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Minderwertigkeitsgefühl, wenig Selbstvertrauen - Was tun?

MOarkusX1991t1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

zunächst möchte ich nur sagen, dass es mir eigentlich nur darum geht, ob ihr mir zu einer psychologischen Behandlung ratet oder es andere Alternativen gibt, da ich niemanden aus meinem Umkreis dies persönlich erzählen möchte und das ganze gerne anonym halten würde, aber ich muss mich einfach einmal mitteilen, dass es sehr auf meiner Seele lastet.

Mein Problem ist, dass ich mich aktuell sehr unglücklich fühle, mein Studium macht mir gar keinen Spaß und läuft dementsprechend, ich habe Schulden und meine Beziehung ist in die Brüche gegangen.

Zunächst zu meiner Person, ich bin 23 Jahre alt und hatte schon immer mit mir selbst zu kämpfen, ich habe früher ein körperliches Problem gehabt, dass mich mit absoluter Sicherheit psychisch sehr belastet hat während meiner geistigen Entwicklung, da ich sehr darunter gelitten habe und noch immer leide, Mobbing war leider ein Thema, durch sehr viel Kraftsport und viel Geduld konnte ich alles nahezu korrigieren. Ich bin stand Heute durchtrainiert und werde von vielen Menschen dafür beneidet, dass das komplette Gegenteil zu meiner Vergangenheit darstellt. Nur leider präsentiere ich mich nicht so nach außen.

Ich habe ziemlich große Probleme mit meinen Selbstvertrauen und denke Minderwertigkeitskomplexe spielen dort auch ihren Teil zu, auch wenn ich im Vergleich zu früher mich definitiv geistig und körperlich positiv verändert habe. Eine Beziehung zu einer Frau wäre damals undenkbar gewesen.

Meine erste wirkliche Beziehung zu einer Frau hatte ich nun vor ein paar Monaten, das war wie gesagt früher undenkbar für mich und war es eigentlich auch zu diesem Zeitpunkt, ich konnte dies gar nicht glauben, dass jemand ein solches Interesse an mir zeigt. Man muss dazu sagen, dass ich eigentlich ein wirklich lustiger und lieber, netter Typ bin und meine fast ausschließlich männlichen Freunde dies auch an mir schätzen. Vom Aussehen her würde ich sagen, dass ich ein ganz normaler Typ bin, weder besonders hübsch oder hässlich, natürlich durch den Kraftsport hebe ich mich von sehr vielen Menschen ab. Ich pflege mich sehr und achte sehr auf mich und mein Aussehen. Schon mein ganzes Leben lang, stehe ich mir meistens selbst im Weg, besonders was die Beziehung zu Frauen bzw. was das finden einer Freundin betrifft.

Ich wünsche mir ich könnte so mit Frauen umgehen, bzw. diese lockere Art an den Tag legen wie es viele Männer tun. Mir geht es dabei nicht einmal darum, die Partnerin oft zu wechseln und jedes Wochenende Spaß zu haben. Ich würde nur gerne einen Menschen an meiner Seite haben, da ich mich doch sehr einsam insgesamt fühle. Nur leider scheitert es bei mir schon daran, überhaupt jemanden kennen zu lernen.

Vor meiner ersten wirklichen Beziehung, habe ich dieses Gefühle auch bereits gehabt, nur leider haben sich diese nun so sehr verstärkt nach der Trennung, leider habe ich wohl auch ein wenig Pech mit meiner Partnerin gehabt, ich habe wirklich alles für Sie getan und nahezu in jedem Bereich zurückgesteckt und versucht sie glücklich zu machen, was mir auch größtenteils geling. Nur leider hat sie einige psychische Probleme, die aus ihrer Vergangenheit resultieren, die ein zusammenleben mit ihr für mich leider unmöglich machten, ich denke sehr viele Menschen hätten bereits viel früher es mit Ihr beendet, da sie sich wirklich teilweise sehr merkwürdig und krank verhalten hat, aber ich wollte es einfach unbedingt, eine feste Beziehung... (Das ganze hielt insgesamt 3 Monate)

Man muss dazu sagen, dass ich wirklich permanent einen inneren Druck verspürt hatte, ihr nicht gerecht werden zu können, nicht gut genug zu sein, es unbedingt zu schaffen sie an mich zu binden, einfach nichts falsch zu machen. Dieses Problem habe ich auch an mir während des Geschlechtsverkehrs an mir bemerkt, da es wirklich unregelmäßig toll bis schlecht lief und es dafür keine sinnvolle Erklärung meinerseits gibt bzw. gab, ich war deswegen sogar beim Urologen, der mir aber nur teure Tabletten verschreiben wollte.

Nun bin ich aktuell traurig und weiß nicht wirklich weiter mit mir, die Trennung ist bereits 5 Wochen her, der komplette Kontaktabbruch 2 Wochen. Suizid ist absolut kein Thema für mich. Nur leider stelle ich aktuell fest, dass diese komplizierte Beziehung, in der ich sehr unter Stress gestanden habe, trotzdessen das schönste seit sehr langem für mich war. Es war das, was ich mir seit so vielen Jahren erhofft und gewünscht habe, eine Partnerin an meiner Seite zu haben, jemanden der mich so liebt wie ich bin. Man muss dazu sagen, dass die Trennung sehr sehr belastend für mich war, da Sie es mir alles andere als einfach gemacht hat. Mein Leben gefällt mir aktuell nicht, bis auf den Sport, dies ist das einzige was mich noch antreibt und mit Sicherheit "über Wasser" hält. Ich arbeite und versuche meine Schulden zu begleichen und überlege mein Studium abzubrechen bzw. die Fachrichtung zu wechseln. Nur was für mich ein viel größeres Problem darstellt, dass ich mich nun im Bereich des Selbstvertrauens gegenüber Frauen wieder komplett am Boden fühle, ich weiß nicht wie ich es schaffen soll wieder eine neue Partnerin zu finden, ich weiß das klingt irgendwie doof, aber auch das kennenlernen zu meiner ersten Freundin ging größtenteils von ihr aus, den ersten Schritt habe ich allerdings getan, dabei aber keine Hoffnungen gehabt und dementsprechend überrascht gewesen und wohl auch überfordert.

Ich könnte noch so viel über diese Beziehung erzählen, nur es würde den Rahmen sprengen, aber zusammengefasst hat mich das ganze nun wirklich psychisch fertig gemacht, ich will nicht mehr alleine sein, aber stehe mir selbst in Weg jemanden ernsthaft kennen zu lernen bzw. es überhaupt zu versuchen. Dazu kommt natürlich das Gefühl, dass ich äußerlich nicht gut bei Frauen ankomme, da ich auch nicht viele positive Rückmeldungen erhalte, wenn ich mich doch überwinde und den Kontakt zu fremden Frauen suche. Ich habe gelernt es zu akzeptieren, dass ich wohl nicht gut bei Frauen ankomme.

Das das ganze nicht normal ist, ist mir sehr wohl bewusst, ich wünschte ich könnte es abstellen, aber ich schaffe es einfach nicht, es ist wie eine Blockade die ich nicht überwinden kann, bzw. nur unter sehr guten und glücklichen Umständen, wie bei meiner ersten Beziehung.

Ich habe mit den Jahren gelernt, dass nicht nach außen zu zeigen, doch es belastet mich sehr, ich frage mich nun aktuell, ob ich mir helfen lassen soll, weil ich nicht weiter mit mir weiß... Es ist aktuell alles irgendwie blöd, auch vor der Beziehung war ich bereits unglücklich, aber ich habe gelernt damit zu leben, nur nach dieser Zeit nun, ist es alles sehr viel schwieriger für mich geworden. Ich weiß, dass nur ich allein daran etwas ändern kann, nur ich schaffe es irgendwie einfach nicht, mir fehlt der Antrieb, der Mut und das Selbstvertrauen dazu, aber ich muss etwas tun, weil es so nicht weitergehen kann für mich...

Ich habe versucht das ganze so kompakt wie möglich zu beschreiben, nur dabei ist schon so viel Text bei rausgekommen, ich könnte noch viel ausführlicher darüber schreiben. Ich hoffe ihr könnt das ganze ernst nehmen, da ich dies noch nie jemanden erzählt habe, sollte ich einen Arzt aufsuchen oder gibt es eine andere sinnvolle Alternative, die mir weiterhelfen kann? Ich fühle mich hilflos in meiner Situation.

Antworten
a;u:g2r33


Du schreibst im Forum Psychologie - also zu einem Psychologen (männlich oder weiblich ist vermutlich egal) und dort das Problem besprochen. Es geht dann nicht um Tipps sondern um wieso, weshalb, warum und mehr .... was muss ich ändern?!

E~hemalAiger rNutze3r (#56q5974)


Ich halte eine psychologische Behandlung nicht zwangsläufig für notwendig, aber das musst du für dich selbst entscheiden.

Was mir auffällt - es dreht sich im Prinzip alles um Frauen und Beziehungen. Ich verstehe schon, dass du dir eine Beziehung wünscht, aber der Fokus sollte definitiv auf deinem Leben liegen. Mach dich nicht so abhängig von einer Beziehung.

Deine Hauptprobleme scheinen Studium, mangelndes Selbstbewussstsein und Schulden zu sein, also solltest du dich vorerst darauf konzentrieren. Alles andere kommt später.

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