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Vom Wesen der Hochbegabung...

p~elzt*ier8x6


Es bezweifelt ja keiner, dass IQ Tests, wenn sinnvoll eingesetzt, eine Hilfe bei der Beurteilung des Potenzials im Einzelfall sein können. Aber mehr eben aus meiner Sicht nicht.

Der damalige Einsatz der IQ Tests mag zudem nicht vergleichbar sein mit dem Einsatz der Tests heutzutage. Und die Kritik richtet sich ja vor allem an den zumindest zum Teil geäußerten, meiner Meinung nach auch inhärenten Absolutheitsanspruch eines IQ Test, der zu der damaligen Zeit möglicherweise noch nicht vorhanden war.

Heutzutage wird das Klientel für diese Tests meiner Meinung und der einiger anderer User nach geradezu nach auffälligem Verhalten und schlechter Leistung selektiert. Diese Kinder haben meist schon eine lange Karriere als Klient der Psychologen hinter sich, und hier darf dann imho schon bezweifelt werden, ob der IQ-Test noch aussagekräftig ist, wenn man ihn in mehr oder weniger ähnlicher Form im Laufe der Schulzeit bereits zigmal wiederholt hat.

Zudem scheint es für mich eine Tendenz zu geben, dass überdurchschnittliche Teilergebnisse, aber normale oder unterdurchschnittliche Ergebnisse in anderen Bereichen des Tests derart gewertet werden, dass am Ende das Kind eine AD(H)S Diagnose hat und unter Umständen nur "verhindert hochbegabt" ist.

Es geht nur um die Entwicklung des Stellenwerts eines IQ-Tests, und nicht um den Einsatz als solchen im Sinne einer Hilfestellung.

p\el=ztie;r8x6


Klassenbeste in der Grundschule beeindruckt mich jetzt irgendwie noch weniger als ein hoher gemessener IQ, aber der nächste Trottel, der wieder nur die Hälfte liest, extrapoliert deine Erfahrungen sicherlich bis auf die 12./13. Klasse. Sicherlich gibt es solche verborgenen Talente in Einzelfällen

Dem stimme ich zu.

pzeQlztCielr8x6


dass es durchaus auch andere intelligente Menschen gibt und dass das, was sie von sich präsentieren, ihre Hochbegabung durch zumindest manche (aber nicht gerade wenige) Mitmenschen nicht unbedingt zu erkennbar ist

Ja, tolles iPad wieder. Was ich eigentlich schreiben wollte:

...dass es durchaus auch andere intelligente Menschen gibt und dass anhand dessen, was sie von sich präsentieren, ihre Hochbegabung für zumindest manche (aber nicht gerade wenige) Mitmenschen nicht unbedingt erkennbar ist.

CShe


@ DoN_

aber zumindest mir persönlich ist bisher noch nie jemand über den Weg gelaufen, bei dem Fleiß und Intelligenz nicht schon ohne äußere Beeinflussung stark korreliert haben.

Mir schon einige. Das Problem beginnt bereits sehr früh, nämlich da, wo eine überdurchschnittliche Intelligenz den Fleiß zunächst überflüssig macht (Hausaufgaben werden bereits in der Unterrichtsstunde gelöst, Üben ist sowieso unnötig...). Den Fleiß verorte ich da eher bei den "normal-intelligenten" Menschen, denen ihre Intelligenz auch Erfolgserlebnisse beschert, wenn sie fleißig sind. Die werden darin bestärkt, fleißig zu sein.

In den höheren Klassen, wenn dann das einmalige Hören im Unterricht nicht mehr zum Begreifen genügt (höhere Mathematik), rächt sich das, und die Normal-intelligenten die das Lernen gelernt haben, ziehen an den faulen Höher-Intelligenten vorbei. :)z

F^ex.


In den höheren Klassen, wenn dann das einmalige Hören im Unterricht nicht mehr zum Begreifen genügt (höhere Mathematik), rächt sich das, und die Normal-intelligenten die das Lernen gelernt haben, ziehen an den faulen Höher-Intelligenten vorbei. :)z

Vielleicht an den "Höher-Intelligenten". Aber nicht an den wirklich Hochbegabten (und damit meine ich jetzt nicht die seltsamen angeblichen Fälle von Hochbegabung gepaart mit Dyskalkulie, bei denen ich mich frage, wo da die Hochbegabung sein soll). Den wirklich Hochbegabten reicht es im Leistungskurs weiterhin, jede Woche mal einmal kurz hinzuhören, was der Lehrer da grade mühsam seit einer Woche den anderen Schülern beizubringen versucht.

EehemalCiger Nutz6er (w#47901x3)


@ Che

Mir schon einige. Das Problem beginnt bereits sehr früh, nämlich da, wo eine überdurchschnittliche Intelligenz den Fleiß zunächst überflüssig macht (Hausaufgaben werden bereits in der Unterrichtsstunde gelöst, Üben ist sowieso unnötig...). Den Fleiß verorte ich da eher bei den "normal-intelligenten" Menschen, denen ihre Intelligenz auch Erfolgserlebnisse beschert, wenn sie fleißig sind. Die werden darin bestärkt, fleißig zu sein.

In den höheren Klassen, wenn dann das einmalige Hören im Unterricht nicht mehr zum Begreifen genügt (höhere Mathematik), rächt sich das, und die Normal-intelligenten die das Lernen gelernt haben, ziehen an den faulen Höher-Intelligenten vorbei. :)z

Natürlich sind das ebenfalls Faktoren bzw. Mechanismen, aber Intelligenz zeichnet sich meines Erachtens auch stark durch Abstraktions- und Adaptionsfähigkeit aus. Dazu gehört dann aber auch, im richtigen Moment den Fleiß-Bedarf zu antizipieren. Wer nur unter Laborbedingungen zu Höchstleistungen aufläuft, verfügt vielleicht über einige Intelligenzspitzen, aber das Gesamtbild ist dann doch eher mau.

M1onstxi


Aber nicht an den wirklich Hochbegabten (und damit meine ich jetzt nicht die seltsamen angeblichen Fälle von Hochbegabung gepaart mit Dyskalkulie, bei denen ich mich frage, wo da die Hochbegabung sein soll).

Dyskalkulie und Hochbegabung haben genauso wenig miteinander zu tun wie Legasthenie und Hochbegabung. Was bitte hat denn Rechnen-Können mit Mathematik zu tun? Ich war und bin im Rechnen eine Niete, hatte in der Schule aber eine 1, als der Schwerpunkt auf Logik und Wahrscheinlichkeitsrechnung lag.

Den wirklich Hochbegabten reicht es im Leistungskurs weiterhin, jede Woche mal einmal kurz hinzuhören, was der Lehrer da grade mühsam seit einer Woche den anderen Schülern beizubringen versucht

Ziemlicher Unsinn. Bei den Leistungskursen handelt es sich um Fächer, die man selbst gewählt hat, eben weil sie einem leicht fallen und weil man interessiert ist. Für meine Leistungskurse musste ich so gut wie nichts tun. Eigentlich logisch, oder? Mein Problem waren lediglich die Pflichtfächer, die mich rein gar nicht interessierten, und für die ich nur das tat, was fürs Durchkommen halt unbedingt nötig war. Und mal wieder frage ich mich, was Schulnoten oder ein bestimmter Abi-Durchschnitt mit Intelligenz oder Hochbegabung zu tun haben ... ":/

Hochbegabung ist für mich zunächst ein echtes Handikap. Ich schrieb bereits in meinem ersten Beitrag, dass ich als Kind einfach nur mal wie die anderen sein wollte. Sicher, meine Probleme lagen auch am Asperger-Syndrom mit den damit einhergehenden sozialen Schwierigkeiten, wovon man damals noch nichts wusste. Gepaart mit Hochbegabung war die Situation in meiner Kindheit eine einzige Katastrophe. Ich habe sie verflucht.

Manche Antworten hier sind mir mittlerweile echt zu blöd, weshalb ich mich mit einem freundlichen Pfiat enk verabschiede.

bQella!gxia


@ Monsti:

Schade, ich finde deine Beiträge sehr treffend und deine Kindheit berührt mich.

Man liest heraus, dass du in erster Linie den Menschen vor Augen hast.

Jeder hat seine ganz persönliche Geschichte.

Und bei mancher Geschichte fehlt einfach der Raum zum ausnutzen des eigenen Potetials.

p#e|lztlier8x6


was bitte hat Rechnen-Können mit höherer Mathematik zu tun

Da muss ich Monsti Recht geben. Dyskalkukie und Legasthenie schließen eine Hochbegabung nicht aus. Ich habe sogar folgende Beobachtung gemacht:

Aus der Gruppe derer, die in der Grundschule als (Kopf)Rechenkünstler galten , entwickelten sich die wenigsten zu Schülern, die höhere Mathematik spielend verstanden.

Analysis z.b. lag mir persönlich auch viel mehr als die " Rechnerei " in der Grundschule, und so hatte ich auch in der Oberstufe bessere Mathe-Noten als in der Grundschule. Die dummen Flüchtigkeitsfehler , die ich zuvor immer beim Kopfrechnen/Rechnen gemacht hatte, konnten zudem ab der Sekundarstufe nicht mehr passieren, da wir ab diesem Zeitpunkt Taschenrechner benutzen durften. Dyskalkukie habe ich aber nicht.

Von meinen persönlichen Erfahrungen einmal abgesehen ist es Konsens, dass das Rechnen-Können (im normalen Rahmen ) nicht sehr viel mit Intelligenz zu tun hat. Etwa anders sieht das wieder bei mathematischen Genies aus, die eigene Methoden entwickeln, um komplizierte Gleichungen zu lösen etc.

Fse.


Dyskalkulie und Hochbegabung haben genauso wenig miteinander zu tun wie Legasthenie und Hochbegabung. Was bitte hat denn Rechnen-Können mit Mathematik zu tun?

Tut mir leid, aber mir ist völlig unverständlich, wie jemand, der echt besonders intelligent sein soll, sowas simples wie Rechnen nicht hinkriegen soll.

Wenn das noch Hochbegabung ist, dann muss sie zumindest irgendwie eingeschränkt sein, vielleicht auf Sprache oder auf Kunst oder sowas.

Den wirklich Hochbegabten reicht es im Leistungskurs weiterhin, jede Woche mal einmal kurz hinzuhören, was der Lehrer da grade mühsam seit einer Woche den anderen Schülern beizubringen versucht

Ziemlicher Unsinn. Bei den Leistungskursen handelt es sich um Fächer, die man selbst gewählt hat, eben weil sie einem leicht fallen und weil man interessiert ist. Für meine Leistungskurse musste ich so gut wie nichts tun. Eigentlich logisch, oder?

Was du hier sagst, widerspricht nicht dem, was ich gesagt habe, daher verstehe ich deine Einstufung "Unsinn" nicht.

Hochbegabung ist für mich zunächst ein echtes Handikap.

Für mich ist es ein großer Vorteil, kein Handikap.

Da muss ich Monsti Recht geben. Dyskalkukie und Legasthenie schließen eine Hochbegabung nicht aus. Ich habe sogar folgende Beobachtung gemacht:

Aus der Gruppe derer, die in der Grundschule als (Kopf)Rechenkünstler galten , entwickelten sich die wenigsten zu Schülern, die höhere Mathematik spielend verstanden.

Es geht nicht darum, ein Rechenkünstler zu sein oder gut im Kopfrechnen. Ich meine nur, dass jemand, der wirklich hochbegabt ist, zumindest in normalem Rahmen verstehen kann, wie man rechnet, und das wenigstens auch schriftlich hinbekommt. Damit hat er dann aber keine Dyskalkulie.

Wer die simplen Gesetze des Rechnens nicht versteht, dessen Intelligenz ist offenbar zumindest in diesem Bereich irgendwie eingeschränkt.

dass das Rechnen-Können (im normalen Rahmen ) nicht sehr viel mit Intelligenz zu tun hat.

Aus Rechnen-Können (im normalen Rahmen) kann man nicht auf hohe Intelligenz schließen.

Aus nicht einmal in normalem Rahmen rechnen können schließe ich aber auf ein intellektuelles Defizit, und gewiss nicht auf Hochbegabung.

pyel%ztie!r86


Aus nicht einmal in normalem Rahmen rechnen können schließe ich aber auf ein intellektuelles Defizit, und gewiss nicht auf Hochbegabung.

Ich stimme dir zu, dass man daraus nicht auf Hochbegabung schließen kann, das wäre auch Unsinn. Mit Sicherheit gibt es viel mehr Fälle von Dyskalkulie, in denen einen unterdurchschnittliche oder normale kognitive Intelligenz vorliegt.

Und natürlich ist es ein Defizit. Aber dieses Defizit muss eine hohe kognitive Intelligenz insgesamt nicht automatisch ausschließen.

Beim einfachen Rechnen sind andere Hirnareale aktiv als beim analytischen Denken, das bei höherer Mathematik zur Anwendung kommen muss.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Dyskalkulie

pkelmztierZ86


Ich sollte präzisieren:

Ich denke, es ist klar, dass aus einem Kind mit Dyskalkulie nie ein Mathematik-Professor oder ein Schüler mit Mathematik als Leistungskurs werden kann.

Es geht nicht darum, ein Rechenkünstler zu sein oder gut im Kopfrechnen.

Sicherlich ist Dyskalkulie nicht mit einfachen Schwierigkeiten beim (Kopf)Rechnen gleichzusetzen.

Dyskalkulie scheint vor allem ein Verständnisproblem im Bereich der Arithmetik zu sein, und hier speziell im Grundlagenbereich. Prinzipiell ist dieses Verständnisproblem kompensierbar (siehe Wikipedia Artikel). Insofern scheint ein deutlich geringeres Verständnisproblem im Bereich der höheren Mathematik bei Dyskalkulie möglich zu sein.

Wenn das Verständisproblem im Bereich der Arithmetik nicht kompensiert werden kann, dann werden vermutlich diese Defizite auch in der höheren Mathematik eine Rolle spielen; trotzdem könnte das Verständisproblem in diesem Bereich relativ gesehen immer noch kleiner ausfallen als das im Grundlagenbereich der Arithmetik, und mehr die Anwendung denn das prinzipielle Verständnis von höherer Mathematik betreffen.

_MB,lizxza_


Für mich ist es ein großer Vorteil, kein Handikap.

Ich bin da immer noch zwiegespalten, denke aber auch, dass die Vorteile (für mich) eigentlich überwiegen. Ich war während meiner Schulzeit auch eher ein Außenseiter bzw gehörte nicht zu den Beliebtesten, dabei war ich in einer speziell zusammengestellten Klasse aus leistungsstarken Schülern.

Trotzdem ging ich gern zur Schule, Neues zu lernen hat mir immer Spaß gemacht, in allen Fächern, und es hat schon was für sich, bis zum Abi durchweg gute Noten ohne große Anstrengungen zu erhalten. Wenn es ernst wurde, vor Prüfungen an der Uni beispielsweise, hab ich eben mal 1 oder 2 Nächte intensiv den Stoff durchgeackert, das hat dann auch für gute Benotung gereicht. Mir kam dann auch zu Gute, dass ich recht schnell viel Faktenwissen abspeichern und gewisse Lösungen von Problemstellungen (manchmal auch intuitiv) ableiten kann.

Dass Hochbegabung oder überdurchschnittliche Intelligenz im Berufsleben ein Vorteil ist, glaube ich allerdings weniger. Hier ein interessanter Artikel dazu:

[[http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/hochbegabte-bei-der-arbeit-geniale-nervensaegen-a-903166.html]]

Sind Hochbegabte tatsächlich so anders?

Sind sie, das zeigte 2012 erstmals eine Studie an der Ruhr-Universität Bochum. 500 Mitglieder des deutschen Mensa-Clubs, eines Netzwerks für Hochbegabte, machten mit. Sie füllten eine Forschungsversion des "Bochumer Inventars zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung" aus, mit 14 Skalen zu Bereichen wie Berufliche Orientierung, Arbeitsverhalten, Soziale Kompetenzen und Psychische Konstitution. Das Ergebnis überraschte selbst die Wissenschaftler: Bei 13 von 14 berufsbezogenen Persönlichkeitsmerkmalen unterscheiden sich die Hochbegabten deutlich bis sehr deutlich von der Vergleichsgruppe der Normalbegabten.

"Ihre soziale Kompetenz ist deutlich schwächer ausgeprägt, sie sind weniger teamorientiert, haben eine geringe Führungsmotivation und sind emotional labiler", fasst Rüdiger Hossiep vom Bochumer Projektteam Testentwicklung die wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Gerade aufgrund geringerer Sozialkompetenz könnten sie Kollegen oft nicht vermitteln, wie diese von ihrer Begabung profitieren könnten, so der Psychologe.

Also ich erkenne mich da in einigen Punkten wieder. Ich arbeite lieber in Ruhe und allein, kann mit Smalltalk oder zB Firmen-Getratsche nicht viel anfangen, hab keine Ambitionen, in Führungspositionen aufzusteigen. Mir liegt eher daran, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Ich hatte auch schon einen Chef, der meinte, dass ich zu viel hinterfrage :-/ und lieber mal meine Aufgaben einfach abarbeiten solle.

Vielleicht ist es auch eine Art ausgleichendes Defizit , dass Hochbegabung öfter mit geringeren Kompetenzen in anderen Bereichen einhergeht, sei es nun die oben angesprochene geringere Sozialkompetenz oder eine Dyskalkulie, eine Prosopagnosie, das Asperger-Syndrom oder was auch immer.

[[http://www.scilogs.de/hochbegabung/das-wasserwaage-prinzip-oder-warum-hochbegabte-immer-ein-defizit-haben-m-ssen/]] ;-)

j5ackrjabbit


Sind sie, das zeigte 2012 erstmals eine Studie an der Ruhr-Universität Bochum. 500 Mitglieder des deutschen Mensa-Clubs, eines Netzwerks für Hochbegabte, machten mit.

Wie repräsentativ sind 500 Mitglieder des Mensa-Clubs für die Gruppe der Hochbegabten? Mitglied im Club wird man, wenn man einen hohen Wert in einem IQ-Test (Mensa) erreicht. Anhand von Zahlen kann man gut eine statistische Auswertung machen. Gut für eine Studie. Der IQ-Test basiert auf einer Normalverteilung. Es gilt, dass ca. 2% aller Testteilnehmer hochbegabt sind.

Nur ist es so, dass nicht die breite Bevölkerung an einem professionellem Test oder einem Mensa-Test teilnimmt, sondern es gibt einen speziellen Grund. Der Test wird jedoch auf die teilnehmende Population/Stichprobe normiert und nicht auf die breite Bevölkerung. Viele kennen ihren IQ-wert nicht und wissen nicht, dass sie hochbegabt sind. Das Ergebnis dieser Studie buche ich somit unter nicht repräsentativ ab, ohne die Studie gelesen zu haben, wenn die Angabe des Spiegels korrekt ist.

jRackrKabbxit


Mir schon einige. Das Problem beginnt bereits sehr früh, nämlich da, wo eine überdurchschnittliche Intelligenz den Fleiß zunächst überflüssig macht (Hausaufgaben werden bereits in der Unterrichtsstunde gelöst, Üben ist sowieso unnötig...). Den Fleiß verorte ich da eher bei den "normal-intelligenten" Menschen, denen ihre Intelligenz auch Erfolgserlebnisse beschert, wenn sie fleißig sind. Die werden darin bestärkt, fleißig zu sein.

In den höheren Klassen, wenn dann das einmalige Hören im Unterricht nicht mehr zum Begreifen genügt (höhere Mathematik), rächt sich das, und die Normal-intelligenten die das Lernen gelernt haben, ziehen an den faulen Höher-Intelligenten vorbei. :)z

Aha, überdurchschnittliche Intelligente begreifen alles sofort, normal Intelligente nicht, sondern sie müssen das Lernen. Was macht dich so sicher darin, dass "Normalos" das Lernen gelernt haben. Überdurchschnittlich intelligent können nur 2% der Bevölkerung sein, wenn man annimmt, dass die Intelligenz in der Bevölkerung normalverteilt ist. Nun schaffen wesentlich mehr als zwei Prozent der Bevölkerung ein Studium. Daraus folgt, dass ein durchschnittlicher IQ auf jeden Fall ausreicht, um zu studieren. Diese breite Masse der Studenten, müssen nun wie verrückt büffeln, um das Studium überhaupt zu bewältigen. Nur um es jetzt einfach mal zu übertreiben.

Meine Beobachtung ist, dass Interesse überhaupt erst einmal vorhanden sein, dass man seine Intelligenz zur Lösung auch einsetzt. Daraus ergeben sich Fälle wie dieser, die recht häufig sind:

Bei den Leistungskursen handelt es sich um Fächer, die man selbst gewählt hat, eben weil sie einem leicht fallen und weil man interessiert ist. Für meine Leistungskurse musste ich so gut wie nichts tun.

So waren ich und meine Kommilitonen im Studium im Nebenfach Physik bei Aufgaben besser, wenn diese Bezug zur Chemie hatte. Z.B. machte es einen Unterschied, ob die Schwingung eines Pendels oder eines Moleküls berechnet werden musste.

Später das Gleiche, als ich Medizinstudenten unterrichtete. Ging es um Chemie in den ersten Semestern, wurde dies von den Studenten als lästiges Übel abgearbeitet. In einem lästigen Nebenfach zeigen die Studenten nicht ihre Fähigkeiten. Sie sind merkwürdig blind. Im Fach Klinische Chemie, wenn es dann um die Diagnostik geht, eignet man sich die erforderlichen Grundlagen an und setzt seine intellektuellen Fähigkeiten zur Problemlösung ein.

Bezogen auf einen IQ-Test heißt das, dass man auch Interesse für die Aufgaben haben muss, um sie zu lösen. Dieses Interesse "misst" der Test mit.

Interesse und dadurch einmaliges "Hören" führt auch bei "Normalos" zu Erfolgserlebnissen, nicht nur Fleiß. Die Aussage mit dem einmaligen Hören ist nun auch nicht korrekt, da es ja nur Menschen als überdurchschnittlich einschließt, die bevorzugt akustisch lernen. Daneben gibt es überdurchschnittlich Intelligente, die handeln, bildhaft oder bevorzugt durch Lesen lernen.

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