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diagnostik narzistische persönlichkeitsstörung

B0irke+nzNweig hat die Diskussion gestartet


hallo zusammen

ich habe den starken verdacht, daß mein ex-mann, von dem ich erst kurz getrennt bin, eine narzistische persönlichkeitsstörung hat. er hat auch mal einen test gemacht, der stark positiv ausfiel.

nun isses ja so, daß er sich seine welt so schönredet, wie ers braucht und eine andere realität hat, als zB ich.

jetz frag ich mich, wer diagnostiziert sowas (psychologe wahrscheinlich) und vor allem wie. wie erkennt der psychologe, daß da was faul is? wenn der betroffene doch alles ganz anders darstellt, als es is.

muss ja auch wenigstens ein ansatz von kraknheitseinsicht da sein, oder?

vielleicht können betroffene mal berichten.

danke schonmal

Antworten
B&irkyenDzwexig


:)D

agug23x3


Vorweg: hier darf keine Rechtsberatung erfolgen.

Selbst wenn ihr ein glückliches Ehepaar wärt: die Diagnose, von einer Fachperson gestellt, geht nur dem Betreffenden (also hier Ehemann, oder Ex-Ehemann) was an; die Diagnose erscheint als Schlüssel-Nr. auf einem Abrechnungsschein und ist beim Diagnostiker festgehalten. Sonst geht diese Diagnose niemanden auf dieser Welt etwas an!

Das ist umgekehrt ebenso - Facharzt Gynäkologie hat an einen Ehemann nix mitzuteilen, zu verraten oder was auch immer.

Alles fällt unter den Begriff "Arztgeheimnis".

Und erwarte nicht, du könntest im Trennungsverfahren mit einer Diagnose aus dem Psychologiebereich etwas erreichen.

J]anq7x4


Hier mein Sammelfaden zu dem Thema

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/702533/]]

und hier ein paar Infos

[[http://www.nicole-just.com/index.php/spezialisierungen/9-nicht-kategorisiert/94-narzisstische-gewalt]]

Normalerweise landen Narzissten allerdings nicht beim Psychologen, da ja nicht sie ein Problem haben, sondern der Rest der Welt. Das ist schon erstaunlich.

Es gibt auch "narzisstisch angehauchte" Leute, die noch ein Stück weit normal und einsichtig sind. Da kann sowas schon eher passieren.

Kblette&rpflaxnze80


Hier mein Sammelfaden zu dem Thema

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/702533/]]

Ihr Thema ist Narzismus bei ihren Eltern? Da hab ich wohl ihren Beitrag anders gelesen als du.

Normalerweise landen Narzissten allerdings nicht beim Psychologen, da ja nicht sie ein Problem haben, sondern der Rest der Welt. Das ist schon erstaunlich.

Es gibt auch "narzisstisch angehauchte" Leute, die noch ein Stück weit normal und einsichtig sind. Da kann sowas schon eher passieren.

Das halte ich doch für sehr fragwürdig, wenn das stimmen würde, gäbe es gar Niemandem mit der Diagnose narzistische Persönlichkeitsstörung, da die die zum psychologen gehen gar keine echten Narzisten sind, und die dies sind da nicht hingehen, ergo gäbe es für Psychologen Niemanden dem sie diese Diagnose stellen können. Ja es gibt ne Menge uneinsichtiger Narzisten, was du aber immer vergisst ist, dass je nach Kriterienkatalog und Definition (es gibt da beispielsweise die Unterscheidung zwischen primären narzisten, die wirklich glauben das sie großatzig sind und sekundären, die beide Seiten haben) Narzisten große Minderwertigkeitskomplexe und ein brüchiges Selbstvertrauen haben, was sie durch den Größenwahn und ständigen Drang nach bestätigung versuchen zu übertünschen und auszugleichen. Das sind dann keine narzistisch angehauchten normalen leute. Logischerweise findet man solche dann öfter bei psychologen. Meistens geht man davon aus, dass Narzisten dann zu psychologen gehen, wenn sie ihre Scheinwelt nicht mehr aufrecht erhalten können und depressionen verfallen. Dann kann es verrückterweise sogar zu Fehldiagnosen kommen, sodass Narzisten für Sozialphobiker gehalten werden. das heißt natürlich noch lange nicht, dass Narzisten dann einsehen, dass sie Narzisten sind, einen Burnout zu haben ist ja beispielsweise in usnerer Gesellschaft mittlerweile eher eine Auszeichnung. Desweiteren kann man auch zum psychologen gehen mit dem Ansatz die anderen sind schuld, solche Leute gibt es auch. Um das ganze zumindest ein bisschen empirisch zu untermauen (ja ich weiß es ist nicht repräsentativ, aber nicht völlig aus de rluft gegriffen und zeigt, dass es eben narzisten in kliniken gibt), ein Kumpel meinte mal bei ihm auf der Station für Persönlichkeitsgestörte in einer psychsosomatischen Klinik (die sind also freiwillig da) seien von an die 20 Patienten immer im Schnitt an die 2-3 Narzisten dabei, wobei die Borderliner ihre eigene Station in seiner Klinik haben.

ich habe den starken verdacht, daß mein ex-mann, von dem ich erst kurz getrennt bin, eine narzistische persönlichkeitsstörung hat. er hat auch mal einen test gemacht, der stark positiv ausfiel.

nun isses ja so, daß er sich seine welt so schönredet, wie ers braucht und eine andere realität hat, als zB ich.

jetz frag ich mich, wer diagnostiziert sowas (psychologe wahrscheinlich) und vor allem wie. wie erkennt der psychologe, daß da was faul is? wenn der betroffene doch alles ganz anders darstellt, als es is.

muss ja auch wenigstens ein ansatz von kraknheitseinsicht da sein, oder?

Was war das denn für ein Test? Und wenn er nur den test gemacht hat (online?) dann hat ihm das ja auch keiner diagnostiziert oder hast du mal was entsprechendes gesehen? Nur weil er eine andere Realität wahrnimmt als du, heißt das ja nicht das er so gar keine krankheitseinsicht zeigt, nur weil er bei dir so ist, muss er ja nicht bei anderen gerade bei fachpersonal so sein. Und Psychologen sind darauf geschult, Diagnosen zu stellen, wenn jemand bereit ist lange mit einem psychologen zu reden, kann da schon was rauskommen, also jemand der ne Psychose hat kann auch behaupten er habe keine und trotzdem kann man das eventuell diangostizieren. Aber naja wie gesagt, damit man mit nem psychologen redet, ist ind er regel zumindest die Einsicht da, dass irgendwas schief läuft. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass man zu der Diagnose kommt, ohne das Krankheitseinsicht vorhanden ist, nur dann wird aus der Therapie nix, außer man behandelt was anderes.

J"an74


Ihr Thema ist Narzismus bei ihren Eltern? Da hab ich wohl ihren Beitrag anders gelesen als du.

Nein, aber es geht ja um Infos zu dem Thema insgesamt. Beziehungsmuster innerhalb der Partnerschaft sind da auch nicht unbedingt anders als die zu den Eltern/Kindern.

Was Du ansonsten beschreibst ist die "narzisstische Krise".. wenn das Weltbild zusammenbricht und sich der gesamte Schein und die Kompensationsmuster nicht mehr aufrechterhalten lassen, alles zusammenbricht. Das kann auch einen Narzissten zur Therapie treiben, ja. Allerdings heisst das auch nicht unbedingt, dass er einsichtig wird. Aber das erwähnst Du ja selber auch.

B~irkkenzfweixg


@ aug233

Und erwarte nicht, du könntest im Trennungsverfahren mit einer Diagnose aus dem Psychologiebereich etwas erreichen.

das habe ich überhaupt nicht vor. es würde mir in der verarbeitung helfen

hier läuft alles ruhig ab, ohne rosenkrieg und anwalt

@ kletterpflanze

ja, es war ein onlinetest mit 80 fragen

das mit dem wahrnehmen der realität is ja nur ein kleiner bestandteil des ganzen. ich könnte hundert dinge aufzählen, die ich im zwischenmenschlichen bereich als nicht normal empfinde, das is echt ne palette, würde aber hier zu weit führen.

er hat auch nicht dieses selbstverliebte, das gar nich. aber die ausgeprägte unfähigkeit, sich in die lage der andern zu versetzen. ähnliche situationen laufen immer wieder gleich ab, obwohl ich hinterher jedesmal erklärt hab, warum das jetzt das und das mit mir oder xy macht

und er denkt immer an sich zuerst.

naja egal. er hat mich eh informiert, daß er das natürlich nicht hat und plötzliche taugen so onlinetests auch GAR nix mehr

J(anx74


Ich finds, beim Verarbeiten einer problematischen zwischenmenschlichen Beziehung, auch hilfreich, wenn man "wissenschaftliche Klarheit" darüber hat, was mit dem anderen krankheitswertig los ist, das Kind quasi einen Namen hat.

Vielleicht solltest Du hier mal exemplarische einige typische Verhaltens-Beispiele zeigen, damit man sich einen Reim darauf machen kann, was mit dem Herren los ist.

stchneUcke198x5


Aber wissenschaftliche Klarheit kann weder in einem Laienforum, noch durch Selbsttests gefunden werden. ;-)

Im Prinzip sind viele psychische Krankheiten für einen Laien wie das Horoskop - irgendwas passt immer. Da wäre ich sehr, sehr vorsichtig.

Gerade Persönlichkeitsstörungen sind so komplex, dass Diagnosen nur nach aufwändiger Diagnostik gestellt werden können. Und das auf gar keinen Fall von Laien!

J]an74


Eindeutig, aber als leidtragender Angehöriger hat man ja das Problem, dass der Gestörte sich nicht unbedingt der psychiatrischen Diagnostik unterzieht. Was dann tun?

Von daher, mehr als drüber plaudern und versuchen, ein schlüssiges Fazit zu ziehen, bleibt einem dann ja nicht. Wobei man dies wiederum auch mit Therapeuten tun kann. Meine Eltern sind da ja auch ein klassisches Beispiel. Mir bleibt ja auch nix übrig, ausser selber versuchen, herauszufinden, was da los ist.

sLchn<ecke1a98x5


Ich kann das mit dem Sortieren-wollen schon verstehen, aber im Grunde ändert es ja gar nichts an der Situation.

Fakt ist: Auf viele Dinge gibt es keine Antworten. Damit leben zu lernen, das ist sauschwer. Aber ich finde den ehrlichen Weg besser, als mir ggf. selber Dinge zu konstruieren, die im schlimmsten Falle auch mir selber ein verzerrtes Weltbild bescheren.

Und: Die Akzeptanz des Nicht-verstehen-könnens ist für mich ein wichtiger Faktor auf dem Weg dahin, die Person aus meinem Leben zu streichen. So lange man sich weiterhin den Kopf für den "Gestörten" zerbricht, ist das ein Hinweis darauf, dass man selber mit der Situation noch nicht klarkommt bzw. die nötige Distanz noch nicht aufgebaut hat.

Will heißen: Solche Spekulationen führen höchstens zur Gehirnzermarterung (auf Seiten des Angehörigen), an der Situation und für den Betroffenen ändert das aber nichts. Ist so ähnlich wie ein Grübelzwang, der ja auch nicht zielführend für die eigene Gesundheit ist.

Auch die Verletzungen der Vergangenheit gehen nicht weg, nur weil man sie irgendwie rationalisieren kann.


Meine ganz persönliche Meinung dazu ist: Es gibt auch einfach Menschen, die komisch oder böse sind. Mit nichts weiterem.

Und: Nicht Verstehen-Können kann man auch als eine Auszeichnung an die eigene Persönlichkeit verstehen. Ich bin zumindest ganz froh, dass ich z.B. einen Mörder nicht verstehen kann, weil das bedeutet, dass sich meine emotionalen / ethischen Zustände unglaublich weit weg von dem befinden, was der Mörder getan hat.

J<an7x4


Ich denke, man kann das nicht unbedingt verallgemeinern. Mir hat es z.B. sehr geholfen, den "roten Faden" im elterlichen Verhalten zu erkennen. Allein schon die Gegenwehr gegen die zahreichen An- und Übergriffe fällt mir viel leichter, wenn ich weiss, auf welchen geistigen Grundlagen das geschieht. Ohne meine Eltern "pathologisch" zu begreifen und dem konkrete Namen zu geben wäre ich da chancenlos, dafür ist das alles viel zu viel, intensiv und umfassend.

Kommt vermutlich auch stark drauf an wie nah die Person ist. Ein Lebensabschnittspartner hat für einen selber ja viel weniger Macht und Gewicht als das komplette System der Eltern, in dem man aufgewachsen ist. Aber auch um sich von jemandem loszulösen kann es durchaus helfen, wenn man das Krankheitsbild hinter seinem Verhalten erkennt (und damit z.B. in der Lage ist, permanente Liebesbekundungen als nichts weiter als manipulative Lügen zu entlarven, anstatt sich immer wieder und wieder neu darauf einzulassen, und immer wieder neu verletzt zu werden, weil man den anderen halt immer noch als "normale Person" beurteilt, weil man die Krankheit nicht erkannt hat bzw. sich selber nicht zugesteht, dem anderen Laiendiagnostisch den entsprechenden Stempel aufzudrücken).

Ich hatte letztes Jahr auch ein sehr unangenehmes Projekt mit einem sehr unangenehmen Kunden, der sich ebenfalls typisch narzisstischen Verhalten hat. Da hat mir das Wissen und das sich-zusammenreimen mit dem Fazit "der ist auch ein typischer Narzisst" ebenfalls sehr geholfen, ihn und sein manipulatives, drohendes Gerede zu interpretieren und mich entsprechend vernünftig zu positionieren/abzugrenzen. Ohne dieses Laienwissen.. viel gefährlicher.

Dem letzten Absatz kann ich aber auch nur zustimmen. Wobei ich das, was ich durchaus verstehen und nachfühlen kann, immer noch erschreckend genug finde.

aHug2G33


@ birkenzweig,

schau dir mal diese Internetseite der Hardtwaldklinik II in Bad Zwesten an, darin ist viel zur Frage "narzißtische Persönlichkeitsstörung" gesagt; Link: [[http://www.hardtwaldklinik2.de/narzisstische-persoenlichkeitsstoerung.html]]

Teile aus dieser Internetseite darf ich hier nicht zitieren, du musst schon alles selbst durchlesen - aber es gibt genügend Erklärungen darin wie eine Persönlichkeitsstörung entstehen konnte und wie sie sich zeigt.

Vielleicht hilft es dir dem Verhalten des Ex-Ehemanns eine Bezeichnung zu geben und damit hat es sich dann.

BYirkAenzxweig


uh, ihr wart aber fleißig.

ich schreíb wahrscheinlich morgen dann mal mehr dazu, heut hatte ich n 12 stunden tag und bin einfach nur durch

nur so viel: natürlich wird nach 4 monaten trennung und weiterlebens in WG einiges immer deutlicher, man reflektiert mit immer mehr abstand.. und

mir wurden immer so viel vorwürfe gemacht, ohne daß die leut wussten, was hier zu hause wirklich abgeht. das bringt jede menge selbstzweifel mit sich

natürlich habe ich auch fehler gemacht, aber wenn das wahr is, was ich vermute, dann bin ich nich allein die ganz blöde bzw war bei bestimmten dingen auch gezwungen, mich so oder so zu verhalten

und eigendiagnosen, selbsttests.. ich bin da sehr sehr skeptisch und geb nich viel drauf normalerweise. ich schau mir solche sachen genau an

ich bin krankenschwester, hatte psychologie in der ausbildung, hab mich shcon immer wahnsinnig dafür interessiert und viel mit dem thema beschäftigt und war wie gesagt selber krank mit generalisierter anststörung, schweren depressionen und einem familiären burnout - ich stell sowas also wirklich nich einfach so als kompletter laie total in den raum.

JOan7x4


schilder doch mal einige typische Verhaltensweisen zwischen euch beiden, darüber kann man dann ja konkret reflektieren.

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