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Ich und mein Leben

S.turxer hat die Diskussion gestartet


Der Text ist definitiv zu lang aber es wird ja keiner gezwungen, ihn zu lesen. :-)

Ich habe sehr lange gezögert, mich in einem solchen Forum anzumelden. Habe zwar schon in diversen anderen Foren und Unterforen still mitgelesen aber der Drang, sich einfach mal auszutauschen, ist doch ziemlich groß im Moment. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass mit mir was nicht stimmt (psychisch gesehen). Meine Vermutung ist, dass ich eine Art von Depression habe, die Phasenweise auftritt aber vielleicht sollte ich einfach erst mal was über mich erzählen.

Ich bin Mitte zwanzig und männlich. Ich habe bereits zwei abgeschlossene Ausbildungen und übe derzeit auch den Beruf aus, den ich zuletzt gelernt habe. Vor ca. zwei Jahren hatte ich mich dann entschlossen, nebenberuflich mein Abitur an einem Abendgymnasium nachzuholen und bin auch noch dabei. Und hier beginnt eigentlich auch schon... naja, das "Problem". Es fällt mir schwer, das irgendwie in Worte zu fassen aber ich habe ja bereits zwei abgeschlossene Ausbildungen und dachte nach der zweiten auch, dass wäre das, was ich mir so vorgestellt habe oder anders ausgedrückt, es ist etwas "vernünftiges" womit man leben kann. Irgendwann kam aber das Gefühl auf, dass ich doch mehr rausholen könnte. Wobei ich so langsam eher der Meinung bin, dass ich mir das Ganze nur einrede, weil ich kein erfüllendes Privatleben habe.

Im Grunde habe ich eine mehr oder weniger intakte Familie und auch ein paar Freunde, mit denen ich ab und zu mal etwas unternehme und wenn mal nicht, stört mich das alleine sein am Wochenende nicht wirklich (Bin vom Typ her eh etwas ruhiger). An materiellen Dingen fehlt es mir auch nicht und trotzdem bin ich nicht wirklich zufrieden. Diese Unzufriedenheit habe ich schon länger. Anfangs dachte ich, es liegt daran, weil ich noch nicht den richtigen Beruf gefunden habe (daher auch die Abendschule). Das aber hat nichts an meinem Befinden geändert, eher verschlimmert, aufgrund des Stresses. Dann dachte ich, es liegt daran, weil ich noch zuhause wohnte, also eine Wohnung gesucht und ausgezogen (Hat gefühlt auch nichts geändert). Nun denke ich, es liegt vielleicht an einer fehlenden Beziehung aber ob das was verbessern würde weiß ich nicht, denn das hatte ich mir ja durch die anderen Dinge auch erhofft.

Diese Unzufriedenheit führt dazu, dass ich gerne Tagträume und viel über die verschiedensten Sachen nachdenke/grüble. Gesundheitlich geht es mir eigentlich gut, außer dass ich schlecht schlafe und immer müde bin, selbst am Wochenende, wo ich ausschlafen kann/könnte. Des Weiteren bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ein geringes Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl besitze wobei ich hier nicht die Ursache kenne, da ich keine schlimme Kindheit oder so was hatte. Ob das Anzeichen einer Depression sein könnte, weiß ich nicht. Im Internet gibt es dazu ja zig Theorien usw. (Innerlich erhoffe ich mir das wahrscheinlich, um eine Erklärung zu finden).

Hmm, was sonst die eigentliche Intention dieses aneinander reihen von Wörtern war, weiß ich nicht mehr. Naja, es war aber schon interessant, mal was über sich selbst zu Papier (auch wenn digital) zu bringen.

Antworten
m?ondz+stRernxe


Der Text ist definitiv zu lang aber es wird ja keiner gezwungen, ihn zu lesen. :-)

Mir ist er zumindest zu lang, das stimmt.

Aber es gibt bei Med1 auch viele fleißige User, die auch lange Texte lesen. Wenn Du genug Geduld aufbringst, wirst Du sicherlich noch Antwort bekommen.

:)*

Eshema=liger N6utzer (#4Q67193)


Manche Menschen verspüren einfach diese Unzufriedenheit, auch Unruhe und sind quasi "immer auf dem Sprung". Ich würde das jetzt nicht mal als konkretes psychisches Problem sehen.

H oney91_.mLit=_Mini13


Lang finde ich den Text nicht. Immerhin bin ich fähig Bücher mit mehr als 1000 Seiten zu lesen ;-D

Was ich mich bei deinem Text aber frage: wo genau ist das Problem?

Okay du schläfst schlecht und fühlst dich dadurch immer müde.

Hast du mal körperliche Ursachen Abchecken lassen?

Wie sieht es mit Sport und Ernährung aus? Auch das kann sich auf Schlaf und Gesundheit Auswirken.

Prinzipiell liest sich dein Text erstmal nicht so als wäre es eine "Depression" sondern eher nach "nur" schlechter Laune ":/

N.or[dix84


Für mich läuft es im Kern darauf hinaus: Woraus beziehst du Erfüllung und Freude ? Das kann die Arbeit sein, die soziale Interaktion mit Freunden (egal ob jetzt das in den Club gehen oder eher das gemeinsame grillen), der Sport, ehrenamtliche Tätigkeiten oder auch ein Hobby. Eine Beziehung gehört ehrlich gesagt nicht dazu denn wenn du eine Frau brauchst um dich "vollständig" und "glücklich" zu fühlen dann läuft was schief, das funktioniert einfach nicht.

Für mich persönlich ist Arbeit z.B. nur Arbeit, es ist nichts was ich völlig widerwillig mache aber freiwillig ohne Bezahlung würde ich hier nicht hin gehen. Ich verdiene damit einfach nur meinen Lebensunterhalt und die erfüllenden Dinge kommen eben nach Feierabend, am Wochenende oder im Urlaub. Bei dir habe ich gerade den Eindruck als hättest du bisher versucht deinen Job so zu verbiegen das er dich glücklich macht, das funktioniert aber nunmal nicht bei jedem.

M9ilky5_e7x7


Ich würde an deiner Stelle versuchen, anstatt im Beruf im privaten die "Erfüllung" bzw. was Positives zu finden.

Ein neues tolles Hobby und/oder neue Leute kennen lernen, reisen.....

N`ordiF84


im privaten die "Erfüllung" bzw. was Positives zu finden

Das meinte ich. Der Job ist nur zum Geld verdienen da und die Beziehung ist die Schlagsahne auf dem Kuchen (=erfülltes Privatleben). Aber nur Schlagsahne ohne Kuchen is auch nix, da wird einem bloß schlecht.

S]turxer


Hmm, vielleicht versuche ich wirklich unbewusst, diese dauernde Unzufriedenheit damit zu bekämpfen, den "richtigen" Beruf zu finden (jetzt halt mittels Studium). Das ich noch versuche studieren zu gehen hat aber vermutlich auch mit meinem sozialen Umfeld zu tun. So gut wie alle meine Freunde studieren, nur ich nicht. Das erzeugt innerliches Gefühl, nicht auf dem selben Level zu spielen (Ist objektiv gesehen wahrscheinlich blödsinn).

Keine Ahnung, irgendwie bin ich im Moment planlos... und das mit 24 Jahre. Eigentlich dachte ich, ich wäre schon reifer.

Achso, und vielen Dank für eure Antworten. :-)

NKordkiR8<4


Ja und dann ? Dann studierst du und gehst wahrscheinlich an der Doppelbelastung (Studium plus Job) zugrunde. Und das nur damit du sagen kannst "ich hab studiert" und ohne klares berufliches Ziel ? Denn "glücklich werden" ist nichts weswegen man studieren muss. Pack doch mal auf den Tisch, was machst du im Moment beruflich, was willst du studieren und was willst du nach dem Studium beruflich machen um zufriedener zu werden ?

M)osq4uit%


[...] In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass mit mir was nicht stimmt (psychisch gesehen). Meine Vermutung ist, dass ich eine Art von Depression habe [...]

Warum willst Du unbedingt eine Diagnose? Gaebe sie Dir Halt?

Tagtraeumen finde ich uebrigens gut. Pick Dir doch das raus, das Dich.besonders oft beehrt, und "folge" der Faehrte.

___________

Signatur:

Geh' zum Arzt.

SqturPer


Ich arbeite im Moment im öffentlichen Dienst und würde gerne in die Verkehrsplanung, also sprich Verkehrsingenieurwesen studieren. Ob mich das glücklicher macht, weiß ich erst dann, wenn ich es mache. Interessieren tut mich dieses Aufgabengebiet auf jeden Fall, wäre aber eine komplett andere Richtung, als ich bisher gerlernt habe (Verwaltungsbeurf).

S5t*urexr


Nachtrag:

Ich glaube, ich jammere auf einem ziemlich hohen niveau :|N

CMranxk1


Erstens darf hier durchaus auch gejammert werden und zweitens finde ich nicht, dass Du übermäßig jammerst, sondern Dich und Deine derzeitige Unzufriedenheit, einen Namen geben möchtest, sprich Ursachenforschung.

Du suchst nach dem sprichwörtlichen Sinn des Lebens, bzw. etwas, was Dich erfüllter und glücklicher macht, als es Dir bis jetzt möglich war oder ist.

Da stehst Du nicht alleine da. Aber hier geht es ja um Dich!

Du solltest tatsächlich versuchen ,mehr unter Leute zu gehen, neue Hobbys suchen, Dich mit anderen mehr austauschen, um eventuell dadurch neue Interessen in Dir zu wecken, die Du bis dato noch nicht kennst oder bewusst wahrgenommen hast.

Wenn Du Dich dagegen überwiegend in Gedanken verlierst, dann kann daraus auf Dauer ein böser Teufelskreis werden, der Dich nurn och mehr herunter zieht.

Du siehst ja selber, dass Du schon mit Schlafproblemen zu kämpfen hast.

Versuche Dich in neuen.

Und was der Vergleich mit Deinen ganzen Bekannten wegen Studium und so betrifft, kann ich auch nur sagen, gehe Deinen eigenen Weg und nicht den von anderen oder der Masse, wenn Du nicht wirklich davon überzeugt bist.

Du bist auch ohne Studium nicht weniger Wert, als andere. Diesen "dummen" Vergleich solltest Du Dir sofort wieder aus dem Kopf schlagen. ;-)

MlongeRr


Das liest sich für mich ziemlich danach was ich auch habe / hatte. Objektiv eigentlich alles gut (Freunde, Beziehung, Familie und Job, Gesundheit...), aber es bleibt eine Unruhe / Unzufriedenheit. Der wahre Grund dafür ist in meinen Augen immer, dass viele Menschen ihr echtes Glück in äußeren Umständen suchen (Geld, Beziehungen, etc.) und dies dort nicht finden. Die wahre Zufriedenheit und das Mit-sich-im Reinen sein kann aber nur aus uns selbst, von innen kommen. Da wir in hektischen Zeiten aber nur selten zur Ruhe kommen, hören wir nicht mehr auf unsere innere Stimme, die uns sagt was gut für uns ist.

Mein Tipp an dich ist, dich mal im Bereich Achtsamkeit und Meditation umzuschauen. Dazu gibt es jede Menge Bücher, um sich erst einmal in die Materie einzulesen und dann auch mit Übungen anzufangen. "Meditation für Dummies" ist für den Anfang super dafür geeignet.

Sztu)rexr


@ Crank1

Danke für die Worte. Das was du nennst, ist eigentlich genau das, was ich meinte es aber irgendwie beim Verfassen des Eingaspostet nicht greifen konnte: Der Unzufriedenheit ein Gesichtgeben. Zum ständgen Vergleich mit anderen: Ich weiß, dass das für einen selbst nicht gut ist und ich versuche das auch abzustellen, aber so richtig gelingen tut mir das nicht. Zu mal wir ja auch in einer Gesellschaft leben, in der Kokurrenz überall zu finden ist.

@ Monger

Den von dir genannten Aspekte finde ich ziemlich interessant und sind es auf jeden Fall wert, genauer von betrachtet zu werden. Vielleicht bin ich in der Tat zu sehr darauf fixiert, meine Unzufriedenheit durch Äußere Einflüsse abzustellen. Wobei ich zugeben muss, dass mir die Nähe eines Partners schon fehlt. Die letzte Beziehung (falls man das überhaupt so nennen darf ;-D ) ist schon sehr lange her.

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