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Vom Wesen der Hochbegabung...

pTeqlzti9er8x6 hat die Diskussion gestartet


Ich nehme in den letzten Jahren zunehmend eine Tendenz zum inflationären Gebrauch der Bezeichnung Hochbegabung wahr.

Nun sollte ich hier kurz mein Verständnis von Hochbegabung schildern: Hochbegabung ist für mich, abgesehen von der gültigen Definition der hohen Intelligenz (wobei es da schon wieder sehr schwierig wird, weil weder das Abstraktum Intelligenz in letzter Konsequenz definiert noch Intelligenz im eigentlichen Sinne "gemessen" werden kann werden) eine bestimmte Art des Denkens. Wie diese bestimmte Art des Denken objektiv aussieht und gemessen werden kann, liegt noch völlig im Dunkeln.

Ich habe aber den Eindruck, dass inzwischen viele sich als hochbegabt verstehen bzw. so "diagnostiziert" werden, die in früheren Zeiten einfach als "schlaues Kerlchen" gegolten hätten - und das auch weitestgehend unabhängig vom Bildungsabschluss, sozialer Stellung sowie Persönlichkeitsmerkmalen - jedoch prinzipiell nicht viel anders denken als ein durchschnittlich intelligenter Mensch. Die Qualität ihres Denkens differiert also nicht von der des durchschnittlich Intelligenten - es ist wohl eher eine Veränderung der Quantität, der Menge der maximal gleichzeitig ausführbaren Denkprozesse (z.b. über eine verstärkte Synapsenbildung), die sie überdurchschnittlich intelligent machen.

Wirkliche Hochbegabung ist aber für mich weit mehr als eine überdurchschnittliche Intelligenz mit normalem Denkmuster. WAS genau einen wirkliche Hochbegabung ausmacht, das ist ja nicht einmal der Wissenschaft vollständig klar.

Sicher: neurobiologisch gesehen hat eine höhere Intelligenz etwas mit einer verstärkten Synapsenbildung zu tun - aber viel mehr als das weiß man auch schon nicht. Interessant in dieser Hinsicht ist ja das Phänomen der Savants, die in einem ganz bestimmten Bereich Spitzenleistungen erbringen, wobei in der überwiegenden Mehrheit der Fälle insgesamt eine geistige Behinderung und oft ein Autismus vorliegt. Hier stellt sich die Frage, ob die Annahme stimmt, dass eine Hochleistung immer oder ausschließlich ein Resultat komplexer Vorgänge im Gehirn ist - oder ob nicht vielmehr eine Simplifizierung des "Denkprozesses" die eigentliche Voraussetzung für absolute Hochleistungen (zumindest in einem Teilbereich) sind. Ähnlich wie bei komplexen Verschaltungen, die zwar dann auch komplexe Prozesse durchführen können, jedoch durch genau diese Komplexität auch eine nicht überwindbare absolute Leistungsgrenze haben.

Interessanterweise beschreiben gerade Menschen, bei denen das Prädikat hochbegabt eindeutig zutrifft, Dinge, die die Theorie untermauern könnten, dass die veränderte Art und Weise des Denkens die Ursache der Hochbegabung ist, die in einer " genialen Simplifizierung des Denkweges" liegen könnte - und nicht ein bloßes "Mehr" von Denkprozessen infolge verstärkter Synapsenbildung. Diese Menschen beschreiben oftmals eine völlig andere Art der Wahrnehmung, und , wenn z.b. gefragt, wie sie auf eine bestimmte Theorie kamen, oder wie sie eine schwierige Rechnung bewältigten, können sie das in vielen Fällen nicht genau erklären.

Es ist, als erschiene Ihnen die Lösung beim Denken plötzlich vor dem inneren Auge, und häufig ist dies begleitet von anderen Wahrnehmungen (z.b. visueller Natur - ein mögliches Stichwort dazu: Synästhesie). Es scheint also vielmehr eine intuitive Art des Denkens zu sein als ein willentlich gesteuerter bzw. steuerbare Prozess. So mag es sein, dass das konzeptionelle Denken, das hochkomplexer Vorgänge im Gehirn bedarf und für den durchschnittlichen Menschen evolutionstechnisch gesehen wichtig und sinnvoll für das Überleben ist, wie eine Art Schleier fungiert, der die wahren Kapazitäten des Gehirns verbirgt. Für den durchschnittlichen Menschen ist es eben wichtiger, alles, was er wahrnimmt, sofort unbewusst kategorisieren zu können. Der Preis dieser sehr nützlichen Vorrichtung ist eine absolute Leistungsgrenze, wobei jedoch die individuelle Leistungsgrenze diese - je nach Veranlagung - im Falle von unterdurchschnittlicher bis durchschnittlicher Intelligenz unterschreitet oder im Falle von "nur" überdurchschnittlicher Intelligenz erreicht.

Die Menschen, die über weniger Filter verfügen und damit weniger konzeptionell (und wenn man so will - im ersten Schritt nach heutigem Verständnis weniger komplex) denken, sind zwar je nach Ausprägung einerseits einer mehr oder weniger großen Reizflut aussetzt, anderseits aber gerade dadurch in der Lage, eine größeren Teil des Hirnleistungs-Potentials zu nutzen. Wie genau, da bleibt natürlich unklar; hier muss es noch eine völlig unbekannte weitere Größe geben. Diese veränderte Wahrnehmung mag auch der Grund dafür sein, dass Asperger Autisten oftmals überdurchschnittlich intelligent bzw. hochbegabt sind. Und warum nicht jede Hochbegabung automatisch sich in Hochleistungen (in allen Bereichen) niederschlägt, denn es scheint eine Grenze bei der Verträglichkeit dieses unzureichenden Filters zu geben, unter der das Nutzen dieses Potentials - zumindest in unserer Lebensform - nicht mehr (uneingeschränkt) möglich ist. Umgekehrt heißt das aber nicht, dass Hochbegabung automatisch mit psychischen und sozialen Problemen einhergehen muss, und ganz oft, wie es heutzutage ebenfalls suggeriert wird, mit ADS und Co einhergehen muss. Im Gegenteil - in vielen Fällen äußert sich Hochbegabung tatsächlich in herausragenden Leistungen, siehe Albert Einstein und Co.

Es könnten letztlich viele Faktoren dafür ausschlaggebend sein, wo die individuelle Grenze der Verträglichkeit des unzureichenden bzw. mangelnden Filters liegt. Und nicht jeder, der ADS und ADHS (was ebenfalls Modediagnosen geworden sind) hat, ist hochbegabt und hat eine der Hochbegabung assoziierte veränderte Wahrnehmung. Eine veränderte Wahrnehmung und eine (zumindest zum Teil daraus resultierende) andere Denkweise sind imho der wahren Hochbegabung inhärent, aber eine (mit dem Durchschnitt der Bevölkerung verglichen) veränderte Wahrnehmung alleine bedingt nicht automatisch eine Hochbegabung.

Um auf die Frage des Fadentitels zurückzukommen: Hochbegabung ist für mich etwas, was man nicht allein an überdurchschnittlicher Intelligenz und noch weniger allein an einem IQ Test festmachen kann, wie es heutzutage aber üblich zu sein scheint. Ebenso wenig aber teile ich die dazu gegenläufige Meinung, dass es verschiedene Arten von Intelligenz bzw. Hochbegabung gebe, so dass ein Mensch z.b. also auch isoliert emotional oder künstlerisch hochbegabt sein könne, ohne Gemeinsamkeiten mit denen, deren kognitive Intelligenz vermeintlich ein IQ Test messen kann.

Ich glaube vielmehr, dass all den "wahrhaft hochbegabten Menschen" - neurobiologisch gesehen - EINE bestimmte Art und Weise des Denkens zu eigen ist, die sich natürlich dann in unterschiedlichen Bereichen (besonders) manifestieren kann.

Wahre Hochbegabte finden sich meiner Meinung nach also viel seltener, als heutzutage die Psychologen, die Hochbegabung per IQ Test (zum Teil wie eine Erkrankung) "diagnostizieren", uns suggerieren wollen.

So, und nun darf jeder, der will, ebenfalls seine Gedanken zu dem Thema äußern...bin mal gespannt...

Antworten
Ddie Ke/ltin


Ich denke, dass selbst hochbegabte Wesen mit einem IQ von 140.....gewisse Intelligenzschwächen haben, die sich vor allem im zwischenmenschlichen Bereich bemerkbar machen....eben in Form von autistischen Zügen, ADHS usw. Nicht immer geht Hochbegabung damit einher, aber man stellt doch sehr oft gewisse Verhaltensauffälligkeiten, vor allem in der Interaktion mit anderen Menschen fest.....

Solche Leute werden oft von anderen in der Schule gemobbt und ausgegrenzt, weil sie überheblich 'rüberkommen und sich ständig über andere stellen. Sie haben oft ein schlechtes Sozialverhalten, können sich nicht gut in andere hineinversetzen und nicht die schönen und einfachen Dinge des Lebens genießen. Sie müssen immer heraushängen lassen, dass sie hohe Ansprüche haben und etwas Besseres als andere sind! Leide vergessen sie dabei, dass sie deswegen keine besseren Menschen sind und auf andere Art genauso viele Defizite haben und genauso viele Fehler im Leben machen wie andere.

Dann lieber einen IQ von 100-120, mit dem man eher "auf dem Boden" bleibt und sich bzgl. seiner Intelligenz und seiner sozialen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Leuten realistisch einordnen kann! *:)

Cqotmraxn


Ich nehme in den letzten Jahren zunehmend eine Tendenz zum inflationären Gebrauch der Bezeichnung Hochbegabung wahr.

Vor allem bei Müttern, wenn sie über ihre eigenen Kinder sprechen ;-D .

Ich kann auch IQs nicht mehr hören. Am Ende der Grundschule war mein Jahrgang Kandidat bei so einem PISA-Vorläufer. Der IQ, der bei mir rauskam, den weiß ich gar nicht mehr. Mit 13 hab ich dann mal im P.M.-Magazin einen Test gemacht für die Aufnahme bei "MENSA". Mein Ergebnis war, dass ich so viele Aufgaben korrekt gelöst habe, dass ich mich bei MENSA hätte bewerben dürfen. Mit 15 kursierte unter Kumpels ein Taschenbuch mit einem riesigen ausgetüftelten IQ-Test. Das hab ich mir auch gekrallt und habe bei so vielen Aufgaben versagt, dass ich keine Lust mehr hatte. Trotzdem habe ich ein ordentliches Abi und beherrsche beruflich 4 Programmiersprachen und unterschiedlichste APIs.

Alles Humbug, die Schattierungen sind fließend. Von total unvermögend bis genial. Ich finde einen Tosin Abasi an der Gitarre absolut hochbegabt, hab aber keine Ahnung, ob er imaginäre Zahlen versteht. Dafür ist der Onkel meiner Frau geistig behindert (Trisomie-21), kann aber ohne Uhr immer die Zeit auf 30 Minuten genau sagen. Das macht mich auch baff...

Warum man also eine künstliche Gruppe der "Hochbegabten" schaffen muss erschließt sich mir nicht.

d*evil%ind;isguise


Ich denke, daß der gemessene IQ wenig über Hochbegabung aussagt. Dafür ist der zugrundeliegende Intelligenzbegriff zu beschränkt bzw. er liegt quer zum Phänomen der Hochbegabung. Der IQ sagt eher etwas über die zu erwartenden Schulnoten aus (abgesehen vom Phänomen des Underachievers aufgrund von Langeweile, psychischer Belastung, ADHS u.Ä.) als über Hochbegabung.

Was du, Keltin, beschreibst, kenne ich nicht von Menschen, die tatsächlich hochbegabt sind (nach dem, was ich darunter verstehe), sondern von solchen, die als hochbegabt GELTEN und daher auch in entsprechende Schulen oder Förderprogramme kommen: Das sind einfach solche SchülerInnen, die sehr gute Noten haben und dazu ein Elternhaus mit sehr hohem Sozialstatus. Klischeehaft gesagt: Die besuchen dann St. Afra und belegen einen zusätzlichen Chinesischkurs.

Tatsächliche Hochbegabung - so wie ich sie verstehe - äußert sich nur dann in guten Schulnoten, wenn die "Betroffenen" gelernt haben, konventionelles Denken sozusagen als Zweitsprache anzuwenden und/oder wenn es Personen gibt, die in der Lage sind, von der Norm abweichendes Denken nicht automatisch als "falsch" einzuordnen, sondern auf seine tatsächliche Qualität zu prüfen und ggf. zu honorieren. Leider ist das zweite relativ selten der Fall. Ich habe jetzt eher das Beispiel Uni vor Augen: Da fallen mir eine ganze Reihe von Fällen ein, in denen Studierende eigenständige Forschungsleistungen erbracht haben und damit schlechte Noten bekamen bzw. durch Prüfungen gefallen sind - weil sie (bei völlig korrekter, begründeter und nachvollziehbarer Anwendung der entsprechenden Methoden!) auf andere Ergebnisse gekommen sind als der Mainstream oder gar, um Himmels Willen, etwas ganz Neues herausgefunden hatten.

Soweit Personen, die ich kennengelernt habe und für hochbegabt halte, soziale Probleme hatten, lag das nicht an irgendwelchen Defiziten ihrerseits, außer vielleicht an (teilweise) sehr zurückhaltendem Auftreten. Weil es einen auf Dauer frustriert und verschüchtert, immer und immer wieder auf Unverständnis zu stoßen. Das Unverständnis der anderen bezieht sich in diesen Fällen nicht auf auffallendes Verhalten (komische Kleidung, Klassenkaspertum...), sondern auf "komische Bemerkungen" und "exzentrische Meinungen", die einfach einem anderen, oft schlicht konsequenteren Denken entspringen.

Möglicherweise ist es das, was ich als Hochbegabung bezeichnen würde: Die Fähigkeit (vielleicht sogar der Zwang), weiterzudenken bis zur letzten Konsequenz, die der eigene Intellekt zuläßt, gepaart mit einem Intellekt, der seine Grenzen in den Grenzen der Logik, des Gedächtnisses und ähnlicher innerer Gegebenheiten findet, nicht aber in den Grenzen der Konvention. Wer innerhalb des Konventionellen bleibt, den würde ich als "sehr, sehr intelligent" oder "sehr leistungsfähig" bezeichnen, aber nicht als "hochbegabt".

CRomrxan


Klischeehaft gesagt: Die besuchen dann St. Afra und belegen einen zusätzlichen Chinesischkurs.

Der Chinesischkurs ist genauso wie Klavierstunden ja kein Anzeichen von Hochbegabung, sondern ehrgeiziger und solventer Eltern. Wie du schon sagtest. Man brüstet sich, weil man's kann.

Kinder, die von Anfang an gefördert werden, legen ein unglaubliches Lernpensum an den Tag. Das problemlose zweisprachige Aufwachsen ist nur ein Beispiel von vielen. Das geht alles, aber manchmal eben auch auf Kosten der Kindheit.

Echte "Wunderkinder" sind für mich die, die es später im Leben ohne Förderung einfach draufhaben.

mWar6ipoxsa


DieKeltin

Ich denke, dass selbst hochbegabte Wesen mit einem IQ von 140.....gewisse Intelligenzschwächen haben, die sich vor allem im zwischenmenschlichen Bereich bemerkbar machen....eben in Form von autistischen Zügen, ADHS usw.

Da denkst du falsch. Bei Menschen mit einem IQ von 140 'gewisse Intelligenzschwächen' zu vermuten, zeugt von geringer Kenntnis in Sachen Begabungsforschung.

Solche Leute werden oft von anderen in der Schule gemobbt und ausgegrenzt, weil sie überheblich 'rüberkommen und sich ständig über andere stellen. Sie haben oft ein schlechtes Sozialverhalten, können sich nicht gut in andere hineinversetzen und nicht die schönen und einfachen Dinge des Lebens genießen. Sie müssen immer heraushängen lassen, dass sie hohe Ansprüche haben und etwas Besseres als andere sind!

Ach ja... ;-D

Auch das ist ein Griff in die Klischeekiste. Wie viele Hochbegabte kennst Du denn - also ich meine: richtig kennen incl. der Testergebnisse? Kennst Du die Tests, denen sich die von Dir beschriebenen Menschen unterzogen haben?

pOeUlzPtierk86


Solche Leute werden oft von anderen in der Schule gemobbt und ausgegrenzt, weil sie überheblich 'rüberkommen und sich ständig über andere stellen. Sie haben oft ein schlechtes Sozialverhalten, können sich nicht gut in andere hineinversetzen und nicht die schönen und einfachen Dinge des Lebens genießen. Sie müssen immer heraushängen lassen, dass sie hohe Ansprüche haben und etwas Besseres als andere sind!

Keltin, auch ich muss deiner Darstellung einer der Hochbegabung quasi immanenten Neigung zu Verhaltensauffälligkeiten und antisozialer Persönlichkeit widersprechen.

Meiner Erfahrung nach sind wirkliche Hochbegabte eher bescheiden, und/oder wissen zumindest genau um ihre Stärken wie um ihre Schwächen. Probleme im Umgang mit anderen resultieren oftmals nicht (oder zumindest nicht nur) aus einer antisozialen Persönlichkeit, sondern sind vielmehr dem Umstand ihrer Andersartigkeit, die letztlich in ihrer differenten Denkweise begründet ist, geschuldet. So wird z.b. eine "nicht altersgerechte" Ausdrucksweise, "nicht altersgerechte" Interessen oder ungewöhnliche, aber nicht antisoziale Verhaltensweisen - kurzum, alles, was gegen gesellschaftliche Konventionen und die allgemeingültige Definition der Norm geht - allzu leicht von Außenstehenden als Ausdruck von Arroganz und sozialer Auffälligkeit negativ gewertet.

In der Regel verfügen Hochbegabte (nach meiner Definiton) durchaus über Empathiefähigkeit und haben vor allem einen stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Aufgrund von assoziierten Umständen, wie z.b. dem Asperger Syndrom, kann das nicht immer entsprechend der Außenwelt gezeigt werden.

Das Klischee des wahninnigen, antisozialen Genies, der gemeinhin für die alle Hochbegabten angenommen wird, ist meiner Meinung nach in den seltensten Fällen zutreffend.

Diejenigen, auf die deine Beschreibung durchaus öfters zutrifft, sind Hochbegabte, die lediglich als Hochbegabte gelten, wie develindisguise schon schrieb - die ich jedoch nicht als hochbegabt empfinde.

Auch meiner Erfahrung nach sind diese Menschen sehr auf die Zuschaustellung ihrer IQ Werte und anderer vermeintlicher Beweise ihrer Hochbegabung sowie auf eine Abgrenzung zu allen anderen bedacht. Ich finde den Umgang mit diesen Menschen ermüdend, denn abgesehen von einem mir nicht ersichtlichen hohen Intellekt fällt mir nur auf, dass sie sich gegenüber jedem, der keinen Mensa oder IQ Test Wisch hat, so verhalten und kommunizieren als könne er nicht bis drei zählen. Versagen in der Schule und/oder der Ausbildung ist fast schon Pflicht, um in deren elitären Kreis aufgenommen zu werden, und - neben dem IQ-Wert - das Kriterium für eine Hochbegabung. Interessanterweise scheinen diese vermeintlich Hochbegabten nicht einmal zu erkennen, wenn sie auf "richtige" Hochbegabte oder aber auch "nur" sehr intelligente Menschen treffen, und begegnen ihnen mit derselben herablassenden Art, die sie durchschnittlich begabten Menschen angedeihen lassen. Meist erklären sie auch alle Probleme, die sie haben, mit ihrer vermeintlichen Hochbegabung, und lehnen andere potentielle Ursachen per se ab.

Aber, um es zusammenzufassen - gerade so äußert sich keine Hochbegabung.

Was meiner Meinung nach stimmt: natürlich haben es Hochbegabte schwerer sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, was hauptsächlich in ihrer Andersartigkeit begründet ist, in ihrer differenten Denkweise und Wahrnehmung. Aber das bedeutet nicht, dass sie alle ausnahmslos oder auch nur zum großen Teil antisoziale Persönlichkeiten sind.

Die Schwierigkeiten in Bezug auf die Einordnung als ein von der Norm abweichendes, aber nicht prinzipiell antisoziales Indivuum in die Gesellschaft haben nicht nur Hochbegabte, sondern diese beginnen bereits bei deutlich überdurchschnittlicher Intelligenz. Bei Hochbegabten treten diese Schwierigkeiten dann nur in ihrer Extremform auf.

Um das konkret zu machen: ich hatte in der Schule eine Mitschülerin, die offiziell als hochbegabt galt, auch in entsprechenden Förderprogrammen war etc.

Wenn man sie jedoch näher kennen lernte, dann wurde einem klar, dass ein großer Teil ihrer Hochleistung auf exzessives Lernen zurückzuführen war. Den Umgang mit ihr empfand ich ebenfalls als schwierig, obwohl ich an ihr als Person keinerlei Interesse hatte, und ihr dementsprechend meist aus dem Weg gehen wollte. Sie hatte aber offensichtlich ein Problem mit mir, denn ich galt bei einigen Lehrern als intelligenter und vor allem authentischer. Dabei hatte sie nichts zu beklagen - sie war bei den Lehrern everybody's darling, während ich durchaus nicht nur Freunde unter den Lehrern hatte (und meine Leistungen waren nicht der Grund dafür). Mir sagte einmal ein Lehrer, mit dem ich noch nach der Schulzeit Kontakt und der selber einen autistischen, hochbegabten Sohn hatte, dass ich stark polarisieren würde - einfach, weil ich so war, wie ich war. Nämlich anders - aber nicht um der bloßen Andersartigkeit Willen.

Er fand das gut, hielt mich für hochbegabt, und weit intelligenter als jene Mitschülerin, die ebenso wie ich in seienm Unterricht saß. Andere Lehrer konnte mit mir dagegen nur wenig anfangen, und das beruhte dann meist auf Gegenseitigkeit. Es handelte sich dabei um Lehrer, die einen Kadavergehorsam einforderten, bei denen man sich einschleimen konnte, ohne nach meinem Verständnis ihre Autorität verdient zu haben (weshalb ich sie nicht anerkannte - krass sozial auffällig verhielt ich mich Ihnen gegenüber aber trotzdem nicht). Ich muss zum Verständnis vielleicht dazu sagen, dass ich die 10. Klasse übersprungen habe, und das offensichtlich ein Stein des Anstoßes war für eben jene Mitschülerin , die nicht übersprungen hatte. Ich hatte nie einen IQ Test gemacht, aber es war die Zeit, in der ich mich mit dem Thema Intelligenz und Hochbegabung auseinanderzusetzen begann - auch, um mich selbst und meine Problem besser einordnen zu können. Ganz bewusst entschied ich mich jedoch gegen einen IQ Test am Ende dieser Auseinandersetzung, obwohl dieser zunächst von der Schule gefordert wurde.

Zurück zu dieser Mitschülerin: Mir läge es fern, die Intelligenz eines Menschen allein daran zu bemessen, ob er eine Klasse übersprungen hat oder nicht - aber genau das machte diese Mitschülerin, und versuchte fortan mich auszubooten. Immer wieder legte sie ein überhebliches Verhalten mir und andere Mitschülern an den Tag, und versuchte sich vor allen anderen zu profilieren.

Irgendwann verstand sie dann, dass das alles sinnlos war, weil ich mich auf diese sinnlosen Spielchen gar nicht einlassen wollte.

Im Umgang mit den Mitschülern unterschieden wir uns auch stark: sie hatte ihre kleine Clique, die sie zum Teil bewunderte; zum Teil waren aber auch normale, echte Freundschaften dabei. In der Jahrgangsstufe insgesamt jedoch war sie eher als Streberin bekannt, deren Leistung man zwar anerkannt, aber nicht wirklich als Ausdruck von hoher Intelligenz gewertet hat.

Ich hingegen hatte zu Anfang natürlich auch keinen leichten Stand in der Jahrgangsstufe und mir begegneten viele Vorurteile, insbesondere die des Strebertums, was man in gewisser Hinsicht sicherlich nachvollziehen kann.

Je mehr mich die Mitschüler allerdings erlebten, desto mehr rückten sie von diesen ab - am Ende verstand ich mich mit den meisten; sie hatten meine Andersartigkeit akzeptiert - manche schätzten sie sogar - und ich hatte ebenfalls ihre "Sprache" gelernt. Und es waren sogar Mitschüler dabei, die ich wirklich zu schätzen begann, mit denen ich gerne in den Pausen abhing, und mit denen ich durchaus auch mal Quatsch bei langweiligen Unterrichtsstunden machte.

Zwei Mitschüler erschienen mir sogar recht intelligent, deutlich intelligenter als erwähnte Mitschülerin, und ich wäre durchaus an einer Freundschaft zu Ihnen interessiert gewesen - nur hatte ich mit ihnen wenig aufgrund der unterschiedlichen Kurswahl zu tun und so lernten wir uns nie näher kennen.

Nie wäre es mir aber in den Sinn gekommen mich vor meinen Mitschülern zu profilieren; ich ließ auch abschreiben, wenn möglich (sprich wenn ich die Hausaufgaben hatte, was grundsätzlich nur in bestimmten Fächern der Fall war, oder wenn der Lehrer es in Klausuren "erlaubte").

Wenn man mich bat etwas zu erklären, tat ich das, so gut es ging.

Trotzdem sah ich natürlich nicht ein, meine Intelligenz oder meine akademischen Leistungen zu verbergen, oder meine differente Meinung nicht laut auszusprechen. Im Grunde genommen war ich einfach nur ich, in allem, was ich tat. Und am Ende zahlte sich das auch irgendwie aus. Auch wenn ich nicht von allen gemocht wurde, so war ich von der Mehrheit der Mitschüler akzeptiert und respektiert - und fast niemand betrachtet mich mehr als Streber. Ich muss aber dazu sagen, dass das auch für mich ein Lernprozess war, und ich hatte durchaus schwierige Phasen in der alten Klasse, insbesondere in der Pubertät/Mittelstufe, wobei das nicht allein an mir lag (sogar nachweislich zum großen Teil nicht an mir).

Im Großen und Ganzen hatte ich also ein gutes Verhältnis zu meinen Mitschülern, und hatte mir im Laufe der Zeit eine gute Sozialkompetenz angeeignet. Eines allerdings änderte all das nichts: ich fühlte mich meist sehr einsam, hatte nicht das Gefühl mit jemandem wirklich auf einer Wellenlänge zu sein und auf Augenhöhe reden zu können. In der Hinsicht fühlte ich mich als Außenseiter. Diese Empfindung bedeutete aber nicht, dass ich auf meine Mitschüler herabschaute oder dass ich Unterhaltungen mit einigen nichts abgewinnen bzw. nicht schätzen konnte. Sehr gute Bekanntschaften waren tatsächlich entstanden, aber für wahre Freundschaften, für die es eine gemeinsame Basis und ähnliche Voraussetzungen braucht, reichte es nicht wirklich. Ganz zu schweigen von einer Partnerschaft.

pxelz$tieurx86


P.s.: Ich will hier nicht den Eindruck erwecken, ich hielte mich für hochbegabt nach meiner Definition. Nein, das tue ich nämlich nicht. Ich halte mich für deutlich überdurchschnittlich intelligent, aber nicht hochbegabt. Nach der gängigen Definition der Hochbegabung wie sie von Psychologen angewandt wird könnte ich dagegen durchaus "hochbegabt" sein ;-)

Und das nicht, weil ich eine Klasse übersprungen habe - so besonders ist das wiederum auch nicht, und kann z.b. auch mit viel Lernen bewerkstelligt werden (was ich jedoch nicht tat).

pJelzti=er8x6


noch einmal eine kurze Anmerkung zum Klischee, dass sehr intelligente bzw. hochbegabte Menschen sich oftmals als etwas Besseres fühlen:

meiner Erfahrung nach trifft hier das zu, was schon Sokrates emfpand: ich weiß, was ich nicht weiß. Je mehr man weiß, und je weiter man zu denken in der Lage ist, desto mehr wird einem auch bewusst, wie wenig man weiß, und wo die (individuellen wie auch die absoluten, aus dem Dasein als Mensch erwachsenden) Grenzen des Verstehens sind.

p>elztige=r86


Und: ich bin sicherlich weniger schnell empathisch und emotional - aber deswegen noch lange nicht asozial und völlig unempathisch.

Das hindert mich nämlich nicht, rational die Bedürfnisse eines Menschen zu erkennen und zu respektieren. Und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe ich in jedem Fall.

Das kann man natürlich nicht auf alle sehr intelligenten Menschen und Hochbegabte, zu denen ich mich wie gesagt nach meiner Definition nicht zähle, übertragen - ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Aber ich würde auch nicht sagen, dass ich damit völlig aus dem Rahmen fallen würde.

Dkie >Keltixn


Wie viele Hochbegabte kennst Du denn - also ich meine: richtig kennen incl. der Testergebnisse?

Genau eine. Oder jedenfalls ist sie überdurchschnittlich intelligent. :-) Ich weiß noch, dass ich damals mitbekommen habe, wie sie zu jmd. sagte, dass sie nicht möchte, dass andere mich und meine Familie mit ihrer vergleichen und besonders nicht mit mir....! :-) So eine Äußerung spricht weder für respektvolles Sozialverhalten, noch für Empathie oder Bescheidenheit!

Erstrecht, wenn in der eigenen Familie der "Hochbegabten" alles drunter und drüber ging, die Kinder ihre Schulabschlüsse ab einem gewissen Alter noch nicht hatten und ihnen die Probleme bis zum Hals standen....

Ich hingegen hatte zu dem Zeitpunkt - trotz Krankheit - alle Schulabschlüsse erreicht, die man erreichen konnte, meine Eltern arbeiteten seit Jahren in ihren akademischen Berufen und auch generell war ich zu dem Zeitpunkt nicht schlechter dran als sie....!

Ein anderes Mal hatte sie beim Ortsamt angerufen, bei dem mir damals mein Perso-Ausweis ausgestellt wurde, um sich mein Foto anzusehen, da ich mich zuvor zurecht geweigert hatte, ihn ihr zu zeigen. Es hatte keinen besonderen Grund dafür gegeben - sie wollte sich einfach nur darüber lustig machen! Und das Ortsamt hat nicht gezögert, ihr den Ausweis per Mail zu schicken. :-) :(v

Daraufhin hat sie das Bild ausgedruckt und mit zu einem Arzt genommen, zu dem ich hingehen sollte, um jmd. aus ihrer Familie zu helfen! Er sollte mich untersuchen und eine Diagnose stellen, die evt . auch hätte auf die Person in ihrer Familie zutreffen können! ":/ :|N Wohlgemerkt - nachdem sie sich, zusammen mit diesem Arzt, über mich lustig gemacht hatte!

Das sind nur zwei Beispiele von einigen, noch krasseren Dingen, die in dieser Zeit vorgefallen sind. Daher kann ich diesem Statement hier....

ich bin sicherlich weniger schnell empathisch und emotional - aber deswegen noch lange nicht asozial und völlig unempathisch. Das hindert mich nämlich nicht, rational die Bedürfnisse eines Menschen zu erkennen und zu respektieren. Und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn habe ich in jedem Fall.

...nicht zustimmen....!

p-elzt@ier8x6


@ Keltin

Nun, aber was sagt die Erfahrung mit einer "Hochbegabten" über den Rest der Hochbegabten aus? Auch Hochbegabte (nach meinem Verständnis) sind Menschen, mit unterschiedlichen Charakteren, und auch da gibt es Charakterschweine, wie überall auch. Eine hohe Intelligenz alleine macht niemand zu einem besseren Menschen, es ist zunächst einfach nur ein persönliches Merkmal unter vielen.

Im Übrigen würde deine Bekannte geradezu perfekt zu meiner Beschreibung der "vermeintlichen Hochbegabten" passen, die aber nach meinem Verständnis eben keine wirklichen Hochbegabten sind.

Diejenigen, auf die deine Beschreibung durchaus öfters zutrifft, sind Hochbegabte, die lediglich als Hochbegabte gelten, wie develindisguise schon schrieb - die ich jedoch nicht als hochbegabt empfinde.

Auch meiner Erfahrung nach sind diese Menschen sehr auf die Zuschaustellung ihrer IQ Werte und anderer vermeintlicher Beweise ihrer Hochbegabung sowie auf eine Abgrenzung zu allen anderen bedacht. Ich finde den Umgang mit diesen Menschen ermüdend, denn abgesehen von einem mir nicht ersichtlichen hohen Intellekt fällt mir nur auf, dass sie sich gegenüber jedem, der keinen Mensa oder IQ Test Wisch hat, so verhalten und kommunizieren als könne er nicht bis drei zählen. Versagen in der Schule und/oder der Ausbildung ist fast schon Pflicht, um in deren elitären Kreis aufgenommen zu werden, und - neben dem IQ-Wert - das Kriterium für eine Hochbegabung. Interessanterweise scheinen diese vermeintlich Hochbegabten nicht einmal zu erkennen, wenn sie auf "richtige" Hochbegabte oder aber auch "nur" sehr intelligente Menschen treffen, und begegnen ihnen mit derselben herablassenden Art, die sie durchschnittlich begabten Menschen angedeihen lassen. Meist erklären sie auch alle Probleme, die sie haben, mit ihrer vermeintlichen Hochbegabung, und lehnen andere potentielle Ursachen per se ab.

Aber, um es zusammenzufassen - gerade so äußert sich keine Hochbegabung.

Wie gesagt, mit dieser Sorte von Leuten kann ich auch rein gar nichts anfangen, und ich würde das Gespräch mit einem geistig Behinderten dem Gespräch mit diesen Leuten vorziehen - im ersteren Fall kann man nämlich durchaus noch etwas lernen, z.b. eine andere Perspektive gewinnen.

Aber an dieser unsäglichen Entwicklung des inflationären Gebrauchs der Bezeichnung Hochbegabung sind zum großen Teil auch die Psychologen Schuld, die meinen, jedes verhaltensauffällige Kind müsse einem IQ Test unterzogen werden, die Intelligenz in jungem Alter überhaupt mit Sicherheit schon bestimmen, ja überhaupt die Intelligenz mittels IQ Test messen zu können. Und so wird dann allzu schnell aus einer Verhaltensauffälligkeit und einem in seiner Aussagekraft fragwürdigen Testergebnis eine Hochbegabung, wobei das den Eltern nur recht ist, denn die meisten Eltern hören mit Sicherheit lieber, dass ihr Kind hochbegabt sei und deswegen Probleme habe, als dass ihr Kind verhaltensauffällig sei, weil Fehler in der Erziehung und/oder (in seltenen Fällen) Persönlichkeitsstörungen vorliegen.

D\ie K[eltxin


denn die meisten Eltern hören mit Sicherheit lieber, dass ihr Kind hochbegabt sei und deswegen Probleme habe, als dass ihr Kind verhaltensauffällig sei, weil Fehler in der Erziehung und/oder (in seltenen Fällen) Persönlichkeitsstörungen vorliegen.

Es gibt auch Hochbegabte, bei denen Fehler in der Erziehung gemacht wurden und bei denen Persönlichkeitsstörungen vorliegen: Ich hatte bei meiner Bekannten das Gefühl, dass es ihr in ihrer Kindheit oft an Liebe und Geborgenheit gefehlt hat: Ihre Mutter hatte viel gearbeitet und daher wenig Zeit für sie, der Vater ist früh verstorben und sie selber musste früh von zu Hause und ihrer Umgebung weg, um sich geistig gut weiterentwickeln zu können.... Die Bezugspersonen in ihrer neuen Umgebung waren aber alles andere als optimal, so dass sie dort nicht sehr glücklich war und viel geweint hat. Sie musste früh selbstständig werden und lange auf ihre Bedürfnisse verzichten...(Dates mit Jungs/Männern usw....)

Das alles hat ihr, denke ich, nicht so gut getan, daher hat sie wahrscheinlich auch eine Persönlichkeitsstörung entwickelt. Sie war damals - mir gegenüber - sehr ambivalent, einerseits sehr freundlich und mitfühlend und im nächsten Augenblick extrem abwertend und verletzend! Man wusste nicht wirklich, woran man bei ihr war und ich frage mich teilweise immer noch, woran ich heute bei ihr bin:

Einerseits bedeute ich ihr angeblich nichts, weil ich nur eine flüchtige Bekannte bin. Wenn ich aber z.B. mal für einen Tag zum Skilaufen fahre und mich bis spät abends nicht zurückgemeldet habe, kommt schon eine ängstliche SMS, ob ich noch am leben wäre! :-D So ganz egal kann ich ihr dann ja doch nicht sein! ":/

p&elzti=er86


Es gibt auch Hochbegabte, bei denen Fehler in der Erziehung gemacht wurden und bei denen Persönlichkeitsstörungen vorliegen:

Zweifelsohne. Ich habe bewusst überspitzt formuliert. Was jedoch auch deine Aussage nun belegt: ihr problematisches Sozialverhalten liegt wahrscheinlich nicht oder zumindest nicht nur in der Hochbegabung begründet.

s?ensi.belmaxn


Hochbegabung ist ein ziemlich willkürlich und stark subjektiv festgelegter Begriff. Man könnte sich in einer Gesellschaft aber über bestimmte definierte Messverfahren und Grenzen, ab der Hochbegabung beginnt, einigen oder vereinbaren.

Aus Wikipedia habe ich diesbezüglich Folgendes über Hochbegabung gefunden:

Als hochbegabt bezeichnet man Menschen, deren Testergebnis in einem standardisierten Intelligenztest mindestens zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert aller Getesteten liegt; Hochbegabte sind daher per definitionem selten. Da Intelligenztests (aufgrund unterschiedlicher Aufgabenstellungen) nicht perfekt miteinander korrelieren, kann es durchaus Menschen geben, die gemessen an einem Intelligenztest hochbegabt sind und gemessen an einem anderen nicht.

Was Hochbegabung bedeutet, bleibt also unscharf.

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