» »

Arzt hat mir Antidepressiva verschrieben.

A9ndivB91 hat die Diskussion gestartet


Huhu!

Bin schon seit ca. 2-3 Wochen etwas verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll. Ich leide seit ca. einem Monat an Schwindel, Kopfweh und fühle mich einfach merkwürdig. Habe oft Probleme mich zu konzentrieren. Schlafe zur Zeit ziemlich schlecht und bin oft müde. Manchmal bin ich auch etwas niedergeschlagen, verliere die Lust an Dingen - das kommt und geht allerdings. Gerade gehts mir wieder relativ okay.

Ich bin damit zu meinem Hausarzt gegangen und habe mich kurz mit ihm unterhalten, und er meinte dass ich vielleicht Depressionen hätte und hat mir Antidepressiva verschrieben und mich gefragt ob ich nicht mit einem Experten mal darüber reden möchte. Nun hab ich die Dinger da aber hab noch nix davon genommen... ich bin auch garnicht der Typ für Depressionen, mir ist in meinem Leben noch nichts wirklich schlimmes widerfahren und ich bin meistens ein sehr offener gut gelaunter Typ. Klar gehts mir in letzter Zeit schlecht, und deswegen grübel ich viel woran es liegen könnte. Aber ich halte die Diagnose von meinem Arzt für stark voreilig! Was wenn ich das jetzt nehme, und rauskommt dass es doch etwas ganz anderes war?!

Weiß nun nicht was ich machen soll. Morgen habe ich einen erneuten Test bei ihm fürs EKG um zu sehen ob die Antidepressiva passen aber hab noch garkeines genommen bisher... werde meine Angst morgen auch beim Arzt nochmal ansprechen und hoffe er hört mir ausnahmsweise mal richtig zu... ansonsten hol ich mir die Meinung von nem anderen Arzt ein.

Habt ihr Ratschläge für mich? Habe auch gelesen das man bei Depressionen oft nach anderen organischen Problemen sucht und grübelt, genau das ist bei mir der Fall. Manchmal fühle ich mich auch sehr niedergeschlagen und schlecht, bin müde, kann mich nicht konzentrieren, aber wäre das bei ner Depression nicht dauerhaft der Fall?

Wie gesagt, ich habe oft auch meine momente wo es mir gut geht und ich kann auch immer noch oft lachen und habe Freude an Dingen die mir Spaß machen...

LG

Antworten
Z!wackI44


Aber ich halte die Diagnose von meinem Arzt für stark voreilig!

Hallo AndiB91, als einer, dem es ähnlich ging, darf ich Dir sagen: Der Betroffene kann das kaum beurteilen. Es fehlen beim ersten Mal ja die Vorerlebnisse. Als ich die Diagnose "Depression" hörte, konnte ich es kaum glauben; ich hatte mir nämlich vorgestellt, depressive Menschen würden Tag und Nacht von Weinkrämpfen geschüttelt, und das war bei mir kein Thema. Auch ist es nicht so, dass sich depressive Patienten jeden Tag gleich schlecht fühlen müssen. Eher ist das Gegenteil typisch: Depressionen können als isolierte Episoden auftreten, denen symptomlose Zeiten folgen, bis sich dann die nächste Episode ankündigt. Bei sog. bipolaren (früher: manisch-depressiven) Störungen alternieren depressive und manische Phasen, die jeweils monatelang oder beim "rapid cycling" auch nur einen Tag anhalten können. Bei einfachen Depressionen kann es zwar täglich schlecht gehen, aber der Grad der Verzweiflung hängt vom Stress, vom Leidensdruck (den man sich oft selbst macht) und davon ab, ob man gerade eine Enttäuschung oder einen Erfolg erlebt hat. Abrupte Stimmungswechsel gehören also zum Krankheitsbild. Schlaf- und Konzentrationsstörungen auch. Im übrigen verschreibt man heute bei Schlafstörungen eher leichte Antidepressiva anstelle von konventionellen Schlafmitteln wegen ihres geringeren Suchtpotentials. Grundsätzlich kann man zwischen leichten, mittleren und schweren Depressionen unterscheiden. Bei leichten und mittleren Depressionen kann Johanniskraut helfen. Bei schweren Depressionen, die nach meiner eigenen Definition mit Suizidgedanken verbunden sind, führt an Antidepressiva kein Weg vorbei. Relativ oft wird eine Kombination von Psychotherapie und Antidepressiva empfohlen.

HZarmoniXe10976


AndiB91,

hast Du ein Blutbild, wenn ja, dann schick das mal via PN oder stell es hier zur Diskussion. Deine Symptome würden zu Ferritinmangel, B12-Mangel, D3-Mangel, usw. passen.

Danach sollte dringend geguckt werden. Ich würde die Antidep. erst nehmen, wenn da alles passt. Also die Werte ordentlich sind und nicht am unteren Ref. kratzen oder unter Norm sind. Ferritin unter 50 gehört zb. unabhängig vom Ref. umgehend behandelt. Der Schweizer Arzt Dr. Beat Schaub ist führend auf dem Gebiet, immer mehr Ärzte und KH schließen sich ihm an.

A|ndixB91


Blut wurde mir gestern abgenommen. Sobald ich die Blutbild-Daten kriege poste ich sie hier!

ApndiBx91


Nehme jetzt auch 3 mal täglich Johanniskrautpillen und schaue, ob mir das hilft. Meinen ersten Tag beim Psychotherapeuten habe ich am Dienstag. Bin gespannt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es an den Depressionen liegt, oder ob mein Unwohlsein eine körperliche Ursache hat. Man wird sehen. Danke für die Beiträge!

dvevili(ndi sguixse


Neben möglichen Mangelerscheinungen würde ich an deiner Stelle auch zum Orthopäden gehen. Probleme mit der Wirbelsäule können sich so auswirken.

mtuhtkuxh2k


Würde vor der Einnahme von AD auch erstmal zum Orthopäden und zum Neurologen gehen. Es sollten alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen sein, bevor man das Zeug ausprobiert.

Wenn ich mal ins Blaue raten darf, auch wenn ich dabei meine Situation auf dich projeziere ;-):

Bei dir wird nichts gefunden, außer einer Steilstellung der Halswirbelsäule. Und die ist ja angeblich harmlos...

Wie hat es bei dir denn angefangen?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH