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Langweiliges Leben

M(ilk,y_e7x7


Ich glaube das Leben der anderen kommt einem meistens interessanter und spannender vor. Man bekommt ja nur die Hightlights davon mit, und nicht deren Trott des Alltags.

WXelftenb{ummQlerin_O86


Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde. Ich habe es die letzte Woche einfach nicht geschafft mich zu melden.

Ich merke langsam, dass das Problem nicht so sehr ist, dass mein Leben langweilig ist , sondern dass ICH es als langweilig empfinde. Die vergangene Woche war ich nur am rotieren und bin es immer noch. Ich merke aber, dass ich langsam an meine Grenzen komme. Ich bin zur Zeit fast immer dauermüde und etwas ausgepowert. Andererseits gibt es so viel zu tun (auch vieles was mir Spaß macht) dass ich kaum einfach mal rumgammeln kann.

Wenn ich mir allerdings vorstelle, dass ich zB dieses WE nicht vorhätte , wäre ich auxhcnixht glücklich und würde mich langweilen. Einerseits will ich viel Abwechslung und Termine in meinem Leben, andererseits merke ich, dass es mir eigentlich Grad zu viel wird. Vor dem nichts tun habe ich aber irgendwie auch Angst ":/

Cyomr8axn


dass ICH es als langweilig empfinde. Die vergangene Woche war ich nur am rotieren und bin es immer noch. Ich merke aber, dass ich langsam an meine Grenzen komme.

:)^ :)_

Du kommst der Sache jetzt sehr nahe. Du kannst dein Leben nicht genießen, weil du nur unter Strom stehst. Wer dauernd im roten Bereich fährt, der erlebt nie das Gefühl von Beschleunigung und Runterkommen. Dir fehlen einfach die Akzente. Es ist wie mit dem Essen: ein schön hergerichteter Teller mit aufeinander abgestimmten Beilagen, der kultiviert und in Ruhe verspeist wird, erfüllt mehr als eine zusammengequetschte Mega-Portion derselben Speise, die man runterschlingt.

Ich habe dir vor 10 Tagen geschrieben, dass du dein Pensum runterschrauben sollst, um dein Leben genießen zu können. Und was du als "Angst vor dem Nichtstun" bezeichnest, dazu sagte ich: Freizeit muss man lernen. Und das kann man auch, nur brauchst du dafür noch etwas Zeit. Sei nicht ungeduldig, reduziere in kleinen Portionen.

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/704669/?p=6#p21636602]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/704669/?p=6#p21637525]]

mdond+swtCernxe


Ich merke langsam, dass das Problem nicht so sehr ist, dass mein Leben langweilig ist , sondern dass ICH es als langweilig empfinde.

:)=

Ja. Genau. Du hast ein Problem. Du empfindest das Leben als langweilig.

Diese Feststellung schreit danach, Dir Vorschläge zu machen, was Du tun kannst, damit Du Dein Leben nicht mehr als langweilig empfindest. :)_

Ich habe jedoch den Eindruck, damit kommt man nicht weiter.

Was meinst Du?

W2elztenbu'mm@le>rin_x86


Ich habe mir heute einen gleittag genommen. Ich bin irgendwie etwas am kränkeln. Jetzt sitze ich aber daheim und denke, dass ich unbedingt die Wohnung mal wieder auf Vordermann bringen müsste. Außerdem muss ich noch bügeln und Wäsche waschen.

Ich könnte doch jetzt nicht einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen, oder würdet ihr jetzt einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen??

Nbordxi84


Na also entweder bist du Krank oder du bist Gesund. Bist du zu Krank zum arbeiten dann bist du normalerweise auch zu Krank um nen Hausputz zu machen. Zudem hast du deinem Arbeitgeber gegenüber die Pflicht die Genesung nicht zu verzögern was ja passieren kann wenn du mit ner Erkältung wild durch die Wohnung putzt und räumst. Gut, man kann jetzt sagen das du ja nicht Krank feierst sondern quasi nen Tag Urlaub hast, aber trotzdem.

Wobei dir da auch wieder bei dem Thema wären: Wieso kannst du den Tag nicht einfach genießen und tun worauf du Lust hast ? Wieso muss das direkt wieder alles produktiv und sinnvoll sein ?

C|oHmrafn


Ich könnte doch jetzt nicht einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen, oder würdet ihr jetzt einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen??

Was hindert dich daran, jetzt aufzustehen und mit der Wohnung zu beginnen? Ich rate dir: mach einen Plan, was konkret du tun möchtest und guck, dass die Portionen so sind, dass du sie auch in überschaubarer Zeit bewältigen kannst. Z.B. "Waschmaschine befüllen, dann läuft die schon mal. Küche kehren. Abwaschen. Staub auf dem Wohnzimmertisch abwischen. Waschmaschine aufhängen oder Kram in den Trockner. Mittagessen."

Du musst dich nur sortieren und dann beginnen. Der Plan wird dir helfen und ein Leitfaden sein. Wenn du nur da sitzt und den Wust von Dingen anstarrst und auf eine Heureka-Lösung hoffst, dann wirst du lange warten und es hat sich nichts geändert.

Der innere Schweinehund scheint sehr groß zu sein. Und: PC und Handy aus! Sonst guckst du zu oft drauf und willst dich ablenken.

Um 14 Uhr, wenn du Pause machst, kannst du ja mal schreiben, was du alles geschafft hast. Vielleicht bist du dann selbst stolz auf dich, dass du dich überwunden hast?

Los. Jetzt!

W3eltenbu0mmlePrignx_86


So, ich hab jetzt eigentlich meine To Do Liste abgearbeitet:

Ich habe:

-gebügelt

-Wäsche weggeräumt

-aufgeräumt

-gesaugt, abgestaubt

-Pflanzen gegossen

-Toiletten geputzt

-eingekauft

-Spülmaschine ausgeräumt

Jetzt weiß ich nicht mehr so recht was ich jetzt den restlichen Tag mit mir anfangen soll. Ich kann mich noch auf mein Vorstellungsgespräch am Donnerstag vorbereiten. Aber das nimmt auch nicht den ganzen Nachmittag in Anspruch.

m4issiFnbgdoxdo


Schwimmen gehen? Spaziergang? Rollerskates?

m%uhkulh2k


Ich habe die Diskussion nicht weiter verfolgt, muss aber sagen, dass mir die Antwort von Clondyke sehr gut gefällt! :)z :)^ :)=

CXomrxan


So, ich hab jetzt eigentlich meine To Do Liste abgearbeitet:

Prima! :)z

Du hast jetzt deinen Sympathikus trainiert.

Nun wird es Zeit für den Ausgleich, den Parasympathikus zu fordern.

Setz dich hin und versuche mal, nichts zu machen. Einfach die Augen zu schließen. Gib dem Parasympathikus Zeit, die Kontrolle zu übernehmen. Fahr runter und plan nicht, was gleich kommt.

Das ist es, um was es geht. Die Dynamik. Tätigkeit und Erholung in Einklang zu bringen. Wenn Sympathikus und Parasympathikus schön ausgeglichen arbeiten können, fühlst du dich automatisch besser.

Also, schau raus, die Sonne scheint (hier zumindest). Mach dir eine Kleinigkeit zu essen und schau den Vögeln zu. Vielleicht magst du danach paar Seiten in einem guten Buch lesen.

Und dann erst machst du den nächsten Plan. Die nächste Staffel an Dingen, die du erledigen möchtest.

Wenn du das schaffst, einen Rhythmus aus Anspannung und Erholung zu finden, dann wirst du überrascht sein, an was du alles Freude finden kannst. So ein freier Tag ist prima zum üben, weil du den Wechsel lernen musst. Und wenn du die Phasen mehr trainiert hast, kannst du sie auch länger gestalten.

Ich würde vorschlagen, nach der Ruhezeit machst du die intensive Vorbereitung deines Vorstellungsgesprächs und anschließend einen Spaziergang, der dir den Kopf wieder frei macht und allem Zeit gibt, sich im Hirn zu verankern. Und dann versuchst du in der letzten Sympathikus-Phase des Tages, die Anspannung mal mit etwas Privatem zu verbinden. Z.B. eine stramme Runde Rad fahren. Und am Ende des Tages wieder Parasympathikus - bisschen surfen, mailen, im TV was schauen. Und du wirst mit der Zeit merken, dass du diese Auszeiten, wenn du den Wechsel mal richtig geübt hast, viel mehr genießen kannst.

mdond+stexrne


Ich könnte doch jetzt nicht einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen, oder würdet ihr jetzt einfach den ganzen Tag auf der Couch rumhängen??

Warum nicht? Wo Du am kränkeln bist?

Wer hat Dir eigentlich eingeredet, Du müsstest den ganzen Tag was tun?

C^omra^n


weltenbummlerin, wie geht es dir jetzt - fast einen Monat später?

Konntest du dir mehr Struktur im Tag bisschen zu eigen machen? Hast du mal versucht, die Balance zwischen Aktivität und Passivität gleichmäßiger zu gestalten und deinen Rhythmus zu finden?

Oder hat dich die Geschichte vom Sympathikus und Parasympathikus bisschen schwindelig gemacht? ;-)

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