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Halte Unruhe nicht mehr aus

ndottr1anqu1ilizxed


vielleicht hat sich ja in 10 Jahren soviel getan, dass man mich jetzt normal machen kann und mein Gehirn so behandeln dass ich nicht mehr behindert im Kopf bin.

Ich habe nich Opipramol gefunden, davon habe ich zwar auch schon 500mg genommen und nicht viel gemerkt, aber habe trotzdem erstmal eine Tablette genommen

n]ottransquixlized


*noch

Afelixxir


hey, sorry das ich mich tagelang nicht gemeldet habe, hatte problemen mit mein internet, und dann mit mir selber... ":/

...aber ich bin wieder da, nicht das du denkst ich stichele dich nicht mehr... ;-)

mir macht es immer noch angst, das du so viele medis nimmst, und/oder alkohol, auch wenn ich es doch verstehen kann, leider...

und ich hab' angst das ich dich nerve, wenn ich immer wieder sage das ich es nicht für gut, oder zielführend halte, aber was soll ich sagen, das sind halt meine erfahrungen, und ich hoffe immer noch das sie dir auch zugute kommen können.

eine frage, die hoffentlich nicht böse rüber kommt, wie lange ist es her, das du dich ganz ohne medis erlebt hast?


...und dann ein paar, naja, berichtigungen... ;-)

sag' doch nicht das du zu dumm zum leben bist, mir machst überhaupt keinen dummen eindruck, ganz im gegenteil, problemen zu haben hat nichts mit dummheit zu tun, wärst dumm, würdest du die problemen vielleicht gar nicht merken...

du sagst du bist mit allem überfordert, aber hey, du gehst jeden tag arbeiten, das ist eine riesige leistung, unterschätze das nicht, besonders wenn die kollegen nerven usw, mach' dir doch klar das DU das schaffst, es passiert nicht von alleine!

darauf, was dir ausbildung und job bringen, brauche ich gar nicht zu antworten, du weisst wie wichtig beiden sind, und das hast DU erreicht, das schafft nicht jeder... also, ich bin sehr froh, wenn ich es wieder schaffe arbeiten zu gehen, das ist aber immer noch ausser reichweite, obwohl es mir deutlich besser geht...

und jetzt komme ich auf den ärzten zurück, insbesondere auf die gespräche mit neurologen, psychologen, psychiatern, therapeuten und keine ahnung wer noch...

ich weiss das es oft nichts bringt, ich hab' selbst vier therapeuten und ein paar psychiater gehabt, die man hätte nur in den wind schiessen können, die haben weder zu mir, noch zu meinem fall gepasst, und da ging es mir so wie du sagst, ich hab' irgendwann immer dasselbe erzählt, und die auch, bis wir beiden völlig genervt waren, am ende ging es mir eine zeit lang vielleicht sogar etwas schlechter als vorher, weil ich meine schon negative sicht auf psychoärzte nur noch bestätigt sah, also hatte ich immer weniger hoffnung, oder glaube, das gerade solchen mir helfen könnten, endeffekt war es aber genauso wie vorher, es war eine bestätigung und keine verschlechterung.

jaa, hätte ich aber vor 20 jahre weiter nach einen (gescheiten) therapeuten gesucht, wäre es mit mir vielleicht nicht so weit gekommen, und ich hätte ein viel normaleres leben führen können...

jetzt, nach naja, 30 jahre kämpfe, meistens alleine, aber auch mit schiefgegangene hilfe, endlich habe ich EINE therapeutin, EIN psychiater und EIN medikament gefunden, die mir sehr gut helfen, hätte ich die nicht gefunden, wäre ich jetzt entweder unter der brücke, oder in der geschlossene, im knast oder unter ein paar meter erde, ich übertreibe es nicht.

natürlich beisse ich mir jetzt in den ars**, das ich nicht intensiver gesucht habe, als es mir noch nicht so schlimm ging, aber hey, die freude das es mir besser ging überwiegt, und ganz deutlich!!! also, seeehr viel besser spät als nie... :)z

was will ich damit sagen, was hat das mit den gesprächen mit den psychodocs zu tun?

ich will damit sagen, lass dich bitte nicht hängen, und damit meine ich nicht "tu endlich was", ich weiss das du sehr viel tust, arbeiten, z.b., oder alles was passiert zu verdauen, das kostet auch immense kräfte, alle andere scheinen so leicht leben zu können, ja, und manchen haben unglaubliche schwierigkeiten schon bei alltägliche sachen, wie eben einen brief zu schreiben, mir geht es nicht anders... es gibt aber ein "aber"...

es kostet auch viel energie, sich selbst ständig runter zu machen, sich über alles aufzuregen, was man nicht schafft, nicht hinkriegt, nicht versteht, und das macht einem ständig immer kaputter, das macht der kraft-tank immer kleiner, mit der zeit.

jaa, es gibt medis die vielleicht in den moment helfen können, aber es ist gefährlich, wenn man die verantwortung den medis überlässt, sinn der medis ist DIR zu helfen, irgendwas zu tun, damit du einen erfolgserlebnis hast, wenn du was hinkriegst. das funktioniert aber nicht, wenn du denkst "ohne medis schaffe ich es nicht", da sind die medis keine hilfe, sondern einen hinderniss, du sollst denken "ICH habe es geschafft", und irgendwann schaffst du's auch ohne medis... ich hoffe du verstehst was ich meine, aber ich merke selber das es ein bisschen wirr klingt...

ich rede immer gerne über die einstellung die man hat, gegenüber medis, aber auch gegenüber ärzte, z.b...

nimm's mir bitte nicht krumm, wenn ich sowas sage, ich wage es nur weil ich mich in manche sachen die du sagst wieder erkenne, und erst im nachinein habe ich wahrgenommen, das ich tatsächlich so tat.

ich blockierte oft im gespräch mit den psychodocs, ich war zu arg damit beschäftigt zu erzählen wie schei**e es mir ging, das ich keine lösung sehe, und wie schlecht und unnutz und verlogen ich sei, um hilfe überhaupt zulassen zu können, ich war der meinung der doc soll doch verstehen was mit mir los ist, der hat es doch studiert, es ist sein job, nur eine kleinigkeit hatte ich nicht beachtet, ärzte sind doch auch nur menschen, und die haben auch nur begrenzte zeit und möglichkeiten, also, es lag AUCH an mir, das beste daraus zu machen.

ich fand immer absolut bescheuert diese ganzen therapieversuchen mit "was gibt es gutes an mir, was kann ich gut, worauf bin ich stolz" usw, meistens war meine antwort "im moment gar nichts", das stimmte auch, aber das war keine basis, worauf einen arzt arbeiten kann.

so schwer es auch sei, das beste wäre es immer für was neues offen zu sein, egal wie schlecht es bisher gelaufen ist...

das du den eindruck hast das nichts funktioniert ist legitim, das heisst aber keineswegs das du zu dumm zum leben bist, schau' dich um, wie viel strunzdumme leute unbeschwert vor sich hin leben, es könnte sogar umgekehrt sein, wärst dumm, würdest du nicht merken das es dir schlecht geht, klar, ich fragte mich auch oft, was soll ich mit meine angebliche intelligenz anfangen, wenn ich es nicht einmal schaffe ja, einen brief weg zu schicken, was bringt das aber, ausser noch mehr depressionen und aufregung, und damit verschwendete zeit? jaa, so bescheuert es auch klingt und ist, ich brauche auch noch meine depressive zeiten (wie die letzte tage...), wenn man so daran gewöhnt ist, fühlt man sich darin naja, sicher halt, es ist ein bekanntes gefühl, aber das sollte kein dauerzustand sein, ich hab' mit der zeit gelernt diese zeiten "auszukosten", und mir keine schudgefühle darüber zu machen, so gehen sie auch wieder (teils, wenigstens...) vorbei, man sollte nicht zu arg daran hängen, die sicherheit sollte man in sich selbst finden, nicht in der depression.

ja, die intelligenz... diese intelligenz kann dir aber sehr hilfreich dabei sein, wenn du mit einen arzt erklären sollst, was mit dir los ist, um zu verstehen was er meint, es soll ein offenes dialog sein, nicht ein stumpfes wiederholen von sachen die der jeweils andere schon weiss.

natürlich, dazu braucht es der richtige arzt, und den zu finden ist glücksache, aber, wenn man mit keinen reden will, bringt es mit sicherheit nichts. und wie gesagt, manchmal verbraucht man weniger energien, wenn man den dialog vertieft, als wenn man nur denkt "ist es immer noch nicht vorbei?"...

erzähle uns, und dir selbst, mal was dir gefällt, was dir freude bereitet, was du an dir magst, und beachte bitte, "nichts" wird als antwort nicht akzeptiert!!! ]:D

mach' mal in deinem kopf ein paar momenten "urlaub" von alles was dich quält, auch wenn es so auf anhieb dir kaum möglich erscheint, such' mal nach den kleines bisschen positives was es auch in dir gibt, in deinem leben, so blöd es dir auch erscheint, und nicht als "damals war es schön, aber es ist vorbei", also, ohne "aber", lasse es zu, das du auch was positives wahrnimmst...

natürlich klingt das alles nach kindergarten, ich weiss es, und ich hab' mich auch lange dagegen gesträubt, irgendwann habe ich aber doch gemerkt das es einen sinn hat, ich hoffe echt das ich dich ein kleines bisschen in der richtung sticheln kann... :)_

E,hemaliger Nutz~er (#"42170n3)


Ich habe einige Beiträge gelöscht, da falscher Faden

JluAlexy


dass man mich jetzt normal machen kann

Therapie ist in erster Linie Arbeit. Die man selbst macht. Mit Unterstützung natürlich. Da kommt niemand und "macht" einen normal... ":/ Medis sind passiv, da muss man selbst nix für die Besserung tun. Therapie ist dagegen etwas aktives.

n,ottr5anqAuxilized


mir wäre es wahrscheinlich schon zuviel mich zu duschen und rasieren, wenn ich keinen Waschzwang hätte , aber so muss ich 2-3 mal täglich duschen und mich rasieren, meine Händ wasche ich auch so 50 mal, früher mehrere 100 mal am Tag, meine Hände waren immer rau und blutig. Auf Alkohol werde ich jetzt erstmal verzichten, ich finde das Kosten/Nutzenverhältnis im wahrsten Sinne des Wortes zum kotzen, kein Vergleich zu Benzos. Zum normalen Seroquel nehme ich jetzt zusätzlich noch 150mg retardiertes, welches ich alles nach der Arbeit nehme, sodass ich sobald wie möglich schlafe.

Juley, es ist ja nicht so dass ich nie selber etwas getan habe, ich musste mich immer zu allem zwingen, Schule, Führerschein, Ausbildung, Arbeit und diese ganzen Sachen, welche ich schon vergessen habe. Und wenn alles nichts bringt heißt es nur man arbeite nicht richtig mit, oder man wolle nicht, solche Aussagen können sich Ärzte sparen.

Aelixir, ich fühle mich in der Bringschuld, ob deines ausführlichen langen Beitrages, ich möchte dir darauf nich nur so kurz und knapp antworten.

A]elixKir


jaa, lass' dir zeit, so blöd wie es jetzt klingt, "mach' dir kein zwang daraus!" ;-)

denk' nicht einmal an bringschuld oder so, ich sagte schon, ich hätte schrifsteller, politiker oder priester werden sollen, soviel wie ich rede... ;-D

A[elixxir


nur eine kleine anmerkung zwischendurch, dein "heißt es nur man arbeite nicht richtig mit, oder man wolle nicht" passt doch auch zu meinem beitrag...

nPottra@nquiMlixzed


Aelixir......... macht doch nichts, wenn du mal eine Weile nicht schreibst, hat ja nicht jeder so wie ich kein Leben und kann nach der Arbeit ständig im Internet unterwegs sein.

"mir macht es immer noch angst, das du so viele medis nimmst, und/oder alkohol"

also als ich noch Benzodiazepine nahm wusste ich nicht dass man dazu keinen Alkohol trinken sollte und einmal habe ich Tavor genommen und mehrere Gläser Vodka und Bier getrunken, ich konnte gar nicht mehr gerade laufen und wollte mit dem Fahrrad fahren, konnte aber nicht mal mehr aufs Rad steigen, geschlafen habe ich dann richtig fest und lange, aber bin auch wieder aufgewacht.

"wie lange ist es her, das du dich ganz ohne medis erlebt hast?"

Hm weiß nicht, ein paar Jahre. Merke aber mit Medikamenten auch nicht viel unterschied. Ich finde das immer lächerlich wenn manche sagen, dass Antidepressiva so gefühlslos machen, das stimmt gar nicht, das wäre ja wunderbar, gefühllos machen nur Benzodiazepine und das ist ein schöner Zustand.

Ja vielleicht bin ich nicht so dumm, aber zu schüchtern und ängstlich und unselbstständig bin ich. Ich frage mich manchmal, wie gut weniger Intelligente (um nicht zu sagen dumme) durchs Leben kommen, viel besser als ich. Ich habe vor allem Angst, sehe überall nur Gefahr.

Ja die Arbeit ist alles was ich noch habe, aber es ist auch anstrengend.

Sorry aber ich verstehe nicht wie dir deine Therapeutin soviel bringt, ist es Gesprächstherapie oder Verhaltenstherapie? Also auch wenn sie dich 100% versteht, das tut sicher gut, aber letzlich ist man am Ende des Tages doch alleine mit seinen Problemen und keiner kann einem diese abnehmen, auch mit noch soviel Verständnis. Aber wenn es dir hilft dann gut. Vertseh mich nicht falsch ich möchte es dir nicht schlecht reden. Es ist mehr eine Frage, wie es dir hilft?

Im Gefängnis wäre ich auch in einem geschützten Rahmen, vielleicht würde es mir da besser gehen, aber ich möchte nicht ins Gefängnis weil da auch andere Insassen sind, aber vom geschützten Rahmen her wäre es vorstellbar, weil wenn man mir sagt was ich machen soll, dann kann ich schon Sachen machen, aber auf mich alleine gestellt klappt es gar nicht. Ich habe zwar schon Sachen gemacht, aber sehe keinen Sinn mehr darin etwas zu machen.

Ich bin immernoch der Meinung, dass ich nur bessere Medikamente brauche, wenn es etwas wie Benzodiazepine gäbe, was nur nicht abhängig macht, hätte ich wesentlich mehr Lebensqualität. Und du schreibst ja auch, dass dir dein Medikament sehr hilft. Warum es sich unnötig schwer machen, wenn es ein Medikament gibt, welches einem hilft.

Leider würde ich wahrscheinlich auch Drogen nehmen, wenn ich entsprechende Kontakte hätte, ich kenne aber fast niemand und habe keine Freunde (außer eine Freundin, mit der ich meistens schreibe, aber mich nur selten treffe). Das würde nicht gut enden, da ich wohl eine hohe Suchtaffinität besitze, siehe Benzos, Alkohol. Wenigstens habe ich nie geraucht und habe auch nicht vor es zu tun, darin sehe ich nun wirklich keinen Sinn. Außer als meine soziale Phobie sehr schlimm war und ich nie wusste wo ich meine Hände hintun soll hätte ich mir vorstellen können zu rauchen, da man dann nicht überlegen muss wo man die Hände hin tut.

Das Ärzte auch nur Menschen sind weiß ich schon lange (seit meinem Klinikaufenthalt), manchmal sind sie auch eine Entwicklungsstufe darunter. Ich dachte auch immer, dass der Arzt mich nur richtig verstehen muss um mir helfen zu können. Es mangelt aber wohl nicht am Verständnis, sondern an Therapiekonzepten. Ich habe meinen Arzt gefragt was man gegen Depression machen kann - bei sozialer Phobie weiß ich dass man sich konfrontieren muss (auch wenn das nicht unbedingt einen dauerhaften Effekt hat) - aber bei Depression weiß ich es nicht und ich kann mich auch nicht an seine Antwort erinnern, ich weiß nur noch dass die Antwort nicht sehr aussagekräftig war. Und ich habe das Gefühl, dass man eine Depression außer mit Medikamenten noch nicht adäquat behandeln kann. Hoffe aber dass ich mich irre.

Also meine damalige Gesprächstherapie hat mich gar nichts gebracht, ich war so schüchtern, dass ich fast nichts geredet habe, nur die Ärztin hat eine Stunde durch geredet.

Ich finde das immer blöd (wer hätte es gedacht) solche Fragen, was mag ich an mir, was gefällt mir. Was bringt es wenn ich mir irgendwas aus den Fingern sauge.

Mir gefällt Sport, aber ich mache zur Zeit keinen Sport. Ich mag Wald, aber kann mich nie aufraffen in den Wald zu gehen. Ich mag an mir wenn ich unter 60kg wiege, aber zur Zeit wiege ich mehr.

Ich weiß auch nicht was andere an mir mögen sollen, vielleicht dass ich pflegeleicht bin, mich nicht wehren kann, leicht ausnutzbar bin, habe mich bei so einer Flirtapp angemeldet, obwohl ich keine Freundin will, ich glaube alleine bin ich besser dran, obwohl ich mich immer einsam fühle, ich dachte vielleicht lerne ich dort Menschen kennen, vielleicht Freundschaften, aber immer wenn ich mit jemand schreibe und man Interesse an mir zeigt antworte ich nicht mehr. Eine Beziehung kann ich mir nicht vorstellen, ich mag keinen Körperkontakt, keine Intimität, das wäre dann ja mehr eine Freundschaft.

Heute habe ich mir 200mg retardiertes Seroquel gegönnt. Vom Opipramol habe ich nicht mehr viel.

SminaSo$unxdso


Ich hatte grade einen sehr lange Text getippt, aber habe ihn wieder geloescht.

Deine Texte und Deine Reaktionen hier sind so widerspruechlich, dass ich einfach nicht sicher bin, ob ich Dich richtig einschaetze..

Ich interpretiere es als Schrei nach Hilfe. Mir kommt es so vor als ob Du postest, was Du alles an Medis und Alkohol zu Dir nimmst damit wir Dich davon abhalten.

Du wuenschst Dir, meiner Meinung nach, jemanden der Dich an die Hand nimmt und Deine Probleme fuer Dich loest.

Aber gleichzeitig tust Du jeden Versuch, Dir zu helfen ab und sagst: "Dies und jenes war frueher scheisse, also ist es immer scheisse".

Das mag vielleicht manchmal stimmen, aber es kann doch auch mal was vesser werden. Besonders wenn Du mal offen fuer diese Erfahrungen bist.

Ansonsten gibt es eine selbsterfuellende Prophezeiung nach der anderen..

Ich weiss, dass es in so einer verfahrenden Situation schwierig ist positiv zu denken. Aber im Prinzip ist das die einzige Hilfe, die es gibt.

Da helfen auch keine Benzos, Alkohol oder sonstiges.

DU musst den Anfang machen, das kann kein Therapeut oder Forum schaffen.

Drucke mal den Faden hier aus und leg ihm dem Therapeuten hin wenn Du wieder einen hast. Dann musst Du nicht sofort reden, aber er oder sie kann sich ein erstes Bild machen.

Jetzt ist es doch wieder ein langer Text geworden.

Hoffentlich nimmst Du ihn mir nicht krumm.

noot|tranFq1uilizexd


Wo sind meine Aussagen widersprüchlich?

Also meine Medikamente sind jetzt wirklich nicht so hart und haben mit Alkohol bis jetzt auch noch nicht interagiert, also brauch mich niemand davon abhalten. Seitdem ich zuviel Mirtazapin erwischt habe, lasse ich auch irgendwelche Experimente, es war nicht sonderlich angenehm.

"Du wuenschst Dir, meiner Meinung nach, jemanden der Dich an die Hand nimmt und Deine Probleme fuer Dich loest."

Damit liegst du richtig. Um ehrlich zu sein wäre mir das am liebsten. Bin mir aber im klaren, dass das unrealistisch ist und keinen nachhaltigen Effekt hätte.

Ich finde mein Leben einfach scheiße, ich schaffe es nicht mal einen Brief abzuschicken. Gleichzeitig schäme ich mich aber für solche Aussagen, weil es Menschen mit schlimmerem Schicksal gibt, welche sich über jeden Tag freuen, an dem sie noch Leben.

Am Montag habe ich ja Termin in der Klinik, es ist also nicht so dass ich nichts tue.

Und den Faden zeige ich sicher nicht irgendeinem Arzt, das wäre zu peinlich, es würde sowieso niemand interessieren (ich habe meinem Neurologen einmal alle meine Sorgen aufgeschrieben, das waren sicher 10 Seiten Text, erst war ich positiv überrascht, dass er sich das durchgelesen hat (wie er sagte), aber es hat gar nichts gebracht, ich hätte es auch sein lassen können, weil leicht fiel mir das auch nicht gerade)

nUottra=nquil|izexd


und wo sind meine Texte und Reaktionen widersprüchlich? Naja mir auch egal (dass das jetzt widersprüchlich war ist mir auch klar...)

S inaSolunxdso


Ich finde es wiederspruechlich, dass Du sagst, dass Dir niemand helfen kann und Du gleichzeitig Hilfe willst. Dass Du sagst, dass Du nicht mehr willst, aber gleichzeitig lese ich einen grossen Lebenswillen heraus.

Ich finde die Medikamente schon heftig. Liegt aber vielleicht an meiner Einstellung dazu. Habe damals als es mir sehr, sehr schlecht ging (Panikattacken) einmal eine Opipramol genommen und dann entschieden, dass ich sowas nicht will (hab mich wie in Watte gepackt gefuehlt) und bin den Weg dann ohne jegliche Medikamente gegangen.

Habe den Kram zwar immer wieder verschrieben bekommen, aber nie wieder eine genommen.

Nichts an diesem Faden ist peinlich. Es ist die schonungslose Wahrheit und damit etwas, womit man arbeiten kann und sollte.

Ein Neurologe ist da vielleicht auch nicht der richtige Ansprechpartner, ein Therapeut schon.

Wo genau liegt das Problem beim Briefabschicken? Beim Schreiben? Beim zur Post bringen?

Ich kenne diese Haltung von meiner Lernerei. Allerdings gebe ich sie immer kurz vor der Katastrophe auf und schaffe dann alles irgendwie.

Ist aber mit viel vergeudeter Zeit, emotionalem Stress und Selbsthass verbunden.

Alltagsdinge meistere ich dagegen mit links, egal wie viel es ist.

A'elixXir


NT, für deine antwort brauche ich länger, ich wollte nur der Sina zwischendurch was anmerken...

Sina, das ist nicht böse oder persönlich gemeint, wirklich, ich will es nur erklären, denn mir geht es auch so...

aaalso, schlimme antrieblosigkeit ist nicht wie die sagen wir "aufschieberitis" beim lernen, es ist um ein vielfaches schlimmer, denn wie du sagst, du schaffst deinen alltag mit links, also kannst du dir gar nicht vorstellen wie es ist, das glaubt kein mensch der das nicht selbst erlebt, ausser eben ein paar therapeuten und psychodocs...

also, du schaffst es am letzten moment zu lernen, stell dir vor, du würdest es nur in 10% der fälle schaffen, rechtzeitig, oder überhaupt zu lernen, und dann multipliziere das durch jeden handgriff der ein normaler mensch jeden tag macht.

ich muss mich mit alle meine kräfte dazu zwingen, aufzustehen, in der küche zu laufen, den wasserkocher auffüllen, die tasse spülen, kaffe und zucker rein, das kochende wasser, und mich dann hinsetzen.

du machst das ohne zu denken, für mich ist es schon in diese 5 minuten 350 mal schwerstarbeit, das erfordert unglaubliche kräfte und konzentration, und das sind die sachen die klappen, mittlerweile, weil es mir vergleichsweise gut geht...

und trotzdem sitze ich noch heute tagelang da, mit einen riesenkrieg im kopf, weil auf der eine seite sage ich mir ständig na komm, steh doch auf, du musst den schei** für die rente fertig machen, schon seit februar, du wolltest dir heute was gescheites kochen, es wird doch nicht so schwer sein, es dauert nur ein paar minuten, du musst das und das und das machen, es ist wichtig, es ist dringend, das andere macht dir freude, das noch andere sammelt sich schon, usw.

ja, und auf der andere seite bleibt der ars** am sitz geklebt, keine chance, es kann so dringend oder klein sein wie man will, es geht nicht, also, zu den tausende sachen die man machen will und soll und muss, kommen genau so viele selbstvorwürfe, bist blöd oder was, jeder schafft es, behindert bist doch nicht, mach schon, und es funktioniert doch nicht, also kommen noch die depressionen hinzu, was für ein versager bist du, war doch klar, usw...

und das passiert mir noch hunderte mal am tag, und gleichzeitig bin ich noch unglaublich gelangweilt, klar, wenn man nichts tut, ist logisch...

jaaaa, und mir geht es zur zeit gut! ;-)

also, so gesehen kann schon ein brief zu machen unmöglich sein, geschweige denn ausfüllen, zukleben, markieren, weg bringen, besonders wenn es noch dazu eine affektiv belastete oder belastende sache ist...

ich weiss das es nach faule ausrede klingt, würde ich auch so denken, nein, denke ich doch auch, während ich es selbst doch nicht mache...

jaa, das ist krank, ich weiss... :-(

Ayeslixxir


als es mir schlecht ging, habe ich es öfter mal nicht einmal hinbekommen, mir was zu trinken zu holen, trotz sahara-ähnliche zustände in den mund, und das einen halben tag lang, hab's geschafft mir mehrmals an der allerletzte sekunde in die hose zu machen, weil ich vorher nicht aufstehen konnte, ja, ohne grund, psychische paralyse sozusagen, das ist eine ganze hausnummer grösser als normale aufschieberitis...

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