regelt, dass denkt sie nämlich vermutlich, dass sie sich für dich unentbehrlich machen muss. Zeig ihr, dass du sie liebst, weil sie deine Mutter ist. Fertig.

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