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Mache mir ständig Sorgen und habe Angst

CYoco~nut2x009 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

hoffentlich bin ich hier richtig, sonst einfach verschieben.

Es geht darum, dass ich Angst und Sorge um meine direkt Liebsten habe, d.h. um meine Eltern, meinen Bruder und meinen Freund. Eigentlich auch um unseren Hund.

Diese Angst ist mal mehr, mal weniger gegenwärtig, zumeist aber mit Aktionen verbunden. Ein paar Beispiele zum Verständnis:

Mein Bruder hat schon öfter Mist gemacht wenn er abends zum Party machen gegangen ist - einfach mal ist er mit den Vorderzähnen am Randstein aufgeschlagen und hat sich die Schneidezähne ausgeschlagen. Morgens habe ich ihn dann so im Bett gefunden, blutend, zerschrammt, weil ich mich gewundert habe da er so lange schläft. Das hätte sooo schief gehen können - er hätte mit seinem Kopf an der Kante aufkommen und sterben können. Seither hatte ich immer Panik, als er wieder Party machen war: ob er in ne Schlägerei kommt, seine Heimfahrmöglichkeit ordentlich fährt oder sonst was passiert. Teilweise bin ich nachts aufgestanden und habe ihn abgeholt weil ich seinen Kumpels einfach nicht getraut hate (Raser, laute Musik, eisglatte Strasse und 150PS Auto mit blutjungen 18...). Die Sorge wird immer neu geschürt, z.B. legte er sich nachts bei 0 Grad vor die Haustüre und ist eingeschlafen oder vor ein paar Wochen ist er bei zuviel Alk eine Steintreppe runtergesegelt und im KH gelandet - Gehirnerschütterung!!! :-(

Mein Vater trinkt abends gerne mal ein Glas zuviel - aber selbst wenn es nur ein Bier ist: sobald es Richtung Schlafenszeit geht, kann er nicht mehr laufen! Seine Beine sind wie Gummi! Das hat mich so belastet als ich noch Zuhause gewohnt habe da er nachts mal die Treppe runtergesegelt ist. Er knickt nachts um, dehnt sich die Bänder, geht 6, 7, 8 mal auf die Toilette, Treppe rauf, Treppe runter. Als eines Tages nachts ein riesiges Bild im Flur durchs offene Treppenhaus vom 1. Stock in den Keller gefallen ist konnte ich tagelang nicht schlafen. Ich hatte immerzu im Kopf, dass mein Papa die Treppe runtergeflogen wäre und sich den Schädel eingeschlagen hätte. Vor Kurzem war ich mal 2, 3 Tage zuhause - ich habe kein Auge zugetan als ich ihn immer an meinem Zimmer vorbeilaufen hab hören. Zudem ist er ein sehr unsicherer Autofahrer und jobbedingt nun wieder per Auto unterwegs. Ich will gar nicht drüber nachdenken...

Und mein Freund ist ein absoluter Adrenalinjunkie! Fallschirm, Bungee.. nichts ist zu weit oder zu hoch. Er ist sehr sportlich und hat wirklich einiges drauf aber hin und wieder finde ICH, dass er es übertreibt oder übertreiben würde. Nachts im Suff im Herbst oder Winter mal eben in den Bach springen ist da noch harmlos - aber selbst da geht mein Kopfkino los: er könnte durch das kalte Wasser ertrinken, seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren, irgendwo abtreiben, gegenprallen, und und und. Im Urlaub hatten wir extrem hohen Wellengang und selbst im Reiseführer wurde von Unterströmungen gewarnt - was macht er? Schwimmt so weit raus, dass ich ihn nicht mal mehr als schwarzen Punkt sehen konnte. Klar, es ging alles gut und er kann das ja auch aber... muss das echt sein? Das belastet mich echt krass und da hatten wir einen Fetzenstreit! Er betont dann immer, dass er seine Grenzen kennt und weiss, was er sich zutrauen kann und was nicht und sobald er merken würde, dass es brenzlig wird, würde er das erkennen und zurück kommen. Glaub ich ihm schon und oft genug beweist er mir das auch. Aber vor 2 Wochen ist er dann bei einer Party nachts um halb 5 aus dem Fenster aufs vom Regen rutschige Dach geklettert mit seinem Kumpel... um den Sonnenaufgang zu gucken!!!!!!! Wir wohnen im 5.ten Stock, das Fenster ist eine Gaube mit lächerlichem Schneefang davor. Mir wird kotzübel wenn ich daran denk. Er hat dann schon zugegeben dass das keine Glanzleistung war aber hey... besser machts das nicht! Jedes mal wenn ich heimkomme schau ich hoch zum Dach und krieg Magenweh. Mittlerweile bekomm ich bei Kleinigkeiten schon Panik, z.B. wenn er mit seinem Motorrad fahren möchte. Ich sage natürlich nix aber innerlich sterbe ich fast....

Ja und meine Mum ist zum Glück sehr vernünftig :-) Aber wenn sie weitere Strecken fährt oder im Winter den Weg in die Arbeit mach ich mir auch immer Sorgen. Überhaupt wenn jemand wegfährt mach ich mir Sorgen und habe ANgst, ich könnte durch irgendwas / irgendwen meine Familie verlieren.

Ich weiss nicht, woher es kommt. Aber es ist schrecklich belastend und ich hab keinen blassen Schimmer, wie ich mit sowas umgehen soll. Mit all dem Kopfkino und der Angst, sie zu verlieren oder das was schlimmes passiert.

Könnt ihr mir was raten oder seid ihr vllt in ähnlichen Situationen?

VG Coco

Antworten
E0hemaAliger Nyutzerh (#5{65974)


Es ist schwierig, dir da wirklich einen guten Rat zu geben. ":/

Ich kann deine Ängste nachvollziehen. Gerade dein Freund und dein Bruder scheinen sich teilweise wirklich sehr riskant zu verhalten.

Du könntest versuchen, mit den betreffenden Personen ein ehrliches Gespräch über deine Ängste zu führen, vielleicht verbessert das was. :-)

E6rdbee^re20[60


Es gibt viele Menschen, die den gewissen Kick suchen. Deine Angehörigen gehören wohl dazu. Du bleibt leider nur, ihnen zu vertrauen. Passieren kann immer was, auch wenn man als Fußgänger unterwegs ist.

Ansonsten denke ich wie meine Vorschreiberin, du könntest mit ihnen über deine Gefühle sprechen und dir anhören, weshalb sie diese Hobbys haben.

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