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Nur wenig Selbstbewusstsein oder nicht verarbeitete Belastungen?

K2rank%enhHa%ussreixf hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich mache mir seit langem Gedanken darüber, was mit mir los ist.

Habe vor ca. 4 Monaten das Gespräch bei einer psychosozialen Beratungsstelle aufgesucht.

Dort hat mir die junge Frau gesagt, sie vermutet, dass einfach nur mein Selbstbewusstsein angeschlagen ist und ich eventuell Winterdepressionen haben könnte.

Das ich in manchen Dingen selbstbewusster sein könnte, merke ich.

Vor allem meine Meinung offen und selbstsicher vertreten, das machen was mir in den Sinn kommt, ohne zu überlegen...schaut der oder der mich dann komisch an.

Soweit so gut.

Habe mir Lektüre besorgt und arbeite dran.

Bin mir auch ziemlich sicher, dass ich es hinkriegen werde.

Nur wenn ich zum Beispiel eine ganz bestimmte Übung mache: Morgens und Abends positive Affirmationen vorm Badespiegel vorsprechen, mir dabei in die Augen schauen und es zu glauben.

Dann fühlt es sich für mich total unecht an.

Ich hatte vor ca. 7 Jahren mal Depersonalisations/-realisationserfahrung auch wenn es niemand diagnostizierte.

Aber es waren definitiv welche, wenn auch nicht schlimm ausgeprägt.

Ich fragte mich halt oftmals von einer auf die andere Minute "Bist du hier wirklich und bewegst gerade deinen Arm zum Türgriff oder nicht?"

Wurde Lichtempfindlich und grübelte (weil ich mich fragte, wieso ich diese Wahrnehmungsstörung habe).

Eigentlich dachte ich diese sind heute weg.

Aber in manchen Situationen kommen sie wieder, aber anders als früher.

Ich merke sie nicht mehr richtig.

Auch sonst fühle ich richtig mit meinem Körper und Geist eher sehr zurückhaltend. Wie benebelt fühlt es sich an.

Vom Verstand her weiß ich zum Beispiel, wenn ein Familienangehöriger stirbt, ist man traurig.

Bin ich auch irgendwie, aber spüre es nicht/kaum und kann es auch selten zeigen.

So auch glückliche Gefühle.

Wenn jemand was witziges sagt, lache ich, aber eher weil ich intellektuell weiß, das war lustig, als es emotional als lustig zu empfinden.

Es gibt aber auch mal so kurze Momente, wo ich merke so fühlt sich alles richtig an.

Ich kann Situationen richtig wahrnehmen, fühlen, offen sein und bin einfach glücklich.

Aber das ist immer nur für kurze Zeit.

Jetzt sitze ich zum Beispiel hier, schreibe das und habe keinerlei Empfindung dabei. Ich mach es halt in der Hoffnung etwas schlauer aus mir zu werden. Ich möchte einfach dieses Lebensgefühl wieder haben, dass ich immer nur so kurz zu spühren bekomme.

Von meinem Umfeld bekomme ich nur manchmal gesagt, ich sage komische Sachen oder mit mir könnte man nicht reden (letzteres ist übrigens schon länger her). Oder ich solle mich doch endlich mal was trauen (Mädchen ansprechen.....)

Am schlimmsten ist aber das Reden mit anderen und die Spontanität in der jeweiligen Situation. Manchmal kann ich einfach reden und bin spontan, empfinde Freude, bin aktiv.......könnte jetzt noch tausend Sachen schreiben.

Aber wenn der Schub weg ist, ist das alles so verschleiert bis ganz weg. Und ich hock einfach wieder rum und finde den Antriebsschalter nicht mehr.

Kann mir vielleicht jemand sagen, was das ist?

Es ist wirklich einfach, wenn ich diese gute Zeit habe, fühlt sich einfach alles richtig und gut an.

Mein Kopf ist nicht vernebelt, kann alles gut wahrnehmen.

Vielleicht noch was zu meiner früheren Geschichte.

- war bei LKW Unfall meines Vaters dabei, passiert ist nicht viel, nur viel Blechschaden....aber mein Vater machte negative Äußerungen (der Mann hätte auch tot sein können, dessen Auto ich gerammt habe....solche belastenden Äußerungen hatte er oft gemacht während meiner Kindheit, meine Mutter weniger)

- ansonsten im allgemeinen bei Eltern aufgewachsen, die auch etwas weniger selbstbewusst sind und trübsal blaßen

- viel Streit meiner Eltern mitbekommen...haben sie oft vor mir und meiner Schwester gemacht+

- in der Grundschule habe ich einige Male in der Klasse eingepullert (hatte Angst aufs Klo zu gehen, weil dort der böse Junge hätte sein können, der mir mal die Mütze weggenommen hatte und sie noch Älteren gab)

ja ansonsten so traumatische Erlebnisse hatte ich eigentlich nicht weiter, wüsste jedenfalls jetzt keins

- dachte früher mal oft über den Tod nach (Nicht über Selbstmord!), war aber mit 6-12 Jahren auch nicht immer

- nahm ein Medikament wegen Benässen

- mit Beginn der DP/DR veränderte ich mich auch persönlich...wurde besser in der Schule, interessierter an der Schule, irgendwie so ein bisschen wie ein Nerd für Schule würde ich sagen, aber trotzdem aktzeptiert

- als ich das Medikament absetzte meinte meine Mutter "Das daher vielleicht die DP/DR kämen"

-> ich machte mir darüber Gedanken und auch darüber, ob das Medikament mich so veränderte wie ich mit Beginn der DP/DR wurde

- das ging gut 2 Jahre

- seit 3 Jahren denke ich darüber eigentlich kaum noch nach

Vielleicht helfen diese Infos ja noch etwas, um auf eventuelle Auslöser zu schlussfolgern.

Vielen Dank für eure Hilfe!

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