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Wie soll ich noch 17 Jahre leben?

L'i$lly-Kxatze hat die Diskussion gestartet


Hallo,

heute Nachmittag hat mich wieder alles eingeholt.

Ich habe viel erlebt in meinem verkorksten Leben zu viel. Ich komme damit nicht mehr klar. Seit Jahren habe ich Phasen, wo ich denke "komm, folge deinen Sternenkindern, deiner Oma und deinem Bruder" doch ich habe Kinder. Das Jüngste ist ein Jahr. Das heißt für mich, ich muss noch 17 Jahre leben.

Aber wie? Es gibt seit Jahren nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht weine. Ich habe das Gefühl, der Fußabtreter für alle zu sein. Alle außer meinen Kindern, meinen Freund und meiner Schwiegermutter in spe. Aber egal, was ich mache, ich bekomme einen Tritt, werde benutzt, missbraucht, hintergangen, ausgenutzt usw.

Was soll ich nur machen? Ich habe Angst, dass ich zu schwach werde und bald die Erde verlassen werde. Ich möchte das nicht, aber ich habe keine Kraft mehr. Es ist so verlockend, einfach aufzugeben und zu gehen. Aber ich möchte das meinen Lieben nicht antun.

Jetzt liege ich hier. Alleine. Denke an die Vergangenheit und drehe fast durch. Ich hatte einen Heulkrampf, bekomme nichts mehr auf die Reihe. Körperliche und seelische Beschwerden kommen auch dazu.

Meine Psychologin ist zwar sehr nett, aber die Vergangenheit kann auch sie nicht ungeschehen machen. Ich zerbreche am Leben.

Was soll ich nur machen? Bin dankbar für jeden Tipp.

Antworten
HCarMmonqie19x76


Lilly-Katze,

WER benutzt, hintergeht, missbraucht Dich? Wer ganz konkret? Wenn möglich, solltest Du Dich von solchen Leuten lossagen. Wäre das eine Möglichkeit?

Wenn Du mal jemanden zum Quatschen brauchst, gerne PN.

:)* :)* :)*

mvondB+sterxne


Ich empfinde Deine Lebenseinstellung als ungesund. Denn wenn Du meinst, nur noch wegen Deiner Kinder leben zu müssen, ist das eine Last für Deine Kinder. Du solltest das mit Deiner Therapeutin besprechen.

cYrieckharltixe


Du hast eine Familie, Dein Leben ist nicht verkorkst.

c1ri echdartlie


@ mond+sterne

Das is so ein typischer Beitrag von Dir, wo sich jeder denkt...... ??? ??? ???

Nur mal so als Hinweis, weil Du es ja gerne wissen möchtest.

M/adame% Chayre<nNtoxn


Wie lange bist du schon in Therapie und wie oft (jede Woche?, unregelmäßig?)?

L9illy-lKatxze


Es ist so viel passiert und es wird mir zu viel, um alles zu verarbeiten.

Egal, wo, es ist immer etwas, wo ich das Gefühl habe, "ach die, mit der kann man es machen."

Kennt ihr das?

Und die Schmerzen, die ich kaum noch ertragen kann. Gesundheitliche Probleme und das Gefühl, jeder lässt einen hängen.

Ich kann das alles nicht mehr verarbeiten. Der berühmte Tropfen kam gestern. Ich werde schwach und immer schwächer. Kann mich heute nicht mehr aufraffen. Es muss etwas passieren, aber was?

EHhemaliBg7er Nutz\er (j#43x8245)


Meine Psychologin ist zwar sehr nett, aber die Vergangenheit kann auch sie nicht ungeschehen machen. Ich zerbreche am Leben.

Was soll ich nur machen? Bin dankbar für jeden Tipp.

Du solltest die Psychologin wechseln. So wie du schreibst, hast du bei ihr nicht das Gefühl, dass sie dich nach vorne bringt.

Das Therapeut-Patient Verhältnis ist aber erfolgsentscheidend bei einer Therapie. Du brauchst jemand, der dir (wieder) den Blick nach vorne beibringt. Vergangenheit ist Vergangenheit.

Möglicherweise ist aber auch eine zeitweise unterstützende Einnahme von Psychopharmaka angezeigt. Dafür solltest du einen Facharzt konsultieren.

cdrieOc`har;lie


ging es Dir vor der Geburt Deines letzten Kindes auch schon so?

LHeChmatNoair


Hey...

Kannst du denn mit deinem Freund darüber sprechen? Gibt es vielleicht noch andere Vertauenspersonen?

Ich ahne, dass dies jetzt nicht der Tipp schlechthin ist, aber falls alle Stricke reißen, melde dich beim Sozialpsychiatrischen Dienst.

Für den Moment - ich weiß, das ist schwer - versuche nicht zu denken, dass du noch ganze 17 Jahre leben musst. Deine Kinder wären auch dann noch sehr traurig. Ich habe auch öfter ziemlich, ziemlich miese Tage, manchmal Wochen, Monate. Aber bisher ist immer dazwischen ein Tag, ein Moment gekommen, der mich aufgebaut hat und von dem ich in der Durststrecke zehren konnte.

Meist waren dies die kleinen Dinge: eine Fahrt auf einem Tandem mit einer Person, mit der ich in meinem Leben viel gestritten habe; Buchsbäume zusammen mit meiner Mutter in "Form" bringen; ein fremdes Kind schenkte mir eine Kastanie als ich bedröppelt durch den Park irrte... Sicher kennst du diese Situationen selbst. Sicher gibt es auch in deinem Alltag Momente, in denen dir z. B. deine Kinder wieder Mut machen möchten. Versuche den Fokus auf diese Momente zu lenken. Es gibt Menschen, die dich lieben, und dies nicht nur weil sie dich brauchen.

Ich habe mal bei eBay ein Überraschungsbücherpaket ersteigert. Dieses Buch war dabei: Glück-selten-allein-Eckart-Hirschhausen

Es enthält nicht nur das BlaBla des Autors, sondern auch einen Teil, in dem du deine eigenen Gedanken aufschreiben kannst. Was hat mich heute glücklich gemacht? Was war heute ein Lichtblick? Was ließ mich heute ein wenig Hoffnung schöpfen?

Man kann dort alle diese Momente notieren, und in ihrer Summe wird man sich erst bewusst, dass einem nicht nur Schlechtes widerfährt. Natürlich kannst du das auch in einem ganz normalen Buch notieren, wichtig ist nur, dass du aus deinem Loch herausfindest!

Mir hat es damals geholfen...wenigstens ein bisschen.

Ich wünsche dir viel Kraft. @:) :)*

LQilcly-KatEze


Ich bin seit 8 Jahren in Therapie. Ich kann jederzeit kommen, wenn es mir nicht gut geht. Wenn es sein muss täglich, dann wieder mit mehreren Wochen Pause, aber es bringt nichts.

Sie kann mir die Sternenkinder nicht zurückgeben.

Sie kann die Vergewaltigungen nicht ungeschehen machen.

Ebenso die Schläge, die ich von drei Partnern einstecken musste.

Die Erniedrigungen haben mich fast zerstört, ich bin so dankbar, meinen Freund zu haben. Einen besseren Vater könnte ich mir für meine Kinder nicht vorstellen. Doch habe ich täglich Angst, ihn zu verlieren, weil ich weiß, dass es so kommen wird. Denn alles, was mir wichtig war, habe ich verloren. Die Sternchen, meine Oma, meine geliebte Tante und mein Bruder, mit dem ich meine Vergangenheit wirklich mal vergessen konnte. Wir hatten uns immer gegenseitig aufgebaut und uns geschworen, dass uns niemand zerstören wird und kann.

Ich möchte wieder stark sein tagsüber für meine Kinder. Meistens klappt das auch. Nur heute ging plötzlich nichts mehr.

m:ond+#sterxne


@ criecharlie

Deinen Hinweis hättest Du Dir gerne sparen können. Nur weil in Deinem Gehirn ausschließlich Fragezeichen sind, heißt das nicht unbedingt, dass es allen so geht.

L$illy>-KIatzxe


Vitamus, ich habe schon mehrere Psychologen und auch Psychiater durch. Bei den anderen kam nur "Die Zeit wird dir helfen bla, bla, bla" Die jetzige nimmt mich wenigstens ernst und hört mir zu. Sie ist die Einzige, bei der ich mich wohl fühle.

criescharlie kann ich nicht so Recht beantworten. Eigentlich ging es mir vor der Entbindung der Kleinen besser. Ich fühlte mich stabil, sonst hätte ich nicht noch einem Kind zugestimmt. Das es nach der Kleinen wieder schlimmer wurde liegt nicht an ihr, sondern an den Umständen.

LeChatNoir, das Buch hat mir mein Freund geschenkt und ich habe gemerkt, dass täglich etwas gutes passiert, wie z.B. das Glück und die Freude der Kinder, ein Lächeln, irgendetwas. Keine Ahnung, weshalb mich zur Zeit alles so nach unten zieht.

c6riechaFrMlie


Wie hast Du deine Trauer denn aufgearbeitet? Helfen Dir die neuen Kinder dabei?

Wir haben auch ein Sternenkind, aber die Geburt der gesunden, lebenden hat bei der Verarbeitung geholfen.

Das mit der Gewalt...

klar, dass Du Dich klein fühlst...

puh, Du hast wirklic hganz schon was zu tragen.. @:)

...

wäre es eine Idee, dass man versucht, nicht alles gleichzeitig anpacken zu wollen?

Weil das erschlägt einen ja....

D,reaBms20x15


Es tut mir so leid wegen der ganzen Schicksalschläge, die Du einstecken musstest, liebe Lilly-Katze!

Doch immer und immer wieder darüber nachzudenken macht die Dinge auch nicht ungeschehen. Du hast Kinder, die es verdient haben, eine Mutter zu haben. Du hast einen Freund, der Dich unterstützt. Wie wäre es, wenn Du Dir sagen würdest, Du versuchst Dich ihretwegen aus diesem Teufelskreis zu befreien? Beschäftige Deine Hände und Deinen Geist und versuche, ganz in der Beschäftigung aufzugehen! Das lenkt ab und gibt Kraft, kleine Schritte zu gehen. ganz egal, was das ist - ob nun Staubsaugen, mit Deinem kleinen Spazieren gehen, Dich Deiner Ernährung widmen, etwas Sport machen -ganz egal, Hauptsache, Du richtest Deine Gedanken auf das was DU tust und nicht auf Deine Vergangenheit. Wir leben nur einmal, Du hast es verdient, kleine und große Glücksmomente zu erleben!

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