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bindungsangst (ausgelöst in der kindheit)?

aulle2s-okaxy2 hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen,

ich würde gerne eine neue diskussion starten. da ich bis jetzt leider keine guten vorschläge gefunden habe.

es geht hier auch in erster linie nicht um mich sondern um meinen on-/off-freund. im moment off. er hatte schon immer probleme mit zu viel nähe. also er ist da wirklich extrem. er hat keine sozialen kontakte. er kennt mich seit fast 10 jahren und ich bin die einzige mit der er den kontakt (wenn auch mit vielen unterbrechungen) einigermaßen gesucht hat (wenn es auch mal länger als bei "normalen" menschen dauert). er fühlt sich immer schnell von allem überfordert (dabei hat er nichts zu tun, keine verantwortung, keine hobbies, keinen fordernden berurf, keine sozialen kontakte). er lebte auch noch mit kurz vor 30 zu hause.

ich denke vlt. hat er ja eine bindungsstörung aufgrund von irgendwas was in seiner kindheit war. ich hab erfahren, dass er wohl "probleme" in der kindheit hatte (was genau weiß ich nicht). er hat nie über seine kindheit gesprochen. denke aber das er vlt. keinen anschluss gefunden hat und es vlt. irgendwann zu spät war oder so oder er sich irgendwann keine hoffnungen mehr gemacht hat, welchen zu finden. das sind jedoch nur vermutungen.

er hat auf jedenfall angst sich festzulegen, versucht immer wieder zu provozieren (das ich sauer werde) um dann ja nich mehr mit mir zu reden, er wirkt oft kalt und abweisend und seit neustem (es wird schlimmer - weswegen ich auch schreibe) auch extrem beleidigend, er geht auch einfach oft ganz unerwartet weg und über irgendwas sprechen (auch wenn es ihn nicht betrifft zB wenn ich ein problem habe) geht nicht.

ich hab es so oft probiert an ihn heranzukommen. aber immer relativ erfolglos. ich bin seit so vielen jahren an seiner seite und wüsste gerne wie ich ihn unterstüzen kann oder besser mit ihm umgehen kann? ihn direkt auf seine probleme anzusprechen und das ich mich sorge ging schon mal komplett in die hose und er will gerade auch nicht mit mir reden. denke das wird sich legen aber ich möchte es in zukunft besser machen. für ihn und für mich. vlt. wie ich am besten mit ihm rede/umgehe oder wie man am besten generell mit "solchen" menschen umgeht. ich denke nicht, dass ich ihn einfach so fragen kann. in den letzten Monaten ließ er so viel privates gar nicht zu.

kurz gesagt: ich würde gern wissen, warum er ist wie er ist um zu verstehen wie ich damit umgehen soll? vlt. habt ihr ja tipps. oder eine buchempfehlung im bezug auf kindheitsereignisse und wie es das leben als erwachsener beeinflusst.

vielen dank.

Antworten
a4ug2x33


Vor einer Stellungnahme müsste man deinen Freund hier "sitzen" haben und ihn zu seinen fast 30 Lebensjahren befragen können. Es gibt Gründe, warum er so ist wie er ist.

Von der Vorstellung, dass eine Partnerin ihren Partner verändern kann, rück mal ganz schnell ab. Das funktioniert nicht oder es kommen "dressierte Affen" dabei heraus.

Gibt es auch etwas an ihm was liebenswert ist?

aRlleDs-ok&aayx2


da er im moment seine phasen hat gerade weniges ;-)

in "klaren" momenten kann er aber ein sehr liebenswerter mensch sein aber irgendwann bekommt er dann ganz schnell wieder angst.

er hat mir mal erzählt, dass ihn das (die situation mit menschen) irgendwie belastet und hat dann ganz schnell wieder abgebrochen als ich darauf eingehen wollte. vlt. hab ich mich vorhin auch nicht gut ausgedrückt.

wie kann man denn damit umgehen bzw. wie kann ich mich besser auf ihn einstellen? so dass, wenn er denn überhaupt was ändern möchte, ich ihn stützen kann oder wenn er wieder kleine aussetzer hat wie schreien oder streit anfangen oder plötzliches weggehen, dass ich so reagieren kann damit ich nicht noch alles schlimer mache, weil ich zu wenig über das phänomen weiß? habe mir schon angewöhnt bei streits, wenn auch verletztend, komplett ruhig zu bleiben (und das ist nicht so einfach).

aMll_ess-xokay2


wobei ich hier noch ergänzen muss...auch bei ruhig bleiben stachelt er dann trotzdem weiter (also so richtig provozierend) als würde er das unbedingt wollen. falls jemand noch einen guten buchtipp o.ä. hat wie man am besten reagieren kann oder auf die eigenheiten eingehen kann wäre ich sehr dankbar.

BDenita=B.


Ihm jeddet doch gut damit, er kann rumspringen, wie er will, er muß doch gar nicht Rücksicht nehmen.

Warum läufst Du nicht erst mal 40 x ums eigne Haus rum und fragst Dich selbst, warum Du so bist, dass Du eigentliche einen Menschen haben willst, der anders ist. Warum kannst Du ihn nicht so nehmen wie er ist und wahrscheinlich auch bleiben wird....

Wenn er was ändern möchte an Kontakten, an Freundlichkeit, ist es an ihm sich für so was zu entscheiden.

So wie Du Dich entscheiden kannst, ob diese Art Mensch Dich bis zum 90. Geburtstag eigentlich nur nervt. Und warum Du so in einer Abhängigkeit steckst, dass Du da nicht was passerendes finden willst. Alles Entscheidungen, die man selbst für sich trift.

Niemals wird sich ein Mensch für Dich ändern. Nur für sich selbst. Sofern er überhaupt ein Interesse daran hat. Hier kann der Typ doch machen, was er will, ob Du beleidigt oder verletzt wirst, scheint ihm doch Banane zu sein. Warum sollte er dieses für ihn doch funktionierende Leben ändern ???

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