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Entzugserscheinungen?

ä'p!f.elch%en hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Ich hatte das Problem schon einmal in einem anderen Thread kurz erwähnt, aber würde mich gerne mehr dami auseinander setzen bzw. gerne Meinungen hören.

Ist es möglich, dass man von Antideptessiva so richtig starke körperliche Entzugserscheinungen bekommt? Als ich meine AD aus Versehen zwei Tage anders genommen hatte als hervorgesehen, hat mein Körper total verrückt gespielt: unkontrolliertes Zittern, Schüttelfrost, Hitzewallungen, kalter Schweiß, Atemprobleme, so ein innerliches Kribbeln und im Kopf wie so eine Art Stromschläge. Zwischendurch habe ich immer wieder gezuckt (so wie wenn man kurz vorm Einschlafen ist und nochmal zusammenzuckt, bloß mehrmals die Minute).

Ich konnte das gar nicht einordnen und habe meinem Kreislauf die Schuld gegeben, darauf geachtet besser zu essen und zu trinken und ständig versucht zu schlafen, aber ich bin innerlich so durchgedreht, weil ich aufgrund der Symptome nicht schlafen konnte. Ich weine nie, aber da war es echt so hart an der Grenze, ich hab mich rumgewälzt und wollte einfach nur, dass es endlich aufhört.

Das war Montagmorgen, dienstags bin ich dann morgens zum Arzt und der hat mich eingewiesen.

Im Krankenhaus konnte man dann aber nichts so ungewöhnliches finden (gerade auch in Bezug auf meine Krankheit, dadurch bedingt bin ich eh nicht ganz so fit, aber war soweit alles im Rahmen). Das würde dann direkt alles auf die Psyche geschoben und den zweiten Arzt, den ich da gesehen habe, war ein Psychiater. Ich weiß nicht, wieso der so schnell da war, bevor neurologisch alles geklärt wurde, ich kanns nur vage vermuten Relativ frische Narben vom SVV am Oberarm, hat man halt beim Blutdruckmessen gesehen,, aber von da an war alles psychisch.

Letztendlich wurde ich mit den Symptomen wieder entlassen und man könne nichts machen so akut. Ich müsste längerfristig etwas ändern.

Naja, viel viel später ist mir aufgefallen, dass mit meinen AD und der Einname was nicht so gut gelaufen ist und es wurde dann auch wieder besser, ganz langsam, als die Einnahme ein paar Tage wieder korrekt war.

Deshalb kam ja die Idee auf, dass es Entzugserscheinungen gewesen sein könnten, aber kann das sein? So heftig?

Als jetzt die Tage eine Einnahme ausgefallen ist (Gründe sind irrelevant), ging es gerade wieder los.. hat sich sehr schnell wieder eingependelt, aber was soll das bedeuten?

Kann das wirklich sein? Mir macht das so Angst, von etwas abhängig sein zu können.. Und ich will das nicht und weiß auch gar nicht, wie es weitergehen soll..

Was meint ihr denn so zu der Geschichte?

Liebe Grüße @:)

Antworten
ärpfVel~chsen


Achso, es handelt sich um Venlafaxin 300mg (150 morgens, 150 abends). Nehme das jetzt in der Dosis jetzt seit etwas mehr als 2 Monaten, als das passiert ist, so circa 1 Monat. Davor eben niedrig dosiert zum Antesten.

Ich mache mir ziemlich große Sorgen, wie das Absetzen funktionieren soll, weil das nach meinem Wunsch am Liebsten ganz ganz schnell passieren sollte.

Ich kann bisher nichts positives spüren, bin antriebsloser als je zuvor (und kanns mir gerade eigentlich gar nicht erlauben und falle immer tiefer in eine innere Spirale von nicht-können, dafür hassen und noch weniger zustandebringen), will am Liebsten nurnoch schlafen und ich will nicht, dass ein Medikament so sehr die Kontrolle über meinen Körper hat. Das ist so beängstigend und vorallem so sinnlos, wenn das AD nicht einmal ansatzweise etwas Positives mit sich bringt..

Groß neurologisch untersucht wurde ich übrigens nicht, weil der Psychiater meinte, dass das sinnlos wäre. Also der im Krankenhaus.

Mein Hausarzt wollte das so nicht stehen lassen und beim nächsten Termin bei meinem eigentlichen Neurologen/Psychiater, soll genauer geschaut werden..

L8upo4749


Deshalb kam ja die Idee auf, dass es Entzugserscheinungen gewesen sein könnten, aber kann das sein? So heftig?

Ja, leider ...

Wenn man ohnehin unter körperlichen Symptomen leidet, wird das natürlich gerne als "Wiederkehr der Ursprungssymptome" gedeutet.

Aber das hier z.B.

... und im Kopf wie so eine Art Stromschläge

... ist ein inzwischen bekanntes Absetzsymptom bei SSRI / SSNRI - sogenannte "brain zaps".

äKpf=eBlc'hen


Okay, habe jetzt dazu mal etwas gelesen und finde es wirklich erschreckend. Passend auf jeden Fall, aber erschreckend.

Ich kann mich da jetzt ganz schön auf was einstellen, oder?

Weil weg sollen sie. Wahrscheinlich geht das jetzt nicht so schnell, wie ich es mir wünschen würde, aber sie müssen weg.

Man verringert die Dosis dann ja wahrscheinlich langsam immer weiter...

Ist das denn gefährlich?

Wenn ich jetzt sagen würde - hypothetisch - , ich nehme ab sofort nur noch 150mg und dann irgendwann gar nicht mehr.

Sind die Symptome körperlich gefährlich oder muss man da halt nur irgendwie durch?

Und nein, das soll kein Experiment werden ;-) , in der Hinsicht mache ich nie wieder etwas ohne das mit dem Arzt abzusprechen, aber interessiert mich auf jeden Fall.

Ich will nämlich beim nächsten Termin ansprechen, dass ich die wieder loswerden will.

Und vielleicht gebe ich da zu schnell auf, aber ich will danach auch kein Neues nehmen. Fluoxetin hat in keiner Dosis was gebracht, Venlafaxin jetzt auch nicht. Und bevor ich jetzt wieder ein neues nehme, will ichs erst einmal ohne versuchen.

Und ich bin ziemlich wütend, weil der Arzt nicht einmal ansatzweise erwähnt hat, dass man davon körperlich abhängig werden kann. Da mache ich nicht mehr mit, weil ich - wie gesagt - von nichts mehr abhängig sein will...

Fcrau& Erdm]ännchJen


Ich hab mit dem Absetzen von Venlafaxin auch unschöne Erfahrungen gemacht. Allerdings habe ich es auf eigene Faust und sehr schnell gemacht (ich sollte eigentlich dafür in die Klinik, aber ich hab mir gedacht, das kann ich auch allein). Von 300 auf null in 10 Tagen. Solange ich nur weniger genommen hatte, ging es mir gut, ich habe nichts vom reduzieren gemerkt, daher habe ich es letztendlich auch so schnell gemacht. Schlimm war der letzte Schritt auf 0. Ab da war mir dauerschwindelig, Kopfweh und tagelanges Erbrechen, es blieb nichts mehr drin. Und ich habe höchstens eine Stunde am Stück geschlafen und hatte wahnsinnige Angstzustände. Ich konnte nichtmal mehr alleine laufen, weil mir so schwindelig war. Ich hatte circa eine Woche damit zu kämpfen, habe aber die ganze Zeit gedacht, nein, die Tabletten nehme ich nicht wieder. Letztendlich bin ich dann doch in der Klinik gelandet, weil ich trotz neuem Medi in totale Depressionen verfallen bin, die Ärzte waren ziemlich schockiert, dass ich das so schnell abgesetzt habe und vor allem als sie hörten, wie es mir dabei ging.

Bitte mach nicht den selben Fehler wie ich. Das Absetzen sollte ganz ganz langsam erfolgen, immer über Wochen (!) etwas weniger nehmen. Von 2x 150 auf 150 und dann 0 sind viel zu große Schritte, da wirst du starke Absetzerscheinungen bekommen! Ich hatte damals Kapseln mit drei Kügelchen drin und habe dann die Kapsel geöffnet und Kugeln rausgenommen (zumindest beim letzten Schritt auf 0, vorher hab ich auch viel zu schnell runterdosiert).Und wichtig, besprich das ganze mit deinem Arzt. Wenn man es langsam macht, dann kann man wohl solche schlimmen Absetzerscheinungen verhindern.

Ich war vom Venlafaxin übrigens auch übelst antriebslos, daher wollte ich das damals auch unbedingt loswerden und nie wieder nehmen. Bin es leider zur Zeit mit meiner Medikation wieder, ich hoffe, ich finde irgendwann mal was, was wirklich hilft. Wünsch dir alles Gute @:)

nCottlranq!uilizzed


Ich habe immer alle Medikamente relativ schnel abgesetzt, manche abrupt, oder auch mal eine Woche nichts genommen, wenn sie mir ausgegangen sind und ich mich nicht getraut habe anzurufen, genauso habe ich auch immer schnell hochdosiert, mein Arzt rät mir aber immer zum bedachten ein- und ausschleichen. Entzugserscheinungen kriegt man von Antidepressiva nicht, aber Absetzerscheinungen, darum eben langsam absetzen, dass sich die Hirnchemie daran gewöhnt, hat aber nichts mit Entzug zu tun.

äbpf'elcHhen


Von 300 auf null in 10 Tagen. Solange ich nur weniger genommen hatte, ging es mir gut, ich habe nichts vom reduzieren gemerkt, daher habe ich es letztendlich auch so schnell gemacht. Schlimm war der letzte Schritt auf 0.

Ganz ehrlich, so wäre es mir am Liebste. Mein Körper murkst aber schon, wenn ich versehentlich von 300 auf 150 kam und da dann halt auch mit der ganzen Palette an Symptomen %:|

Aber ich will die loswerden. Der Zustand jetzt ist einfach nicht tragbar, ich komme zu gar nichts mehr (das hat auch nichts mit der Einstellung zu tun, ich will ja was machen, aber mein Kopf ist so leer und ich wäre gar nicht in der Lage bzw. würde da nichts bei rauskommen, was auch nur im Entferntesten gut wäre) und das macht sich in meinem Alltag so bemerkbar.

In die Uni schaffe ich es nur manchmal, danach lernen geht absolut gar nicht mehr, da ist meine Aufmerksamkeit und Energie einfach weg. Also muss ich mich immer öfter entscheiden zwischen Uni oder selbstständig mal mit dem Stoff, der sowieso noch zurückliegt, hinterherkommen UND dann weiter nacharbeiten, was ich dadurch verpasst habe). Wenn ich mich dann (nach)mittags kurz hinlege (anders gehts nicht, was anspruchsvolleres als Jugendbücher lesen oder Serien schauen ist gar nicht drin, dann schlaf ich lieber und versuchs danach nochmal), dann gehts mir ein paar Stunden später direkt wieder so.

Also nach dem Aufstehen morgens bin ich so ca. 3, maximal 4 Stunden relativ leistungsfähig, nach einem Mittagsschlaf nochmal so circa 3, aber die Zeit reicht mir absolut nicht, um irgendwas gebacken zu kriegen.

Und bald stehen die Klausuren an und ich hänge so hinterher, dass ich jetzt schon eine Riesenpanik habe.

Nein, das geht absolut nicht mit der Antriebs-/Kraftlosigkeit. Weder physisch, noch psychisch.

ich sollte eigentlich dafür in die Klinik, aber ich hab mir gedacht, das kann ich auch allein

Extra zum Absetzen in die Klinik (also ausschließlich dafür) oder auch aus anderen Gründen?

Ich hatte damals Kapseln mit drei Kügelchen drin und habe dann die Kapsel geöffnet und Kugeln rausgenommen (zumindest beim letzten Schritt auf 0, vorher hab ich auch viel zu schnell runterdosiert

Meine Kapsel ist voller kleiner Kügelchen. Da immer eine rauszunehmen, das würde richtig richtig lange dauern. Ich habe aber wohl noch ein paar von den niedriger dosierten Kapseln, die ich am Anfang nehmen sollte, um zu testen, ob ich den Wirkstoff überhaupt vertrage.

Das wäre dann wohl eine Möglichkeit: von 300 auf 150 und danach mit den anderen Kapseln runter.

Ja, ich bin ungeduldig.. ich werde das meinem Arzt aber tatsächlich vorschlagen.

Bloß werde ich dann wohl zusehen müssen, wie ich mit den Absetzerscheinungen zurechtkomme, weil die werden wohl oder übel eintreten und letztes Mal bin ich wirklich fast durchgedreht und war sowohl körperlich, als auch nervlich am Ende.

Ich frage mich nur, warum die im Krankenhaus nicht auf die Idee kamen, dass die Symptome vom Venlafaxin kamen. Ich habe ja angegeben, dass ich das nehme und anstatt mich wie einen "Psycho mit Nervenzusammenbruch" zu behandeln, hätten die auch ruhig mal auf die Idee kommen können, dass meine Symptome vielleicht echt sind.

Ich habe immer alle Medikamente relativ schnel abgesetzt, manche abrupt, oder auch mal eine Woche nichts genommen, wenn sie mir ausgegangen sind und ich mich nicht getraut habe anzurufen, genauso habe ich auch immer schnell hochdosiert

Ich war da ja teilweise auch kein o:) , aber jetzt wäre das echt nicht gut möglich. Nach 1 Nacht hatte ich schon unnötige Ängste (plötzlich hatte ich eine riesige Angst, im Haus nicht in Richtung Tür zu schauen, weil mir jemand etwas antun könnte) und irgendwann auch das Bedürfnis, lieber tot zu sein, als die ganze Zeit Stromschläge zu spüren. Die haben mich nämlich so nach mehr als 24 Stunden echt wahnsinnig gemacht, zusammen damit, dass ich nicht geradeaus schauen konnte.

L}upom749


Das mit dem Absetzen ist wirklich individuell ganz verschieden. Ich kenne auch Leute, die von heute auf morgen aufgehört haben und keine Probleme hatten.

Ich hatte (Paroxetin) einmal innerhalb von 3 Wochen - während eine Reha - abgesetzt und ich hatte ungefähr die Symptome wie äpfelchen und das ziemlich heftig. Das war ungefähr vor 13 Jahren und kein Arzt wusste etwas von der Absetzproblematik. Also Medikament erst mal wieder genommen und die Symptome waren wie weggeblasen.

Beim 2. (und letzten) Mal Absetzen habe ich über ein 3/4 Jahr (!) ausgeschlichen und die Symptome waren einerseits auszuhalten und @äpfelchen - sie sind wohl auch nicht gefährlich.

FRrau| ErdmMänncxhen


Extra zum Absetzen in die Klinik (also ausschließlich dafür) oder auch aus anderen Gründen?

Ich sollte ein anderes Medikament bekommen, also für die Umstellung in die Klinik. Mein Arzt meinte, dass 300 mg absetzen wohl nicht ohne ist, mir ging es eh schon nicht so super stimmungsmäßig. Für das neue Medikament musste ich eine Woche ganz medifrei sein, denke, dass er deshalb Klinik vorgeschlagen hat. Ich bin dann ja auch dort gelandet, weil ich in ein ganz tiefes Loch gefallen bin und wirklich am Ende war.

Wenn du so eine Hauruck-Absetzaktion startet willst, dann sorge auf jeden Fall dafür, dass jemand bei dir ist! Mach das nicht allein zu Haus. Ich würde dir wie gesagt davon abraten. Was ich in der einen Woche durchgemacht habe, das wünsche ich niemanden. Es heisst ja immer, es sind Absetzerscheinungen (steht ja auch in der Packungsbeilage), aber ich habe mich wie bei einem Entzug gefühlt (Ich habe zwar noch nie irgendwelche Drogen genommen / einen Entzug machen müssen, aber so stelle ich mir das vor %:| ). Ich bin teilweise zum Klo gekrochen und habe mich stundenlang erbrechen müssen. Sobald ich die Augen aufgemacht habe, ging es wieder los.. Und ich denke die Symptome ließen nach, weil ich nach einer Woche ein anderes Medikament bekommen habe, das auf seine Art und Weise wieder in den Hirnstoffwechsel eingegriffen hat. Naja und zusätzlich habe ich einige Spritzen bekommen, die so halbwegs gegen das Erbrechen geholfen haben. Tabletten gegen die Übelkeit kamen nämlich direkt wieder raus.

Wenn du schnell absetzen möchtest, geh am besten in eine Klinik, dann lieber zwei, drei Wochen unter Aufsicht. Es kann ja auch sein, dass dich die Depressionen wieder voll erwischen (oder warum nimmst du es?). Denkst du, dass du dann ohne Medikamente auskommst?

Zu Hause allein lieber ganz langsam machen. Du kannst auch von den vielen Kügelchen einen Teil rausnehmen, so ca. Hälfte / Hälfte machen. Und das würde ich wie gesagt über mehrere Wochen machen, wenn nicht sogar Monate.

Ich möchte dir keine Angst machen :)_ . Ich habe vorher auch andere Medikamente abgesetzt, relativ problemlos. Ich habe auch mal von einen auf den anderen Tag von Venlafaxin auf Paroxetin gewechselt und rein garnichts davon gemerkt. Eigentlich bin ich recht unempfindlich, was Medikamente und deren Nebenwirkungen usw. angeht. Aber gerade bei Venlafaxin liest man das mit den Absetzerscheinungen öfter und wenn du schon von 300 auf 150 was merkst, wirst du vermutlich schon Probleme beim schnellen Absetzen bekommen.

Ich nehme auch heute noch Medikamente, habe nur leider noch nicht die passende Kombination gefunden, mit der es mir zufriedenstellend geht. Ich weiß auch, dass jeder Wechsel, jedes Absetzen wieder so laufen könnte. Aber bei mir scheint es ohne Medikamente nicht zu gehen, von daher nehme ich das in Kauf, habe aber Respekt davor. Nie wieder würde ich so eine Aktion starten.

Aber vielleicht muss man für sich auch solche Erfahrungen einfach machen. Ich habe den anderen ja auch nicht geglaubt, bis ich es selbst erlebt habe %-|

Llupo7849


... Entzugserscheinungen kriegt man von Antidepressiva nicht, aber Absetzerscheinungen ...

... Es heisst ja immer, es sind Absetzerscheinungen (steht ja auch in der Packungsbeilage), aber ich habe mich wie bei einem Entzug gefühlt ...

Nun, das ist ja nur die Frage, wie ich etwas bezeichnen will. ;-)

Heftige körperliche Symptome, die durch Reduzierung (bzw. "Entzug") eines Medikaments hervorgerufen werden und durch Wieder-Einnahme sofort wieder verschwinden, bezeichnet man in anderen Bereichen selbstverständlich als "Entzugserscheinungen".

F,ra?u Eardmännc5hen


Heftige körperliche Symptome, die durch Reduzierung (bzw. "Entzug") eines Medikaments hervorgerufen werden und durch Wieder-Einnahme sofort wieder verschwinden, bezeichnet man in anderen Bereichen selbstverständlich als "Entzugserscheinungen".

Da hast du Recht. Glücklicherweise habe ich einen Arzt, der bei Umstellungen/Absetzen immer langsam macht. Was ich allerdings dazu in einer Klinik erlebt habe :(v Ein Medi von einen Tag auf den anderen abgesetzt, bei mir wieder das gleiche, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen ohne Ende... Nichts hat geholfen. Laut Klinik hat niemand bisher solche Symptome beim Absetzen des besagten Medikamentes gehabt, also kann ich das auch nicht haben. Als ich dann eine Packungsbeilage in die Finger gekriegt habe, was soll ich sagen.... Ein ganzer Absatz an Symptomen bei abrupten Absetzen, langsames Ausschleichen empfohlen {:(

Ich hatte von der Venlafaxin Absetzaktion erzählt, da sagten die noch, das darf man ja auch auf keinen Fall so schnell absetzen... haha %-|

FSrauY Erdmeännchexn


äpfelchen, wie sieht es denn bei dir aus?

ä]pfelcThen


Oh, Frau Erdmännchen, das klingt bei Dir richtig übel. Bis auf das Erbrechen kommt mir das aber auch sehr bekannt vor, bloß ging es bei mir "nur" knapp 3 Tage, ich habe die Medikamente ja nur stressbedingt vergessen und danach wieder genommen. Deshalb kam die Idee auf, dass es auch damit zu tun haben könnte.

Wenn du schnell absetzen möchtest, geh am besten in eine Klinik, dann lieber zwei, drei Wochen unter Aufsicht. Es kann ja auch sein, dass dich die Depressionen wieder voll erwischen (oder warum nimmst du es?). Denkst du, dass du dann ohne Medikamente auskommst?

Kann man nur um die Medikamente abzusetzen in eine Klinik? Und ja, ich würde sie gerne schnell loswerden. Jetzt z.B. bin ich erst seit 10 Uhr wach, aber schon wieder so kaputt, dass ich gleich nochmal liegen muss %:| . Ich nehme das AD wegen Depressionen, Borderline und PTBS. Ich glaube nicht, dass es mich wieder voll erwischen würde, was aber auch daran liegt, dass ich gar keine Wirkung vom AD spüre. Also eben keine positive. Bisher hat bei mir noch kein AD so richtig angeschlagen...

Deshalb will ich ja auch aufhören. Also gar keins mehr nehmen.. ich kann das gut händeln, denke ich. Für den Notfall (also akute Situationen) hätte ich noch Tavor (bisher war es aber nur einmal notwendig). Ich denke, das wäre so die beste Lösung.

Also vor der Rückkehr der Symptome habe ich gar keine Angst, aber eben vor den Absetzerscheinungen... die haben mich wirklich wirklich richtig verrückt gemacht. So schlecht gings mir noch nie.

Eigentlich bin ich recht unempfindlich, was Medikamente und deren Nebenwirkungen usw. angeht. Aber gerade bei Venlafaxin liest man das mit den Absetzerscheinungen öfter und wenn du schon von 300 auf 150 was merkst, wirst du vermutlich schon Probleme beim schnellen Absetzen bekommen.

Ich ja auch.. also bei Seroquel konnte ich danach nur eine Weile schlecht schlafen, ebenso bei Atosil und ich musste halt die Dosis auch immer weiter erhöhen, damit sie überhaupt noch gewirkt haben. Das war ja auch der Grund dafür, dass ich gesagt habe, dass ich das nicht mehr will...

Ich bin einfach kein Fan von Psychopharmaka und will wieder "frei" leben. Und dazu habe ich eben die Schnauze voll von diesem Rumgeteste.

Ich bin übrigens stinksauer, dass mir der Psychiater NICHTS von den Problemen beim Absetzen gesagt hat. Er meinte nur, er würde das gerne verschreiben, weil man das auch während einer Schwangerschaft nehmen könnte. Sonst kam nichts. Und auch nichts zu dem Thema, dass die Erscheinungen eintreten könnten, wenn man die Medikamente einmal vergisst zu nehmen (was ja der Fall war). Darauf hätte ich mich nämlich auch niemals eingelassen. Bei mir gibts es einen kleinen Hintergrund bezüglich Drogen. Ich war nicht richtig süchtig, aber ich kann mich schwer unter Kontrolle halten, wenn es darum geht, mich zu berauschen. Eine gewisse psychische Abhängigkeit bestand also schon...

Aber bei mir scheint es ohne Medikamente nicht zu gehen, von daher nehme ich das in Kauf, habe aber Respekt davor. Nie wieder würde ich so eine Aktion starten.

Ich wünsche Dir wirklich, dass du eine passende Kombination findest! :)*

Heftige körperliche Symptome, die durch Reduzierung (bzw. "Entzug") eines Medikaments hervorgerufen werden und durch Wieder-Einnahme sofort wieder verschwinden, bezeichnet man in anderen Bereichen selbstverständlich als "Entzugserscheinungen".

Ja, ich habe mich jetzt etwas zu dem Thema belesen und es wird teilweise auch von Entzug geschrieben.. ist es ja praktisch auch. Und ich hatte mal so einen kleinen Drogenentzug, nichts dramatisches, aber Symptome waren ähnlich, bloß bei den Drogen viel viel schwächer! Also ich bin wirklich schockiert von dem, was mein Körper da macht, wirklich!

*

Bei mir siehts gerade so aus, dass ich das Zeug loswerden will, so schnell es geht. Das werde ich meinem Psychiater am 11. Juni mitteilen und mit ihm besprechen, wie wir das machen. Bis circa Ende Juli soll der Kram spätestens weg sein. Davor wäre mir natürlich lieber, ich muss lernen! Und ich bin so unendlich langsam, komme nicht voran und überhaupt. Und die Klausuren sind halt schon Anfang Juli, und zwar echt nicht wenige %:| .

Aber ich glaube, das ist eine Illusion, wenn ich mir erhoffe, dass ich bis dahin von den ADs runter bin.

Ich habe ja schon überlegt, ob ich jetzt anfange zu reduzieren, ohne mit dem Arzt zu reden, aber die paar Tage kann ich wohl auch noch warten? ":/

F|rau Erbdmä@nnchxen


Kann man nur um die Medikamente abzusetzen in eine Klinik?

Für Medikamentenumstellungen gehen Patienten ja auch in Kliniken. Wenn dein Arzt das befürwortet, sollte das gehen. Du brauchst halt eine Einweisung und möglichst eine Klinik, wo du direkt hin kannst. Kurzfristig ist das wohl die zuständige Psychiatrie. Ich hab keine Ahnung, ob man für sowas auch in ein "normales" Krankenhaus kann.

Jetzt z.B. bin ich erst seit 10 Uhr wach, aber schon wieder so kaputt, dass ich gleich nochmal liegen muss %:| .

Das kenn ich, mir fallen gerade auch wieder die Augen zu :|N

Ich glaube nicht, dass es mich wieder voll erwischen würde, was aber auch daran liegt, dass ich gar keine Wirkung vom AD spüre. Also eben keine positive. Bisher hat bei mir noch kein AD so richtig angeschlagen...

Ok, wenn du wirklich noch garkeine Wirkung gespürt hast, verstehe ich natürlich, dass du nichts mehr nehmen möchtest. Sofern es dir auch weiter einigermaßen gut geht. Ich habe allerdings auch schon mal gedacht, das Medi hilft ja garnicht und als ich es abgesetzt (bzw. in dem Fall getauscht) habe, wurde mir klar, dass es eben doch eine positive Wirkung hatte, welches das neue Medikament dann wohl nicht hatte. Ich habe das Glück, dass ich zwar Wirkung (und Nebenwirkungen) verspüre, die auch einordnen kann, aber leider bei fast allen Medis so antriebslos bin. Bezüglich Depressionen und Ängste merke ich schon die Wirkung. Ich hoffe jetzt auf die neue Kombination, eine ewige Rumprobiererei :-/

Also vor der Rückkehr der Symptome habe ich gar keine Angst, aber eben vor den Absetzerscheinungen... die haben mich wirklich wirklich richtig verrückt gemacht. So schlecht gings mir noch nie.

Bei mir ist es umgekehrt, ich hab wahnsinnige Angst vor den Krankheitssymptomen, weil ich einfach schon so am Ende war, dass ich nicht mehr weiter wusste. Um Absetzerscheinungen mache ich mir keine Gedanken, ich hab mich eher drauf eingestellt, mein Leben lang Medis zu nehmen, um zu überleben |-o

Ich bin übrigens stinksauer, dass mir der Psychiater NICHTS von den Problemen beim Absetzen gesagt hat. Er meinte nur, er würde das gerne verschreiben, weil man das auch während einer Schwangerschaft nehmen könnte. Sonst kam nichts.

Ich befürchte viele Ärzte erwähnen das bei der Verschreibung nicht oder nur beiläufig, da es sonst viele Patienten dann aus Angst davor garnicht mehr nehmen würden, obwohl sie davon profitieren könnten. Allerdings steht es auch in der Packungsbeilage und die sollte man sich vor Einnahme ja auch durchlesen.

Ich habe ja schon überlegt, ob ich jetzt anfange zu reduzieren, ohne mit dem Arzt zu reden, aber die paar Tage kann ich wohl auch noch warten? ":/

So war mein Plan damals auch, bis zum nächsten Termin einfach etwas reduzieren, um zu zeigen, dass ich es auch ohne Klinik kann und dann überkam mich der Eifer, es ganz abzusetzen, mit o.g. bösen Folgen {:(

Hast du unterschiedliche Dosierungen? Wenn du schon etwas reduzieren möchtest, dann höchstens auf 225, da du ja beim Schritt auf 150 schon soviel gemerkt hast. Besser wäre es natürlich, vorher mit dem Arzt zu sprechen. Kannst du ihn telefonisch erreichen und fragen? Meint der denn auch, dass du ohne Medikamente zurecht kommst? Aber ich denke, um 75 mg bis zum Termin nächste Woche zu reduzieren, wäre noch im Rahmen. Dann könntest du ihm auch berichten, ob du damit auch Absetzerscheinungen hast. Und falls es dir zu schlecht geht, einfach die 300 weiternehmen.

Du schaffst das schon :)*

Berichte doch mal weiter, wie es läuft @:)

äppf|elcehen


Den erreicht man grundsätzlich nie. Hab mal 2 Tage lang versucht durchzukommen, um was zu fragen %:| .

Hm, ich muss das mal überdenken, vielleicht rufe ich da tatsächlich mal an bzw. versuche es.

So richtig müde, dass mir die Augen zufallen, bin ich übrigens nicht.. nur so angeschlagen, lustlos, antriebslos und sowas. Also schlafen kann ich dann zwar (mache ich auch), aber bis ich eingeschlafen bin, dauert es doch eine ganze Weile und somit verbringe ich einfach nur viel Zeit damit rumzuliegen, nichts zu tun, usw.

Ich denke dann immer, dass ich mich doch nur aufraffen müsste und dann würde es schon gehen, aber das ist SO ein Kampf und ja, im Ergebnis kommt dann auch nicht viel bei rum außer, dass ich die ganze Zeit mit allem unzufrieden bin und mit mir.

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