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Angst in der Nacht

u9nicor}nandome hat die Diskussion gestartet


Ich konnte als Kind nie alleine schlafen weil ich Angst vor allem möglichen hatte und dies hat sich dann verstärkt als ich älter wurde und gerne Horrorfilme schaute, welche mich nun nach einigen Jahren immernoch heimsuchen.

Ich bin mit einer Freundin zusammengezogen und ich fühlte mich sehr wohl und hatte auch keine Angst.

Jetzt habe ich eine neue Mitbewohnerin, welche an Geister glaubt, sie hat mich gefragt ob ich geweint habe und war wirklich ernst damit weil sie mich gehört haben soll. ich habe allerdings noch nie geweint seit sie eingezogen ist.

nun drehen sich meine Gedanken wieder nur noch um Geister und es schleichen sich Horrorfilmszenen in meinen Kopf. Ich stell mir vor dass ich im Augenwinkel etwas vorbeihuschen sehe oder wenn ich an meinem Laptop Kabel ziehe plötzlich eine abgefaulte Hand kommt und das Kabel wieder zurück zieht.

schon seit langer Zeit kann ich meine Haare nur mit geöffneten Augen waschen, der duschvorhang ist nur halb zugezogen und Haare föhnen kann ich nur in meinem Zimmer auf dem bett mit Rücken zur Wand.

Beim duschen muss ich mich extrem zusammenreißen dass die Furcht nicht über mich kommt und ich nicht flüchten muss, was auch schon passiert ist. Im Keller waschen gehen gehört auch zu den Dingen die mir sehr schwer fallen und so lange wie möglich herauszögere. ich muss immer mit jemandem telefonieren aber die meisten Leute fragen sich nur wie man mit 24 noch so ein Angsthase sein kann.

es gibt Phasen da quält mich diese Angst sehr und Zeiten da kann ich gut damit umgehen.

Im Moment ist es aber sehr schlimm da ich fast zwanghaft diese Gedanken habe und nicht einschlafen kann. ich muss meinen Kopf mit Fernsehen ablenken bis ich einschlafe... dies gelingt mir aber meist erst nach 2 Uhr. ich schaffe es aber mich zum schlafen zu zwingen vor 3 Uhr, denn ich bilde mir ein um 3 Uhr würde ich dann wirklich etwas sehen bzw geister usw würden auftauchen.

Ich frage mich ob sich jemand anderes noch so fühlt oder gefühlt hat. Ist eine Therapie sinnvoll?

Im Moment will ich gar nicht nach hause weil ich auch am Tag sehr schreckhaft bin, sogar wenn mein Handy vibriert springe ich auf.

Ich wäre froh um ein paar Erfahrunsberichte oder Tipps damit ich besser damit umgehen kann.

Danke für eure Antworten :)

Antworten
P2orRtlaxnd


Hallo liebe unicornandme,

lass Dich drücken, tut mir leid, was Du erlebst! :°_

Zunächst einmal, ja ich denke eine Therapie wäre zu diesem Zeitpunkt und bei dem was Du beschreibst wichtig und sinnvoll.

Denn solche Ängste haben die " Angewohnheit" sich auf immer mehr Bereiche auszudehnen und einen einzukesseln, bis dann bald das Ganze Leben nur noch von Ängsten oder dem Vermeiden der angstauslösenden Situationen bestimmt wird..

Du zeigst ja auch schon ausgeprägte Vermeidungsverhalten (das mit dem Haarewaschen, Föhnen, Duschen, nicht die Augen schließen etc.)

Alleine kommt man da fast nicht mehr raus. :°_

Die Frage ob es Geister gibt, wird Dir hier niemand beantworten können - diese Frage ist so alt wie die Welt.

Aber das ist auch nicht Dein Problem, sondern die Angst!

Such Dir Hilfe, such Dir einen Therapieplatz!

Nur Mut - es kann damit nur besser werden! :)^

Wie Du einen Therapeuten findest bzw. jetzt Vorgehen kannst findest Du zum Beispiel hier [[http://www.psychotherapiesuche.de Psychotherapiesuche]].

Alles Gute! @:)

u nic!oFrnhandmxe


@ portland

Hallo Portland!

Danke für deine Anrwort :)

Ich denke du hast recht und ich werde mich nun auf Therapiesuche geben.

Im Moment bin ich gerade oft bei meinem Freund, dort habe ich keine Angst.

Mal schauen wie's wird wenn ich nach Hause gehe.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende! @:)

BOen,itaBx.


Ich würde erst einmal einen Psychiater aufsuchen.

PTortxland


@ BenitaB.

Kennst Du den Unterschied zwischen Psychiater und approbiertem Psychotherapeuten?

PHor(tlanmd


@ unicornandme

Nichts zu danken - gern geschehen! @:)

Ich denke du hast recht und ich werde mich nun auf Therapiesuche geben.

Super! Das ist der erste Schritt in Richtung angstfreies Leben! :)^

Hoffe, Du findest schnell einen Therapeuten, bei dem Du Dich wohl fühlst und mit dem Du Dir vorstellen kannst zu arbeiten (es gibt immer erst Probe- bzw. Kennenlernstunden).

Im Moment bin ich gerade oft bei meinem Freund, dort habe ich keine Angst.

Du? Pass auf, das dass nicht zur Belastung wird für Eure Beziehung, dass sich Dein Freund dadurch auf lange Sicht nicht "in der Pflicht fühlt" bzw. eingeengt.

Es ist nicht gut für eine Partnerschaft, wenn sich einer so abhängig macht.

Die Konstellation "holde Jungfrau in Nöten" und "edler, beschützender Ritter" funktioniert nur im Märchen.

In der Realität ist sie fatal: es entsteht Machtungleichgewicht, Abhängigkeit und die Augenhöhe geht verloren.

Daran sind schon viele Beziehungen gescheitert.

Alles Gute!! :)*

B.enitxaB.


@ BenitaB.

Kennst Du den Unterschied zwischen Psychiater und approbiertem Psychotherapeuten?

Ja, der könnte vielleicht eine Diagnose stellen, mit der man dann zur Therapeuten kann. Und wer weiß hier ganz sicher, ob nicht auch ein Medikament angebracht ist?

Darüber kann ein Therapeut rein gar nichts aussagen....

*OZiemlich*Oer?leichtertx*


Hey unicornandme!

So peinlich mir das ist, aber mir geht es fast genauso wie dir.

Und ich bin sogar ein paar Jahre älter als du.

Bei mir ist es ebenfalls so, dass es mal besser und mal schlechter ist.

Momentan ist es nachts wieder schlimmer.

Ich könnte niemals ohne Fernseher einschlafen. Normalerweise stelle ich ihn zumindest dunkel und drehe mich von ihm weg.

Zur Zeit ist nichtmal das möglich.

Sobald ich mich umdrehe, höre ich plötzlich alle möglichen Geräusche (auf die man wahrscheinlich einfach vorher nicht so geachtet hat) und bekomme richtig Herzrasen.

Ich stelle mir ebenfalls vor, dass irgendwas schlimmes direkt vor meinem Kopf auftaucht, wenn ich die Augen öffne. Beim Haarewaschen habe ich diesen Gedanken ebenfalls, allerdings nur wenn ich spät abends bade.

Leider habe ich dagegen auch noch kein Mittel gefunden. Ich wollte dir nur mitteilen, dass du damit nicht allein bist.

SAelenxa


Und wer weiß hier ganz sicher, ob nicht auch ein Medikament angebracht ist?

War auch mal bei nem Psychater, und der meinte, dass Psychopharmaka rein gar nichts bringen, weil sie nur den aktuellen Zustand "einfrieren" und das psychische Problem nicht wirklich aus der Welt schaffen.

Also lieber zu nem sehr guten Psychotherapeuten gehen, der kann auch sehr sehr gut helfen. An Medikamente kann man später immer noch ran, wenn alles andere gar nicht hilft.

aklkta vixa


schon seit langer Zeit kann ich meine Haare nur mit geöffneten Augen waschen, der duschvorhang ist nur halb zugezogen und Haare föhnen kann ich nur in meinem Zimmer auf dem bett mit Rücken zur Wand.

Beim duschen muss ich mich extrem zusammenreißen dass die Furcht nicht über mich kommt und ich nicht flüchten muss, was auch schon passiert ist. Im Keller waschen gehen gehört auch zu den Dingen die mir sehr schwer fallen und so lange wie möglich herauszögere.

das kommt mir so bekannt vor. Ich habe damals in einem Wohnheim, in einer 4-er WG gewohnt, mein (damaliger) Freund musste trotzdem jede Nacht bei mir schlafen, wenn er weg musste, dann kam eine Freundin und schlief mit mir in einem Bett. Beim Duschen musste sie auf dem Klo sitzen und "aufpassen". Im Keller waschen alleine undenkbar. Und es war für mich unvorstellbar, wie eine Freundin von mir da einfach rein ging, wo das Licht noch am Flackern und noch gar nicht richtig an war. Genau so vor meinem Freund in der Tiefgarage aussteigen, weil er eng an die Wand wollte. Und noch ganz viele Sachen. Nur bei mir war das eher akut, nachdem ich einen Horrorfilm geguckt habe (der war für mich besonderes schlimm, sonst bin ich da eigentlich abgehärtet, fühle mich nur kurz unwohl danach). Der Zustand war bei mir schon lange da, mehrere Monate, ging dann aber von selber weg. Später hat mein Freund mir aber gesagt, dass er sich schon über Therapien informiert hat, weil er dachte ich komme da nicht mehr alleine raus. Ich weiß wie quälend das ist, wenn es schon immer so war, denke ich Therapie ist das richtige für Dich. :)_

E3h*emaxliger ~Nutzer (#x565974)


Wieso sieht man sich Horrorfilme an, wenn man davon Angst bekommt? ":/

ufnic3ornan!dme


@ swanlake

ich hab sie mir halt mit Freunden angeschaut und gleichzeitig interessiere ich mich sehr für Geistergeschichten usw. aber dass sie mich so lange noch quälen habe ich damals noch nicht gewusst. seit insidious meide ich jedoch alles was das Thema betrifft.

@ portland

wenn es meinem Freund zu viel wird, wird er es mir auf jeden Fall sagen. ich sitze auch nicht den ganzen Tag bei ihm rum sondern schlafe halt einfach bei ihm (so bekomme ich wenigstens mehr als 4h schlaf) und er schläft zum Glück auch besser wenn ich bei ihm bin. ;-)

meine Schwester arbeitet zum Glück in einer Psychiatrischen Klinik und konnte so ein paar Empfehlungen einholen. Das anrufen ist für mich jedoch die nächste Überwindung.

Und Medikamente kommen für mich eigentlich nicht in Frage, da ich das Gefühl habe dass vieles von meiner Vergangenheit entsprungen ist und ich mit Sicherheit vieles verdrängt habe.

uznico%rnanKdmxe


@ *Ziemlich*erleichtert*

Danke für deine Antwort! ich bin froh dass es nicht nur mir so geht (obwohl ich es natürlich niemandem wünsche)

das mit den Fernseher kenne ich.. manchmal hilft jedoch nichts als hinein starren bis man unbemerkt einschläft.. Ich hoffe es geht dir bald besser! sobald ich einen Tip habe, gebe ich dir Bescheid!

@ alktavia

ja das hört sich alles auch sehr nach mir an. aber teilweise weniger intensiv aber dafür immer. schön dass es sich aber wieder gelegt hat bei dir! :)^

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