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Halte Unruhe nicht mehr aus

Hrayle4y M.


Noch eine kurze Antwort, NonT, die hast du verdient. Erst mal danke für die ausführliche Stellungnahme zu meinem mich-nicht-beachtet-Fühlen ;-D

Es ging mir dabei nicht (auch wenn du dich über diese menschliche Schwäche gefreut hast ;-) )nicht vorrangig um das Persönliche, sondern ob ich dich nicht nerve mit meinen Wiederholungen. Denn so viel habe ich dir ja nicht mehr zu sagen. Es geht immer darum: Lass die Benzoes weg, sei offen für Veränderung usw. - was ich dir alles schon mehrfach schrieb.

Es geht keineswegs gegen dich oder überhaupt persönlich gegen jemanden, aber ich werde nun eine Weile nicht mehr mitschreiben. Ich überlasse bei dir hier dem unermüdlichen Aelixir das Feld, und zwar weil ich bis auf weiteres eine Forumspause einlege. Euch beiden hier alles Gute.

AyelFixxir


oh, Hayley, ich hoffe die forumspause hat keine negative hintergründe...

dann bis baaald! *:)

n5ottra8nqui&lized


Meine einzige und beste Freundin hat mich vorher besucht, es hat gut getan, wenn ich vielleicht öfter solche Erfahrungen hätte könnte ich dem negativen etwas entgegensetzen und etwas ablenken und Kraft tanken, aber ich habe sonst keine Freunde. UND sie hat etwas gesagt was mir zum Denken gibt, sie sagte dass sie es wahrscheinlich nicht mehr ertragen würde wenn sie nochmal so depressiv werden würde, dann wurde mir klar, dass es schon schlimm wäre wenn dann so ein Mensch einfach weg wäre, vielleicht hätte man so einen Menschen noch etwas fragen oder sagen wollen und dann ist er einfach weg. Bei mir gibt es nicht viele Menschen die mich vermissen würden, aber doch welche. Vielleicht könnte man den Menschen noch sagen dass man sie lieb hat, aber man leider gehen muss und wenn sie noch etwas fragen oder sagen wollen es jetzt machen können und man könnte ja auch einen schönen Brief schreiben und Fotos machen, das wäre erstmal unendlich traurig, aber es vergeht, das weiß ich, wenn ich denke dass mein Bruder noch leben würde und dann auch in diesem komplizierten Leben leben müsste, ich weiß nicht.

Ja hayley alles gute. Vielleicht beantwortest du mir vllt irgendwann meine Frage, von was du denn abhängig warst^^

Aelixir du sprichst viel wahres aus und wie hayley schon schrieb unermüdlich, du verwendest hier Energie und die ist unsterblich, was man an Energie schafft besteht. Unermüdlich mag positiv klingen, aber ich asoziiere das auch mit ruhelosigkeit, der Geist arbeitet dauernd, aber wenn es produktiv ist, ist es doch positiv.

Etwas traurig bin ich doch dass meine beste Freundin wieder weg ist, aber wir sind weit gelaufen und ich bin etwas müde.

Es ist so zäh wieder mit Sport anzufangen, klar ist es immer schwer wieder einzusteigen, aber so zäh schien es mir noch nie und jetzt ist es auch psychisch so schwer, ich fange mit lächerlich kleinen Gewichten an und wenig Wiederholungen, das erscheint mir so sinnlos, das einzige was etwas Mut macht ist der memoryeffekt, der Körper erinnert sich und man macht schnelle Fortschritte und ich habe immer Bilder von mir gemacht, nicht zum Posen, nur für mich, ich fand es selber immer faszinierend wie die Venen hervor stehen und die Muskeln definiert sind, obwohl ich nie fürs aussehen trainiert habe, nur auf Leistung und das aussehen kam von alleine.

Es kommen jetzt auch wieder düstere Gedanken, aber ich schlafe vllt bald.

nlott>ranquiTlized


Aelixir die ängste rational bekämpfen mag klappen, aber dieser grüblerei bin ich müde, angenommen man geht 10 Situationen durch und und überlege mir für jede Situation nochmal 10 Alternativen, das ist anstrengend. Ok man kann gegen grübeln nichts machen, aber wenn ich über eine Sache nicht mehr grübeln muss bis ich froh. Manchmal ist auch weniger denken mehr. Die benzos haben mein denken immer lahm gelegt und ich fände es mal interessant ob buddhistische Mönche durch Meditation und Übung den gleichen Geisteszustand erzielen können.

Aber wenn deine Methode dir hilft ist es gut, ich denke nur manchmal dass weniger denken mehr ist und wenn ich über eine Sache nicht grübeln muss ist es doch gut, eine andere Sache ist es natürlich wenn man bewusst darüber nachdenkt.

Dass wenig viel macht damit hast du recht, ich bräuchte einen Rückzugsort um meine Kräfte aufzutanken, in der Klinik könnte ich für immer bleiben, aber das echte leben da draußen kostet mich kraft, vllt bin ich nicht dazu gemacht, so eine persönlichkeitsstörung ist eine Behinderung, sie behindert einen im Leben, bei allem was man macht.

Awelix.ir


hey, guten abend!

schön, das du besuch hattest, und schön, das es dich gefreut hat!

und noch schöner, das du von dir aus so einen satz mit "negativen etwas entgegensetzen und etwas ablenken und Kraft tanken" schreibst! :)^

du wirkst auch etwas entspannter...

freunde sind doch (auch) dafür da, und das sie doch für dich da ist (und ok, ich zähle mich auch noch halb dazu... ;-) ) zeigt doch das auch du freunde haben kannst, und das zählt schon sehr viel!

ok, NOCH hast du keine weitere freunde, das ist aber kein unänderbarer zustand, die eine freundin hält zu dir, du hast hier im forum ein paar (nette... :=o ) zumindest für den moment chat-freundschaften geschlossen, du hast das mädchen in der klinik angesprochen, so, oder sogar besser, kann es doch weiter gehen, oder?

naja, wenn jemand ganz weg ist, kann man ihm nie wieder was sagen oder fragen, nicht nur in den moment, es gibt vielleicht lebenslang sachen die man mit ihm hätte gerne geteilt.

wenn jemand stirbt ist es eine sache, wenn jemand sich umbringt eine ganz andere, es gibt so viele sachen die man gerne geklärt hätte, es gibt vieles was man vorher nicht ansprechen konnte, es gibt selbstvorwürfe, es ist nicht schön für die, die zurückbleiben...

würdest du dir nicht auch selbst vorwürfe machen, wenn deine freundin irgendwann weg wäre, ob du es hättest irgendwie verhindern können?

würdest du es wirklich so schnell wegstecken?

oder wie geht es weiter, dann bringst du dich um weil deine freundin weg ist, dann deine mutter weil sie keinen sohn mehr hat, usw?

das ist doch nicht sinn der sache, oder?

sehe es so, wenn deine freundin sagt "wenn es ihr wieder so ginge" heisst das es ihr jetzt besser geht, wäre das nicht eher grund zur freude?

das leben ist kompliziert, ja, kann aber AUCH viel freude bereiten, nicht nur, natürlich, aber das bisschen freude macht es wert, dafür zu kämpfen, der rest zu ertragen.

ich weiss, bisher hast nur nicht viel schönes erlebt, und wahrscheinlich nicht viel schönes erkannt, aber es ist nie zu spät, um damit anzufangen...

und du hast jetzt angefangen, also, zieh' es doch durch! ;-)

ist die freundin auch in irgendwelche therapie?

-

"du verwendest hier Energie und die ist unsterblich, was man an Energie schafft besteht."

heeey, das klingt wunderschön, du bringst mich noch zum heulen!!! :)_

ich hoffe echt das ein bisschen von diese energie bis zu dir durchkommt, das sie dir helfen kann, das du deine schwere zeiten durchstehen kannst! (ich kann es leider nicht so poetisch wie du, bei mir klingt es plump und platt, aber ok, der gedanke zählt...)

unermüdlich bin ich sicher nicht, aber sowas kostet mir keine kraft, es gibt mir sogar welche, wenn ich irgendwie ein kleeeines bisschen helfen kann gibt es doch nichts schöneres, was nützlicheres, was ich mit meine zeit anfangen könnte fällt mir nicht ein! ;-)

-

achsooo, die bilder sind nur für dich, schaaade, ich hatte schon gehofft... ;-D ;-D ;-D

ja, wie du sagst, aller anfang ist schwer, und jetzt beschäftigt dich auch viel anderes, nimm' dir nicht zu viel vor...

...aber vielleicht etwas öfter im wald spazieren gehen? das scheint dir doch gut getan zu haben...

auf jeden fall ist es gut, das du wieder mit sport angefangen hast, darfst dich auch selbst loben, so, zur abwechslung! ;-)

-

doch doch, man kann auch gegen grübeln was machen, ich hatte dir doch von meinem patentierten super objektivitätstraining zum einschlafen erzählt... ;-D

es ist eigentlich ähnlich wie mit den ängsten, ich mach' mir auch für jede situation 350 gedanken über jede der 350 möglichkeiten die mir einfallen, für jede der 350 sachen die passieren könnten, und das für jeder der 350 situationen die ich denke unter kontrolle haben zu müssen. dann noch die ganzen gedanken dazu ob ich bescheuert bin, weil ich mir so viele gedanken mache, weil eigentlich halte ich es für richtig, alles zu überlegen, aber dann verplempere ich nur zeit, also fangen die selbstvorwürfe an, und dann finde ich mich blöd weil ich mir vorwürfe machen, dann denke ich aber blöd bin ich nicht, also wieso mache ich das ganze, usw, und das war nur die erste sekunde von manchmal halbe tage wo ich dann natürlich überhaupt nichts auf die reihe kriege... ":/

manchmal hilft es aber, sich "moment, stop, das bringt jetzt nichts" zu sagen, und das ganze gedankenknäuel nicht zu beachten, den teil was man dazu aktiv denkt weg zu lassen, so das die gedanken nur im hintergund laufen, und manchmal klappt es sogar, das man sich auf einen, oder ein paar gedanken konzentrieren kann, es ist schon viel einfacher, nur 350 möglichkeiten auf einmal in betracht zu ziehen, als 350x350x350x350x350...

in gewisser hinsicht geht es auch hier darum klarer zu sehen, und realistischer, alles auf einmal kann man nicht lösen, und wenn es immer diesselbe gedanken sind, die sich im kreis drehen, und wiedergekaut werden, kann niemand zu eine lösung kommen.

also, karrussel stoppen, einen wagen raussuchen, und dann kann man schauen was man damit machen kann.

natürlich ist das alles theorie, aber irgendwann funktioniert es auch...

du kannst beeinflussen, ob du grübelst oder nachdenkst, das funktioniert aber sicher nicht, solange du dir sagst das es nicht funktionieren kann... ;-)

ich hab' dich schon so oft mit diesen anderen blickwinkel genervt, ich hab' fast angst weiter darüber zu reden, aber es ist so, also, ich bin kein psychologe, ich kann nur vergleiche mit mir ziehen, aber genau deswegen sage ich es, meine depressionen sind immer noch da, mein ADHS ist immer noch da, mein charakter hat sich auch nicht geändert, nur eines ist anders, mein blick auf das alles.

und ich bin überzeugt das es bei dir auch viel bringen kann, in alle mögliche hinsichten, denn in unseren hirn ist doch alles vernetzt, also, egal ob ängste, grübeln, egal welche problemen, anstatt die panik zu kriegen, die hoffnung zu verlieren, die kräfte dafür zu verwenden, sich zu sagen wie schlecht es einem geht, kann man auch, wenn es auch nicht einfach ist, eben die schwarze brille absetzen.

also, nicht "es ist alles zu viel" sondern "ok, was haben wir da", nicht "ich schaffe es eh nicht" sondern "ok, mache ich", nicht "es ist alles scheisse" sondern "das hat aber gut getan", usw...

aber wie oft gesagt, es geht nicht darum sich was einzureden, es ist eine verdammter schalter, der umgelegt werden MUSS, so das du aufhörst, dir alles einzureden wie bisher.

aaaber, und das ist der haken, du musst selber dran glauben, der rest der welt, sei es klinik, freundin oder ich, kann dir nur dabei helfen, z.b. bei der wiederentdeckung von was schön ist und gut tut, oder ein bisschen nähe, abwechslung, interesse an dir, ganz besonders therapien usw, den weg musst du gehen.

aber schon der weg macht freude und spass, und wie schon gesagt, ich glaube du bist schon auf den weg, aber ich hab' den eindruck das du selbst noch nicht ganz daran glaubst... ;-)

-

du hast doch jetzt einen rückzugsort, du hast doch deine eigene wohnung, und eben zur zeit die klinik, ich finde es gut das du sagst das du für immer da bleiben würdest, das geht aber nicht, was geht ist aber das du dort sehr viel lernen kannst, und eben kraft tanken, und ich hoffe du wirst danach weiter ambulant betreut...

das solche störungen an vieles hindern ist eine tatsache, es wäre aber ein grosses fehler das als unveränderbar zu sehen, selbst behinderungen können vorübergehend sein!!! :)_

n|ottzranqquilirzed


Ja mir ging es etwas besser, aber das war leider verflogen als ich heute morgen aufgewacht bin, es ist einfach zuviel negatives und vor der Zukunft habe ich Angst.

"...kein unabanderbarer Zustand..."

Ähm ich bin seit Jahren alleine und wie ich deshalb schon gelitten habe, es kommt ja auch nicht von ungefähr, mir fällt es schwer Freunde zu finden, weil ich zu schüchtern bin und schlicht nicht weiß wo überhaupt. Und mir fällt es schwer Freundschaften oder auch nur Bekanntschaften zu halten. Und noch wegen ein paar anderen Gegebenheiten.

Ich habe das Mädchen nicht angesprochen, wir haben halt einfach geredet.

Naja ob man es schnell wegsteckt ist individuell verschieden und wie wichtig einem die Person war, es kann natürlich schon eine Weile gehen.

Naja ich kann mir halt nicht vorstellen dass es mir einmal soviel besser gehen sollte, dass ich neuen Lebensmut kriege, dafür waren die letzten Jahre zu perskektivlos und enttäuschend, meine lebensmüdigkeit kommt ja nicht von ungefähr, in jungen Jahren hatte ich sehr viel Hoffnung, aber die wurde immer wieder enttäuscht.

Aus was das Bewusstsein besteht weiß ich nicht, aber denken tut man doch durch elektrische Impulse im Gehirn und Elektrizität ist Energie und die vergeht nie. dadurch und durch das was man geschaffen hat, z.B. Bilder gemalt lebt man weiter, natürlich durch seine Kinder wenn man welche hat, obwohl ich nie welche haben werde, das wäre wohl auch besser, ich komme ja mit mir selber schon nicht klar.

Aber dich würde ich schon noch einmal treffen wollen.

Ach wenn du sie sehen willst ,obwohl lieber nicht ^^

"...aber vielleicht etwas öfter im wald spazieren gehen? das scheint dir doch gut getan zu haben..."

Das habe ich früher oft gemacht, aber ich habe mich immer so alleine gefühlt, es hat immer etwas gefehlt.

Manchmal frage ich mich auch ob ich adhs habe, da gibt es doch auch Typen die eher ruhiger sind, als Kind war ich eher wild, aber nur wenn ich mich sicher gefühlt habe, z.B. wenn etwas neues unbekanntes kam wie schulanfang, war ich still und ängstlich, hatte ich mich aber eingelebt war ich teilweise unverschämt.

Ich würde aber gerne für immer in der Klinik bleiben, in geschütztem Rahmen und wenn ich weiß was ich machen muss komme ich gut klar, vielleicht würde ich auch im Gefängnis besser klar kommen.

Naja seitdem ich denken kann war die angst da und jetzt sollen 8 Wochen etwas daran ändern, ambulant weiß nicht, wenn ich mich selber darum kümmern muss nicht.

AHeelix}ixr


mahlzeit, notT!

hmm, wieder die WE-depression, nicht gut...

ja komm, wieso "zu viel negatives", du sagtest das die woche gut war, es ist nichts schlimmes passiert, hattest sogar ein paar gute erfahrungen, gestern mit der freundin war schön, also, eigentlich hättest du grund zur freude, lasse es doch zu...

nicht nur das negative kommt nicht von ungefähr, also, wenn du weiterhin denkst das sich eh nie was ändern wird, dann wird sich auch nie was ändern, und das du das kannst wissen wir beide doch sehr gut! ]:D

aber, darausfolgernd, wenn sich was ändern sollte, müsstest du zumindest die möglichkeit zulassen, das sich was ändern könnte.

und da hapert es noch gewaltig, würde ich sagen... :-(

naja, wenigstens am WE, unter der woche schaffst du es scheinbar doch dich zu freuen, und sogar mal ein bisschen spass zu haben, aber endeffekt bringt es auch nichts, wenn du dir gleichzeitig denkst das es eh nichts bringt, und es so schnell wie möglich wieder vergisst, denn es gibt doch negativeres, worüber du denken musst... ;-)

genauso ist es mit der klinik, ja, das ist schön, und du fühlst dich gut aufgehoben, aber wenn du eh denkst das es nichts bringt, dann brauchst du auch nichts zu tun, ausser da zu sein, ein bisschen mitmachen, aber weiter alles schwarz sehen, und am ende kriegst du sogar die bestätigung das es eh nichts bringt...

mann, ich könnte dich schütteln!!! ]:D

ich muss einkaufen gehen, hab' zu viel geraucht beim 350 mal neu schreiben um nicht zu böse zu sein... ;-D ]:D ;-D

nein, ich bin dir böse, aber du bist echt ein harter brocken!!!

achsooo, apropo harter brocken, dochdoch, zeig' die bilder her, es geht doch nicht, den stein werfen und die hand verstecken! ;-)

n"ottr]anqui%lizexd


Außerdem ist es ja bei jedem Mensch verschieden, dem einen geht es irgendwann besser und der andere geht halt unter im Leben, über letztere hört man weniger, das will man nicht hören. Und ich denke nicht dass es egoistisch ist wenn man nicht mehr kann, man kann doch nicht nur weiter leben der anderen wegen, das ist doch auch nicht Sinn der Sache ; wenn man einen Mensch mag, kann man doch nicht wollen dass jemand so leben muss und nur weiter dahin siecht dass man selber nicht traurig ist.

n&ottr'anq}ui^lizexd


Ja es hapert gewaltig, aber ist das bei Depression nicht normal, oder bin ich wirklich ein ganz abnorm schwerer Fall (fürchte ja, denn ich bin schon soviele Lebensjahre depressiv und habe noch andere Störungen ).

Ich kann auch nicht an Veränderung glauben, weil ich so lebensunfähig bin, man kann mir doch nicht alles von der pieke auf erklären.

Unter der Woche geht es mir auch nur in der Klinik besser, daheim ist es auch schlecht, hätte vollstationär gehen sollen.

Ich würde ja gerne denken und glauben dass es etwas bringt, vielleicht sollte ich es mir einreden.

Du musst so einem harten Brocken nicht mehr schreiben, es bringt ja ohnehin nichts. War das jetzt eine selbsterfüllende Prophezeiung?

Was ich aber weiß dass mich so ganz schwer depressive mit ihren ewigen negativen Mantras nerven ,es ist wirklich mühsam man schreibt und schreibt und nichts kommt an, da sag ich dann auch ist gut dann mach halt so weiter, andererseits kann ich ja auch nicht erwarten dass ich durch mein schreiben mit so einer Person etwas an einer langjährigen Depression ändern kann. Aber ich verstehe wenn man irgendwann resigniert mit so einer Person nicht mehr schreiben mag, jetzt auf aelixir bezogen du schreibst dir hier ja wirklich deine Finger wund, ich finde es nett und stimmemit dir im Großteil überein aber das musst du nicht

Aaelitxixr


soo, eingekauft, gegessen, und jetzt habe ich zeit, ruhe, und gaaanz wichtig, zigaretten!!! ":/

ops, und ich hoffe ich hab' keine falsche eindrücke in dir geweckt, ich war nicht wegen dir genervt, ich war nur hungrig, ohne zigaretten, und genervt weil ich kein bock hatte zu duschen, einkaufen fahren, kochen usw...

also, ich bin immer noch da, und sooo schnell wirst mich garantiert nicht wieder los!!! ]:D

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jaa, ich weiss immer noch nicht ob ich so geeignet bin, um dich von selbstmordgedanken abzubringen, aber ok, vielleicht doch, denn wenigstens kann ich darüber reden ohne gleich in panik auszubrechen, und ja, ich kann dich doch vielleicht schon zu gut verstehen, in der hinsicht...

aaalso, natürlich ist ein selbstmord egoistisch, denn das tut man nur für sich selbst, und man verursacht anderen schmerzen und paranoien, aber der eigene schmerz ist grosser, wichtiger.

das paradoxe bei egoismus und mut, die man bei so einen akt braucht, ist das die beiden gar nicht so falsch sind, in gesundem mass, das bekloppte daran ist aber die beiden ein leben lang zu unterdrücken, und erst darauf zurückzugreifen um zu verschwinden...

so, ganz salopp, deine ängste machen dich kaputt, aber ist nicht genau mut der probateste mittel gegen ängste?

also, eigentlich könnte man diesen mut gegen die ängste verwenden, anstatt um davon zu laufen...

du machst dich kaputt bei den gedanke, was die anderen von dir denken könnten, wäre ein bisschen gesundes egoismus nicht dafür geeignet, um ausnahmsweise auf deine bedürfnisse zu achten, an das was du von eine situation haben könntest, anstatt darauf, was alles alle anderen eventuell denken könnten?

ist es nicht doof, dich dein ganzes leben lang das leben kaputt zu machen, weil du das bisschen egoismus nicht nutzen kannst, um dann als egoist zu gehen?

zur selbstmord braucht man eine gute dosis "mir scheissegal"-einstellung, ist es nicht gerade ein mangel davon, das dir viel zu vieles viel zu wichtig erscheinen lässt?

ist das leben zu unwichtig, um diese einstellung dafür zu verwenden?

was für einen sinn hat, sich so viel mühe zu geben um schluss zu machen, wenn du dir dein ganzes leben lang einredest, das du gerade diese mühe nicht aufbringen kannst?

ja, ich weiss, der klassische grund für selbstmord ist das man die schnauze voll hat, weil man "nur" negatives erlebt hat, oder weil man vieles davon "nur" als negativ wahrgenommen hat, ok, wir hatten es schon oft darüber das es nicht sein kann, das alles scheisse ist, und oft hast du zugegeben, das es zumindest möglich sein könnte, und das wäre urtypisch für depressionen, das du das schöne, das gute, einfach nicht wahrnimmst.

also, wieso geht es dir schlecht? nein, nicht weil alles scheisse ist, sondern weil dir das schöne und gute fehlt, es ist zwar da, aber es kommt bei dir nicht an, weil du (ich sage absichtlich angeblich) weder mut, noch egoismus, noch mir egal einstellung usw aufbringen kannst.

ok, was heisst es, wenn es einem gut geht, die abwesenheit von scheisse? kennst du jemand, der keine problemen hat? ich nicht, klar, es gibt genug leute die scheinbar viel glück gehabt haben, aber ehrlich gesagt ich bin froh das ich viel scheiss erlebt habe, denn dadurch habe ich wenigstens was vom leben gelernt und verstanden, ich weiss vieles zu schätzen usw.

also, das es einem gut geht heisst nicht das er keine scheisse mehr erlebt, sondern das derjenige auch genügend gute und schöne sachen erlebt.

also, zusammenfassend, du hättest die ressourcen in dir (gesundes egoismus, mut, scheissegal-einstellung, das sind nur beispiele, es gibt viel mehr), um dein leben so zu ändern, das es dir zumindest besser gehen könnte, aber das es dir besser gehen soll ist nicht so wichtig, das du diese ressourcen benutzen würdest, also lieber leidest du weiter, bis du diese ressourcen dafür ver(sch)wenden kannst, um sicher zu sein das du dich nie wieder besser fühlen kannst? ??? ? es klingt doch ein bisschen komisch, oder?

auch was die anderen betrifft, jeder der dich mag würde sich freuen wenn du nicht mehr leidest, aber keiner würde sich freuen wenn du nie wieder was schönes erleben darfst, jeder wünscht sich das beste für dich, der tod wäre aber das schlimmste, auch wenn du es (noch) nicht so siehst, dein blick ist von diesen scheiss schwarze brille der depressionen völlig verstellt, wenn du sie ablegen kannst wirst du verstehen wieso alle so dagegen sind, klar das viele dich nicht verstehen, das stimmt schon, aber gottseidank, denn nicht alle sind depressiv, aber merke du auch das du die anderen nicht verstehst, nicht weil du blöd bist, denn das bist du sicher nicht, sondern wegen diese scheissdepressionen die dazwischen funken, die jeden signal schwarz färben, bevor es bei dir ankommt.

deswegen kannst du nicht auf besserung oder veränderung glauben, du bist nicht lebensunfähig, du wirst "nur" von eine bescheuerte, böse krankheit verhindert, die leider schwer zu fassen ist, aber doch kurierbar, oder zumindest deutlich verbesserbar, und weisst du was das schöne dabei ist?

man sagt das bei jede krankheit 60% psychisch bedingt ist, also stell' dir vor was für eine kraft in jeder von uns steckt, vor allem wenn man diese kraft gegen die krankheit verwenden kann.

das ist kein hokuspokus, auch wenn ich nicht wirklich weiss inwieweit das erforscht oder erklärt ist, und ja, am ende geht es doch nur um hirnströme und botenstoffe, und so ein zeug wovon ich keine ahnung habe :=o , es ist aber bewiesen das freude gut tut, das körperkontakt freude bereitet, das sich auskotzen beruhigt, das hoffnung hilft, das sex entspannt, undundundundundundundundund...

und bei dir auch, also brauchst du dir eigentlich gar nichts einzureden, du brauchst "nur" das ganze ein bisschen zu verstehen, oder zumindest zu verstehen das es funktioniert, wenn auch nicht wie.

bei mir würde das sich einreden nichts bringen, aber wer weiss, du redest dir schon sooo lange soooooooooooooo viel scheiss ein, das es vielleicht bei dir auch im positiven was bringen könnte... ;-D

einen versuch wäre es auf jeden fall wert, jeden versuch ist es wert, DU bist es wert, du bist nicht ein problem, du bist eine wunderbare maschine die einen problem hat, also hör doch auf dich selbst runter zu machen, zeig' deine eier (mir auch, wenn du willst |-o , ich meinte es aber metaphorisch... ;-D ), und bekämpfe diese scheiss depression, du kannst es, du musst es, sonst hast du dich weg geschmissen, und das wäre viiiiiiel zu schade!

glaub' mir, und allen anderen, du kannst so wahnsinnig viel nachholen von dem was du bisher verpasst hast, hol' dir die ganze freude die dir zusteht, sie wartet nur auf dich!

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wieso sollte man dir nicht alles von der pieke auf erklären, wo wäre das problem? leben tust du schon lange, halbwegs wenigstens ;-) , also alles musst du nicht neu lernen, wie schon oft gesagt, es ist eigentlich nur eine kleine blickwinkeländerung, es wird sich an sich nicht viel ändern, aber du wirst alles ganz anders sehen, ohne schwarze brille...

du wirst staunen, wie viel gutes das leben auch für dich bringen kann...

nein, natürlich nicht nur gutes, das zu glauben wäre genauso bekloppt wie dein jetzigen "nur schlechtes", und vielleicht sogar gefährlicher, aber es gibt so vieles, was dir bisher verwährt blieb, obwohl es so nah ist...

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"es bringt nichts" ist die mutter aller selbsterfüllende prophezeiungen, und die einfachste zu erfüllen, du hast doch schon so viele jahre erfahrung damit, du müsstest es am besten wissen... ;-)

probier mal gerade diese prophezeiung infrage zu stellen, ein "und wenn doch?" wäre schon ein sehr guter anfang, aber wie gesagt, wenn es bei dir so gut funktioniert, kannst es sogar mit "diesmal klappt's" versuchen, da ist aber die selbsterfüllungswahrscheinlichkeit nicht mehr ganz so hoch, denn bei jede sache gibt es wenige richtige wege, aber vieles was man falsch machen kann. es bleibt so, der einfache weg ist noch nie der beste gewesen, es hat aber seinen sinn, denn ohne schwierigkeiten gäbe es kein lerneffekt...

wie wäre es damit, auf prophezeiungen zu verzichten, und stattdessen das beste zu versuchen, und offen für einen ergebnis bleiben? ;-)

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neeneeeneeeee, wie schon gesagt, so schnell wirst mich nicht los, die negative mantras sind natürlich nicht das was ich mir erhoffe, aber es sind auch nicht alles was ich an feedback bekomme, ich hab's schon oft gesagt, ich finde du machst doch kleine fortschritte, ich freue mich jedesmal das du was schönes erzählst, oder locker viel schreibst, usw.

ich weiss das ich gar nichts muss ]:D , ich mache es aber gerne, und ich mache gerne weiter solange ich den eindruck habe das es dir doch ein winziges kleines bisschen gut tun kann, und das du dir doch ein paar gedanken machst, ich habe keine erwartungen, aber grosse hoffnungen, und ich glaube an dir, und irgendjemand muss dir doch die möglichkeit geben, das für dich selbst zu lernen, oder? ;-)

naja, als "lehrer" sehe ich mich nicht wirklich ":/ , "freund" ist mir viiiel lieber... :)_

mach' dir keine gedanken darüber, ob und wann ich resignieren soll, sooo schnell wird es nicht passieren, und das kannst mir überlassen, klar, es sei denn ich nerve dich, und das müsstest du schon sagen, das darfst du auch, ich bitte darum!!! :)z

ich mag harte brocken, ohne herausforderung wäre es doch langweilig... ;-)

jaaa, und immer noch apropo harte brocken, wooo bleiben die bilder? ;-D

n4ottr4a9nquilkizexd


Jetzt habe ich soviel geschrieben und alles ist weg man

A6el@ixi^r


mahlzeit!!!

jaa, manchmal habe ich auch problemen hier mit texte, formatierungen und so...

wie geht es dir heute?

nMott|ranqu*ixlized


Mahlzeit, mir geht es nicht so und dir?

dann halt nochmal aus dem Gedächtnis ...

Ja die wochenend-depression macht es immer schwer etwas positiv zu sehen und das Wetter ist auch noch so grau.

Mit 27 schon genug vom Leben zu haben, für andere ist das die schönste Zeit des Lebens, früher war ich ganz anders, ob du es glaubst oder nicht, aber es hat immer etwas gefehlt.

Man du schreibst wieder soviel.

Mal was anderes, früher habe ich es auch etwas übertrieben mit Alkohol, dann die benzos, auf denen ich aber nur relativ kurz und lowdose unterwegs war und noch andere Experimente, welche dazu kommen , aber das ist alles nichts im Gegensatz dazu was andere ihrem Körper über Jahre zuführen, aber trotzdem scheint mich das nicht mehr loszulassen. Ich habe immer wieder die Lust meinen verstand zu verfälschen. Hast du komplett mit allem abgeschlossen, hast du gar keine Lust darauf auf iwas ??? Also alk tut mir gar nicht gut, vertrage die Wirkung gar nicht mehr und die Nachwehen, auch wenn ich nur wenig trinke, aber trotzdem habe ich manchmal Lust darauf, ist das bei dir nicht so?

Ich finde auch dass alk die Kreativität steigert, obwohl das vielleicht nur Einbildung ist. Ich muss aber sagen, dass alk echt eine dämliche Droge ist und man sie vermeiden sollte wo es geht, vorallem mit Depression.

Apropos Kreativität, ich habe gelesen dass manche Künstler depressiv waren und es ihnen geholfen hat bei ihrer Arbeit. Das verstehe ich gar nicht, die Depression macht mich eigentlich nur leer.

Wieso können die nicht einfach antidepressiva entwickeln welche glücklich machen? ok sowas nennt sich wohl Droge, wenn man ohne dazutun und äußerliche reize glücklich ist, was soll man dann sich noch um irgendwas kümmern, wenn man sowieso glücklich ist. Aber von diesen antidepressiva welche ich schon hatte habe ich halt so gar nichts gemerkt, das ist doch auch nicht Sinn der Sache.

Mich halten auch Kleinigkeiten von etwa ab, z.B.bräuchte ich noch irgendeine Unterlage für meine langhantel dass ich den Boden nicht kaputt mache und mein komplettes Trainingsprogramm umsetzen könnte , nun müsste ich mich umschauen, eine geeignete gummimatte heraus suchen ,bestellen und dann die Lieferzeit. Also ist mir das schon zu blöd und ich vergeude unnütz Zeit, anstatt mich darum zu kümmern.

Nochmal zum Thema "man muss wollen ", das mag ja sein, aber was machen denn so schwer depressive, welche nicht mal mehr wollen, bringen die sich alle iwann um? Ok darauf gibt es keine Antwort.

Was mir noch einfällt, eine chatfreundin meinte, als ich zu ihr sagte, dass ich mich für einen hoffnungslosen Fall halte, dass sie sich gar nicht traue in eine Klinik zu gehen, ich den Schritt aber wage und dass ich eben das positive mitnehme.

So kann man es auch sehen, quasi die Erwartungen etwas herunter schrauben und das beste daraus machen. Das hast du ja auch schon geschrieben .Ja Hm.

Das mit dem Bild hochladen hat iwie nicht geklappt... Brauche bessere Verbindung, das braucht auch ewig zum laden. Du kriegst aber noch dein Bild dass du endlich Ruhe gibst für was auch immer loool ^^

A6eloixixr


mir geht's auch nicht so gut heute, anstatt mich zu freuen das es nicht mehr so heiss ist, habe ich mich wahrscheinlich erkältet, also ist es mir jetzt kalt, aber ja, ist nicht schlimm...

so, als erstes ein bisschen lob, hast viel und schön geschrieben, und trotz depressive stimmung nicht zu schwarz, und hast ein paar sehr interessanten themen angesprochen, also, ich fürchte es wird wieder so einer von meine romane... %-|

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naja, ich glaube es gibt kein bestimmtes alter, wo man am häufigsten die schnauze voll vom leben hat, ich denke es ist häufiger einer der momenten, wo grössere veränderungen oder grössere erwartungen auftauchen, oder damit verbundene enttäuschungen.

ich hab' keine statistische daten zur hand, aber ich könnte mir vorstellen das es eine anhäufung gibt am ende der pubertät, und bei quarter- und midlifecrisis.

ich hatte mein selbstmordversuch mit 17, so wie sehr viele anderen, weil da habe ich irgendwie meine augen geöffnet, und ich habe mich überhaupt nicht bereit gefühlt, in dieser welt zu leben, bis dahin war ich doch schon depressiv, aber ich war ein kind, es gab die schule, es war alles vorgegeben, und das ist, wie du gut genug weisst ;-) , viel einfacher als wenn man auf sich gestellt ist.

so einen ähnlichen schnitt gibt es, denke ich, auch bei 25-30 jahren, da wird man von jugendlicher zu mann, die 30 ist doch diese bescheuerte, magische zahl, wo man oft denkt das man seinem leben geregelt bekommen haben sollte, auch wenn es überhaupt nicht stimmen muss.

ich zumindest habe diesen schnitt ziemlich stark gefühlt, und vielleicht hat diesen "club 27" auch was damit zu tun, das waren doch diese mehrere berühmte musiker (ich will jetzt kein blödsinn reden, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Kurt Cobain, Amy Winehouse, Janin Joplin glaube ich...?), die alle mit 27 gestorben sind, an überdosis oder anderweitiger selbstmord. und neinnn, du gehörst nicht dazu, du bist nicht berühmt, also darfst ruhig weiter leben! ;-D

ja, und dann gibt es die, die sich plötzlich als erwachsener wiederfinden, und merken wie viel scheiss sie gebaut haben, das sie (angeblich) nichts erreicht haben, oder das sie keine herausforderungen mehr haben, und sich eher in meinem alter (ops... ":/ ) umbringen...

es gibt kein richtiges alter zum sterben (doch, den alter, den mutter natur, oder gott, oder der schicksal, oder wer auch immer für uns vorgesehen hat...), so wie es kein richtiges alter gibt, um die schönste zeit des lebens zu haben, es ist alles zu individuell, und von den eigenen erfahrungen geprägt.

jaaa, und dann gibt es noch die wahrscheinlichkeitstheorie, wenn es dir bisher nur scheisse ging, hast du die beste zeit deines lebens eindeutig noch vor dir, eigentlich ganz einfach! ;-)

natürlich glaube ich es dir, das dir auch damals was gefehlt hat, auch wenn es dir besser ging, sonst wäre es bisher nicht so weit gekommen, ich finde es nur sehr schade das es scheinbar keiner rechtzeitig erkannt hat... :-(

gibt es irgendwelcher ereignis, das für dich prägend war, das der anfang von deinen problemen markiert hat, oder wann hast du gemerkt das irgendwas nicht stimmt, warst schon als kind, oder jugendlicher, zur psychologe oder so? der andere klinikaufenthalt war doch erst vor kürzem, oder? sorry wenn ich manches öfter nachfrage, ich schreibe und frage viel mehr als was ich mir merken kann... :=o

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jaa, thema alk und drogen...

ich glaube ich bin da kein typisches beispiel, denn ja, auf der eine seite waren für mich natürlich alle drogen eine sehr willkommene art aus der bedrückende realität zu flüchten, so wie bei jeder andere.

aber ich bin seeehr ein kopftyp, das heisst, auf der eine seite habe ich mich immer gut informiert, und hab' mich der jeweilige sache langsam angenähert, auf der andere seite war mir viel wichtiger zu erforschen was mit mir passierte, als viele anderen es tun, das hat mich immer sehr fasziniert, ich hab' es vielleicht mehr genossen, der jeweilige trip zu analysieren, als das ich mich wirklich fallen lassen konnte, das tat ich schon, aber wahrscheinlich nicht in den ausmass wie viele anderen es tun (können?), und obwohl ich nach bester Oscar Wilde manier allem wiederstehen kann, ausser versuchungen, ich denke mein köpfchen hat mich immer von eine abhängigkeit bewahrt, zum teil wenigstens.

zum teil, weil nach eine zeit wo ich doch ziemlich oft tanzen war, und viel XTC nahm (was trotzdem seeeeehr viel weniger war, als viele anderen taten), plus alles mögliche was es gab, plus alk, war ich, als ich die drogenkontakte abbrach, gar nicht mehr in der lage spass zu haben, zu tanzen oder kontakte zu pflegen, in der disco, und das für sehr lange zeit. XTC und alk lösen die hemmungen, klar das mit depressionen und sozialängste das gut funktioniert, also, klar das man sich auch lange zeit danach sehnt, also, eine psychische abhängigkeit bestand schon, auch wenn relativ leicht, wegen den vergleichsweise relativ nicht ganz übertriebenes gebrauch...

in den letzten zeiten aber funktionierte das hemmungslösende nicht mehr, und auch eine höhere dosis hätte nur zu noch mehr unwohlsein geführt, daher war das weglassen zwar eher einfacher weil ich keine kontakte mehr hatte, aber auch nicht schmerzhaft.

nur den synthetischen LSD habe ich nach einem horrotrip sein lassen, sonst habe ich keine negative erfahrungen gemacht, die sicher noch mehr geholfen hätten, die finger davon zu lassen.

mit alk kann ich es mir nicht ganz erklären, da ich fast einen jahr lang es masslos übertrieben habe, und hab' dazu auch ziemlich viel gekifft, im nachinein hat es mich gewundert, das ich nicht alkoholiker geworden, oder geblieben bin.

to be continued

AFelixxir


teil 2

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ich hab' im eiscafé gekellnert, harte arbeit, bis zu 18 stunden am tag in den drei monaten hochsaison, mindestens aber 14, sechs mal die woche. das ritual sah fünf mal die woche gleich aus, nach der arbeit tüte, bier, dusche, tüte, disco, 12 bis 20 gintonic oder cuba libre, aber halb und halb, nicht so wie heute, noch ein paar tüten über die nacht verteilt, morgens nach hause kommen, eventuell eine stunde hinlegen, wenn es noch zeit gab, und dann ab auf die arbeit. tagsüber natürlich kamen immer wieder einen schuss (oder zwei, oder drei...) grappa in den espresso, oder auch ohne espresso, ein bisschen (viel...) likör auf der kugel eis, ein oder zwei gläser wein beim mittag- und abendessen, noch eine grappa nach dem essen, und nach feierabend ging es wieder in der disco, fünf mal die woche so.

sonntag hatte ich frei, also, nach der disco, nachts, ging es morgens zum afterhour, und weiter mit alk und kiffen, achso, ja, immer gerne ein bisschen sex zwischendurch, sonntags schlief ich dann auf der sonnenwiese, oder bei jemand anderem, wenn überhaupt, manchmal war ich auch den ganzen sonntag unterwegs, und trank unbehelligt weiter.

ich schlief dann meistens nur sonntag nachts, und noch eine nacht die woche, ich arbeitete trotzdem supergut, hatte mein spass, usw. nur bei schlechtem wetter, wenn es auf der arbeit wenig zu tun gab, war es richtig schlimm, da musste ich sehr oft mit mir kämpfen, um nicht einzuschlafen...

ich weiss wirklich nicht wie ich es geschafft habe, erstens das durchzustehen, aber ok, ich war 25, aber vor allem mit den alk auf einmal ohne problemen aufzuhören.

ich muss dazu anmerken das ich damals nie einen schlechten kater hatte, wahrscheinlich weil ich nie aufgehört habe zu trinken, heutzutage merke ich es überdeutlich, wenn ich mal etwas mehr trinke, und das ein paar tage lang...

mit den kiffen habe ich auch, nach 30 jahre kiffen, und mindestens 20 dauerkiffen, also mehrere tüten jeden tag, einfach so, von einen tag zum anderen aufgehört, aber das ist auch nicht die "normale" geschichte.

ich hatte mich mehrmals mit meinem psychiater gestritten, ersten weil er das kiffen als "selbstmedikation" sah, und ich sträubte mich dagegen, aber ich musste schliesslich einsehen das ich es doch auch so sah, denn ich kiffte nicht nur aus spass, oder in besondere situationen, sondern um die tausende gedanken die in meinem kopf schwirrten ein bisschen zur ruhe zu bringen, eben um mich zu betäuben.

weiter stritten wir uns, weil als auflage, um bestimmte medikamenten zu erhalten, hätte ich mit den kiffen aufhören sollen, aber es klappte überhaupt nicht, ich habe es mehrmals erfolglos versucht, bis wir uns auf eine reduzierung eigneten, aber selbst das war seh schwierig.

und es war komisch, weil ich immer wieder kifffreie zeiten eingelegt hatte, auch monatelange, eben um zu sehen wie ich funktioniere ohne zu kiffen, ob eine abhängigkeit besteht usw.

solange ich es aus freie stücke machte war es kein problem, von jemand anderem verordnet funktionierte es gar nicht.

in den letzten zeiten war es auch so das das gewünschte dämpfen der tausende gedanken nicht mehr wirklich funktionierte, denn es ging mir allgemein schlechter, und die gedanken wurden mehr, hinzu kam das ich mich manchmal bekifft unwohl fühlte, und viel rauchen, viel kiffen und keine bewegung hatten dazu geführt das ich immer ernstere problemen mit kondition und atmung bekam, und da funktionierte das reduzieren halbwegs.

ja, und dann, zwischen therapie und neue tabletten hatte ich eine ziemlich gefühlsexplosion, es passierte ziemlich viel mit mir, und zwischen mir und anderen, und auf einmal verspürte ich eher das bedürfnis, die sachen klarer zu sehen, als mich zu benebeln, ich rauchte ziemlich schnell weg was ich da noch hatte, und das war's. seitdem geniesse ich sehr meine wiedererlngte klarheit beim denken, und das bringt mir seeehr viel mehr. klar, ab und zu hätte ich schon mal lust was zu rauchen, aber abhängigkeit ist es nicht, die habe nur, und in extreme masse, von den zigaretten... >:(

und ich schliesse nicht aus, wenn es passiert, das ich auch wieder mal bei gelegenmheit was rauche, sicher kaufe ich aber nichts mehr, das hat sich schon ins portemonnaie bemerkbar gemacht, als Hartz IVler macht es schon einen grossen unterschied, jeden monat 150€ mehr oder weniger in der tasche zu haben, und ich kann besser atmen, ich kann besser denken, also, so kann es weiter gehen! ;-)

aber wie gesagt, ich bin ein sehr untypischer fall, ich kenne sooo viele leute die beim eine oder anderen hängengeblieben sind, und sich das hirn zermalmt haben, ich würde sagen das ich vorsichtig war, und trotzdem eine riesenportion glück gehabt habe, denn manchmal bin ich in sehr fragwürdige zustände sogar noch gefahren, und es ist nie was passiert, weder unfälle, noch führerscheinentzug...

ok, doch, gegen ende meiner alk-zeit habe ich doch den füherschein für einen jahr abgeben müssen, aber es war noch mein italienischer führerschein, also, ausser eine hohe geldstrafe und einen jahr fahrverbot gab es keine weitere folgen.

achso, wegen creativität, ja, tatsächlich wirken viele drogen creativitätssteigernd, ob es an das lösen der hemmungen, oder an andere verknüpfungen liegt, kann ich nicht sagen, bei alk ist es bei mir aber nicht wirklich so, und vor allem, keinen creativitätausguss ist es wert, das man was mit drogen riskiert. und wenn man nur auf drogen creativ ist, dann sind es die drogen, und nicht man selbst, das wäre selbstbetrug.

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jaa, wieder ein grosses thema, creativität und depressionen...

ich hoffe ich werde nicht gesteinigt, aber ich bin immer noch fest davon überzeugt das echte musik nicht fröhlich sein kann, so als beispiel, und das aus einen einfachen grund, musik, und kunst allgemein, ist kommunikation, und wenn man fröhlich und ausgeglichen ist, ruht man in sich, man braucht es nicht zu kommunizieren, man geniesst es.

wenn es einem schlecht geht, hat man vieles was raus muss, sei es wut, aggressionen, paranoien, sich auskotzen, oder einfach eben kommunizieren.

klar gibt es doch auch gute fröhliche musik, die grösste künstler, die beste stücke, sind aber immer die, die starke gefühle vermitteln können, fröhlichere musik ist eher leichte unterhaltung.

jemand der aus eigener erfahrung weiss, was problemen bedeuten, oder in der lage ist mit anderen mitzufühlen, ist automatisch auch tiefsinniger als jemand, den es immer gut gegangen ist, und sich nie um problemen kümmern musste oder wollte, sei es eigenen oder von anderen.

ich persönlich halte nichts von fettflecken in ein eck als kunst, oder was ganz einfaches, mit unglaubliche gedanken dahinter, für mich ist kunst ausdruck, es muss was vermitteln, muss nicht unbedingt verstanden werden, es muss keinen diplom in soziologie als hintergrund haben, kunst ist kommunikation auf gefühlsebene, wenn ich musik höre das mein gemütszustand entspricht fühle ich mich nicht alleine, und kann besser heulen, rumschreien oder rumspringen, die hintergründe können interessant sein, aber selbst der text ist nicht immer wichtig.

ok, manchmal ist der text sooo doof, platt und durchgekaut, das es weh tut, aber das ist meistens der fall bei der kommerzielle musik, die nichts mehr mit musik zu tun hat.

diese "künstler" haben meistens keine depressionen, die verursachen nur welchen!!! ]:D

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to be wieder continued...

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