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Alternative zu Lithium bei bipolarer Störung?

*PZiem5lich\*erleiechtertx* hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forengemeinde!

Bevor ich mich extra in einem Forum für bipolare Störungen anmelde, hoffe ich darauf, hier evtl. ein paar Leute zu finden, die bipolar sind und mit Alternativen zu Lithium gut eingestellt und stabil sind.

Meine Mutter hat diese Krankheit schon seit 35 Jahren und musste bis jetzt immer Lithium nehmen. Hat sie das Lithium abgesetzt oder wurde die Dosis verringert, bekam sie immer ziemlich schnell einen Schub. Bei ihr äußert sich das dann sehr extrem und endet stets in einem Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie.

Nun musste ihr die Schilddrüse rausgenommen werden, weil das Lithium diese völlig zerstört hat. Und sie möchte nun unbedingt ein anderes Medikament nehmen. Ihr Psychiater kennt sich mit der Krankheit scheinbar nicht besonders gut aus (andere in der Umgebung genauso wenig) und hat sie bereits 2 Mal fast manisch werden lassen, indem er ihr ein anderes Lithiumpräparat aufschrieb, welches geringer dosiert ist. Er hat den drohenden Schub nicht bemerkt und ich musste mehrfach mit Nachdruck fordern, dass die Dosis erhöht wird. Damit wollte ich nur betonen, dass es nicht besonders viel bringt, so etwas mit ihm zu besprechen.

Nun hat er ihr folgende Alternativen vorgeschlagen:

- Olanzapin (Zyprexa), welches meine Mutter eigentlich immer nach einer Psychose nehmen musste

- Lamotrigin

- Valproat

- Carbamazepin

Hat jemand gute Erfahrungen zur Prophylaxe mit diesen oder anderen Medikamenten?

Ich weiß, dass nichts so gut wirkt wie Lithium, aber meine Mutter ist fest entschlossen, das Lithium abzusetzen, weil sie meint, dass es ihren Körper zerstört.

Dennoch bleibt die große Angst, dass sie wieder einen Schub bekommt, weil das jedes Mal unser Leben für mindestens ein halbes Jahr völlig aus der Bahn wirft und existenzgefährdende Konsequenzen hat.

Danke fürs Lesen und evtl. hilfreiche Antworten!

Antworten
S'piEnnevrixn


Hallo,

vielleicht wäre es doch besser, sich auf dem Forum der DGBS anzumelden, denn da sind im Gegensatz zu diesem Forum sehr viele Bipolare (was wohl in der Natur der Sache liegt). Dort werdet ihr die meisten Erfahrungen zu den einzelnen Medikamenten hören.

Ich weiß, dass nichts so gut wirkt wie Lithium, aber meine Mutter ist fest entschlossen, das Lithium abzusetzen, weil sie meint, dass es ihren Körper zerstört.

Und ihre Krankheit zerstört nichts? Sie sollte froh sein, dass sie ein Medikament gefunden hat, dass sie vor Krankheitsphasen schützt. Das ist bei weitem nicht bei jedem Betroffenen der Fall (zum Beispiel bei mir). Die anderen Medikamente gegen die bipolare Störung sind außerdem auch nicht viel harmloser.

*=Ziem.lich*e6rleicxhtert*


Hallo und danke für deine Antwort!

Ja, ich denke auch, dass alle Medikamente auf Dauer schädlich sind. Aber leider geht es ja anscheinend nicht ohne.

Dass ihre Krankheit viel zerstört, stimmt natürlich. Aber meine Mutter sieht halt nur die Gefahr einer verkürzten Lebensdauer.

Ich werde mich dann jetzt doch mal in einem speziellen Forum anmelden. Gibt es eins, das du mir empfehlen kannst?

Sopin3nerxin


Wie gesagt, das Forum der DGBS: [[http://www.bipolar-forum.de/]]

Da bin ich auch angemeldet, und viele andere Betroffene, die sehr viel Erfahrung mit der Erkrankung und allen möglichen Arten der Medikation haben. Hier in diesem Forum weiß ich nur von einem anderen Benutzer mit bipolarer Störung.

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