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Ich kann nicht mehr..

EShemaUligerG NutzerX (#5r65974x) hat die Diskussion gestartet


Ich war die letzten Wochen, trotz einiger Probleme, immer zuversichtlich und motiviert. Mittlerweile bin ich an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr weiter weiß.

Ich habe es in den letzten Monaten immer noch nicht geschafft, mein Leben in den Griff zu bekommen. Es gibt so viel, dass ich erledigen und organisieren müsste, aber ich bringe es einfach nicht auf die Reihe. Meistens bin ich den ganzen Tag unterwegs, wenn ich zuhause bin, versuche ich mich einfach nur von dem Schmerz abzulenken.

Von meinen Eltern kann ich keine Unterstützung erwarten, im besten Fall lassen sich mich in Ruhe. Es gab in den letzten Wochen einige unschöne Situationen, in denen sie mir sehr deutlich gesagt haben, was sie von mir halten und wie gerne sie mich endlich los wären. Es macht mir wohl doch mehr aus, als ich mir eingestehen will.

Es gibt niemanden mehr, der für mich da wäre oder mich unterstützen würde. Die Menschen, die mir etwas bedeutet haben, sind alle fort. Bisher bin ich ganz gut alleine zurechtgekommen, aber jetzt..

Meine Therapie pausiert bald für längere Zeit und es gibt noch so viel, worüber ich sprechen will. Ich habe Angst, dass ich ohne meine Therapeutin in ein tiefes Loch falle.

Mir ist heute bewusst geworden, wie unschön und desillusionierend das richtige, reale Leben eigentlich ist. Langsam verliert alles an Bedeutung und Sinn - selbst die Dinge, die mir wichtig waren.

Was mach ich denn jetzt?

Antworten
a|ug723w3


"Armes Häschen" pflegte eine Chefärztin Psychosomatik dann zu sagen. Vorgestern lief so ein armes Junghäschen durch ein Wohngebiet, zum Glück gibt es drum herum Felder. Mit anderen Worten: ein Weg findet sich immer.

nOottra?nquil=ized


Hi, mir geht es auch so, früher vor ein paar Jahren hatte ich auch noch Hoffnung, aber heute nicht mehr. Ich habe mein Leben auch nicht im Griff, hatte es aber noch nie, nru konnte ich mich früher noch Freude empfinden. Es gäbe auch sovil was ich machen müsste oder könnte, aber ich schaffe nichts, bin den ganzen Tag beim arbeiten und danach und am Wochenende mache ich nichts. Ich gege demnächst in eine Klinik und hoffentlich kann ich danach besser Leben.

Hpay0ley6 M.


Kann es sein, dass du gedanklich gerade "die Quadratur des Kreises" versuchst und du damit deinen Schmerz um so mehr fühlst?

Wir leiden dann am meisten und verlieren unseren Lebensmut, wenn wir versuchen, gleichzeitig die Vergangenheit zu ertragen und und eine noch nicht eingetretene Zukunft vorauszudenken und zu bewältigen.

Es geht aber immer nur um den einen, den jetzt gerade stattfindenden Moment. DEN bekommen wir immer hin, dazu reicht auch unsere Kraft immer aus.

Du fragst, was du jetzt machen sollst. Meine Antwort ist: Lebe jeden Tag für sich, am besten jede Stunde und jeden Moment so gut wie nur möglich. Aneinander gereiht sehen dann diese Tage rückblickend nicht mehr gar so hoffnungslos aus.

Versuche zudem, ein bisschen Dankbarkeit für irgend etwas zu entdecken, und wenns nur für den Kaffee am Morgen und solche lapidaren Dinge ist …

Klingt vielleicht komisch, aber mir hat auch mal geholfen in einer absolut hoffnungslosen Lage, dass ich jeden Tag unauffällig mit einer kleinen Sache etwas tat, was entweder jemandem eine Hilfe war oder einfach nur eine Nettigkeit für jemand.


Ich kenn also deine Verzweiflung. Vielleicht ist ja für dich bei den Vorschlägen etwas dabei, würde mich freuen.

m0ond+stGernxe


@ aug233

"Armes Häschen" pflegte eine Chefärztin Psychosomatik dann zu sagen.

Was ist das denn? Spott? Sarkasmus? Mitleid? Hilflosigkeit?

Hceyxm


Auf jeden Fall nicht sonderlich professionell. :-|

Swan, mir hat es auch ganz arg Angst gemacht, als ich keine Therapie mehr hatte. Jetzt ist die letzte Stunde 6 Monate her und naja. Es ist nicht besser und nicht schlechter als vorher. Klar ist es einfacher mit einem Gesprächspartner , aber das kann man, zumindest teilweise ausgleichen. SPDi, oder machs wie ich: Forum zujammern :-P |-o

JRuleHy


Swanlake... :)* :)* :)*

Kann gerade nicht viel dazu sagen, tut mir leid |-o

aZug2C33


Mitleid? Hilflosigkeit?

@ mond+sterne,

die Th weiß sehr wohl was mit dem Satz anzufangen. Helfen kann man ihr ohnehin nicht, da sie die notwendigen Leistungen selbst erbringen muss. Mitleid - kommt auf die Definition an, wahrscheinlich versteht jeder etwas anderes darunter.

EVheJmal#iger Nut;zer (#D5659x74)


Danke für eure Antworten. :-)

Das Problem ist, dass ich keine Wahl habe. Ich muss mit der Vergangenheit zurechtkommen, in der Gegenwart funktionieren und für die Zukunft vorausplanen - sonst stehe ich in einigen Monaten (schlimmstenfalls) ohne Zukunftsperspektiven vor dem Nichts.

Ich fühle mich wie ein Tank mit einem riesigen Leck. Ich bringe teilweise noch nicht mal die Kraft auf, hilfreich und ausführlich auf Beiträge hier im Forum zu antworten, obwohl ich theoretisch genug Zeit hätte und es gerne würde. :-|

Ich habe auch schreckliche Angst vor dem morgigen Tag. Ende letzter Woche hatte ich ein Erlebnis , das meine Sozialphobie ziemlich getriggert hat. :°(

Am liebsten würde ich einfach in eine Klinik gehen, dann hätte ich vielleicht eine kurze Zeit etwas Ruhe vor allem. Aber letztlich würde das alles noch komplizierter und schwieriger machen.

:°(

KBleineH9exex21


Darf ich mal konkret fragen, um welche Probleme es sich denn handelt?

Was konkret du auf die Reihe bekommen möchtest, aber nicht schaffst?

Weshalb bist du in Therapie und weshalb gibt es da jetzt eine Pause?

Manche dieser Probleme kennen vielleicht viele, weil es normal ist, aber dein Problem scheint tiefer zu liegen?

Huayrley xM.


Ich muss mit der Vergangenheit zurechtkommen, in der Gegenwart funktionieren und für die Zukunft vorausplanen - sonst stehe ich in einigen Monaten (schlimmstenfalls) ohne Zukunftsperspektiven vor dem Nichts.

(…)

Natürlich fühlst du das so! Aber damit bist du komplett überfordert.

Am liebsten würde ich einfach in eine Klinik gehen, dann hätte ich vielleicht eine kurze Zeit etwas Ruhe vor allem.

Wäre vermutlich das Beste.

Aber letztlich würde das alles noch komplizierter und schwieriger machen.

Hier spricht wieder Dein angstvolles Denken. Das ist nicht real, und zwar weil: Durch eine Zeit in der Klinik wirst du stärker werden und bist dann viel besser gerüstet für alles. Überleg dir das noch mal.

KOle%io


Swanlake

Was mach ich denn jetzt?

Was könntest Du denn machen?

Ich habe es in den letzten Monaten immer noch nicht geschafft, mein Leben in den Griff zu bekommen. Es gibt so viel, dass ich erledigen und organisieren müsste, aber ich bringe es einfach nicht auf die Reihe. Meistens bin ich den ganzen Tag unterwegs, wenn ich zuhause bin, versuche ich mich einfach nur von dem Schmerz abzulenken.

Was wäre das alles, was Du tun müsstest?

Meinst Du körperliche oder seelische Schmerzen?

Von meinen Eltern kann ich keine Unterstützung erwarten, im besten Fall lassen sich mich in Ruhe. Es gab in den letzten Wochen einige unschöne Situationen, in denen sie mir sehr deutlich gesagt haben, was sie von mir halten und wie gerne sie mich endlich los wären. Es macht mir wohl doch mehr aus, als ich mir eingestehen will.

Was haben sie denn gesagt? Wie ist denn die Situation mit Deinen Eltern?

Es gibt niemanden mehr, der für mich da wäre oder mich unterstützen würde. Die Menschen, die mir etwas bedeutet haben, sind alle fort. Bisher bin ich ganz gut alleine zurechtgekommen, aber jetzt..

Wie alt bist Du? Wie hast Du es bisher geschafft zurecht zu kommen? Was müsstest Du machen, damit es wieder so ist? Welche Unterstützung bräuchtest Du denn?

Meine Therapie pausiert bald für längere Zeit und es gibt noch so viel, worüber ich sprechen will. Ich habe Angst, dass ich ohne meine Therapeutin in ein tiefes Loch falle.

Naja, noch ist es ja nicht soweit. Sollte es wirklich so kommen, spricht etwas dagegen, dass Du weiter gehst?

Weswegen bist Du denn in Therapie?

E`hemaligper Nut-zer (#)565x974)


@ KleineHexe21

Darf ich mal konkret fragen, um welche Probleme es sich denn handelt?

Starke Antriebslosigkeit, extreme Labilität, Gefühle von Sinn- und Hoffnungslosigkeit, starke Ängste, ständige Überforderung mit Alltagssituationen.

Was konkret du auf die Reihe bekommen möchtest, aber nicht schaffst?

Mein Hauptproblem ist die Schule. Ich bringe es einfach nicht auf die Reihe, etwas zu lernen obwohl ich es eigentlich möchte. Entweder kann ich mich nicht dazu aufraffen, oder ich habe Angstzustände, die mich zu stark ablenken.

Ich schaff es noch nicht einmal, Ordnung in meine Schulsachen zu bringen. ":/

@ Hayley M.

Hier spricht wieder Dein angstvolles Denken. Das ist nicht real, und zwar weil: Durch eine Zeit in der Klinik wirst du stärker werden und bist dann viel besser gerüstet für alles. Überleg dir das noch mal.

Ich bin schon auf der Warteliste für eine Tagesklinik, allerdings glaube ich nicht, dass ich dort aufgenommen werde.

Einen stationären Aufenthalt möchte ich nur, wenn es wirklich nicht mehr anders geht. Im Moment wäre es vermutlich sogar eher kontraproduktiv, wenn ich die ganze Zeit in einer Klinik sein müsste - zu mal das ja auch hauptsächlich zur Stabilisation dient, oder?

Da würde mir vermutlich die Decke auf den Kopf fallen.

@ Kleio

Was könntest Du denn machen?

Mich meinen endlich Problemen stellen. Vielleicht mit meiner Therapeutin sprechen. Einen Termin bei einem Psychiater vereinbaren.

Aber das alles würde letztlich nichts an meiner inneren Leere ändern. :°(

Was wäre das alles, was Du tun müsstest?

Einige Telefonate führen, Termine vereinbaren, mit meinem Klassenvorstand sprechen, Schulsachen erledigen, mich mit Mitschülern austauschen, Haushalt (Wäsche waschen, Zimmer aufräumen) etc.

Meinst Du körperliche oder seelische Schmerzen?

Seelische.

Was haben sie denn gesagt? Wie ist denn die Situation mit Deinen Eltern?

Meistens sagen sie Sachen wie z. B. dass ich eine Belastung bin; niemand von meiner Familie mich bei uns zuhause haben möchte und sie sich richtig freuen, wenn ich endlich weg bin.

Ich habe keine enge Bindung zu meinen Eltern, aber normalerweise ist die Situation nicht so angespannt.

Wie alt bist Du? Wie hast Du es bisher geschafft zurecht zu kommen? Was müsstest Du machen, damit es wieder so ist?

Ich bin 18.

Bis jetzt habe ich mich mithilfe meiner Therapeutin und wechselnder Bezugspersonen durchgeschlagen. Ich komme zurecht, so lange alles wie gewohnt läuft und ich nicht mit "Stresssituationen" konfrontiert werde.

Was ich machen müsste? Vermutlich einfach abwarten, bis die Situation sich wieder entspannt. Nur bin ich dann vermutlich wirklich bald an dem Punkt, an dem ich zusammenbreche.

Welche Unterstützung bräuchtest Du denn?

Ich bräuchte Menschen, die mir zuhören, die für mich da sind und die mir das Gefühl geben, ihnen wichtig zu sein. Ich glaube wirklich, dass das meine Situation deutlich verbessern würde.

Mir fehlt auch etwas, das meinem Leben Sinn geben würde bzw. auf das ich hinarbeiten könnte.


In Therapie bin ich eigentlich wegen meiner Ängste, es dreht sich allerdings hauptsächlich darum, wie ich mein Leben und meine Zukunft in den Griff bekomme.

Die Therapie endet zwangsläufig an meinem 19. Geburtstag, weil sie ab dem Zeitpunkt von der Krankenkasse übernommen werden muss und meiner Therapeutin zurzeit keine freien Plätze hat.

KQleitneHe*xe21


Du wohnst noch bei deinen Eltern oder? Wie wäre es denn, wenn du dich um ein betreutes Wohnen kümmerst? Oder in eine WG ziehst?

Wegen der Therapie würde ich sofort Kontakt zur Krankenkasse aufnehmen und das klären.

PYower[Puffi


Meistens sagen sie Sachen wie z. B. dass ich eine Belastung bin; niemand von meiner Familie mich bei uns zuhause haben möchte und sie sich richtig freuen, wenn ich endlich weg bin.

Nun, aber ist nicht schön, aber auch nicht dramatisch. Unterstützen sie dich denn finanziell? Du bist mit 18 nur noch auf ihr Geld angewiesen. Liebe und Fursorge hast du vermutlich auch schon während deiner Kindheit nicht von ihnen erfahren oder? Das ist dann mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Ursache für deine seelischen Probleme oder?

Deine Eltern kannst du nicht ändern. Was du aber ändern kannst, ist der Stellenwert, denen du ihnen und ihren Kommentaren beimisst.

Ich ignoriere jedes Geschwätz meiner Eltern. Wenn sie sagen, ich sei dumm, geht das in ein Ohr rein und zum anderen wieder raus. Solange ich monatlich Geld auf meinem Konto habe, bin ich zufrieden. Ohne Geld würde ich auch keinen Fuß mehr in dieses Haus reinsetzen. Eine Bindung zu den Eltern ist nicht zwingend notwendig, vor allem dann, wenn sie belastet und nicht funktioniert.

Sind sie denn eine Bereicherung für dich und freust du dich, wenn du bei ihnen bist? Vermutlich auch nicht oder?

In Therapie bin ich eigentlich wegen meiner Ängste, es dreht sich allerdings hauptsächlich darum, wie ich mein Leben und meine Zukunft in den Griff bekomme.

Wie weit seid ihr da gekommen? Hilft dir ein Wochenplan eventuell bei deinen Aufgaben?

Ich hab ein ähnliches Problem und der Wochenplan war die beste Lösung überhaupt für mich - obwohl es nur ein blödes Stück Papier ist.

Stellst du dich regelmäßig deinen Ängsten? Also hat das System?

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