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Halte Unruhe nicht mehr aus

A`e)lixiBr


achso, und das ist nicht einmal "schwere" antrieblosigkeit, schwer ist wenn man sich regelmässig in die hose macht, und austrocknet, weil man es gar nicht schafft, sich zu trinken zu holen, auch wenn körperlich alles in ordnung ist... sowas gibt es auch, gottseidank bin ich nicht zu den punkt gekommen, und unserer NT auch nicht, das wäre eigentlich schon grund zur freude...

Sina, vor drei wochen hättest du mich für völlig bekloppt gehalten, hättest du mich gesehen...

ich bin zur küche gelaufen, um mir kaffee zu machen, und als ich da ankam, habe ich angefangen wie ein bescheuertes kind zu lachen, der das beste weihnachtsgeschenk bekommen hat, und weisst du wieso?

weil ich, als ich zur küche ging, ohne daran zu denken einen schmutzigen teller mitgenommen habe, so, automatisch, wie jeder normale mensch es jeden tag tausende male macht, für mich war das ein riesenerfolg...

so, heulpause wieder...

Alelxixir


sorry, ich gehe mal lieber zigaretten holen, bin später wieder da...

S<inaSoOundxso


Doch, ich kann es mir teilweise vorstellen.

Ich sitze stundenlang da und starre die Lernsachen an. Wenn ich dann anfange zu lesen muss ich nach spaetestens 2 Saetze wie eine Bekloppte aufspringen und durch die Wohnung laufen. Und dann heule ich.

So geht es tagelang. Warum ich es dann schaffe kurz bevor es zu spaet ist, weiss ich auch nicht.

Aber ich weiss auch, dass das nicht das gleiche ist als wenn es sich auf das ganze Leben ausgeweitet hat.

@ Aelixir:

schoen, dass Du solche Fortschritte gemacht hast :)*

Jfulexy


Ich kenne das auch...

Müsste seit Wochen einen Brief abschicken, muss dazu nur was in ein Formular eintragen, unterschreiben, rein in den Umschlag & ab zur Post. Denkt ihr ich schaffe das? Bin froh, dass ich es neulich überhaupt geschafft habe, meinem Betreuer sein Geld zu überweisen. Aber die Rechnung liegt immer noch rum, ich schaffe es nicht, sie abzuheften. Usw usw.

Wenn ich draußen bin, erlebt man mich als wahnsinnig aktiven Menschen, in meinen eigenen 4 Wänden mutiere ich zur Trägheit in Person. Aber ich kann das irgendwie nicht ändern. Hab z. B. heute den Tag fast komplett im Bett verbracht. War sogar zu faul mich ans Laptop zu setzen. Lieber im Bett und mit dem Handy ins Internet. Bin nur aufgestanden wenn ich auf Toilette musste, eine rauchen wollte oder etwas essen musste.

HfayleyN Mx.


Es ist schwierig, hier gegen die Überzeugung von unabwendbarem Kranksein anzukommen. Bei allem Respekt, aber was bringt es, sich selbst und anderen davon immer wieder zu erzählen, wie schlecht es einem geht? Damit halten wir eher genau den Zustand fest, den wir nicht haben wollen.

Aus dem Elendkarussell herauszukommen, darum gehts doch, oder nicht? Also, mir war es damals in meiner Depression das Allerwichtigste … ich wollte dieses dahin Vegetieren hinter mir lassen, einen Neuaufbruch und war dafür bedingungslos zu allem bereit. Für mich war und ist genau das der Weg zum Erfolg.

Kann es wirklich etwas bringen, sich an Tabletten festzuklammern? Womit ich nicht sage, dass Medikamente nicht äußerst hilfreich sein können. Aber doch sind sie Krücken, durch die wir nicht glücklich werden können. Mit den Benzoes nichts zu fühlen ist "ein schönes Gefühl"? Sie machen Zombies aus uns.

Für mich ging der Weg durch mehr als ein schmerzhaftes Tal. Aber heute bin ich längst tablettenfrei und ein positiver Mensch geworden. Ich schreibe dies noch ein Mal, weil ich einfach dazu ermutigen möchte, nie aufzugeben; es lohnt sich!

Aleliixir


ja, Hayley, voller zustimmung, aber mit "aber"...

und das "aber" bezieht sich nur auf den ersten absatz, ich fühle mich ein bisschen mit angesprochen... :=o

mMn hat es schon seinen sinn, zu erzählen wie schlecht es einem geht, aus mehrere gründe...

"da draussen" muss man doch immer die rolle vorspielen, von den, dem es gut geht, also tut es auch gut wenn man sich z.b. hier richtig auskot**n kann.

wenn man anderen findet, die einem verstehen, fühlt man sich ein bisschen weniger "alien", und wenn man mit anderen reden kann, die ähnliche problemen haben, fühlt man sich weniger allein.

und hey, schliesslich habe ich doch auch ein paar positive beispiele gebracht, oder? ;-)

wie gesagt, sonst voller zustimmung! :)^

und Sina, sorry wenn es naja, säuerlich geklungen hat, das war echt nicht meine absicht... @:)

n0ottranqHuilixzed


ausweis

ja Sina vielleicht ist es widersprüchlich, ich hasse dieses Leben, aber will eigentlich Leben; ich habe nicht wirklich Hoffnung, aber will in eine Klinik. Du hast dich von Opipramol wie in Watte gepackt gefühlt? So eine Wirkung hätte ich gerne mal und ich hab bis 500mg genommen, Benzos packen mich in Watte, aber Opipramol. Naja wird schon so sein, wenn du es sagst. Beim Brief schreiben liegt das Problem darin, dass ich den Brief gar nicht in die Hand nehme und nicht ausfülle. Mit dem lernen war es während meiner Schulzeit auch schon so, anfangs konnte ich noch in letzter Sekunde (also am Abend davor) lernen, aber später konnte ich gar nicht mehr lernen, darum hatte ich dann auch schlechte Noten, ich war froh als die Berufsschule vorbei war.

Aelixir, also wenn ich durst habe, trinke ich schon was, bei mir scheint es noch nicht so schlimm zu sein, aber ich jammere hier rum, aber obwohl es schlimmer sein könnte halte ich die Unruhe manchmal schier nicht mehr aus. Und ja die Langeweile - für andere mag es ein Luxusproblem sein - setzt einem auch zu. Ich sitze nur in meinem Zimmer, traue mich gar nicht raus.

Juley, ich bin draußen zwar nicht aktiv, aber bei der Arbeit bin ich auch anders, da denkt wohl auch niemand, dass ich kein Privatleben habe.

ja Hayley, es bringt nichts, ich weiß nicht was es für einen Sinn hat. Wenigstens sehe ich dass es anderen auch so geht, aber sonst bringt es nichts, ich jammere wie ein kleines Kind herum, ich warte nur noch auf einen Beitrag indem man mich als Troll hinstellen will, aber es ist leider traurige Wahrheit was ich schreibe. Mit dem Benzothread angefangen, zu der Zeit wollte ich nie wieder Benzos nehmen und jetzt bin ich schon wieder reif dafür. Ich finde es besser nichts zu fühlen wie andauernd depressive Gedanken und Unruhe, das hält kein Mensch auf Dauer aus. Ansonsten stimme ich Aelixir zu.

Ich habe übrigens ein neues Problem, mein Ausweis ist abgelaufen. Und draußen sieht man überall fröhliche Menschen in Gruppen oder mindestens zu zweit.

A/elixxir


sooo, NT (nottranquillized ist mir zu lang, um es jedesmal zu schreiben... ;-) ), jetzt setze ich mich dran, und antworte dir, endlich...

wollte ich zwar gestern abend noch, aber ja, als ich zigaretten geholt habe war ich zwar halbwegs wieder ruhig, aber müüüde, die emotionale ausbrüche kosten mir immer ein bisschen kraft, es war mir auch noch zu warm, und mein kopf wollte nicht mehr richtig, ich hätte noch mehr durcheinander als sonst geschrieben...

also, der nächste roman kommt!

H)ayle^y Mx.


mMn hat es schon seinen sinn, zu erzählen wie schlecht es einem geht, aus mehrere gründe...

"da draussen" muss man doch immer die rolle vorspielen, von den, dem es gut geht, also tut es auch gut wenn man sich z.b. hier richtig auskot**n kann.

wenn man anderen findet, die einem verstehen, fühlt man sich ein bisschen weniger "alien", und wenn man mit anderen reden kann, die ähnliche problemen haben, fühlt man sich weniger allein.

und hey, schliesslich habe ich doch auch ein paar positive beispiele gebracht, oder?

Alexir, ja - das hast Du. Und Deine Argumente für das "Erzählen" kann ich schon verstehen. Entschuldigt, falls das von mir zu hart rübergekommen ist - meinte ich nicht so.

Nontranquilized, ich kann deine Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit förmlich mit Händen greifen. Schrieb ich es schon mal: Ich sehe nicht, dass du da allein raus kommst. Bitte nutze die Chance und hole dir Hilfe. Gib dich nicht auf, du bist doch noch jung.

Ameli)xir


nee, notT, keine sorgen, du hast endeffekt mehr leben als ich, ich arbeite schon seit fast 5 jahre nicht mehr, und ich habe alle meine soziale kontakte abgebrochen, komplett, nicht aus depressive gründe, sondern weil ich im moment ziemlich emotional instabil bin.

und deswegen kann ich mich auch nicht oft hier im forum rumtreiben...


jaa, also, die medis...

wenn du selbst sagst das du eh kein grosses unterschied merkst, wieso nimmst du so oft, so viel davon? mir haben medis immer angst gemacht, denn, falls die gewirkt haben, fühlte ich mich nicht wie mich selbst, ich fand es furchtbar, ich fühlte mich wie ferngesteuert, das konnte ich nicht akzeptieren.

selbst die "mir egal" einstellung die ich vom Mirtazapin bekam fand ich erschreckend, es kann mir doch nicht egal sein, wenn es mir schei**e geht, das war für mich das furchtbarste erlebnis, ich verstehe immer noch nicht was daran gut sein soll, sich selbst nicht zu beachten... ich hoffe echt das die bei dir was anderes bewirkt, sonst kann ich mir echt nicht vorstellen, wie dir damit geholfen sein kann... und das macht mir angst, ich weiss es nicht, aber ich vermute das es besonders für die arztgespräche es viel besser wäre, wenn DU voll da wärst, ohne medis als filter, oder verzerrung...

es ist schon sehr schwierig für ein psychodoc zu verstehen wie ein individuum funktioniert, dann kommen mehrere problemen hinzu, und wenn noch medis dazwischen kommen (und von mir gesehen zu viel davon, zu viele, und durcheinander...), was soll der arme arzt von dir verstehen? ich hab' selbst im meine satrke kifferzeiten immer pausen eingelegt, um mich, so wie ich bin, zu erkennen, und ja geht es um psychobomben, ich fürchte du entfernst dich immer mehr von dir selbst, und ich fürchte noch viel mehr das genau das dein ziel ist... :-( klar ist das verständlich, ich hab's jahrzehntelang auch getan, aber gut ist es nicht, ich hab' angst das du dadurch immer mehr selbstsicherheit, bewusstsein für dich und deine situation verlierst, und damit ist es eh schon nicht wirklich sehr rosig, oder?

gefühllos kann kein schöner zustand sein, für den moment kann es erleichternd sein, "schön" heisst aber nicht abwesenheit von "nicht schön", das ist nur das naja, dazwischen... da es dir eindeutig nicht gut geht, kommt das "nicht schöne" immer wieder hoch, und in der zwischenzeit hast du verlernt das "schöne" überhaupt zu erkennen, oder? das schöne brauchst du aber, sonst kannst du nicht im gleichgewicht kommen, jeder mensch braucht schönes, um die schei**e aufzuwiegen, du kannst doch nicht das schöne raussperren, und das nicht schöne ignorieren, das kann doch nicht funktionieren, das weisst du doch auch selbst, oder?

und trotzdem bist du noch der meinung das dir nur bessere, oder wahrscheinlich noch mehr medis, oder vielleicht sogar drogen dir helfen könnten... :|N

nein, das glaube ich dir nicht, sorry, ich glaube du bist verzweifelt, und einen ausweg wäre theoretisch einfacher als eine lösung, oder danach zu suchen. verstehe mich bitte nicht falsch, das ist kein vorwurf, ich verstehe dich wahrscheinlich viel besser als du dir vorstellen kannst, in dieser hinsicht wenigstens, nur, anstatt medis, nahm ich drogen, das ist noch bekloppter...

und so wie ich, seeehr tief in mir, wusste, das dies nicht der richtige weg sein konnte, so bin ich überzeugt das du es auch weisst, und so wie ich es geschafft habe, bin ich überzeugt das du es auch schaffen kannst, du musst "nur" selber daran glauben, nicht mir, dir selbst...

nein, es kann sicher nicht in eine sekunde alles gut werden, aber in eine millisekunde kannst DU, nicht die medis alleine, und nicht die ärzte alleine, den richtungwechsel einleiten, das ist kein kraftakt, es ist keine riesenaufgabe, es ist ein moment, wo du dein blickwinkel ein kleines bisschen änderst, und ab den moment merkst du das du kämpfen kannst, in den moment wird nichts besser, die situation ändert sich nicht, aber plötzlich ist es nicht mehr alles schei**e, sondern ein mensch mit seine menschliche problemen, und die kann man angehen, jaa, langsam, aber immerhin.

meine tabletten alleine würden mir wahrscheinlich auch nichts bringen, ich hätte wahrscheinlich nur gemeckert, oder wäre ich sogar erschrocken das ich dadurch zu viel rauche, emotional instabil bin, und das ich erektionsproblemen habe, und das was ich jetzt als antrieb kanalisieren kann, manchmal wenigstens, wäre höchstwahrscheinlich weiterhin in innere und motorische unruhe verpufft, und ich wäre nicht in der lagegewesen, freude oder genuss überhaupt zuzulassen.

ich werde demnächst vielleicht weitere tabletten dazu bekommen, die ich schon probiert hatte, aber nichts als nebenwirkungen brachten, ich wäre fast schon bereit, schon jetzt darauf zu wetten das die diesmal doch funktionieren könnten...

A)elix=ixr


teil 2

der schlüsselerlebnis war bei mir die therapie, und ja, ich muss ehrlicherweise sagen das ich mich mit der therapeutin super verstehe, ich hatte nicht einmal freunde womit ich mich so gut verstand, und das ist ein riesenglück, aber ich glaube nicht das das alles ist, denn ich hab' auch mit mein psychiater, den ich immer noch nicht mag, und umgekehrt, auch gelernt mit zu machen, und es funktioniert doch auch.

kleines, aber nettgemeintes seitenstich an dich, es hätte mit beiden nichts gebracht, wenn ich eine gefestigte "ist eh alles schei**e" einstellung gehabt hätte... sei mir nicht böse, ich weiss nicht wie du mit ärzte und therapeuten umgehst, es kann also nur ironisch gemeint sein, aber unter jeden spass versteckt sich doch ein bisschen wahrheit... ;-)

jaa, meine therapeutin hatte am anfang angst vor mir, und mein psychiater mag mich nicht, und tatsächlich war meine einstellung "alles schei**e", mit den unterschied das es mir klar war, das wenn ich alles blockiere, was von den beiden kommt, nichts erreichen kann.

mit den psychiater habe ich mich mehrmals gestritten, weil er mich nicht reden liess, dafür ging mir auf die nerven was er von mir verlangte, denn das war genau das, was ich nicht kann, genau bezeichnen wie es mir geht, und wann und warum und in welche situation usw, das kann ich jetzt besser, aber selbst jetzt, wie man merkt :=o , muss ich lawinenweiser reden um was zu erklären, vor zwei jahren alles in ein paar wörter zu komprimieren war mir einfach nicht möglich. und ich tat trotzdem was ich konnte, so gut wie ich konnte, ich hätte auch "ach f**k dich" denken können, nee, habe ich oft gedacht, aber ich habe es trotzdem getan, und siehe da, es hat was gebracht...

mit der therapeutin war es natürlich einfacher, für sie, nachdem sie gemerkt hatte das sie keine angst vor mir zu haben braucht, für mich war es vielleicht sogar schwieriger, weil sie viel zu nett war, um sie zur hölle zu schicken. aber auch sie verlangte nach sachen, die mir unmöglich waren, und auch da habe ich es versucht, so gut wie es ging, und habe ihr erklärt wieso ich welche schwierigkeiten womit habe.

nach 6-7 sitzungen änderte sie die strategie, und später noch einmal, am ende war es keine klassische VT, sondern eine mischung aus VT, kognitives irgendwas und noch eine, keine ahnung von den definitionen, aber endeffekt haben wir so gequatscht, eigentlich wie wir es hier tun. klar, offener, tiefer, und sie hat sich viiiiel kräftigere tritte im arsch oder wiederreden geleistet, als ich es mir je mit dir, oder egal wen erlauben würde, schliesslich bin ich kein therapeut...

sie hat mir nie einen irgendwelchen weg gezeigt, aber sie hat gut zugehört, und vieles infrage gestellt, die antworten musste ich aber selbst finden, und das war meistens unbewusst, das war das faszinierende dabei... ich bin jedes mal da weg gegangen, mit tausende fragen und gedanken im kopf, aber überhaupt nichts klares, 90% hatte ich eh schon eine minute später vergessen, aber in himtegrund, irgendwo tief in meinem kopf arbeitete was, die gespräche haben in meinem kopf andere zahnräder in bewegung gesetzt, die schon sehr lange brach lagen.

und wieder, das hätte nicht passieren können, wenn ich da nicht mitgemacht hätte, ich hab' mir monate, ja, jahrelang den kopf zermartert, und ich konnte weder verstehen wo sie hin will, noch was das bringen sollte, aber erstens waren die gespräche sehr stimulierend, und es tat gut das ich mich immer auskotzen durfte, und zweitens passierte doch was mit mir, ich hatte sonst immer den eindruck das ich im kino sitze, und sehe wie mein leben da vorbeiläuft, von anderen gelenkt, ohne das ich eingreifen kann, und so waren auch die gespräche, wir haben über mich geredet, aber alles worüber wir sprachen war so abstrakt irgendwie, ich hab' schon immer das problem gehabt, das ich nie in der lage war, auf meine zukunft hin zu arbeiten, wie soll ich es erklären...

also, das hänchen morgen gab es für mich nie, und auch nicht das ei heute, für mich musste es immer das wachtelei sofort sein, auch wenn ich genau wusste das ich morgen verhungern würde, das wissen und das tun waren für mich schon immer, und in den letzten paar jahrzehnten immer mehr, völlig voneinander getrennt, in zwei verschiedene dimensionen.

jaa, mit der zeit brachte mich die therapie dazu, diese zwei dimensionen näher zu bringen, das ganz abstrakte zeug wurde immer greifbarer, hoffnung war nicht mehr irgendwas theoretisches, worauf ich keinen einfluss hatte, und langsam wurde aus den "alles schei**e ein haufen menschliche problemen, menschlich in dem sinne, das man weder magie, noch superkräfte, noch ausserirdische technologien dazu braucht, um dagegen zu kämpfen. und das war der schalter, der sich umgelegt hat, und erst ab den moment haben die (zehnten oder so...) medis auch was bringen können.

und darin liegt, meine meinung nach, auch die antwort darüber, worin die therapie gegen depressionen bestehen soll, ganz einfach, nur darin das man erkennt das nicht alles scheisse ist, es sind nur problemen die man angehen kann, was natürlich nicht bedeutet das es einfach sei, oder das es schnell geht, sondern das man es schwer genug hat, ohne das man es sich selbst noch schwer macht, das man diesselbe energie auch darin stecken kann, das es einem besser geht, usw, ich könnte jetzt noch tausende plattitüden nach art der Bunte-lebensratgeber zufügen, aber so ist es doch schon deutlich und peinlich genug, oder? ;-D

ich hatte dich gefragt was du an dir magst usw, und schrieb absichtlich "ohne aber", das hat meine therapeutin mit mit gemacht, ich hab' sie gehasst deswegen, ich konnte nicht ohne "aber" antworten...

jaa, wie hast du geantwortet?

finde ich blöd, ich kann nicht, zwei mal "aber", und eine reihe hauptsächlich negative sachen, die man an dir ausnutzen könnte.

eine therapie gegen depressionen besteht darin, das du verstehst (nein, nicht das du anderen "ja" sagst, so das sie dich nicht nerven, und nein, nicht das du "könnte sein" denkst, und nein, nicht das jemand anderem dich dvon überzeugt), das du merkst, das du nicht nur aus negative sachen bestehst, und genau so ist es mit dem leben, ja, es gibt viel schei, aber eben nicht nur schei.

du bist nett, geduldig, einfühlsam, und sogar stark, wenn auch nur in manche bereiche (du gehst trotz allem jeden tag schaffen, das ist in meine augen was riesiges, und du arbeitest nicht seit gestern dort, also machst du dein job zumindest nicht schlecht), wenn es auch nur eine ist, du hast wenigstens eine freundin, sei sie auch nur eine brieffreundin, irgendwas wird sie an dir finden, usw usf, ich kenne dich zu wenig um da weiter zu machen, der rest musst du wiederentdecken.

und genauso ist es mit dem leben, klar ist es für anderen nichts, wenn die irgendwo anrufen, ich hab' aber fast vor freude geheult als ich gelesen habe, das du in der klinik angerufen hast, du hast das recht dich darüber zu freuen, und das solltest du wieder lernen... :)_

ANeilixxir


nee, hayley, keine angst, das war keinesfalls zu hart! @:)

A{elilxir


achso, ja, ich bin auch so einer, der sich in die arbeit stürzte, und ich hab' sogar riesige (für mich) erfolge damit gehabt, aber genau diese diskrepanz zwischen "bester und sauberster koch" (fast o-ton) auf der arbeit, und vegetierender messie zuhause war, naja, ist noch das allerschlimmste...

aber es wird, langsam...

AZeliAxir


blödes text... "es gibt viel scheiXX, aber eben nicht nur scheiXX" , und ohne fett ist vielleicht verständlicher...

Adeli8xir


und wieder ein teil vergessen, natürlich... :=o

ja, meine medis helfen mir, erst jetzt, und jetzt noch, hoffnung und ziel ist es aber, das ich wieder lerne, mit der zeit, das ich funktionieren kann, auch ohne medis.

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