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Vom Wesen der Hochbegabung...

pJelztihe)rx86


Papier und Pappe gehören für die meisten Menschen zum Alltagshorizont (Gewohnheit), Hexan nicht. Ungewohntes macht viele Menschen unsicher.

Das mag natürlich zutreffen.

pUelztNierx86


zu "Wasserwaage-Prinzip": So ein Unfug.

Ja, ich kann auch nicht wirklich nachvollziehen, dass man dieses "Prinzip" für zutreffend halten kann.

Es ist meiner Meinung nach völlig unlogisch anzunehmen, dass alle Menschen über eine gleich große Flasche - um die Worte des Autors zu benutzen - verfügen.

Die möglicherweise hinter diesem Konzept stehende Motivation hat der Autor imho recht treffend karikiert.

jfack(rabxbit


Ich habe immer wieder beobachtet, dass man mich mit großen Augen verständnislos anguckt, wenn ich frage: "Ein Molekül Hexan (C6H14) besteht aus 6 Kohlenstoff- und 14 Wasserstoffatomen. Ein Kohlenstoffatom wiegt 12 atomare Masseneinheiten, ein Wasserstoffatom wiegt eine atomare Masseneinheit. Wie schwer ist das Hexan-Molekül?"

Die Aufgabe scheint gradezu astronomisch schwer zu sein.

Formuliere ich dieselbe Aufgabe leicht anders: "Ein Blatt Papier wiegt ein Gramm, ein Stück Pappe 12 Gramm. Was wiegen 6 Stück Pappe und 14 Blatt Papier zusammen?", dann gibt es kein Problem.

Ich dachte bisher, das läge an einer weit verbreiteten (mir völlig unverständlichen) Antipathie gegen die Chemie, dass sofort die Schotten runtergehen, wenn sich eine Aufgabe auch nur im Entferntesten nach Chemie anhört.

Meinst du das ist eher eine Frage des Interesses?

Aber die Leute interessieren sich doch nicht ernsthaft für ein bisschen Pappe und Papier.

Es ist eine Frage des Interesses. Die Schotten gehen runter bei Leuten,die sich für Chemie nicht interessieren bzw. eine Antipathie haben. Deswegen ist es besser das Hexanmolekül wegzulassen. Das bringt bessere Ergebnisse, weil die Antipathie nicht blockierend wirkt und nicht weil das Interesse für Papier und Pappe vorhanden ist. Es sei denn die Aufgabe ist für Chemiestudenten gedacht. Dann bitte das Hexanmolekül verwenden, da Papier und Pappe zu langweilig ist.

So war es auch im Seminar "Chemie für Mediziner". Einfach nur grausam, aus Sicht der Studenten, die so eine Antipathie gegen das Fach hatten. Gott sei Dank nicht alle. Im Fach Klinische Chemie geht es um Diagnostik, also trotz des Wortes Chemie im Namen um Medizin, meistens um Messungen erhöhter oder erniedrigter Werter, weil irgendwas im Körper aus dem Ruder läuft und um die medizinische Bewertung dieser Werte. Das ist jetzt mal etwas vereinfacht dargestellt. Dazu muss man etwas über biochemische Kreisläufe wissen und über die Messung der Werte, die zum Teil physikochemische Methoden verwenden. Als Mittel zum Zweck eignet man sich naturwissenschaftliche Grundlagen an, soweit wie man sie braucht und sogar mit Interesse. Eben nur nicht mehr und tiefer als erforderlich. Ich habe selbst gestaunt.

Auch später habe ich gestaunt, wenn so mancher Gynäkologe (habe öfter mal wegen Umzug gewechselt) neben der allgemeinen Anamnese plötzlich mit mir über Steroidchemie plaudern wollte.

Fpe.


@ 73

soll heißen, die Kinder sind zwar in der Schule doof wie Brot, was aber ausschließlich an ihrer Hochbegabung auf anderen imaginären Gebieten liegt.

:-)

@ sensibelman

Papier und Pappe gehören für die meisten Menschen zum Alltagshorizont (Gewohnheit), Hexan nicht. Ungewohntes macht viele Menschen unsicher.

Hmmm... und diese Unsicherheit führt zur totalen denktechnischen Blockade?

@ pelztier

Echt jetzt? ]:D Ich würde die Reaktion der von dir Befragten verstehen, wenn du die Zusatzinformation, wieviel ein Kohlenstoffatom wiegt, weglassen würdest.

Dann würde ich das auch verstehen. Aber nein, man kann angeben, wie schwer die C- und H-Atome sind, die Aufgabe ist trotzdem unglaublich schwer. Im Gegensatz zu der Papier- und Pappe-Aufgabe, die ist nicht wirklich schwer. Schafft aber auch nicht jeder.

F5eR.


@ jackrabbit:

Es ist eine Frage des Interesses. Die Schotten gehen runter bei Leuten,die sich für Chemie nicht interessieren bzw. eine Antipathie haben. Deswegen ist es besser das Hexanmolekül wegzulassen. Das bringt bessere Ergebnisse, weil die Antipathie nicht blockierend wirkt und nicht weil das Interesse für Papier und Pappe vorhanden ist.

Du sagst zwar, es sei eine Frage des Interesses, siehst aber selbst, dass es für Papierauch kein Interesse gibt. Eigentlich hast du eher begründet, dass es um Antipathie geht und nicht um Interesse, oder?

So war es auch im Seminar "Chemie für Mediziner". Einfach nur grausam, aus Sicht der Studenten, die so eine Antipathie gegen das Fach hatten.

Also ehrlich gesagt finde ich, dass jemand, der eine Antipathie gegen Chemie hat, eher kein Mediziner werden sollte.

jVarckrfab[bCit


Du sagst zwar, es sei eine Frage des Interesses, siehst aber selbst, dass es für Papierauch kein Interesse gibt. Eigentlich hast du eher begründet, dass es um Antipathie geht und nicht um Interesse, oder?

Nicht ganz. Ich habe auch begründet, dass Interesse eine "Triebkraft" ist. Es sind zwei entgegengesetzte Wirkungen, die Antipathie und Interesse haben. Man muss sehen, welche Gruppe von Studenten man vor sich hat und dem kann man im Seminar entgegenkommen, wenn man einen Bezug zum gewählten Studienfach herstellt, also dem entgegenkommt was interessiert. Auch Medizinstudenten sind gar nicht so unfähig oder unbegabt und zeigen ihre Fähigkeiten bei chemischen Aufgaben, wenn die Aufgabe einen Bezug zur Medizin hat. Manche interessieren sich sogar für die physikochemischen Methoden und Grundlagen, mit denen sie die Werte ermitteln und lernen die schneller als andere, die sich nicht dafür interessieren, weil sie an der Anwendung interessiert sind. Vielleicht werden die ersten Laborärzte und die anderen Psychiater oder gehen in die Industrie.

Das Grundlagenfach "Chemie für Mediziner" zeigt ja noch keine Anwendung für die Medizin. Es ist reine Chemie. Das Fach Klinische Chemie zeigt schon im Namen den Bezug zur Medizin. Ein Arzt hat kein Interesse an den einzelnen Synthesestufen der Herstellung eines Medikaments, die Beeinflussung biochemischer Kreisläufe interessiert da schon eher. Das ist auch Chemie. Für das Verständnis werden auch chemische Grundlagen benötigt. Das Interesse an den chemischen Grundlagen nimmt zu, wenn man den Bezug zum Fach der Studenten herstellt.

F>e.


@ jackrabbit

Es hat also beides Auswirkungen, Interesse und Antipathie.

Ich denke, du hast recht damit, und es ist verblüffend, wie man die objektiv eigentlich völlig gleiche Aufgabe durch die Wahl des Sachzusammenhangs zu einer sehr schweren oder eher leichten Aufgabe machen kann.

Danke für deinen Beitrag, du hast mich nachdenklich gemacht.

_{Bliz_za_


wie man die objektiv eigentlich völlig gleiche Aufgabe durch die Wahl des Sachzusammenhangs zu einer sehr schweren oder eher leichten Aufgabe machen kann.

bzw. durch die Aufgabenstellung:

Mir fiel jetzt beim Lesen der letzten Beiträge diese kleine Aufgabe ein, die zu einem Test (müsste Rechenfertigkeiten gewesen sein) gehört. Mein Psychologe sagte, dass erstaunlich viele Erwachsene die Frage falsch beantworten, was ich erst kaum verstehen konnte, da ich sofort die richtige Lösung sah und das für eine simple Aufgabe hielt. Hab dann aber mal so in meinem Umfeld die Aufgabe herumgezeigt, und auch da kamen recht viele falsche Antworten (bzw stets die gleiche falsche).

15 + H = 25 - H

Wie groß ist H ?


pelztier

Die möglicherweise hinter diesem Konzept stehende Motivation hat der Autor imho recht treffend karikiert.

Ja, das seh ich auch so wie du. Daher auch der Zwinker-Smiley hinter dem Link ;-)

Trotzdem haben doch gefühlt viele der Leute, die z.B. hier im Faden zum Thema Hochbegabung schreiben, irgendeine "Macke" oder sagen wir freundlicher "Beeinträchtigung" , und auch auf den gängigen Internet-Seiten zur Hochbegabung liest man z.B. von Auffälligkeiten im sozialen Verhalten als mögliches Erkennungsmerkmal. Ich sage selbst manchmal, wenn mein Partner mich beispielsweise mit meinem desolaten Orientierungssinn aufzieht er tut das aber liebevoll,, dass mir da wohl ein paar Synapsen fehlen, während dafür andere Dinge im Überfluss vorhanden sind o:) Ich finde, man kann das ruhig mit Humor nehmen - solange man nicht zu sehr beeinträchtigt ist natürlich.

Zur Werkstoffwissenschaft - da kopier ich mal ganz plump was hier rein, da ich -bitte nicht übelnehmen- tiefergehende berufliche Details hier nicht reinschreiben möchte.

Studienrichtung Werkstoffwissenschaft

Struktur-Eigenschaftsbeziehungen in metallischen, keramischen und halbleitenden Werkstoffen sowie deren Verbunden, Beeinflussbarkeit der Materialeigenschaften auf festkörperphysikalischer/- chemischer Grundlage, Methoden der modernen Struktur- und Mikrostrukturanalytik; Entwicklung und Optimierung neuer Werkstoffe auf der Basis der thermodynamischen sowie reaktionskinetischen Modellierung.

Übrigens, weil du schriebst, du interessierst dich für osteuropäische Kulturen - ich hab Russisch in der Schule auch geliebt, vor allem die Grammatik hatte mir gefallen - nicht bloß "simple 4" Fälle wie im Deutschen. Leider hatte ich seit dem Abi kein Russisch mehr und hab recht viel vergessen. Ich war mal in Kiew (vor Jahren), und möchte unbedingt Sankt Petersburg besuchen, wenn es sich ergibt. Konntest du denn mal nach Osteuropa reisen, oder ging das gesundheitsbedingt nicht?


Wenn man dann merkt, dass ich gut Mathematik kann, wird gleich vermutet, dass ich wahrscheinlich in Sprachen nicht so gut sei.

DAS regt mich auch immer wieder auf. Hatten wir ja hier im Faden auch schon. Es widerspricht einfach meinen Erfahrungen, die ich in Schule und Beruf gemacht habe, auch bei vielen anderen Leuten/Mitschülern/Kollegen.

m<ond+mstexrne


@ Fe.

Die beiden Aufgaben sind sehr unterschiedlich. Da Du bei der zweiten Aufgabe den Klebstoff weggelasssen hast, kann man daraus rückschließen, dass man bei der ersten Aufgabe den "Klebstoff", also die Bindungsenergien, vernachlässigen soll.

Wenn man das weiß, wird die Aufgabe einfach. :-)

Crhxe


Blizza

Studienrichtung Werkstoffwissenschaft

*:)

pAelzt)ier8x6


Ja, das seh ich auch so wie du. Daher auch der Zwinker-Smiley hinter dem Link ;-)

Tatsache - da habe ich glatt den Smilie übersehen , und schon ergibt es eine andere Aussage!

Ohne das Smilie scheint deine Aussage vom "ausgleichenden Defizit" nämlich das Wasserwaagenprinzip zu unterstützen...mea culpa ;-)

Hattest du freiwillig Russisch oder musstest du das lernen, fandest dann aber Gefallen daran?

Ja, Russisch ist im Gegensatz zum Englischen sehr logisch aufgebaut.

Auch die Aussprache kam mir sehr entgegen, weil ich auch im Deutschen das R rolle.

Ich war leider noch nie in Russland oder in den ehemaligen Sowjetstaaten , weil eine solche Reise schon damals aufgrund meines gesundheitlichen Zustands nicht möglich war.

pMelzotier486


@ Blizza

was war denn die stets gleiche, aber falsche Antwort? Ich habe einen Verdacht... ;-D

Im Grunde ist das ja einfachste Analysis.

pdelzWtieyr8x6


...Smiley - nicht Smilie .. dieses gottverdammte iPad ...

mQuchbmirne


Jetzt muss ich ja mal ganz blöde fragen was an dieser Gleichung Analysis ist?

Was die immer gleich falsche Antwort sein soll würde mich auch interessieren - ist es 5? Wäre nämlich auch meine Antwort ;-D

N/urCar6ihyon


Im Grunde ist das ja einfachste Analysis.

Falsch! %-|

Es geht um Grafikdesign und "H" ist etwa 20px Groß ;-)

Ist wohl auch eher elementare Algebra. Müsste damals 5. oder 6. Klasse gewesen sein.

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