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Vom Wesen der Hochbegabung...

_WBlizzxa_


Pelztier,

Bzgl. des russischen Rs: ich war ganz erstaunt, als unsere Lehrerin uns erzählte, dass es sogar Russen gibt, die das R nicht rollen können. Diese Fähigkeit hängt , wenn ich mich recht erinnere, von bestimmten Zungen-Muskeln (die bei manchen ausgeprägter sind als bei anderen) ab.

Das wußte ich noch nicht. Ich dachte bisher, es liegt an der falschen Technik, wenn man das Rollen einfach nicht hinbekommt. Geübt hatte ich ja früher immer mal, nur so aus Ehrgeiz, denn das Rollen oder Nichtrollen wurde ja nicht mitbenotet. Aber ich hätte es gern gekonnt.

Wir hatten auch Katjuscha gelernt, und noch einige russische Volkslieder. Vor allem schwermütige Lieder finde ich schön.

Magst du Akkordeon? Ist eigentlich nicht so meins, aber es gibt da wahre Künstler unter den Russen:

[[http://www.dailymotion.com/video/x103nzb_russian-guy-plays-vivaldi-on-accordion_music]]

_oBli;zza_


Einmal hatte ich 2 Wochen einen "Schnupperkurs" im Chinesischen. (Uni-Sprachkurs). Diese Sprache war aber überhaupt nichts für mich.

Zum einen muss man wirklich stur die Schriftzeichen auswendig lernen, und zwar jeden einzelnen Strich davon; man muss sogar lernen, in welche Richtung ein Strich innerhalb eines Zeichens zu zeichnen ist etc pp. Eine Logik, deren Befolgung einem helfen könnte etwas Ordnung ins Chaos der Schriftzeichen zu bringen, gibt es nicht wirklich.

Ich hatte als Kind einen Roman über China gelesen, darin lernte ein chinesischer Junge das Schreiben, und das wurde mit Schriftzeichen parallel illustriert . Fand ich sehr interessant, hab das aber nie weiter verfolgt. Ohne ausgefeilte Grammatik stell ich mir das Chinesische auch schwer vor.


Die verlinkte Doku hab ich noch nicht angeschaut, aber ich bin heut noch auf einen Artikel gestoßen, den ich auch für das Fadenthema hier interessant finde:

[[http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_74313130/abitur-philologenverband-chef-befuerchtet-entwertung-des-abiturs.html]]

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, befürchtet eine zunehmende Entwertung des Abiturs. "Generell muss tatsächlich bezweifelt werden, ob heute noch in vielen Fällen hinter der durch das Abitur verliehenen Studienberechtigung auch eine Studienbefähigung steht"

Zu einem "Spiegel"-Bericht über die Häufung von Top-Abiturnoten zwischen 2006 und 2013 sagte der langjährige Chef der Gewerkschaft der Gymnasiallehrer: "Die nachweisbare massive Zunahme von Einser-Schnitten liegt mit Sicherheit nicht daran, dass in Deutschland bei Abiturienten plötzlich eine Leistungsexplosion stattgefunden hat." Meidinger fügte hinzu: "Es soll ja Schulen geben, wo strenger korrigierenden Lehrkräften überhaupt keine Abiturkurse mehr gegeben werden."

Krass. Wo soll das hinführen?

Die eigentlich Gelackmeierten der Bestnoten-Inflation sind die Spitzenschüler, weil deren Spitzenleistung in der Einser-Schwemme untergeht."

Genau. Oder die, die je nach Bundesland und Schule ein höherwertiges Abitur ablegen.

p2elztnier8x6


Wenn hier jemand die Doku gesehen haben sollte, würde mich dessen Meinung zu dem Vater und dem Sohn bzw. deren Ansichten interessieren. ;-)

p\elzxtier786


Okay, ein paar Anmerkungen von mir zu der Doku bzgl dazu, was mir aufgefallen ist:

1. Als der Junge gegen Ende des Videos nach wichtigen Menschen in seinem Leben gefragt wird, gibt er die Antwort, dass seine Mutter die wichtigste Person, sein Vater die zweitwichtigste Person sei. Das finde ich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Vater aufgrund seiner Pensionierung und seiner "Projekte" mehr Zeit mit seinem Sohn verbringt als seine berufstätige Mutter, und der eigentliche Förderer seines Sohnes ist. Ebenso fand ich die Aussage des Jungen, dass er gerne ein Projekt seines Vater sei, etwas befremdlich. Ich weiß nicht, aber da hätte ich irgendwie mehr Autonomie - gerade von einem Hochbegabten - erwartet. Aber vielleicht enspricht diese Vorstellung auch nur einem Klischee. Auch wenn ich mich nicht als hochbegabt betrachte - ich hätte mich jedenfalls ungern selbst als Projekt bezeichnet und noch weniger gern mich als solches gefühlt, selbst wenn mein Vater mein "Förderer" gewesen wäre. Schließlich kann und möchte ich selbst denken und Entscheidungen für mich treffen.

2. Was der Vater sagt bzgl. des Auftretens des "Phänomens" der "Höchstbegabung" seines Sohnes war meinen Ansichten dagegen schon deutlich näher.

Ich denke auch, dass der Junge, wenn er nicht von Anfang an derart gefördert worden wäre, nicht unbedingt dieses Ausmaß von mathematischen Höchstleistungen hätte erbringen können, wie es nun der Fall zu sein scheint. Das Überspringen von Klassen in der Grundschule (mit dem Resultat, dass er als 11 Jähriger nun in der 7. Klasse ist), hat mich dagegen nicht sehr beeindruckt, ebenso wie seine Sprachkenntnisse (Erlernen des Französischen während der Sommerurlaube). Das mag überdurchschnittlich sein, aber nicht außergewöhnlich.

Insofern fände ich tatsächlich die Frage interessant, wieviel von der "gemessenen" Höchstbegabung geblieben wäre, hätte der Vater ihn nicht von Anfang an entsprechend gefördert. (Vorausgesetzt, dass der IQ Test nicht bereits vor dem Eintritt in die Schule und damit vor dem Beginn der Förderung durch den Vater gemacht wurde, wonach es sich aber imho nicht anhörte; der Vater meinte ja, er sei bis zum Eintritt in die Schule unauffällig gewesen)

3. Nun noch eine Verständnisfrage meinerseits - einfach , weil es mich interessiert, und ich mich leider auch diesem Thema trotz meines Interesses schon lange nicht mehr widmen konnte und ich über wie ich fürchte rudimentäre Kenntnisse nicht hinausgekommen bin.

Am Ende erklärt der Junge, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein schwarzes Loch die Erde trifft, quasi gleich null sei. Er begründet das mit der 3-Dimensionalität des Universums - bei einem 2-dimensionalen Universum wäre die Wahrscheinlichkeit größer.

Nun meine ich mich aber zu erinnern, dass das Universums wahrscheinlich mehr als 3 Raumdimensionen hat ( - ich nehme an, der Junge bezog sich hier auf die drei "erfahrbaren"Raum-Dimensionen; ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er die vierte Dimension/die Raumzeit unter den Tisch fallen lassen würde.). Jedenfalls besagt doch, wenn ich mich recht erinnere, die String-Theorie, dass es mehr als diese drei Raumdimensionen geben müsse, genauer gesagt 11 (oder sogar noch mehr), die wie eine Art Schwamm ineinander zusammengefaltet seien.

Wie genau das begründet wird, weiß ich nicht mehr genau; ich meine, dass sich diese Anzahl aus der Verbindung von der Physik des Mikrokosmos mit der Physik des Makrokosmos ergeben hat. (ähja, wie gesagt: ich habe von dem Thema leider nicht wirklich viel Ahnung ;-D )

Unbefriedigend bei dieser String Theorie scheint jedenfalls zu sein, dass man die Theorie der 11 Dimensionen bisher nicht falsifizieren kann.

Was - soweit ich weiß - beim 3 - dimensionalen Universum spielend gelingt: unsere Existenz beweist, dass wir in einem Universum mit 3 Dimensionen leben, weil in einem zwei oder mehrdimensionalem Universum die Abstände der Planeten zu ihren Sonnen mit Leben auf den Planeten unvereinbar wäre.

Kann mir also jemand erklären, wie der Junge so sicher von einem 3-dimensionalen Universum sprechen kann? Thanks ;-D

p'elQztierx86


@ Blizza

"Generell muss tatsächlich bezweifelt werden, ob heute noch in vielen Fällen hinter der durch das Abitur verliehenen Studienberechtigung auch eine Studienbefähigung steht"

Dem kann ich nur zustimmen.

p9elztiexr86


Folgenden Beitrag zum Thema "Zusammenhang zwischen IQ Wert und Hochbegabung" fand ich ganz interessant. Vieles von dem, was der junge Mann anspricht, kann ich für mich unterschreiben.

[[https://www.youtube.com/watch?v=Dlp6u2RwyjY]]

m%ond<+stxerne


"Zusammenhang zwischen IQ Wert und Hochbegabung"

Von (intellektueller) Hochbegabung spricht man ab einem IQ von 130. Der Zusammenhang ist also ganz einfach. ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Hochbegabung Wikipedia]])

Unter 100 Schülern eines Gymnasiums sind damit ungefähr fünf hochbegabte. Der Sohn aus dem vorangehenden von Dir verlinkten Video ist mit einem IQ von über 149 also selbst unter den Hochbegabten noch ein Ausnahmetalent. ([[http://iq-skala.plakos.de/ Quelle]])

Im Gegensatz zum Wissen ist Intelligenz eine Begabung und damit über die Schulzeit annähernd konstant.

Neben einer Begabung im intellektuellen Bereich kann man noch in vielen anderen Bereichen Talente haben, beispielsweise musikalische, sportliche, handwerkliche oder politische.

p|elztWier8x6


Von (intellektueller) Hochbegabung spricht man ab einem IQ von 130. Der Zusammenhang ist also ganz einfach.

Nein, so einfach ist der Zusammenhang eben nicht; zumindest kann man einen absoluten Zusammenhang zwischen ermitteltem IQ Wert und der Höhe der Intelligenz anzweifeln. Darüber ging es ja in der Diskussion.

Dass Hochbegabung bisher über einen IQ von größer/gleich 130 definiert wird, wissen hier in dem Thread glaube ich alle.

damit über die Schulzeit annähernd konstant.

Intelligenz is relativ konstant, ja. Aber auch nicht in jedem Fall. Ein sehr intelligentes Vorschul/Grundschulkind muss nicht zwangsläufig ein sehr intelligenter junger Erwachsene sein.

sRensixbelmaxn


Ein sehr intelligentes Vorschul/Grundschulkind muss nicht zwangsläufig ein sehr intelligenter junger Erwachsene sein.

:)z

Intelligenz ist zu gewissen Anteilen an- und abtrainierbar. Mit dem Denken geht es dabei nicht wesentlich anders als mit den Muskeln- gute genetische Anlagen bieten zwar eine gute Basis, reichen allein aber nicht aus- wenn Denken oder die Muskeln nicht benutzt werden, verkümmern sie. D.h. man muss Gehirn oder Muskeln anregen (dazu müssen genügend Möglichkeiten geboten werden), damit sie sich entwickeln können- der Begabte hat den Vorteil, dass die Entwicklung einfacher und schneller erfolgt und aus dem Erfolg auch eine höhere Motivationsfähigkeit erwächst.

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