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Hochsensibel - und dann. Wie geht das im Leben !?

m|oon$y0x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo an Euch!

Mit fast 53 Jahren bin ich dann doch schon auf das gestossen, was das was ich mein Leben lang gespürt und erlebt habe, einordnen kann.

Hochsensibilität.

Es war ein völliger Zufall und meine Neugier, dass ich mich mal kurz mit dem Thema beschäftigt habe, und ich traute meinen Augen nicht. Alles passt, eine umfassende Beschreibung dessen, wie ich mich immer gefühlt habe, die Probleme mit denen ich zu kämpfen habe, und bis dahin immer die Frage: was stimmt denn mit mir nicht.

O.K., nun hat das einen Namen. Viel gibt es dazu bis jetzt ja nicht zu lesen. Mir geht es in sofern besser, dass ich mich nun endlich komplett aus der Ecke der Psychos und Trinker streichen kann.

Aber wie geht das nun im Leben? Besonders in der Partnerschaft und in ganz stinknormalen Kontakten?

In den letzten Jahren habe ich mich aus dem sozialen Leben weitestgehend isoliert. Davor und bis vor Kurzem habe ich wegen dieses Problems eine Menge getrunken, um die Gefühle darüber und dazu einfach zu betäuben.

Als ich angefangen habe zu akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, habe ich schlagartig weniger Alkohol getrunken, und bin in dem Moment auf die Beschreibung und den Test für Hochsensible gestossen.

Und nun fühle ich mich so, dass ich das Werkzeug und das Wissen habe, etwas zu verändern, für mich in meinem Leben. Aber, wie geht das konkret?

Mein aktuelles Problem ist, dass meine Ehe komplett im Off ist. Nach 10 Jahren ständiger Verletzungen, völligem Unverständnis meines Mannes und ewigem Nervengetrampel auf meinen Empfindungen bin ich an dem Punkt, dass ich nicht mehr mag.

Wie sortiere ich das, in Hinblick auf das Wissen um meine Übersensibelität, und dem Eindruck mit einem Idioten verheiratet zu sein?

Um nicht 'grossartig aufzufallen' habe ich bis vor einigen Jahren viel hingenommen und einfach geschluckt. Irgendwann wurde mir das so zuviel, dass ich nähere Kontakte zu anderen Menschen völlig gecancelt habe. Mit meinem Mann habe ich es immer noch versucht, aber inzwischen geht das auch überhaupt nicht mehr. Sein Unverständnis und seine Gleichgültigkeit sind für mich absolut unerträglich geworden. Ausserdem ist er wegen völliger Belanglosigkeiten mir gegenüber extrem agressiv. In Hinblick auf meinen Wunsch, dass diese Ehe fortbesteht, habe ich versucht das hinzunehmen.

Aber inzwischen macht mich das auch nur noch agressiv, und so möchte ich nicht leben. Ich sehen mich nach Frieden und Harmonie in meinem Leben. Und sowieso in der Partnerschaft, die ich habe. In meiner Ehe ist das abwesend.

Und nun drehe ich es gedanklich hin und her. Versuche abzuwägen, was realistischer ist, mehr mir entspricht, oder wo ich einem Traum hinterher jage.

Mein gesamtes Leben ist voller extremer Persönlichkeiten. Angefangen bei meinen Eltern über Freundschaften und Ehemänner. Alle haben gefordert und ich habe 'geliefert'. Ich muss leider sagen, dass ich mich immer habe ausnutzen lassen. Mein Gerechtigkeitssinn und mein Wunsch andere Menschen zu unterstützen ist ein typisches Symbol für einen hochsensiblen Menschen. Etwas, womit ich angesichts der Einstellung der meisten Menschen, schwer zu kämpfen hatte/habe. Wobei ich auch sage: selber Schuld.

Aber es ist mir ein Rätsel, wie ich mit den Bedürfnissen und Forderungen anderer Menschen umgehen soll, ohne dabei unter zu gehen. Oder- sie völlig aus meinem Leben auszusperren.

Und wie diese Balance funktionieren kann, das möchte ich gerne wissen.

Über Antworten freue ich mich schon mal!

Wenn es geht, möchte ich den Begriff Hochsensibelität hier nicht disskutieren. Wie gesagt war ich davon selbst völlig überrascht, und hatte bei den Tests (leider!) immer die höchste Anzahl zutreffender Antworten. Viel mehr weiss ich letztlich nicht darüber. Es beschreibt, wie ich mich fühle, und wie es mir geht.

Und ich würde gerne erfahren, wie andere Betroffene damit leben.

See ya !

Antworten
LKebkucheYnherzcxhen


Hallo, ich vermute auch sehr stark, hochsensibel zu sein. Bei Tests kommt bei mir auch immer eine ziemlich hohe Punktzahl raus, wobei diese Tests für mich viele Aspekte, die hochsensibel (auch) ausmachen können, nicht umfassen, zumindest von dem her, was ich noch so darüber erfahren und gelesen habe. Mein Psychologe, bei dem ich mal eine Therapie gemacht habe, hat auch was von hochsensibel erwähnt in einer Stunde. Aber ich weiß nicht, ob er damit wirklich diese Hochsensitivität meinte.

Es wäre hilfreich zu wissen, in welchen Hinsichten du hochsensibel bist. Schränkt dich das im Alltag ein? Gibt es deswegen Streit mit deinem Mann? Kannst du da mal ein paar Beispiele nennen?

Bei mir bezieht sich die hochsensible Wahrnehmung auf Folgendes: Ich bin einfach sehr zart besaitet. Mir ist normales Tageslicht schnell unangenehm und zu viel. Mir wird schnell unwohl bei bestimmten Sachen (psychisch + körperlich). Ich bekomme vieles nebenbei oder zwischen den Zeilen mit, was andere gar nicht mitbekommen oder ausblenden können. Ich bin bei Geschmack sehr empfindlich, merke jeden kleinen Geschmacksunterschied, auch wenn das den anderen nicht auffällt. Viele eigentlich unbedeutende Dinge haben eine übermäßig emotionalisierende Wirkung auf mich usw.

Ich merke das vor allem in Bezug auf meinen Freund, der diese geschärften Wahrnehmungen oder diese Empfindlichkeit oft nicht hat. Manchmal ist er beeindruckt ("wie konntest du das denn mitbekommen? das habe ich überhaupt nicht gemerkt"), aber manchmal versucht er auch, mir meine Wahrnehmung auszureden ("quatsch, das schmeckt doch ganz normal wie immer, da ist überhaupt kein Unterschied"). Bei uns gibt es keinen Streit deswegen, aber manchmal komme ich mir schon wie ein Prinzesschen auf der Erbse vor. |-o

g,amzSegaamzxe


Hallo moony09,

ich will Dir nicht auf Deine Füße treten aber Dir soll doch bewusst sein, dass Du ein einziges Leben hast und besitzt.

Du kannst allen nicht immer was gutes tun. Fang an, an Dich zu denken.

Egal wie viele Probleme um Dich herum wirren, Du kannst nicht für alles eine Lösung sein und wenn man Dich nicht schätzt für deine Gute Energie und Taten die Du tust, lass es einfach.

Fang an Dich selbst zu lieben so wie Du bist. Schätze Dich selber. Kümmere Dich mal endlich um DICH SELBST!

Ich kann anhand des Textes oder überhapt nicht beurteilen wie dein Eheleben sonst so aussieht, aber bring doch Farbe in dein Leben. Finde deine Innere Ruhe, viele Menschen müssen nach langer Zeit sich erst einmals selber finden.

Du hast doch die Zeit. Spar dein Geld, davon muss niemand was wissen. Auch wenn es wenigere Beträge sind, spar es und tu Dir was gutes. Geh Abends mal Joggen, hör dabei Musik, eine die Du sehr gerne hörst. Lass mal alles los und fallen und wenn Du weinen musste dann tu das. Drück Dich nicht vor deinen Gefühlen und schon gar nicht von Dir selbst und lass Dir von so dummen Tests doch nicht sagen wer Du bist und was Du hast. Manchmal führen wir solche Tests durch, weil wir erhoffen dort eine Antwort auf unsere Fragen zu bekommen aber das ist schwachsinnig. Keiner kennt Dich besser als Du Dich selbst. Starte frisch in deinen Tag, Frühstücke schön und nim dir ab und zu mal einen Urlaubstag, einfach so ohne Anlass. Einfach für Dich. Denn Du bist der Anlass einen schöneren kann es doch nicht geben oder findest Du nicht? Du musst Dich von altem trennen um neues in Dein Leben zu lassen. Sei doch erstmals eine Zeit unansprechbar. Sowohl für Deinen Mann auch für andere. Sei dennoch nett aber halte erstmal Deinen Abstand und lerne Dich besser kennen.

Und dann, wenn du soweit bist und weißt das es Dir besser geht, setzte dir Prioritäten. Fang doch an mit einer Liste. Und diese liste musst du runterarbeiten. z.B. : 1. Joggen gehen - 2. Gesund essen - 3. Buch lesen - 4.... und soweiter. Und mit jedem etwas was Du tust hackst du es ab und belonst Dich selber. Du gehst zum Friseur, machst Dir die Fingernägel schön oder holst Dir einfach was neues zum Anziehen. Ganz wie Du willst. Denn damit entscheidest alleine DU! Setze Dir nach und nach Ziele und meistere sie. Und wenn du soweit bist und glaub mir, dass wirst Du sein, dann rede mit deinem Mann. Sag ihm was du denkst und vorallem was Du willst. Nach dem Du Dir Ziele gesetzt hast, setze ihm Ziele. Sei nicht die dumme Frau die man herum zerren und schubsen kann, sei Die Frau wo sich Leute dreimal überlegen Dich anzusprechen, ja? Und wenn Du merkst dass Dein Mann nach dieser Zeit nicht zu Dir steht, hey es ist kein Weltuntergang. Aber wer Dir nichts gutes tut, den sollst Du verlassen, denn irgendwo auf dieser Welt wartet jemand der alles für Dich gibt. Finde es heraus und lass es Dir gut gehen.

Meine liebste Grüße und mach was draus! x:) *:)

mdosonyx09


Hallo Ihr Beiden,

ganz vielen Dank für Eure Antworten. Hatte mich ein bisschen davor gedrückt nachzusehen, wer denn wie etwas zu meiner Beschreibung schreibt- und bin jetzt sehr froh, dass ich das Thema doch recht offen angesprochen habe. Ich freue mich sehr über die Antworten!

Lebkuchenherzchen, Deine Beschreibung empfinde ich als sehr passend, das mit der Prinzessin auf der Erbse ist mir auch schon oft durch den Kopf gegangen. Und da fühle ich mich immer wie eine Dauer- Mimose, so ähnlich wie Du, wenn Dein Freund das nicht bemerkt, was für Dich so klar da ist. Ich erlebe es auch so, dass die Wahrnehmung in vielen Bereichen gegenüber anderer Menschen Eindrücke, oft extrem feiner ist. Dass ist speziell psychisch bei mir der Fall, aber auch im Denken und handeln. Im Prinzip ist es im Zusammensein mit anderen Menschen eine ständige Belastung, weil ich es irgendwie spüre, was sie wollen und fordern. Oder ich nehme auch ganz klar wahr, was sie gerade brauchen. Und aus einem total bescheuerten Impuls heraus renne ich praktisch immer los, und versuche es anderen Menschen "schön zu machen". Das ist so selbstverständlich für mich. Was da an Enttäuschungen und Verletzungen auf mich eingeprasselt ist im Laufe meines Lebens, lässt sich nur schwer beschreiben.

Aber, ich will auch nicht zuviel an anderen festmachen, erstmal liegts ja an mir.

Als Beispiel wäre, dass ich sehr weitsichtig denke und handle, was andere Menschen erstmal überhaupt nicht verstehen. Ich sehe oder spüre meistens sehr genau, wohin bestimmte Handlungen oder eben Nichttun führt, und korrigiere automatisch mein Verhalten dahingehend. Das führt mit meinem Mann oft zu Streit, weil er es nicht versteht, und ich ihm das in dem Moment auch nicht erklären kann. Hinterher stellt sich jedoch heraus, dass meine Empfindung für sehr viele Situationen und Dinge 'richtig' war. Aber für ihn ist das eher ein Machtkampf, den er mit mir führen will. Dass es mir darum gar nicht geht, versteht er nicht.

Ich rieche und sehe auch sehr gut, und meistens auch wieder mehr, als andere wahrnehmen. Am Extremsten ist aber mein Erleben von Stimmungen und Energien, bei anderen Menschen aber auch von Dingen oder Orten. Und ich reagiere auch zunehmend körperlich, habe viele Allergien, vertrage oft manche Speisen nicht oder habe auch Empfindungen wie Übelkeit oder manchmal Schmerzen, wenn ich mit bestimmten Energien oder Orten in Berührung komme. Das lässt sich aber nicht generell festmachen. Je nach dem wie es mir gerade geht, reagiere ich auch jedes mal anders darauf.

gamzegamze, Du greifst das auf, was mir auch schon lange durch den Kopf geht. Mich nicht mehr so offen machen. Bei mir sein. Ich gehe tatsächlich regelmässig joggen. Und genau mit dem Hintergrund, den Du beschrieben hast.

Mir das Recht und die Freiheit zu nehmen, zu anderen Menschen wirklich auf Distanz zu gehen, ist mir sehr schwergefallen. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich deswegen sehr beschimpft wurde, oder man mich wie eine Schwerverbrecherin behandelt hat. Also, diese Menschheit hat mir sehr deutlich mitgeteilt, dass es ihr nicht passt, wenn ich mich auch um mich kümmere. Ich habe da wirklich schier unglaubliche Sachen erlebt und grübel immer noch daran herum, womit ich das provoziert habe.

Mit dem Test, habe ich ja eigentlich mehr durch Zufall eine Art Einordnung für mich erhalten. Ist ja schon ganz schön, wenn Frau eine Ahnung davon erhält, in welche Richtung das gehen könnte. Ich habe in meinem Leben mehrere Therapien gemacht und auch viele Workshops besucht. Und war auch öfter bei Ärzten. Die Aussagen über mich waren so vielfältig, wie die verschiedenen Persönlichkeiten der Menschen. Das habe ich schon abgehakt.

Ich denke dass Deine Einstellung und Anregungen für mich einen guten Anhaltspunkt bietet. Aber, das fällt mir auch schwer. Insgesamt fühle ich mich so verwoben mit Allem. Als wäre ein Teil von mir in allem enthalten, und umgekehrt.

Aber wenn ich darüber nachdenke wäre der nächste logische Schritt, das erstmal zu kappen. " Es bleibt immer das übrig, was wirklich zu einem gehört".

Und ich bin mir nicht sicher, ob ich den Mut dazu habe. Damit eiere ich schon ewig herum. Und eigentlich ist immer nur Mist dabei herausgekommen. Ich möchte 'dazugehören' und es geht doch schief. Ich möchte kuscheln, lieben und friedlich sein und für jeden das Beste. Und bin einfach am falschen Ort. Doch wenn es so klar ist, dass das hier eh nicht geht, dann kann ich genauso gut auch all das machen, was ich bisher vermieden habe, und mich nur noch um mich kümmern.

Der Welt nett lächelnd den Stinkefinger zeigen und gut ist. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich das in diesem Leben schaffe.

Das ist so endgültig. Das führt alles so absurdum, was ich bisher gemacht und erlebt habe. Das ist, wie das Element in dem ich lebe, zu wechseln. Das Recht auf innere Freiheit wirklich leben. Ein guter Gedanke.

Ganz liebe Grüsse an Euch :-x @:)

m\nef


Gibt es irgendjemanden, der sich in der "hochsensibel"-Beschreibung nicht wiederfindet?

Aber wie geht das nun im Leben?

Genauso wie in den letzten Jahren auch. Genauso wie wenn du keinen Begriff gefunden hättest, zu dem du nichtmal viel weitere Infos zu lesen gefunden hast.

Mir geht es in sofern besser, dass ich mich nun endlich komplett aus der Ecke der Psychos und Trinker streichen kann.

Wenn du ein Alkoholproblem hast, hast du das nach wie vor. Du bist nicht weniger "Trinker", nur weil du dir jetzt sagen kann "... ja aber nur weil ich hochsensibel bin".

Imho wäre es ein ziemlicher Fehler, nach irgendeinem Test, nach dem wie gesagt massig Leute die "Diagnose" hochsensibel erhalten, sich künftig über seine vermeintliche Hochsensibilität zu definieren und diese als Erklärung für alles mögliche heranzuziehen.

mVo|o"ny0x9


Hallo mnef,

da ist er ja! Habe mich schon gewundert dass vorher niemand aufgetaucht ist, der genauso einen Kommentar abgibt.

Ich hoffe Dir hat es geholfen Dich bei mir abzukacken!

Mein Tipp an Dich: schreibe das nächste Mal erst, wenn Du weisst worum es geht.

Viele Grüsse.

SFh)ojxo


Moony, ich finde mnefs Beitrag sehr viel weniger rotzig als Deinen.

Deiner Beschreibung nach klingt es für mich, als hättest Du da einige von jeglicher Hochsensitivität durchaus unabhängige Baustellen. Beispielsweise wäre es wichtig, dass Du lernst, Dich auf gesunde Weise abzugrenzen, sodass sich Dein Umfeld sortiert.

Du schreibst:

Und ich reagiere auch zunehmend körperlich, habe viele Allergien, vertrage oft manche Speisen nicht oder habe auch Empfindungen wie Übelkeit oder manchmal Schmerzen, wenn ich mit bestimmten Energien oder Orten in Berührung komme. Das lässt sich aber nicht generell festmachen. Je nach dem wie es mir gerade geht, reagiere ich auch jedes mal anders darauf.

Das ist sehr typisch für jemanden, der stark überreizt ist, und überreizt ist jeder, der langfristig in einer unerfreulichen Ehe steckt und auch ansonsten wenig Unterstützung erfährt.

Du beschreibst Dich in außerordentlich schmeichelnder Weise, gestützt von der selbstgestellten Diagnose der Hochsensibilität, aus der Du Dir das Schmeichelhafteste rauspickst.

Also, diese Menschheit hat mir sehr deutlich mitgeteilt, dass es ihr nicht passt, wenn ich mich auch um mich kümmere. Ich habe da wirklich schier unglaubliche Sachen erlebt und grübel immer noch daran herum, womit ich das provoziert habe.

Das war nicht die Menschheit, sondern ganz bestimmte Menschen. Du tust vermutlich gut daran, zum einen wirklich ein bisschen auszusieben, zum anderen aber nach dem, was ich lese, vermutlich auch daran, mal ganz sachlich die jeweilige Dynamik der Kommunikation anzuschauen und auch Deine eigenen Schritte daran anzuschauen, die da zu einer unschönen Entwicklung führen, denn wenn langfristig sämtliche Sozialkontakte schieflaufen, gibt es nur eine Konstante, nämlich einen selbst, und dann ist da anzusetzen, da hilft es nicht, sich selbst zu schmeicheln. Sonst nimmst Du das Problem selbst nach Kontaktabbruch direkt mit Schleife verpackt mit in die nächste zwischenmenschliche Beziehung.

m"nzexf


Ich weiß sehr genau worum es geht und das schon sehr lange.

Und mit Abkacken hatte das absolut gar nichts zu tun.

Findest du denn zum Beispiel, dass das Trinkproblem, von dem du schreibst, durch deine Entdeckung der Hochsensibilität plötzlich kein Trinkproblem mehr ist?

- wahrscheinlich nicht. Nichts anderes habe ich geschrieben.

Und es einen Fehler zu nennen all deine Probleme auf die Hochsensibilität zu schieben war auch nicht als Angriff gemeint, sondern ziemlich neutral.

Schade, dass du gleich auf Kriegmodus stellst.

g amzegvamzxe


Hallo moony09,

mich freut es dass Dir die Antworten gut tun. Immerhin ist es echt nicht leicht und ein großer Schritt sich hinzusetzten und dem Internet seine "Gefühle" zu offenbaren. Dazu gehört sehr viel Mut, denn auch wenn man jemanden hier nicht genau Identifizieren kann, können die Menschen, die hier rum schwimmen einem viele Dinge an den Kopf werfen. Man bekommt echt Sachen zu hören die gehen gar nicht.

Nimm Dir die Zeit für Dich. Viele Menschen sind sehr egoistisch, das ist nun mal leider so. Deswegen denke erst an Dich als an andere, vor allem wenn sie es nicht schätzen was Du alles tust. Wenn sie keinen Wert auf Dich geben. Jeder Mensch fällt mal hin, gibt sich mit falschen Leuten ab, wird mal ausgenutzt. Da sind wir glaube ich schon alle durch und es gibt Zeiten, da machen wir es wieder und wieder durch weil wir nicht draus gelernt haben. Lerne NEIN zu sagen. Sag deine Meinung das ist nichts Falsches oder etwas wofür Du Dich schämen musst oder Angst haben musst weil irgendwer nicht Deiner Meinung ist. Ich habe mich damals nie richtig getraut zu sagen was ich denke, wie ich mich fühle und ich wurde immer runter gemacht von allen Ecken. Mir wurde oft eingeredet ich sei dumm und habe nichts im Kopf, so oft, dass ich abends im Bett lag und selbst angefangen habe daran zu glauben. Und irgendwann habe ich die Augen geöffnet mich im Spiegel angesehen und mir meinen Mund angeschaut. Den haben wir bekommen damit uns niemand auf den Kopf kacken kann. Aber bevor dein Mund ausspricht was Du denkst, musst Du selbst einmal wissen was Du willst. Du musst Dir deinen Entscheidungen im Klaren sein. Du musst so gesehen von "innen" aufräumen damit du nach außen wieder strahlst. Erziele eine gesunde Selbstliebe. Irgendwann bin ich aufgestanden und habe gesagt was ich denke. Ich habe mich nicht mehr runtermachen lassen. Auf der Arbeit oder Zuhause oder das Umfeld. Ich stand zu dem was ich gesagt habe stabil wie ein Berg. Es war mir egal was die anderen gedacht haben, sie haben mich eh versucht für dumm zu verkaufen, also schlimmer hätte es nicht werden können. Ich habe zu allem ja und amen gesagt. Am Anfang war es sehr sehr schwer das kann ich dir sagen. Es hat mich viel Mut gekostet. Abends hatte ich so Bauchschmerzen davon, dass ich nicht schlafen konnte, weil ich versuchte mich zu ändern. Aber ich habe mich für MICH geändert. Nicht für Die anderen. Weil Ich unzufrieden war. Ich war es leid mir sagen zu lassen wer ich bin. Und heute, heute ist mir das alles egal. Ich bin knallhart zu Leuten die es nicht anders verdient haben. Heute kommt jeder Wurm angekrochen und bettelt um eine zweite Chance. Weil sie wissen was sie von mir hatten. Oder ich musste mir anhören wie sehr ich mich doch geändert habe. Tja, ich kann nun mal mit dieser Änderung sehr viel besser leben, deswegen, entweder man mag mich so wie ich bin, oder da ist die Tür. Ich habe immer gemerkt, hej Kopf hoch, das Leben geht weiter!! Deswegen moony09, denke daran wie viele Menschen auf dieser Welt Dein Leben haben wollen. Wie viele von Deinen Problemen träumen. Mach Dich nicht fertig, dass Leben ist viel zu kostbar. Menschen müssen nun mal akzeptieren wie Du bist. Und wenn Du Deine Ruhe brauchst, dann soll es so sein und wenn Menschen in Deiner harten Zeit schon nicht bei Dir sind und Dich nicht unterstützen, dann kannst du Deine Guten Tage auch sehr recht alleine verbringen. Wenn Menschen Dir keinen Platz an deren Schulter geben, damit du losweinen kannst, ziehe Deine Schulten auch zurück und lehne Dich an Deine eigene Schulter.

Mach es gut! @:) :)^

mnoonzy0x9


Hallo gamzegamze *:)

Dankeschön, dass Du auch soviel von Dir erzählst. Als ich Deine Schilderungen gelesen habe, sind mir die Tränen gekommen. Das erinnert mich so an mich selbst, und es tut auch weh zu hören, das es jemand anderem auch schon so gegangen ist.

Den Weg den Du gegangen bist um Dich abzugrenzen, habe ich gedanklich schon zig mal in Erwägung gezogen. Doch ganz kurz ausgedrückt, ist das für mich eine Option, die in meinem Leben schwer vorstellbar ist. Reibereien und Unfrieden bringen mich immer total aus dem Gleichgewicht. Ich hasse Agressivität und den damit verbundenen Energieverlust. Das macht mich ganz krank.

Es ist auch so, dass ich von meinem Wesen her eine eher italienische Seele bin. Das heisst ich kann auch sehr laut sein, und meine Meinung direkt kundtun. Aber die Gemeinheit, Missgunst und Fiesheit, die bei anderen Menschen dann oft darin steckt - das macht mich völlig fertig. Das ist eben auch so dieses Sensibelproblem. Und ich kann auch diesen mangelnden Respekt der meisten Menschen nicht ausstehen.

Dazu kurz mal ein kleiner Abschweifer, was hier (siehe oben) geschrieben wurde. Diese Menschen haben ein paar Sätze von mir gelesen, kennen mich überhaupt nicht- wissen aber ganz genau was mir fehlt und welche Probleme ich habe.

Und wie Du schreibst, wenn ich lieber meine Ruhe haben möchte, dann ist das eben so.

Dass Du so offen von Dir schreibst, gibt mir sehr viel. Weil ich weiss, dass man zu solchen Gedanken und Verhaltensweisen, nicht mal so eben überwechselt.

Und das hat für mich auch mit Wachsein zu tun, was Du wahrscheinlich damit meinst, erstmal im Inneren anfangen aufzuräumen. Und das tue ich im Prinzip, solange ich denken kann. Und da ist die Diskrepanz in mir zu meiner Umwelt, sprich den anderen Menschen, für mich immer deutlicher geworden. Und je klarer ich mit mir geworden bin, umso mehr Probleme gabs im Umfeld.

Manchmal schaffe ich es ganz klar den Weg für mich zu gehen, oft knicke ich aber auch wieder ein. Und ärgere mich sehr darüber. Und um dem aus dem Weg zu gehen, bin ich eben erstmal mehr alleine.

Und das was ich meine, sehe ich ja auch hier im Forum. Würde ich mich auf die Anzweifelungen und die mir zugeschriebenen Problemstellungen einlassen, würde ich über Dinge disskutieren, die interessieren keine S... ;-) .

Bei Deinen Aussagen kann ich darüber nachdenken und mich öffnen. Etwas erkennen und davon lernen.

Den Gedanken den Du beschreibst, dass dann Niemand mehr etwas von mir bekommt, den habe ich auch schon oft gehabt. Das ist ein Lernprozess. Vielleicht muss Frau dieses " geben wollen, möchten (müssen), erstmal komplett ablegen und loslassen. Manchmal wollen die anderen Menschen es ja gar nicht haben, auch wenn man es besser sieht und weiss. Aber ich will und werde ja auch niemals einem anderen seine Entscheidung abnehmen. Das macht schon jeder selber. Doch das ist so wie mit allem Anderen. Die Umweltzerstörung, die vergifteten Nahrungsmittel, die Pharmaindustrie und endlos so weiter. Wer da tacheless redet, kriegt auf die Glocke.

Ja ich denke, es ist eine gute Idee, dass ich einfach für mich bleibe!

Darf ich Dich fragen, warum man Dir einreden wollte Du seist dumm? Wann war das, also wie alt warst Du- und wer hat das getan? Wenn das nicht zusehr an sehr persönliche Dinge rührt, würde ich das gerne wissen.

Und mich interessiert auch, wie Du Dich im Inneren dabei fühlst, wie Du jetzt mit Deinen Mitmenschen umgehst. Und ist das immer noch ein Prozess, meinst Du, dass sich das vielleicht auch noch verändern wird?

Machs auch gut ! :)* ;-)

Hallo shojo,

Besserwisserei ist nicht unbedingt ein Mittel, um sich jemandem zu nähern, den man gar nicht kennt. Vielleicht solltest Du mal über 'Übertragug' nachdenken.

Hallo mnef,

das ist kein Kriegsmodus, das ist reine Freundlichkeit!

Wir können das gerne nochmal miteinander probieren. Ich habe nie gesagt, dass ich jetzt Alles auf die Hochsensibelität schiebe, auf so eine Idee würde ich gar nicht kommen. Es ist doch aber so, dass alles was ein Mensch empfindet, denkt, fühlt und tut, auf dem basiert, wie er die Dinge wahrnimmt. Und da war das für mich einfach ein Ahaerlebnis. So einfach ist das!

Und mich beschäftigt die Frage, wenn ich nun etwas besser weiss wie ich ticke ( und da ist mir doch die Überschrift dafür egal), wie gehe ich nun am Besten damit um.

Denn das muss man ja auch weiter denken. Ich sehe, höre, rieche, spüre und nehme wahr- meistens mehr als andere Menschen. Bin ich nun der Idiot, sind die anderen Idioten - muss ich den Rest meines Lebens Rücksicht nehmen wie eine Mutter Theresa? Wer nimmt auf mich Rücksicht? Soll ich mich weiter ständig anmachen oder ungerechtfertigt verurteilen lassen? Oder schliesse ich das Alles aus, und bleibe weiter ohne nähere Kontakte. Und noch Sovieles mehr.

Hast Du darüber nachgedacht? Also eigentlich weiss ich nicht, was Du von mir willst.

Tschaui

Hmm, manchmal liebe ich es, wenn andere wegen mir den Schaum vor dem Mund haben. Aber ich nutze es nicht aus, dass ich für viele Menschen ein Spiegel bin. Der Stress ist mir viel zu gross. Und im Grunde macht mich das Verhalten der Leute nur traurig.

Und, ich habe mir das nicht ausgesucht, dass es so ist!

Na shojo, das ist ja wieder unerträgliche selbst Schmeichelei. Und da unterstütze ich Dich doch gerne in Deiner Abhängigkeit von Deiner Sichtweise.

Bleibt mir gesund, munter und ehrlich! 8-)

"Hoffnung ist wie ein Fallschirm" Willy Quadflieg

"Und jeder tötet, was er liebt" Oscar Wilde

"Religiosität ist eine Durchblutungsstörung des Gehirns" Stephen Hawkins

"Mir ist kein Fall bekannt, dass die Seele jemals zur Erde gekommen ist" Madame Blavatsky

Ach, naja. Frau ist so alleine, wenn sie das Leben geniessen möchte.

Bis bald :=o

suonyaxner


Hallo moony09,

Hast du schon mal überlegt in ein Hochsensibiltätsforum rein zu schauen?

Das Echo, das du hier überwiegend bekommst, ist naturgemäß ein ähnliches wie draußen im Leben. Nicht HS erklären dich als zimperlich, eingebildet etc. da sie deine Perspektive nicht nachvollziehen können. Da kannst du noch so lange diskutieren. Aber das frustriert dich nur weiter.

Ich kann dein Problem nachvollziehen und versuchen knapp ein paar Dinge dazu zu sagen. Hoffe es kommt so komprimiert rüber was ich sagen will.

Im Moment selber im der Phase dass ich enttäuscht bin von den Menschen und auch aus meiner Sicht Aggressivität im Miteinander und das Unverständnis meiner Mitmenschen.

Ein Tipp ist hier schwer.

Du wirst Blinde nicht zum Sehen bringen können. :|N

Vielleicht muss man sich einfach eine Maske aufsetzen und einfach den überwiegenden 'Stumpfsinn' da draußen imitieren. Weniger intensiv sich emotional und gedanklich im Miteinander einbringen.

In kurzen knappen weniger inhaltlastigen Sätzen kommunizieren, um weniger Angriffsfläche zu bieten.

Wieso dem Gegenüber deine Gefühle und Bedürfnisse groß erklären, wenn er seine eigenen nicht mal sieht und versteht? Die Person wird es nur so auffassen können, dass du versuchst dich aufzuspielen und wird sauer, da es als Machtkampf interpretiert wird, wenn man sich versucht 'Platz zuschaffen',vielleicht.

Aber eben dieses Sichverstellen und Zurückhalten ist für jemand mit HS wieder sehr anstrengend.

Da musst du aufpassen. Alkoholkonsum z.B. Kann daraus resultieren, dass man damit versucht die Realität wenigstens für eine Weile zu dämpfen. Deswegen ist es wichtig dass du dir deinen

Raum schaffst indem du Kraft und Ruhe tanken kannst um die Sinne zu erhohlen. Das gibt Kraft.

Und lernen auf die Meinung anderer Menschen über dich zu sch***

Die, die einem blöd kommen, haben meistens eh noch schlimmer einen an der Waffel, sonst müssten sie einem nicht blöd kommen.

Und ich kenne das auch, wenn man sich ändert und dann an sich denkt, dann ist man plötzlich böse bei Freunden und Familie. Alles was man vorher gegeben hat zählt nicht.

Liegt halt daran, dass je sensibler jemand ist, desto besser kann er differenzieren und umgekehrt jemand der nicht sehr sensible ist, wird auch nicht gut im Differenzieren sein und damit eher zur Schwarzweißmalerei neigen. Da gibt es dann nur gut und schlecht.

Jedenfalls empfehle ich dir in ein entsprechendes Forum mal zu gehen, wo du gezielt Gleichgesinnte treffen wirst und mehr Ausstausch haben kannst, als in einem allgemeinem Forum.

Ansonsten Gamzegamze hat eigentlich sehr schön vieles schon gesagt.

Jjane7)4


Kinder, kinder.. kein Gehacke! Nehmt euch an die Hand und vertragt euch.

Die mnef schreibt halt ziemlich direkt und unverblümt und man kann es manchmal als etwas grob empfinden, aber das ist alles nur gut gemeint. Halt klare, direkte Worte. Kein Angriff oder böse Absicht dahinter.

Ich finds schon nachvollziehbar, dass es wie ein Aha-Erlebnis ist, wenn man endlich eine Ahnung hat, was mit einem los ist. Das hat ja auch was mit "Selbst-Akzeptanz" zu tun. Sich selber akzeptieren, mit all seinen Meisen und Macken, und sich nicht mehr "falsch" und "krank" oder sonstwie zu fühlen (und ggf auch gegenan zu trinken). Insofern kann ich diesen Prozess, nachdem es "klick" gemacht hat, schon nachvollziehen.

Diese Bestrebungen, Leute, die trinken, komplett darauf zu reduzieren (also es erfolgt GAR KEINE weitere psychologische Behandlung, bevor das Alkoholproblem, völlig unabhängig davon ob überhapt eins vorliegt, behandelt worden ist), find ich auch blödsinnig. Ist mir auch mal so gegangen. War wegen massiver Probleme, im Rahmen derer ich auch zu viel getrunken hab, bei ner Psychiaterin, und die hat nur gesagt, "Alkoholiker"; und "da ist die Tür, gehen Sie". Furchtbar. Dabei wäre es dringend notwendig gewesen, dass sich mal ein kompetenter Mensch mit den Gründen dafür beschäftigt. Trinken ist doch ein Symptom, und erst viel später eine eigenständige Krankheit.

ich bin selber auch ziemlich sensibel (und hab noch die ein oder andere Meise) und bin generell auch irgendwie "anders". Das anzunehmen, zu wissen und nicht mehr zu pathologisieren und versuchen, es zu ändern, hat mir sehr viel gebracht. Nun bin ich, wie ich bin, stehe dazu, mag mich eigentlich durchaus, und wirke auf meine Mitmenschen eher polarisierend, aber das ist ok.

h>eutes_hier


Schön hier zu lesen :)z

Moony, du bist auf dem richtigem Weg. Das sagt dir ein "Sensibelchen" (wurde schon immer in diese Schublade gesteckt), dass gelernt andere Sichtweisen zu akzeptieren, aber sich dem Gruppendruck nicht unterzuordnen.

War und ist schwer für mich, meine Eltern, meine Geschwister, meine Freunde, meinen Freund, meine Kollegen ...

Aber auf diese nicht leichte Art gebe ich den Menschen sehr viel. Das zeigt die Resonanz. Ich bin ansprechbar für Themen, die andere gar nicht wahr nehmen und die Leute rennen mir die Tür ein. Ist bei dir vielleicht auch so.

Erstmal zurückziehen und gut aufräumen bei sich selbst ist eine gute Idee.

Wegen einer schweren Krankheit war ich eine Weile weg vom Fenster (5 Monate) und jetzt geht das Leben wieder los. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Die Menschen merken erst, was ihnen etwas bedeutet, wenn es nicht mehr da ist. So viele Leute möchten mich treffen, ausgehen usw. Und ich mach, was mir gut tut und bringe gute Energie dabei mit. Das sagt man mir nicht auf den Kopf direkt zu, aber um einigen Ecken kommen die Botschaften schon an.

Geh einfach nicht auf Kommentare hier ein, die dich am Schienbein treffen wollen.

Hier gibt es den song zum Thema:

[[https://www.youtube.com/watch?v=MEKXBZWk6B8]]

Viel Kraft wünsch ich dir @:)

h*eute0_hiebr


@ sonyaner

ich unterschreibe dein statement

Ist hier sicher nicht der richtige Ort sich auszutauschen. Vor 5 Jahren war es anders ...

m!oony0x9


BOAH

hab mich ja ehrlich gesagt schon gar nicht mehr richtig getraut nachzuschauen, was hier so wieder geschrieben wurde. War so das Gefühl, mich auf Bomben einstellen zu müssen, die direkt über mir abgeworfen werden.

Und dann eure lieben und beschreibenden Kommentare. Ich habe immer noch eine Gänsehaut.

Ich schreibe- nee, habe geschrieben, das da werde ich mir wirklich er-sparen, noch in einem anderen thread, wo ich ein bisschen über mein Problem mit Alkohol beschrieben habe, und auch darüber was dazu geführt hat. Die Antworten da sind zum Teil so, wie ich mir das Mittelalter vorstelle. An den Pranger gestellt werden und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Deshalb bin ich auch so dankbar für die letzten Kommentare. Ich möchte euch alle knutschen. :)*

Ja, das ist insgesamt das Problem, das man niemandem etwas erklären oder nahe bringen kann- meistens jedenfalls- der das selbst nicht kennt. Und das ist ja auch mein grosses Fragezeichen, wie damit im Leben umgehen. Und leider benutze ich Alkohol tatsächlich dafür, um mich ein bisschen wegzudimmen. Das geht mir selbst höllisch auf den Nerv. Aber weil ich auch ein völliger Ökufreak bin, kommen mir chemische Pillen überhaupt nicht ins Haus. Hört sich bescheuert an, aber da ist Bier oder Wein noch die natürlichste und gesundeste Variante. Oh je, dafür dass ich das gesagt habe, wird mich hier wieder irgendjemand zerflücken... .

Im Übrigen habe ich das was geschrieben wurde, und was ich geschrieben habe, auch als grosse Lernmöglichkeit erlebt. In den letzten Jahren habe ich seltenst so intensiv und hautnah über diese Sachen nachgedacht. Und da haben mich auch die unfreundlichen Kommentare angestossen.

Und ich höre und staune selbst- ich bin nicht mit Bauchschmerzen ins Bett gegangen. Und ich bin aber auch nicht auf die Schiene ausgewichen, dass mir das Alles am A... vorbei geht. Das war mir schon immer zu einfach, und auch irgendwie zu platt. Selbstachtung funktioniert bei mir nur, wenn ich auch andere Menschen achte. Das hat lange gedauert, aber jetzt gerade, ist es so. Und an dem Punkt fühle ich mich ziemlich wohl.

Was ganz direkt auch mit euren unterstützenden und lieben Kommentaren zusammenhängt.

Kurz nachdem ich darauf gestossen war, das Thema Hochsensibelität, hatte ich dafür ein Forum gesucht und gefunden. Dort hat es mir sehr gut gefallen, doch ich bin da Opfer meiner eigenen Technik geworden. Ich habe so viele Programme auf meinem Computer laufen, die Alles an Java, Cookies und Ausspähen verhindern, das dort die längsten und stundenlangen Mails von mir in den Orbit geschossen worden sind. Nachdem das ein paar Mal passiert ist, hatte ich keine Lust mehr.

Dadurch bin ich aber ja auch wieder hier gelandet. Und ich sag mal so, darüber bin ich froh. @:)

Mit anderen Menschen ist es im Moment so, als hätte ich eine Bannmeile um mich herum. Ich schwanke immer zwischen "halte ich sie mir vom Laib" oder dem Bedürfnis, einfach mal wieder Freundschaft zu haben. Aber das erledigt sich seit einigen Jahren wie von Selbst, die anderen wollen mit mir nichts zu tun haben. So ziemlich jeder Kontakt ist innerhalb kürzester Zeit 'erledigt'.

Das tut manchmal weh, aber so wirklich mache ich mir darüber keine Gedanken. Mein Inneres ist im Aufbruch und oft auch im Aufruhr. Wenn ich das etwas geglättet habe, wird es mit dem anderen auch wieder besser gehen.

Ausserdem muss ich mich endlich einmal mit meiner Ehe konfrontieren. Irgendwie laufe ich da so durch, und es läuft so durch. Basierend auf sehr schweren und zutiefst verletzenden Ereignissen vor dieser Ehe, habe ich Vieles einfach hingenommen. Dass er und ich nicht miteinander reden können. Dass ihm seine Gefühle immer wichtiger sind als meine. Von Emanze, selbstbestimmt und offen, habe ich mich zu einem Hausmütterchen, seelischen Mülleimer und von meinem Mann bestimmter Lebenszeit zurückentwickelt. Also wäre ich zu dem Moment nicht so hilflos und ausserhalb jeder eigenen Kraft gewesen, ich hätte diesen Mann niemals in mein Leben gelassen. Wenn ich denn gewusst hätte, mit welcher Einstellung er durch das Leben geht. Das war auch nicht so einfach, ihn da aus der Tarnung zu locken. Und ehrlich gesagt blicke ich da nach 10 Jahren Ehe immer noch nicht wirklich durch. Jedenfalls ist es ihm egal, wieviel ich wegen ihm geweint habe, und dass ich ihm immer wieder sage, dass es so für mich nicht zusammen weitergeht. Und da ist es wieder, das Thema. Abgrenzen, handeln. Sich zeigen und etwas tun. Und auch wieder der Spagath, nicht immer nur Bauchschmerzen zu haben, oder mir inzwischen das nur noch am H... vorbeigehen zu lassen.

Und ich bin echt absolut ratlos.

Glaubt mir, es gibt praktisch keinen psychologischen Ratgeber, den ich nicht gelesen habe. Von den Mechanismen her, weiss ich genau was abläuft. Bei mir, und bei ihm. Und trotzdem möchte ich mich nicht trennen. Halte daran fest, und denke mir, dass ich echt bescheuert bin.

Ach, das ist Alles so komplex. Ich mag das ja kaum sagen, aber zur Erholung und um mal etwas gerades zu haben, beschäftige ich mich oft mit Quantenphysik. Das ist für mich 'der Himmel über mir', so wie Mensch das ja erstmal begreift und sieht. Und es ist so schön einfach.

Danke, dass ihr alle Daseid. Es ist schön von euch zu hören. Und ich glaube leider, nach einer längeren Denkpause, dass ich mich niemals ändern werde. Ich war schon als Kind so, wie ich jetzt bin.

Da muss ich wohl durch. Und auch wieder nachgedacht, hat es ja auch etwas Beruhigendes, wenn man selbst immer an der gleichen Stelle ist. So kann man sich nie verlieren.

Schreibt mir und den anderen, was ihr denkt und fühlt. Welche Erfahrungen euch begegnet sind, und wie es euch damit geht.

Ich bin so neugierig!Und wenn man bedenkt, was der Flügelschlag eines Schmetterlings auslösen kann, dann ist es doch eine schöne Erfahrung, in einem Forum zu schreiben, wo sonst meistens aufeinander herumgehackt wird.

Danke !

Den Song habe ich mir noch nicht angehört und -gesehen. Meine abgehört und ausgespäht Phobie hindert mich momentan daran.

Aber irgendwann siegt die Neugier :-)

Liebe Grüsse *:)

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