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Vom Wesen der Hochbegabung...

p5elzt(ier86


@ jackrabbit:

ja, Fe hat auch meinen Eindruck "bestätigt" - auch wenn die Aussage natürlich überspitzt formuliert ist.

pUelzt3ierx86


Zurück zum Thema: hier ein Artikel, der - wie ich finde - ganz interessant ist, vor allem der Abschnitt über Harald Lesch.

Im Zusammenhang mit der Savant Forschung habe ich gerade folgenden Artikel gefunden und fand den ebenfalls sehr interessant:

[[http://superconsciousness.com/topics/science/interview-professor-allan-snyder]]

_eBmli/zzxa_


Hmm ein Freund hat mich mal als Savant bezeichnet, weil er es unheimlich fand, wie schnell ich (Fach- und andere) Texte lesen und den Inhalt trotzdem umfassend verstehen kann. Ich denke aber nicht, dass ich wirklich einer bin, da ja schon die Definition nicht passt ;-)

Zwar hatte ich als Vorschul-Kind einen kleinen Unfall (schwerer Sturz auf den Kopf mit anschließender kurzer Ohnmacht, musste auch genäht werden), aber ob das nun diese und andere Begabungen auslöste , sei dahingestellt. Fiel mir auch nur grade beim Lesen ein.

In der 6. oder 7. Klasse sprach mich mein Deutschlehrer mal verwundert darauf an, wie ich es mache, so schnell und fehlerfrei still lesen bzw. auch laut vorzulesen zu können. Ihm war das aufgefallen, und er fragte mich ernsthaft, welche Technik ich dabei anwende. Beantworten konnte ich ihm das aber nicht. Auch bei mathematischen Aufgabenstellungen erschien es mir manchmal einfach logisch, dass das das richtige Ergebnis sein musste, was sich dann beim Nachrechnen auch bestätigte. Manchmal empfinde ich es als quälend, wenn ich eine Problemlösung als offensichtlich empfinde, und Andere gefühlt ewig nicht darauf kommen, aber ansonsten ist es in Beruf und Alltag ganz praktisch, gewisse Dinge schneller abhandeln zu können, ähnlich wie es Harukies beschreibt.

s\chnbeckse19b85


@ Blizza

Haha, mein Schatz glaubt mir auch nicht, dass ich die Texte wirklich lese, wenn ich schon durch bin und er bei 2/3 ;-D

Lesen ist reine Übungssache, mit der Zeit reicht oft der Anfangs- und Endbuchstabe des Wortes und der Rest wird durch Gehirnleistung intuitiv aufgefüllt. Ein Savant bin ich aber wegen meiner Lesegeschwindigkeit ganz sicher nicht ;-D

Das Lesen von Texten unterscheidet sich wesentlich vom Buchstabenlesen, da ein guter Leser imstande ist, sehr häufige kurze Wörter aus der Unschärfe des peripheren Sehens und Wörter mittlerer Häufigkeit als Ganzes, d. h. mit einer Augenfixation zu erkennen.

Erwachsene, die nicht geübte Leser sind und das Lesen nicht beruflich brauchen, lesen etwa 100 Wörter pro Minute.

Die durchschnittliche Vorlesegeschwindigkeit liegt dagegen bei etwa 150 Wörtern pro Minute.

Ein durchschnittlicher, geübter Leser kann etwa 200 bis 300 Wörter pro Minute (WpM) erfassen, sofern der zu lesende Text nicht übermäßig kompliziert ist.

Schnelle Leser schaffen bis zu 1000 Wörter pro Minute.

Wissenschaftlich überprüfte Rekorde liegen bei 3000 bis 4000 Wörtern pro Minute.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Lesegeschwindigkeit]]

EihemaXlige:r^ NuTtzer) (#[4983x27)


Auch ich habe in meiner späten Jugend hust...mit 19... hust ( ;-D ) an einem Intelligenztest teilgenommen. Das Ergebnis war 136. Ich nahm das mit einem eher gelangweilten "Aha?" zur Kenntnis.

"Früh dran" war ich schon immer, also wurde ich sehr zeitig eingeschult (war noch keine 6), damit ich gefordert werde. Es passierten "die üblichen" Dinge. Ich habe gestört, war laut, unkonzentriert, auffällig ätzeterum pehpeh. Vermutet wurde durch die Bank alles: AD/HS (damals nannte man es, meine ich, noch Zappelphilipp-Syndrom), Unterforderung, Überforderung. Eben, was "damals" gerade modern war in Sachen Diagnosen.

Auch in weiterführenden Schulen zeichneten sich die gleichen Probleme ab: Unkonzentriertheit, Unterforderung(?), gestörte soziale Beziehungen zu den Mitschülern. %-| Ich will da gar nicht so erschöpfend drauf rumreiten.

Bin ich hochbegabt? ":/

Nicht die Bohne, oder ich habe es mit meinen 35 Lenzen noch nicht bemerkt. Alles, was ich zu zeichnen versuche, sieht aus wie ein Baum. Nur nicht die Bäume. Musik? Meine Gitarre verkaufe ich gerade, liegt mir also auch nicht. Literatur? Ich schrieb schon mit 8 Gedichte und Geschichten, doch eine krasse Begabung sehe ich da auch nicht.

Was sagt uns nun mein IQ von 136? Nicht mehr, als dass ich eine hohe Auffassungsgabe habe, wenn es um logische Fragen geht. Ich kann bestimmte komplexe Zusammenhänge sehr schnell bilden und bin ausgerechnet in den Dingen, die klassische IQ-Tests abfragen, überdurchschnittlich "begabt".

In anderen Bereichen bin ich dafür unterdurchschnittlich begabt. Ich könnte mir keine zwei geschichtlichen Datumsangaben merken, selbst wenn es um mein Leben ginge. Seltsamer Fakt: Ich kann mir leicht zwanzigstellige Zahlenreihen merken, oder 50 zufällige Wörter am Stück. %-|

Klassische IQ-Tests fragen ein ganz geringen Teil des Intelligenzsprektrums ab, während andere beinahe völlig ignoriert würden. Man bräuchte vermutlich 10 oder mehr Tests, um sämtliche relevanten Bereiche zu testen. Soziale Intelligenz, emotionale Intelligenz, logische Intelligenz und weiß der Himmel wieviel scheiß noch.

Für mein Leben gebracht hat mir das freilich (bisher) nichts, da ich krankheitsbedingt auch nicht studieren konnte. Shit happens!

So mancher Person hier im Forum traue ich einen hohen (klassischen) IQ zu, während es mit der sozialen Kompetenz zumindest augenscheinlich nicht weit her ist. Ich bin mir sicher, ohne das belegen zu können oder zu wollen, dass wir alle sehr nah beieinander wären, wenn man wirklich alles testen und in einer Zahl zusammenfassen könnte. *achselnzuck*

Wenn juemand meint, dass er so viel intelligenter sei als ich: Ja, mei! Mag sein. Es gibt immer jemanden, der noch etwas schlauer, schneller, schöner ist als du und ich. Ich denke mir meinen Teil und habe das in 10 Minuten vergessen. Leute, die sich permanent krampfhaft mit sich selbst beschäftigen tun mir meistens leid, da man ihnen nur zu gut anmerkt, dass es ihnen nicht wirklich Freude bereitet. Freilich scheinen andere wiederum darin total aufzugehen.

Soll halt jeder nach seiner Façon (oder doch Fasson?) glücklich werden.

EWhemalrig+er NWutzer u(#5286|11)


@ Schnecke1985:

Danke für den Link! Mir geht's genauso. 400 Seiten Buch schaffe ich locker in 4 bis 6 Stunden. Und ich kann es hinterher zitieren. ;-D

Frage mich zwar, warum mein Hirn ausgerechnet DIESE Fähigkeit beherrscht, aber immerhin etwas ;-)

Ich erinnere mich übrigens gerade an die Schulzeit, wo ich IMMER als erste fertig war mit lesend mich dann ewig gelangweilt habe, bis die Mitschüler alle fertig waren.

Und die endlosen Diskussionen mit den Lehrern, um zu beweisen, dass man wirklich den Text gelesen UND verstanden hatte. %:|

Ekhema4liRger Nutz\er (#47x9013)


@ Nurarihyon

So mancher Person hier im Forum traue ich einen hohen (klassischen) IQ zu, während es mit der sozialen Kompetenz zumindest augenscheinlich nicht weit her ist.

Wobei soziale Kompetenz auch ein dehnbarer Begriff ist. Ich lege da beispielsweise das Hauptaugenmerk auf Empathie- und Reflexionsvermögen, da die "gesellig-soziale" Kompetenz nicht unbedingt ausschließt, dass man zwischenmenschlich eine Schneise der Verwüstung hinterlässt und einfach darüber steht. Für andere ist das wiederum viel zu verkopft und gar nicht gesellschaftsfähig.

Ich bin mir sicher, ohne das belegen zu können oder zu wollen, dass wir alle sehr nah beieinander wären, wenn man wirklich alles testen und in einer Zahl zusammenfassen könnte. *achselnzuck*

Das Ergebnis würde sich etwas angleichen, aber die Gaußsche Normalverteilung bleibt so oder so bestehen, denn es gibt tatsächlich jede Menge Leute, die zu blöd sind, einen Eimer Wasser umzuschütten (und da ist dann auch keine intellektuelle Sozialkompetenz mehr vorhanden, sondern einfach nur noch Trieb), und auf der anderen Seite für den Otto Normalverbraucher (einschließlich der sogenannten "Hochbegabten") unerreichbare Ausnahme-Individuen.

E;hemaliger ZNutzer 5(?#528611)


@ Monsti:

Oh man, bis auf das Studium und dem Abi sind sich unsere Lebensläufe in dem von dir geschilderten sehr ähnlich. Auch das mit der Diskalkulie.

Hab mir das lesen und schreiben zb selber beigebracht. Da war ich 2. Mit 3 konnte ich es richtig.

Meine Lieblibgsfächer waren Kunst, Sozialkunde, Geschichte, Astronomie, Geographie und Englisch.

Und bevor sich jemand über meine Satzzeichensetzung usw aufregt: Ich habe damals in der Schule noch gelernt, dann kam die Reform, dann mehrere Nachbesserungen und nun iwann reicht es mir auch. ]:D

Exhemal\igoer Nutzer #(#528x611)


Bei mir steht auch Asperger im Hintergrund.

E/hemaleiger Nutze-r (#39x571)


Sofern ich dies richtig sehe, sind hier die nachstehend beschriebenen Zusammenhänge noch nicht notiert worden:

(1) Hochbegabte verweigern sich bei ihrem Vorgehen jeglicher Denk-Gebote oder -Verbote (u. a. Dogmen).

(2) Hochbegabte wollen nicht etwas üben oder auswendig lernen, sondern immer neu bislang ungelöste Probleme zum Ziel bringen.

(3) Hochbegabten ist es eigen, für jedermann wahrnehmbare, damit bekannte Fakten oder Gegebenheiten zusammenzudenken und hieraus Schlüsse zu ziehen, die unter Umständen ganze Lehrgebäude einstürzen lassen.

(4) Hochbegabte vermögen blitzartig beliebige möglicherweise hoch komplexe Zusammenhänge zu erkennen und dies knapp zu formulieren.

(5) Hochbegabte interessiert es nicht, ob andere das, was sie herausgefunden haben, verstehen können, dies ohne jeden Hochmut.

(5) Hochbegabten genügt es, wenn sie etwas Neues entdeckt haben, es interessiert sie nicht, wie man dieses vermarkten könnte.

EIhemCaliger N/utzecrh (#5G2861x1)


@ pelztier86:

Nah deinen Schilderungen auf Seite 14 sind wir uns in einigen Dingen doch sehr ähnlich.

Ich verstehe dich nun hoffentlich besser, habe aber einige Fragen an dich:

WAS konkret stört dich an dem, was ich zu Anfang geschrieben habe?

Und warum kommst du darauf noch mehrfach zurück?

Ich bitte um klare Worte.

E#hemali(ger Nutzer 5(#94798013)


@ Urs

Ich halte diese Thesen für ziemlichen Quatsch, da das Wort "Hochbegabung" bereits eine Wertung beinhaltet, das Phänomen hier aber ausschließlich auf autistische Züge eingegrenzt wird und Pragmatiker wiederum systematisch ausgegrenzt werden. Was will man damit bitteschön erreichen? Kopftätscheln für alle, die unverwertbares Wissen fabrizieren, mal wieder der Political Correctness wegen?

EDhemaliger7 Nutzzer (#5a28611x)


@ pelztier86:..Es gibt nicht DEN Autisten.

Und was du beschreibst, mit dem Körperkontakt der in den Kontext passen muss, immer wieder erlernen der Kommunikation weil neue Mitmenschen kommen usw, all das ist sehr Aspie.

Das wurde bei mir zum Beispiel in der Anamnese als Diagnosekriterium mit heran gezogen...

Und Aspies haben durchaus Gefühle, können sie nur nicht Zeigen....

Wie kommst du auf sowas:

ich habe durchaus einen Wunsch nach emotionaler Nähe, und bin nicht völlig empathielos. 

???

Ist mir zu allgemein.

Ich bin zb nur bei fremden völlig empathielos.

Letztens fiel vor meinen Augen ein ca 3 Jahre altes Kind mit dem Fahrrad um. War mir egal.

Passiert das meiner Nichte, leide ich sehr stark mit.

Eehema*ligeri Nuttzer (#47t90x13)


@ Benutzerin005

???

Ist mir zu allgemein.

Ich bin zb nur bei fremden völlig empathielos.

Letztens fiel vor meinen Augen ein ca 3 Jahre altes Kind mit dem Fahrrad um. War mir egal.

Passiert das meiner Nichte, leide ich sehr stark mit.

Das hat aber nur untergeordnet etwas mit Empathie zu tun. In erster Linie ist damit das Erkennen und Verstehen der Befindlichkeiten und Bedürfnisse des Gegenübers gemeint und das kann genauso gut unemotional ablaufen. Wichtig ist einzig und allein, dass man aus den Erkenntnis adäquate Verhaltensweisen für sich ableitet.

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