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diagnostik narzistische persönlichkeitsstörung

S_orofmaxn


@ NotMichaelCaine

Wenn er tatsächlich ein diagnostizierbarer Narzisst ist, ist die leere Wohnung und allein sein ohne Inszinierungsmöglichkeit für ihn existenzbedrohend.

Dem würde ich zustimmen, NotMichaelCaine.

Das führt dazu, dass er sobald er die Möglichkeit bekommt alle Register zieht. Ich fürchte das werdet ihr in den Folgekontakten der ersten Monate bis er wieder eine Beziehung hat zu spüren bekommen. Könnte für Deine Kinder sehr schwer werden falls sie Kontakt halten.

Oder sein Hass richtet sich dann gegen ihn selbst. Mal als zwei von vielen Reaktionsmöglichkeiten.

@ Aurora

Das Problem bei Narzissten ist, dass sie sich ganz anders wahrnehmen, als Außenstehende. Die empfinden sich selbst z.b als total nobel, freundlich, unfehlbar und kein bisschen größenwahnsinnig, mittelpunktssüchtig oder manipulativ. Deshalb wird ein echter Narzisst bei einem Onlineselbsttest selten eine treffende Diagnose bekommen und immer als "gesund" durchgehen

Naja, die Onlineselbsttests haben dann halt wenig Qualität. Die guten (in der Klinik verwendeten) sind gegen Referenzmengen von Menschen geprüft, und arbeiten mit einem Zeitdruck, sodass intuitiv geantwortet werden soll ohne lang nachzudenken. Und die arbeiten oft mit Situationsbeschreibungen, wo gerade NICHT erkennbar ist: was wäre denn die richtige Antwort für das Ergebnis "kein Narzisst" oder das Ergebnis "eher narzisstisch". Und sie enthalten Kontrollfragen, die andere Antworten prüfen. Es bedarf hoher Intelligenz (und Vorbereitung) um diese zu täuschen. Zumal da hunderte Fragen drin sind. Wer die in der Bearbeitungszeit schaffen will, schafft es zeitlich nicht, sich alles logisch zu durchdenken und die Querabhängigkeiten zu erkennen. Und schaltet um auf intuitiv: und genau das will der Fragebogen.

weil er die Fragen einfach aus seiner eigenen Sicht beantwortet.

Das ist logisch und SOLL ja auch so sein. Der Fragebogen muss so gemacht sein, dass er mit der potentiell "verschobenen" Sicht/Persönlichkeit des Probanden arbeitet. Denn diese Sicht/Persönlichkeit will er ja prüfen. Sonst: naja, so ein Fragebogenergebnis ist auch nur ein Teil einer Diagnose.

Dasselbe gilt für die Diagnose bei einem Therapeuten. Wenn ein Narzisst doch mal in Depressionen verfällt, wird er sich dort auch eher als unverstandenes Opfer darstellen, die Wahrheit aus seiner Sicht erzählen und nichts sagen, was ein schlechtes Licht auf ihn werfen könnte. Das macht eine Diagnose schwierig und viele Therapeuten lassen sich schnell täuschen.

Die Wahrheit aus seiner Sicht ist das wertvollste, was der Therapeut einem Patienten "entlocken" kann. Es ist das Ziel, und nicht der Manipulationsversuch des Patienten, wie du es darstellst.

Der Rest liegt dann an der Intelligenz und Erfahrung des Therapeuten/In. Und den Ergebnissen von vielen Sitzungen und Fragen, die der Therapeut dann zusammenzieht.

Psychotherapeuten/innen kennen sich gut aus mit Lügen, Notlügen, Behauptungen, Schutzbehauptungen, Manipulationsversuchen, Motivationen, echten Gefühlen, vorgetäuschten Gefühlen, Körpersprache. Soviel Sachkunde sollte man ihnen zubilligen.

Ich würde eher sagen: die Diagnosen an sich sind in dem Umfeld schwer, weil sich auch der Mensch verändern kann. Ich würde das nicht als Vorwurf an nachlässige/sich täuschen lassende Therapeuten formulieren. Sie sehen kleine Ausschnitte des Verhaltens des Patienten, begleiten ihn/sie nicht rund um die Uhr.

B+irgkenzwxeig


natürlich sind diagnosen schwierig in dem fall und onlinetests nich soo aussagekräftig. aber der test war echt n guter und wir haben ihn zusammen gemacht, er hatte nich so viele möglichkeiten, zu manipulieren.

und er hat auch bereits ne neue freundin, nach 6 wochen.

leere wohnung-- er hat bereits die schrankwand, die ich mitnehme, weggeräumt, die wand gestrichen, sein zeug hingestellt. "damit ich nicht in ein leeres haus komme nach dem umzug"

jetzt steht alles noch mehr rum, als es eh schon tat,ich hab kaum platz für meine kartons. unser großer hat ihm gesagt, daß das zeit hat, bis ich raus bin, aber ihm war das egal. das nenn ich totale verdrängung.

erst gestern war er wieder nur das opfer. er macht eben alles falsch, dann sollen wir ihn halt abschreiben.. das kostet sooo viele nerven.

die kinder sind nich mehr so klein, sie sind 13,15 und 18

N.otMuichaevlCai?ne


Die Kinder zur gleichen emotionalen Trennung zu manipulieren, finde ich niederträchtig. Sie haben eigene Beziehungen zu ihren Eltern, und diese gehen ja weiter. Und sie dürfen sich ihre Meinung bilden über die Trennung der Eltern und deren Persönlichkeiten, aber bitte aus den Sichten beider Elternteile.

Aus der Sicht eines betroffenen Kindes: wenn tatsächlich eine narzistische Persönlichkeitsstörung vorliegt bedeutet das nicht, dass der unbetroffene Elternteil entfremden sollte, aber er sollte aus meiner Sicht für therapeutische Unterstützung der Kinder sorgen. Ich bin meiner Mutter unendlich dankbar, dass sie die Trennung für uns Kinder mit einem Familientherapieangbot untermauert hat. Natürlich ohne meinen Vater, der das ablehnte.

Ich brauchte einen größeren Abstand von meinem Vater, weil ich schon zu viel von seinen schädlichen Manipulationen verinnerlicht hatte, um mich ihm wenigstens irgendwie nahe zu fühlen, was er aufgrund seines Krankheitsbildes natürlich nicht anerkennen konnte. Als Kind ist es doppelt schwer normale Erziehungsmassnahmen von Manipulationen durch ein narzistisches Elternteil zu unterscheiden. Die unbewusste Selbstverunsicherungsolidarität die ein Kind da entwicklen kann damit es sich nicht alleine sondern geliebt fühlt, ist zerstörerisch und sehr schwer aufzulösen. Da wird Liebe mit völlig falschen Verhaltensweisen verknüpft. Darunter leidet buchstäblich jede Folgebeziehung, die jemand mit so einer Prägung eingeht.

Diagnostizierbarer Narzismus ist sicher nicht das schlimmste was einem Kind in einem Elternteil passieren kann, aber verharmlosen darf man sowas nicht, weil es sich auf die Beziehungsbildung der Kinder ihr ganzes Leben lang auswirken kann.

Da der echte Narzist selten freiwillig zum Test in eine Klinik geht wo Dritte ihn tatsächlich beurteilen können, sind betroffene Familienmitglieder häufig auf ihr unterschiedlich gut funktionierendes Bauchgefühl angewiesen. Ich würde einer Mutter raten lieber einmal mehr zur Familienberatung zu gehen, wenn sie sich nicht sicher ist, als zu glauben eine solche Prägung löse sich für Kinder durch eine Trennung von selbst auf. Zudem nehmen Narzisten solche Termine eher selten wahr.

Mein Vater wurde erst Anfang dieses Jahres diagnostiziert nachdem er einen Zusammenbruch hatte und in eine Klinik kam. Also über 10 Jahre nachdem wir "es wussten". Durch den Zusammenbruch konnte er seine Fäden nicht mehr in der Hand halten was jetzt rechtliche Konsequenzen hat. Die Realität hat ihn sehr schmerzlich eingeholt. Hätte er nur früher zugehört und Hilfe in Anspruch genommen.

Bqirk/enzxweig


@ NotMichaelCaine

also würdest du mir dringend raten, meine kinder zu einer "unterstützung" zu schicken?

wir haben ne tolle profamilia-einrichtung vor ort. und einen "lichtblick"

mein -mann- wirft mir ja vor, die kinder zu manipulieren, ich hingegen nenne es schadensbegrenzung. ich verteidige ihn nich, weil es dazu keinen grund gibt. (meine mutter hat meinen vater immer verteidigt, das hat mir nich gut getan) .. aber ich versuch auch, ihn nich schlecht zu machen. das macht er im grunde alleine durch seine opferrolle und dadurch, daß er mich vor ihnen oft als schuldige dastehen lässt. außerdem können sie schwer damit umgehen, daß er mich so schnell gegen eine neue ausgetauscht hat und ihm jetzt alles andere wichtiger is, als sie selbst. "ich muss halt meinen weg gehen"

BPirken?zweixg


nachtrag: ich weiß, daß ich meine fehler mache und auch,daß ich verletzt bin und gerechtigkeit will. dennoch bin ich wirklich bemüht, es für die kinder so einfach, wie möglich zu machen - egal, was es mit mir dabei macht. aber verteidigen kann ich ihn einfach nich, dazu macht er zu viel müll und ich hab da szu lange ausgehalten

N#otMicSh)aelNCaixne


also würdest du mir dringend raten, meine kinder zu einer "unterstützung" zu schicken?

wir haben ne tolle profamilia-einrichtung vor ort. und einen "lichtblick"

Mit damals 17 fand ichs nicht leicht mich zu überwinden, aber meine Mutter hat das mit uns durchgezogen. Es ist wichtig darüber zu reden war ihr Motto. Sich und die Kinder zu informieren schadet sicher nichts, gerade wenn ihr eine gute Einrichtung vor Ort habt. Selbst wenn dabei raus käme, dass alles "nicht so schlimm" ist und ihr nach 2-3 Gesprächen keinen weiteren Beratungsbedarf seht ist es besser als sowas wie wir es hatten unreflektiert stehen zu lassen.

Zwingen kannst Du Deine Kinder sicher nicht. Aber ihnen einfach das Angebot machen und Dich gut informieren. Als ich die ersten Beratungstreffen hinter mir hatte zu denen uns meine Mutter schleppte, wollte ich weitere Unterstützung. Mein jüngerer Bruder hat sich dagegen entschieden. Ich und mein älterer Bruder waren am Ende beide in Einzeltherapie. Wir kämpfen deutlich weniger mit Selbstwertproblemen wie es mein jüngerer Bruder tut. Kann Zufall sein. Er ist sicher auch introvertierter als wir beide. Trotzdem kann ich aus meiner Sicht nur sagen: Ich bin unendlich dankbar für die Möglichkeit.

Bwirk~enzwxeig


hm.. okay.. ich werds mir überlegen

SZoromxan


Ich habe mal ein paar Zitate zusammengestellt, was mir so aufgefallen ist:

so wars immer, ich kritisiere was, und bin sofort die angeklagte danach %-|

ich wills ja gar nich so schlecht machen, aber ich wills zum einen verstehen und zum anderen gerechtigkeit.. weil ICH bin dran krachen gegangen und die situation jetzt is beschissen. er sieht das nich,er sieht nur sich

aber verteidigen kann ich ihn einfach nich, dazu macht er zu viel müll und ich hab da szu lange ausgehalten

das macht er im grunde alleine durch seine opferrolle und dadurch, daß er mich vor ihnen oft als schuldige dastehen lässt.

Klar, auch wenn so eine Text-Auswahl immer selektiv ist: schau, dass du seine zur Schau gestellte Opferposition, die dich doch so sehr stört, nicht auf dich übernimmst. Im Kampf darum, wer mehr gelitten oder die größeren Opfer gebracht hat.

Ich fand den Modus passend: welchen Teil der Verantwortung übernimmt der eine Ex-Partner, welchen Teil übernimmt der andere an Handlungen, Nichthandlungen, (Fehl-)Entscheidungen, eigenem (Fehl-)Verhalten. Und davon schreibt jeder seine Liste. Das muss weder deckungsfrei sein, noch komplett, wenn man es zusammensetzt. Es soll auch nichts rechtfertigen, oder den anderen verteidigen, ich sehe es als Mittel, zumindest das Maß an Versöhnung zu erreichen, dass beide die Trennung besser verkraften. Ich finde, wer noch genug Restvertrauen hat, bespricht die Listen zusammen. Ggf. auch mit Kindern, die damit schon etwas anfangen können.

Und das Denken in eigenen Ansätzen zur Problembewältigung, wie es NotMichaelCaine vorgeschlagen hat, finde ich sehr hilfreich. Die Beschreibung des Verhaltens des Ex-Partners dabei im folgenden durch eine "eigendiagnostizierte narzisstische Persönlichkeitsstörung" abzukürzen, fände ich dabei nicht hilfreich. Sondern eher mit einigen Beispielen zu arbeiten, und die Charakterauffälligkeiten/Persönlichkeitsmerkmale auch erstmal dadurch zu charakterisieren.

Es gibt auch narzisstische Persönlichkeitsmerkmale (ohne Leidensdruck für den Träger), ohne dass zu diesem Zeitpunkt eine entsprechende Persönlichkeitsstörung im engeren Sinne vorliegen muss.

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