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Mutter hat akute Psychose - Wirkungseintritt von Lyogen?

NDestadxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Meine Mutter hat eine akute Psychose und erzählt die ganze Zeit total verwirrte Sachen.

Sie ist in ambulanter Behandlung und bekommt derzeit folgende Medikamente:

- Lyogen 6mg

- Imipramin 100mg

- Fluoxetin 20mg

- Mirtazapin 30mg

und als Notfallmedikament Lorazepam 1mg

Im Notfall hat der Arzt noch gesagt, dass sie zusätzlich 3mg Lyogen bei Bedarf einnehmen kann.

Jetzt wollte ich fragen, wie lange es bis zum Wirkungseintritt vom Lyogen dauern kann.

Das ist nämlich gerade unerträglich.

Ihr Arzt ist für eine Woche im Urlaub und sie traut sich nicht, zu einem anderen Arzt zu gehen, da sie Angst hat, eingewiesen zu werden.

Grüße,

Nestade

Antworten
H$aylepy cMx.


Kannst du den Wirkungseintritt nicht bei dem Vertretungsarzt erfragen?

Übrigens ist eine Einweisung manchmal auch das Richtige, nämlich dann, wenn eine akute Psychose zur totalen Belastung wird, für sie und für die Angehörigen. Eine psychiatrische Station kann in dieser Situation besser mit der Sache umgehen als ein überforderter Sohn.

Das soll nicht gefühllos klingen, im Gegenteil, ich kann mir vorstellen, was das für eine schwierige Lage ist.

S:pinSnerxin


Hallo Nestade,

Ihr Arzt ist für eine Woche im Urlaub und sie traut sich nicht, zu einem anderen Arzt zu gehen, da sie Angst hat, eingewiesen zu werden.

Vernünftig wäre es aber, zum Arzt zu gehen. Wer weiß, wie sich die Psychose noch entwickelt.

Wieso nimmt sie denn so viele unterschiedliche Antidepressiva? ???

Im Notfall hat der Arzt noch gesagt, dass sie zusätzlich 3mg Lyogen bei Bedarf einnehmen kann.

Jetzt wollte ich fragen, wie lange es bis zum Wirkungseintritt vom Lyogen dauern kann.

Verstehe ich das richtig, dass sie momentan statt nur 6mg die 9 mg Lyogen nimmt?

E3hema\liger{ Nut`zer (##467193)


Sollte sich das nicht bessern und die Situation, wie du selbst schreibst, akut sein, wäre auch eine Hospitalisierung eine Option?

NyesWtadxe


Hallo,

Danke erstmal für eure Antworten.

Ich persönlich habe ihr auch schon versucht zu erklären, dass es sinnvoller wäre, wenn sie jetzt freiwillig in eine Klinik geht.

Wenn das ganze schlimmer wird könnte es ja sogar passieren, dass sie in die geschlossene Abteilung kommt, was niemand will.

Das ganze ist auch nicht die erste Psychose... Sie war schon 2x in der Psychiatrie (1x davon in der geschlossenen), redet aber immer davon, dass sie zu Hause bleiben will.

Wieso nimmt sie denn so viele unterschiedliche Antidepressiva? ???

Das weis ich auch nicht wirklich. Ich glaube sie hat eine affektive Psychose. Vor ca. 6 Jahren hatte sie schon einmal so eine schlimme Psychose und hat dann einen Selbstmordversuch mit Tabletten unternommen, weshalb sie dann zwangseingewiesen wurde. Denke, dass sie deshalb so viele Antidepressiva bekommt.

Verstehe ich das richtig, dass sie momentan statt nur 6mg die 9 mg Lyogen nimmt?

Richtig. :)

Das soll nicht gefühllos klingen, im Gegenteil, ich kann mir vorstellen, was das für eine schwierige Lage ist.

Ich finde auch, dass sie in eine Klinik muss, aber mein Vater hat sich jetzt eine Woche Urlaub genommen und schaut nach ihr - wenn es nicht besser wird, muss sie wohl leider da durch.

S!pin-nerixn


Ich habe eine bipolare Störung, das ist einigermaßen nahe an der affektiven Psychose. Beim Thema Antidepressiva würde ich mal eine Zweitmeinung einholen, dass so viele kombiniert werden müssen habe ich noch nie gehört. ":/

Aber um die ursprüngliche Frage mal zu beantworten: Wenn sie schon Lyogen nimmt müsste theoretisch die höhere Dosis relativ schnell greifen. Vielleicht liest das hier aber noch jemand, der mit diesem speziellen Medikament Erfahrung hat.

Ich persönlich habe ihr auch schon versucht zu erklären, dass es sinnvoller wäre, wenn sie jetzt freiwillig in eine Klinik geht.

Ich finde auch, dass sie in eine Klinik muss, aber mein Vater hat sich jetzt eine Woche Urlaub genommen und schaut nach ihr - wenn es nicht besser wird, muss sie wohl leider da durch.

Das klingt recht vernünftig.

N"est)axde


Das ist doch ein schlechter Scherz...

Vor 4 Tagen ist die Krankheit erneut ausgebrochen.

Sie war 7 Wochen in einer psychiatrischen Klinik und wurde vor ca. einem halben Jahr entlassen - jetzt will sie natürlich nicht wieder in eine Klinik... Dieses mal kommt zu der Psychose noch eine Depression.

Derzeit bekommt sie Olanzapin 10mg (1-0-1-1) (Morgens - Mitteags - Abends - Nachts), was bisher keine Wirkung zeigt.

RBhelixa


Nimmt sie denn die Medikamente zuverlässig ein?

SIilxber


Hat das Olanzapin, falls sie es schon in der Klinik bekommen hat, damals die Psychose beseitigt? Ansonsten kann es nämlich sein, dass Olanzapin bei ihr nicht (genügend) wirkt und man noch weiter suchen muss. Es ist mühsam. :-( Bin ebenfalls Angehörige.

Ist sie denn momentan in ambulanter psychatrischer Behandlung, oder von wem bekommt sie das Olanzapin?

E`hemaligeNr/ NutzerR (U#46"94x85)


@ Nestade

hast ne PN

H}olgser69


Stell deine Mutter so schnell wie möglich, am besten sofort, in der psychatrischen Abteilung eines Krankenhauses vor. Du brauchst dafür keine Einweisung, Überweisung o.ä. Der Stationsarzt wird sich deine Mutter ansehen und entscheiden, ob eine stationäre Behandlung nötig ist. Warte bitte nicht, bis sie per Amtsarzt bzw. richterlichem Beschluss zwangseingewiesen wird. Olanzapin alias Zyprexa kann stationär auch gespritzt werden, um die akute Psychose schnell in den Griff zu bekommen.

N=estaDdxe


Hallo,

Also sie nimmt die Medikamente zuverlässig ein und sie befindet sich in ambulanter Behandlung bei einem niedergelassenen Arzt (der meiner meinung nach jedoch nicht viel taugt).

Das Olanzapin hat sie aufgrund der neurologischen Nebenwirkungen von Risperidon bekommen, welches abgesetzt werden musste.

Ich werde am Montag bei meiner Psychiaterin (habe Schlafstörungen) versuchen einen Notfalltermin für sie zu bekommen - die Psychiaterin ist Chefärztin einer großen und bekannten Psychiatrie.

Sie möchte es halt nach dem 7-Wöchigen Klinikaufenthalt unbedingt ambulant machen - aber das wird wohl nicht klappen.

Mir ist klar, dass ein stationärer Aufenthalt notwendig ist und ich hätte heute schon reagiert, aber mein Vater will das (noch) nicht machen, da sie ca. alle 6 Jahre eine solche Psychose bekommt und es 2x ambulant geklappt hat - jedoch kam es 1x zu einem Selbstmordversuch, weshalb ich das ganze gar nicht gut finde. Die Mischung aus Depression und Psychose ist meines Erachtens sehr gefährlich - bisher konnte ich jedoch keine Anzeichen für Suizidgedanken finden.

Grüße,

Nestade

N$est+adxe


Anmerkung: Zusätzlich bekommt sie noch Valproinsäure.

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