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Psychotherapie - Ablauf

V.erl'orenueSeel+e014 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich mache seit Februar wieder eine Psychotherapie. Es ist zwar nicht meine erste aber ich denke das erste mal, dass ich es wirklich aus eigenem Antrieb mache und "versuche" mich darauf einzulassen.

Aber genau mit dem darauf einlassen habe ich große Probleme.

Ich hatte schon immer Probleme mit Vertrauen und Gefühlen usw. Wurde diesbezüglich schon früh oft verletzt und verarscht, bzw. habe ich gesehen, was gefühle anrichten können. Habe mich eigenltich über Jahre komplett in mich zurückgezogen und niemanden, wirklich absolut niemanden an mich herangelassen.

Habe zwar über die Jahre gelernt mich bis zu einem gewissen Grad wieder zu öffnen. Aber halt nur bis zu einem gewissen Grad. Gefühle usw. kann ich kaum jemanden gegenüber zeigen, zumindest nicht bewusst, bzw. frag ich mich teilweise wirklich: Wie geht das? :°(

Und ich denke genau das macht mir in der Therapie glaube ich Probleme. Ich gehe in die Stunde und weis einfach nicht was ich sagen soll, bzw. frage ich einfach wie soll so eine Stunde ablaufen. Ihr denkt euch wahrscheinlich gerade wie den wohl, man redet halt über seine Problem und Gefühle.

Aber genau das finde ich wirklich schwer bis fast unmöglich. Ersteres schaffe ich ja, also über meine Probleme zu reden. Aber über Gefühle zu reden, dass ist bei mir zu vergleichen als ob man mit einem Auto mit angezogener Handbremse die Zugspitze erklimmen möchte.

Danke dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Zum Teil kann ich es einfach per du nicht zulassen, dass mir vor dem Therapeuten ein Schluchzen über die Lippen kommt oder gar eine Träne über die Wange rollt. Andererseits weis ich einfach nicht was ich sagen soll oder was jetzt "richtig" währe. Mein Therapeut sagt mir immer, ich soll einfach sagen was mir durch den Kopf geht was ich mir denke. Ähm? Wie? Er könnte mir das auch auf Chinesissch sagen und würde trotzdem gleich viel verstehen.

Hat hier vielleicht jemand gleiche Erfahrungen gemacht? Wie hast du das überwunden? Wie lange hat das gedauert?

Verfalle dann immer wieder mal einfach in Schweigen. Wobei es hierbei auch wieder unterschiede gibt.

Aber meistens ist es so, dass ich krampfhaft die Kiefer aufeinander presse und auf den Boden starre. Bringe dann einfach kein Wort mehr heraus. Meist geht das dann auch mit großer Müdigkeit einher. Nach ein paar Minuten fallen mir dann auch immer wieder die Augenlieder zu (oder presse sie zu, bin mir da selbst nicht im klaren darüber). Meist komme ich aus dieser Starre die ganze Stunde nicht mehr heraus.

Würde mich über Erfahrungen anderer Mitglieder freuen.

Danke

Antworten
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Hallo!

Was erwartest du dir von dieser Therapie?

Wie bereitest du dich auf die Therapiestunden generell vor?

CAraxnk1


Du scheinst Dich offensichtlich selbst unter einen gewissen inneren Druck zu setzen, indem Du Dir viel zu viele Gedanken darüber machst, was Du denn nun Deinem Therpeuten erzählen sollst, kannst, musst oder wie auch immer.

Das ist aber eher kontraproduktiv, da Du Dich in solch einer angespannten Situation überhaupt nicht entspannen und gehen lassen kannst.

Das ist aber wichtig. Wie siehts denn mit Deinem Therapeuten aus? Kommst Du gut klar mit Ihm, findest gefühlsmässig, dass Du mit ihm über vieles reden kannst? So etwas kan man meistens erst nach einigen Sitzungen einschätzen und auch abwägen.

Wenn Du über Deine Probleme, Deinem Alltag etc. redest, dann schildere ihn dabei auch, was es dann bei Dir auslöst, also ob z.B. Wut, Trauer, Angst, Scham, Verzweiflung oder ähnliches, diese Situationen verstärken, auslösen etc.!

Und wenn Du mal nichts zu sagen hast,dann ist das nicht schlimm. Wichtiger finde ich, sich entspannen zu können und wenn Dir danach ist, auch einfach loszureden, was Dir momentan gerade durch den Kopf geht, egal was, auch wenn es Dir selber belanglos erscheint. Darauf bauen dann Therapeuten nämlich auf.

Andererseits kann das aber auch nicht jeder. Viele tuen sich schwer damit, über persönliche Dinge, mit einem "fremden" zu sprechen. Aber genau das hat auch einen nicht unwesentlichen Vorteil. Dort kannst Du einfach wirklich über alles sprechen, was Du Familie, Kollegen, Freunde usw. eher lieber nicht sagen würdest.

Er ist Dein Therapeut und möchte Dir helfen. Dies kann er aber nur, wenn Du auch dazu bereit bist und es zulässt oder zulassen kannst.

Versuche mal ganz unverkrampft und ohne Scham ( soweit möglich) an diese Sache heranzugehen. Also nicht so viel darüber nachgrübeln, was Du nun gleich eventuell erzählen könntest, sondern einfach den Augenblick an sich zu nutzen, indem Du ohne langes nachdenken, darüber erzählst, was gerade in Dir vorgeht und selbst, wenn Du ihm sagst, dass Du Dich ja vielleicht schämst, über das und das zu berichten. Das wäre nämlich der Anfang eines Gespräches, worauf der Therapeut aufbaut.

Aber anfangs muss Dein Therapeut erst einmal versuchen, Dich ein wenig kennenzulernen, Deine Persönlichkeit, Dein bisheriges Leben und auch Deine Probleme, um überhaupt hilfreich zur Seite stehen zu können.

Da ist ehrlichkeit besonders wichtig und mögl. Ängste und falsche Scham völlig fehl am Platz, da Du Dir und auch Deinem Therapeuten nur im Wege stehst, was Hilfe schwer bis sogar unmöglich macht.

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