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Vom Wesen der Hochbegabung...

p<elztTier8d6


Nur weil das Niveau der Schulbildung und damit auch der Schüler deutlich niedriger ist, ale es noch vor 50 Jahren war, heißt das nicht, dass die Fähigkeit flüssig und ohne Fehler unbekannte Texte lesen zu können ein exklusives Merkmal von Hochbegabten wäre. Das sollte eigentlich ein Ziel sein, was alle Schüler am Ende der Grundschule erreicht haben sollten - dass es heutztage nicht mehr so ist, ist ein Armutszeugnis.

Auch die Fähigkeit des Kopfrechnens hat bemerkenswert wenig mit Intelligenz zu tun, es sei denn, es handelt sich um ausgefallene Berechnungen, bei denen einige "mathematische Wunderkinder" ihre selbst entwickelte Methoden (oder auch eben jenes eingangs erwähnte ominöse intuitive Denken) anwenden. Mathematische oder physikalische Hochbegabung äußert sich jedoch eigentlich eher selten derart. Es wäre - gerade in der heutigen Zeit - für einen Hochbegabten auch eine sehr stumpfsinnige Beschäftigung, wenn grundlgegendere, hochinteressante Probleme immer noch nicht geklärt sind, deren Lösung viel mehr Intelligenz, Kreativität und unkonventionelle Herangehensweise erfordert, als es beim Kopfrechnen der Fall wäre.

Wenn das, was sonyaner darstellt, tatsächlich Hochbegabung ist, dann hätten wir in der Tat sehr viele Hochbegabte. Und dass "so HB funktioniert", bezweifle ich.

Im Übrigen müssen tatsächlich auch Hochbegabte irgendwann anfangen zu lernen und sich Wissen anzueigenen - denn ganz ohne Grundlagenwissen ist weder deduktives noch induktives Denken möglich. Wenn sie dennoch meinen, allein ob ihrer intellktuellen Fähigkeiten die Welt erklären zu können, so kommt das heraus, was in den Beiträgen von sonyaner und benutzerin erkannt werden kann: Binsenweisheiten, freilich mehr oder weniger schön verpackt in einer immer ähnlichen Pseudo-Argumentationskette, die im Grunde nichts weiter als ein unzulässiger Zirkelschluss ist, obendrein garniert mit objektiv falschen Behauptungen und Polemik. Aber über Kritik ist man ja erhaben, weil die anderen zu dumm sind einen adäquat zu verstehen. Alles klar...

Ich würde gerne mal Prozentzahlen präsentiert bekommen im Vergleich zu durchschnittlichen Abiturienten. Das müsste doch für Hochbegabte machbar sein.

Was hat das jetzt mit komplexem Denken zu tun? dazu müsste man erst einmal sich darüber einig sein, wer alles zu diesem illustren Kreis der Hochbegabten, auch in der Geschichte, zählt.

Im Übrigen finde ich deine Argumentation teilweise anmaßend wertend, weil du einfach vorwegnimmst, ob du mit einem "Hochbegabten" oder einem "Normalo" schreibst. Gerade im Falle von Snaiperskaja [VSS] halte ich das für arg dünnes Eis, auf das du dich da begibst.

Nun, da bist du nicht der Einzige, der das so empfindet ;-) . Ist aber nichts persönliches - wie ich schon schrieb - sonyaner ist zu jedem so und kommuniziert mit ihrem (virtuellen) Gegenüber, als ob er nicht bis drei zählen könne und belehrt werden müsse respektive könne, wie die Welt der HBs funktioniere.

sychnecIkne1985


vor allem messen die "üblichen" IQ-Tests mathematisch-logisches Wissen. Der Wert ist also nur sehr begrenzt aussagekräftig.

Die Forschung ist sich ja noch überhaupt nicht einig, was Intelligenz genau ist?

Ich bezweifle, dass Mozart ein überragender Physiker hätte werden können, wäre er nicht Musiker / Komponist gewesen. Oder, dass Picasso auch zur höheren Mathematik berufen hätte sein können.

Will heißen: Es werden mittlerweile auch Bereiche wie künstlerische, emotionale, soziale, praktische usw. Intelligenz erforscht und diskutiert.

Mein Vater kann aufgrund schlechter Schulbildung keinen fehlerfreien Satz schreiben, aber er baut Dinge aus Holz / Metall ohne Baupläne, die ich so nie hinkriegen würde. Richtig knifflige Systeme, die auch alle problemlos funktionieren.

s/chne:cke19x85


PS: Irgendein Wissenschaftler hat die These aufgestellt, dass man - egal in welchem Bereich - ziemlich gut werden kann, sofern man 10.000 Stunden oder mehr Übung darin hat. Kling ziemlich ketzerisch und ist auch nicht absolut erwiesen, aber ein interessanter Ansatz.

p)elz9tiexr86


Will heißen: Es werden mittlerweile auch Bereiche wie künstlerische, emotionale, soziale, praktische usw. Intelligenz erforscht und diskutiert.

Jep. Das ist aber umstritten. Denn wie bitte soll eine praktische, emotionale oder soziale Hochbegabung aussehen? eine künsterlische Hochbegabung dagegen ist ja noch einleuchtender...

Ich bezweifle, dass Mozart ein überragender Physiker hätte werden können, wäre er nicht Musiker / Komponist gewesen. Oder, dass Picasso auch zur höheren Mathematik berufen hätte sein können.

Mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, aber das schließt eine insgesamt hohe Intelligenz nicht aus. Abzugrenzen sind von dem Phänomen des Genies mit einem herausragenden Intellekt auch immer noch die Wunderkinder, bei denen schwer zu differenzieren ist, was aus ihrer Begabung entsteht, und was der optimalen Förderung zuzuschreiben ist. Das ist ja auch bei Mozart die Diskussion. Unzweifelhaft ist sicherlich, dass ein vorhandenes Talent durch frühe Förderung zu ganz anderen Höhenflüge gebracht werden kann, als wenn es diese Förderung nicht gibt.

pEelzMtfier8x6


Von einer intelligenten Person erwarte ich, dass sie antizipiert, dass das nur das Grundwerkzeug ist und für die Aneignung von komplexerem Wissen andere Lernmethoden erforderlich sind. Und die Grenze zum komplexen Wissen ist bei jedem früher oder später überschritten, sodass der Methodenwechsel an dem Punkt unumgänglich wird. Dann sollte man die Grundzüge des Lernens zumindest abstrakt kennen.

Volle Zustimmung!

p)elFztxier86


Man sollte sich aber vielleicht von dem Gedanken verabschieden, dass ein Genie bei einem IQ von 130 anfängt. Und das ist das Problem an der Sache: Dieser inflationäre Hochbegabten-Bullshit wird mit tatsächlichen Ausnahme-Individuen verwechselt und zeichnet dadurch ein völlig verzerrtes Bild.

ebenfalls volle Zustimmung ! ;-D

s*chnzecke19x85


Das ist aber umstritten. Denn wie bitte soll eine praktische, emotionale oder soziale Hochbegabung aussehen?

Das ist ja die Frage: Ist eine bestimmte Begabung / Fähigkeit nur deshalb keine, weil sie nicht statistisch / mathematisch erfasst werden kann?

Ich will dir da nicht widersprechen, aber zustimmen kann ich eben auch nicht. Wie bemisst man denn z.B. musikalische / künstlerische Begabtheit? Ich meine, Vincent van Gogh war seinerzeit nicht gerade für seinen wirtschaftlichen Erfolg bekannt, aber er gilt heute dennnoch als einer der größten Maler. ":/

Mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, aber das schließt eine insgesamt hohe Intelligenz nicht aus.Abzugrenzen sind von dem Phänomen des Genies mit einem herausragenden Intellekt auch immer noch die Wunderkinder, bei denen schwer zu differenzieren ist, was aus ihrer Begabung entsteht, und was der optimalen Förderung zuzuschreiben ist.

Da bin ich ganz bei dir, dass herausragende Leistungen auf einem Gebiet eine allgemeine Hochintelligenz nicht ausschließen. Du differenzierst aber hier selber die "Wunderkinder", aber für mich ist ein Wunderkind auch hochbegabt - in einem oder mehreren Bereichen.

Wunderkinder, bei denen schwer zu differenzieren ist, was aus ihrer Begabung entsteht, und was der optimalen Förderung zuzuschreiben ist.

*zustimm* Ich wollte eben nur herausheben, dass Intelligenz eben keine Größe ist, die sich in IQ-Tests erschöpft. Intelligenz ist ein abstrakter Begriff, der gleichzeitig so inhaltsleer ist wie die eine allgemeine Defintion von Liebe. Eben weil es diverse Faktoren gibt, die eine Hochbegabung beeinflussen / fördern / zerschlagen usw.


Ich find' das Thema spannend. :)^

pZe~lztizer8x6


@ benutzerin

Warum es ihnen nicht weh tut, so einfältig zu sein. Warum ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich mich 5 Minuten mit solchen Leuten unterhalte,

Meine Beiträge sind also von oben herab? lies doch mal deine eigenen Beiträge durch und frage dich, welchen Eindruck diese wohl bei Außenstehenden hinterlassen könnten....

Wenn du meinst, dass meine Beiträge "von oben herab" seien und ich "von Vorurteilen geleitet" sei, weil es mir sehr aufstößt, wenn jemand meint, allein mit einem IQ Test Ergebnis, das ihm Hochbegabung "bescheinigt", ein exklusives Anrecht auf Wahrheit und Anmaßung zu besitzen - dann mag das stimmen. Ansonsten eher nicht. Ich wüsste auch nicht, was ihr - du und sonyaner - bisher Konstruktives an der Diskussion beigetragen hättet, obwohl ihr ja offensichtlich "insider" seid, oder es zumindest zu sein glaubt.

pyelztFierx86


klar, Wunderkinder können durchaus hochbegabt sein - ob sie es immer sein müssen, das ist die Frage... ich habe die Wunderkinder von den "Genies" nur deshalb abgegrenzt, weil bei ersteren der Faktor Förderung eine erhebliche Rolle spielt, und man nur schwer einschätzen kann, wieweit diese reicht. Dagegen hat sich so manches Genie später auch ohne jede kindliche Förderung gezeigt, gerade in der Kunst.

p]elzqtTierS86


Das ist ja die Frage: Ist eine bestimmte Begabung / Fähigkeit nur deshalb keine, weil sie nicht statistisch / mathematisch erfasst werden kann?

Begabung ist aber nicht dasselbe wie Hochbegabung. Soziale und emotionale Begabung gibt es sicherlich. Ich habe mich nur gefragt, ob es soziale, emotionale , praktische Hochbegabung gibt - und das ist in der Tat für mich nur schwer vorstellbar - zumindest bisher.

acu:g23x3


Hochbegabung = Nachtarbeiter? (oder nur andere Zeitzone?)

= Nachtarbeiter... stimme ich zu, kenne zwei davon!

p7elzti%er86


@ aug

in meinem Fall sind die Beiträge zu nachtschlafender Zeit nicht einer anderen Zeitzone geschuldet, sondern zum großen Teil meinen außergewöhnlichen Lebensumständen - zum anderen aber auch der Tatsache, dass ich schon immer die Nacht faszinierend fand.

Ob das jetzt für "Hochbegabung" (nach herrkönnlicher Definition) spricht, weiß ich aber nicht - halte das aber auch für irrelevant. Die Erwähnung dieses möglichen Aspektes einer Hochebgabung führt dann nur dazu, dass Eltern verzogener Kinder, die aufmüpfig sind und in der Schule versagen, die Hochbegabung ihre Sprosses quasi schon selbst diagnostizieren, weil "mein Lütte schon immer so lange aufbleibt, und einfach all seine Probleme für eine Hochbegabung spricht."

Man muss nur mal in einschlägige Foren lesen, was sich dort Eltern alles zusammenreimen...

Nach meinem Verständnis von wirklicher Hochbegabung wüsste ich jetzt auch auf Anhieb keinen zeitgenössischen Deutschen, bei dem das Prädikat gerechtfertigt wäre ]:D

Ezhemalig+er Nutbzer (#x479013)


Lütte

Ich kenne dieses Wort nicht. Bin ich jetzt etwa doch nicht hochbegabt? :-o :°(

:°_

p0elzut/ilerx86


Mein Vater kann aufgrund schlechter Schulbildung keinen fehlerfreien Satz schreiben, aber er baut Dinge aus Holz / Metall ohne Baupläne, die ich so nie hinkriegen würde. Richtig knifflige Systeme, die auch alle problemlos funktionieren.

Da vermischst du aber meine Meinung nach zwei unterschiedliche Dinge.

Fehlende Schulbildung (gerade wenn äußere, eine reguläre Ausbildung konterkarierende Faktoren vorlagen, wie es früher noch häufiger der Fall war) hat per se nichts mit Intelligenz zu tun bzw. spricht für mangelnde Begabung. Intelligenz wird sich, wenn auch nicht immer von der Öffentlichkeit bemerkt, in der Regel bemerkbar machen - und wenn man im Hinterzimmer Computersysteme für sich bastelt, und ansonsten als Kanalreiniger arbeitet.

Um z.b. komplexe Systeme aus Holz bauen zu können, braucht man ein erhebliches Maß an räumlichem Vorstellungsvermögen und analytischem Denken, und diese Leistung ist umso höher zu bewerten, wenn keinerlei entsprechende Ausbildung erfolgt ist und die Fähigkeit autodidaktisch erworben wurde.

p2elzt>ie|r8x6


Ich kenne dieses Wort nicht. Bin ich jetzt etwa doch nicht hochbegabt

;-D

Verzeih' - das ist ein Wort, was meine Deuschlehrerin zu sagen pflegte, wenn sie "Kind" negativ konnotieren wollte. Ist mir hier irgendwie reingerutscht... :=o

Ich glaube, in irgendeiner Region bezeichnet man aber oftmals den Nachwuchs derart - in dem Fall dann eher mit stolzgeschwellter Brust.

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