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Ich weiß nicht mehr weiter

H,armo'nie19(76


Poisel,

ich finde sowohl das Verhalten der Neurologin, als auch jenes der Betreuerin seehr fragwürdig. Dass Du einen Termin, der auf so unangemessene Weise verlief, verlassen hast, kann ich durchaus verstehen. Profis sollten wissen, dass man auf einen Menschen mit psy. Problemen nicht mit einem Redeschwall aus Vorwürfen einreden sollte.

Viell. ist ein Betreuerwechsel möglich (ohne Garantie, dass es danach besser wird)? Ich würde versuchen, so wie schon geschrieben wurde, einen Termin beim HA zu bekommen, damit Du nicht plötzlich komplett ohne Medikation dastehst. Wenn Du kannst, nimm auch Kontakt mit Deinem Therapeuten auf. Viell. hat er ja Rat bzw. weiß eine Lösung?

E hemalig+er Nutzer (*#565974)


Du magst es kindisch nennen, für mich ist es eine schutzreaktion. Mit hängen meine eigenen Worte noch in den Ohren: ich hab wenige Tage vorher in der Therapie zu meinem Therapeuten gesagt "Der Termin bei der Neurologin ist wie ein Test für meine Betreuerin, ich schenke ihr nun ein Stück Vertrauen und sie muss nichts weiter tun als mich nicht zu enttäuschen". Mein Therapeut war da weitaus skeptischer. Was ich damit sagen wollte, sie hat es einfach vermasselt. Ich bin da so. Mich verletzt das. Genauso wenn du es als "kindisch" abtust. Ich werde noch mit ihr reden. Aber ich brauche Zeit um nicht mit voller Enttäuschung oder gar Wut zu reagieren.

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Für mich wirkte es in erster Linie wie eine Art 'Trotzreaktion' - ich habe die BPS und die daraus resultierende, starke Emotionalität nicht bedacht, tut mir leid.

Wäre es denn möglich für dich, ihr eine kurze SMS zu senden, dass du jetzt Zeit brauchst - dich aber in einigen Tagen melden würdest?

Das halte ich dann für den gesündesten und vernünftigsten Umgang mit der Situation.

s=chn\eckRe1%985


Es ist das eine, kurzschlüssig (gibt's das Wort überhaupt? ;-D ) zu reagieren, etwas völlig anderes ist es, sich nach dem Abkühlen der Emotionen wieder dem Problem zu stellen. Und ja, ich kenne / kannte diese Art zu reagieren auch von mir. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass fast alle Menschen für ein Gespräch bereit sind, wenn man dies ernsthaft verbalisieren kann. Es ist also noch lange nicht alles zu spät! :)*

Poisel, du kannst das Ruder noch rumreißen! :)*

Ich wurde auch schon extrem arschig von Ärzten angegangen, v.a. weil ich in gewissen Situationen derealisiere und zum Eisblock erstarre. Drängt mich dann das Gegenüber weiter in die Enge, dann passiert sowas ähnliches wie bei dir - Angriff und / oder Flucht.

Dass du die Medis weiternimmst ist schon mal ein gutes Zeichen.

Was ich dir als Tipp mitgeben kann: Man kann einen Menschen per se nicht wirklich sympathisch finden und dennnoch miteinander kommunizieren. Es geht hier in erster Linie um deine Gesundheit, nicht um Sympathien. Das heißt, man kann mit dem Gegenüber auch dann auskommen und zusammenarbeiten, auch wenn man nicht beste Freunde wird. Ich bin mir sicher, du hast die Stärke für ein erneutes Gespräch. :)* :)_

PioHizsexl


Harmonie1976,

Profis sollten wissen, dass man auf einen Menschen mit psy. Problemen nicht mit einem Redeschwall aus Vorwürfen einreden sollte.

Jetzt wo etwas Zeit vergangen ist und ich runter gekommen bin, finde ich es auch sehr fragwürdig. Ich kam ja nur dazu, zu sagen, dass es mir nicht gut geht und ich sehr dolle Angst hatte, anzurufen. Danach fielen ja schon lauter Viele Vorwürfe. Was wäre passiert, wenn ich suizidgefährdet oder eigengefährdet gewesen wäre? Das konnte sie ja gar nicht wissen. Und es hätte böse enden können...

Viell. ist ein Betreuerwechsel möglich (ohne Garantie, dass es danach besser wird)?

Ja, wäre möglich. Aber mittlerweile habe ich mich einigermaßen beruhigt und möchte nicht gleich aufgeben. Ich werde die morgen, wenn sie anrufen sollte, ans Telefon gehen und mir ihre Sicht erklären lassen, aber auch meine Enttäuschung Luft machen.

Mein Therapeut ist erst Mittwoch wieder in der Praxis und da habe ich gleich frühs einen Termin. Er hat zwar gesagt, ich kann mich vorher per SMS melden, aber im Moment komme ich klar und ich möchte nicht stören/nerven ect.

Swanlake,

ist schon okay. :-)

Wie ichn eben schon geschrieben habe, werde ich morgen ans Telefon gehen wenn sie anrufen sollte. Werde dann hier berichten.

schnecke1985,

ich kam bis zu diesem Vorfall sehr gut mit meiner Betreuerin aus, auch wenn ich sie noch nicht allzu lange habe. Meine Neurologin hingegen war schon immer schwierig. Ich kenne einige Freunde/Bekannte, die auch bei ihr in Behandlung sind und alle sind durchweg skeptisch. Jedoch ist es einfach schwierig jemanden gescheites zu finden.

kurzschlüssig gibt es :-D

E9hemalisger ^NutzeCr (#5659x74)


Ich würde es sogar besser finden, wenn du dich mit ihr triffst und ihr das wirklich persönlich klärt. Natürlich nur, wenn du dir das zutrauen würdest. Aber über Telefon sind klärende Gespräche immer schwieriger.

Das Verhalten deiner Neurologin war ganz klar unprofessionell und unter jeder Kritik. Die Frau scheint weder Einfühlungsvermögen noch respektvollen Umgang erlernt zu haben. Das ist bei Psychiatern leider keine Seltenheit.

sschneckLe1+985


@ Poisel

Oh, wieder was gelernt! :-D

Meine Neurologin hingegen war schon immer schwierig.

Ja, solche Menschen gibt es einfach. :-/

Kannst du ihr vielleicht eine ausführliche Mail schreiben, um die Situation zu klären? Ich würde versuchen, irgendwie einen Konsens zu finden, aber parallel nach einem anderen Arzt zu schauen.

ich kam bis zu diesem Vorfall sehr gut mit meiner Betreuerin aus, auch wenn ich sie noch nicht allzu lange habe.

Ist doch schon mal positiv :)^ :)_

Ich kann mir halt vorstellen, dass sich die Betreuerin als Laie in dem Moment auch nicht getraut hat, was gegen die Ärztin zu sagen. Fast alle haben ja einen Heidenrespekt vor Ärzten und fühlen sich nicht kompetent genug was zu sagen, wenn die sich nicht richtig verhalten.

Wahrscheinlich war sie genauso perplex und überfordert, wie du. Das Gefühl, hängengelassen zu werden, ist natürlich nicht schön. Aber ich glaube, dass sie nicht deshalb passiv geblieben ist, weil sie nicht loyal an deiner Seite steht.

Ich hab wirklich gute Erfahrungen mit Mails / Briefen gemacht, weil ich in der Situation selbst gerne die Fassung verloren habe. Man zwingt das Gegenüber zum Zuhören.

Verpasste Sitzungen werden überhaupt nicht gerne gesehen, aber letzten Endes ist es deine Gesundheit. Und ja, ich bin auch so manches mal einfach nicht aus dem Bett, dem Haus oder in den Zug gekommen. Weil ich innerlich so gelähmt, depressiv oder von Angstattacken geplagt war. Das wird von Ärzten gerne als "keine Motivation" verstanden und gerade deshalb fände ich es sehr wichtig, wenn du dich aus der Distanz erklären könntest. :)*

EAhem_alige=r Nutzer ](#565x974)


Wenn sie die Medikamente auch von ihrem Hausarzt verschrieben bekommt, würde ich persönlich nicht mehr zu dieser Neurologin gehen. ":/

P^oKisexl


Huhu, es gibt Neuigkeiten.

Ich hab vorhin dort in der Praxis angerufen weil ich fragen wollte, ob die besagte Ärztin mir die Medikamente weiterhin verschreibt, bis ich jemand neues gefunden habe. Ja, würde sie machen. Dann hab ich nochmal angerufen weil mir was eingefallen ist: Da in der Praxis arbeiten noch 2 weitere Ärzte und vielleicht kann ich ja dahin wechseln?! Ich hatte nämlich zwischenzeitlich einige Absagen von anderen Neurologen erhatlen. Also hab ich wieder dort angerufen und da sagte mir die Sprechstundenhilfe dass das nicht möglich ist, jedoch meine eigentliche Neurologin ausrichten lässt, dass das alles nur ein MISSVERSTÄNDNIS war und sie gerne mit mir sprechen wollen würde. Also wurde ich umgehend weiter geleitet und die Ärztin meinte nur, dass man im Leben nicht vor allem weg rennen kann und sie es schade fand, dass ich einfach gegangen bin. Des Weiteren würde sie es gut finden, wenn ich einen neuen Termin ausmache und mit ihr das Missverständis aus der Welt zu schaffen. Nun, ich bin ja nicht nachtragend und außerdem sehr neugierig was sie mir zu erzählen hat. Außerdem hab ich ihr auch noch ein paar Takte zu sagen um meinem Ärger und Frust deutlich zu machen. Leider ist der Termin erst mitte Juni.

Ich frage mich, was alles an dem Vorfall missverständlich war... Nunja...

sEchne0ckoe1985


Hach, das klingt ja schon mal gut! :)^ :)=

Vielleicht nimmst du dir zu dem Termin einen Spickzettel mit, an dem du dich festhalten kannst? Nicht, dass du wieder aus dem Gleichgewicht gerätst und letzen Endes du wieder als die Böse dastehst?

Außerdem hab ich ihr auch noch ein paar Takte zu sagen um meinem Ärger und Frust deutlich zu machen.

Versuch doch mal, die Emotionen ein bisschen rauzunehmen. Das Sprechen in Ich-Botschaften ("Ich hatte den Eindruck, dass... Ich habe es so empfunden") kann da ganz hilfreich sein. Dann kann das Gegenüber den Ball auch in respektvoller Weise zurückschießen.

Auf jeden Fall freu ich mich, dass sich der Nebel wieder lichtet. :)^ :)*

Ploiesexl


Hey, also ich hatte den Termin bei ihr und sie hat sich tatsächlich bei mir entschuldigt. :-) Ich werde erst einmal dort bleiben, schließlich kennt sie mich schon jahrelang. Die Zeit wird zeigen ob sie sich nun beherrschen kann.

JXulceHy


:)^

Das hast du super gemacht!

P,ois:el


Danke, das baut auf. :-) @:)

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