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Entzugserscheinungen?

äipfelcxhen


Nihihihi, der ist ziiiieeeemlich lang und mittlerweile auch gesperrt ;-)

Der ging über viele Jahre und hoch und runter und im Kreis.

Ja, vor dem letzten Schritt habe ich auch etwas Angst, aber das wird.. ich plane das in der freien Zeit ein.

Hm, aber genauer entscheide ich, wenn ich weiß, wann die MPU ist. Obs davor oder danach mehr Sinn macht.

Weil ab August bin ich eben im Praktikum und da wäre es auch schlecht...

älpfelxchen


[[http://www.med1.de/Forum/Untergewicht/586022/ Kampf gegen die Magersucht]]

Das ist der Thread, von dem hier auch geschrieben wurde..

ärpfelkchexn


Also ich bin jetzt immer noch bei 37,5mg.

Die letzten Tage gings mir sehr schlecht liegt aber auch daran, dass ich schlechte Neuigkeiten erfahren habe und hier sowieso viel Mist passiert, deshalb schiebe ich das nicht auf die Medikamente und dadurch habe ich so gut wie das ganze Wochenende verschlafen. Also wirklich.

Aber dadurch, dass ich dauernd geschlafen habe, war eine Einnahme etwas verzögert und da kamen die Symptome wieder. Also ich bin von denen aufgewacht und habe sie dann schnell genommen...

Aber naja, bald bin ich sie los ;-D .

SPunfzlowerx_73


Muss mich erstmal dem "Donnerwetter" von schnecke anschließen... Irgendwie immer dasselbe Muster.

Aber nur kurz, wg. der MPU:

Ich würde mir da die Frage stellen, ob dieser Mensch da vor mir überhaupt ohne irgendwas "hirnchemieverändertes" irgendwie lebensfähig ist oder dann gar nicht mehr klarkommt.

Das Tavor ist definitiv keine gute Idee. Zumal die Reaktionsvermögen und Fahrtüchtigkeit definitiv beeinträchtigt. Zwangsweise das AD abzusetzen ist aber auch keine gute Idee. Das kann DICH destabilisieren. Man kann auch mit AD eine MPU bestehen. Und ggf. könntest Du argumentieren, dass der Grund für den MPU-Anlass halt bei Deinen Problemen lag, Du mit dem AD aber stabil bist und daher keine Drogengeschichten mehr erforderlich sind.

Wobei ich bei Deinem Rumspielen mit den Medikamenten und dem Bestreben nach Medikamentenfreiheit durchaus skeptisch bin, ob das die FÜR DICH gute Lösung ist. Ob dann nicht noch die Drogen wieder eine Rolle spielen könnten. Du hast ja nicht "just for fun" konsumiert, sondern um Dich mit allen Ängsten, Probleme, Symptomen/Krankheiten und Emotionen irgendwie auszuhalten bzw. zu spüren. Und DAS ist das Kernproblem. Nicht ein paar Medikamente.

ä5p1felachen


Muss mich erstmal dem "Donnerwetter" von schnecke anschließen... Irgendwie immer dasselbe Muster.

Dass ichs überhaupt absetze? Oder allgemein mein Verhalten?

Das ist ja mit dem Arzt abgesprochen, dass ichs absetze, weil es eben nicht gewirkt hat (also wirklich nicht) und die Dosis auch nicht mehr viel höher ging. Und mein Körper eben richtig am Rad dreht wegen Nebenwirkungen...

Im Arztbericht (hab gestern meine Berichte vom Arzt abgeholt und zufällig war da doch einer von meinem letzten Termin beim Psychiater und der liest sich ziemlich ziemlich böse :°( und gelogen!) steht auch, dass er mit der Reduzierung einverstanden war. Ich habe bloß nach einer Möglichkeit gefragt, wie das möglich sein kann, ohne, dass ich mir wieder eine neue Packung mit niedriger dosierten holen muss, weil ich halt immer 100er-Packungen bekomme und sich hier jetzt ein ganzes Sammelsorium an Psychopharmaka stapelt. Da war noch alles in Ordnung mit dem Gespräch, das ist erst so ausgeartet, als er mich immer wieder ausgelacht hat und dann auf das Thema Klinik kam.

Nicht, weil ich gegen grundsätzlich gegen Klinik bin, sondern weil er mir die Klinik am Chiemsee genannt hat und ich dann nur meinte, dass ich da nicht noch einmal hingehe. Die Beweggründe, die kannte er ja auch eigentlich, aber er fand einfach alles zu lustig und hat mich ausgelacht, dass ich ja sowieso nicht mehr zunehmen müsse. Das war für mich einfach zu viel, ich hatte über 48 Stunden nicht geschlafen (einmalige Nachtschicht), musste über 5 Stunden trotz Termin im Wartezimmer warten und saß da somit von 12 Uhr bis nach 17 Uhr totmüde rum, während alle um mich herum dran kamen, weil der eben nach Laune auswählt, wer jetzt dran ist. Und mein Körper und ich haben momentan wieder ein sehr schwieriges Verhältnis. Schwieriger als je zuvor, weil ich den Bezug zu ihm komplett verloren habe und der Spruch hat in mir viel ausgelöst ("Ja siehst du, du bist fett genug") und danach war ich einfach sowieso schon fertig.

Er hat mich einfach bis aufs Äußerste provoziert und dazu arrogant gelacht und nicht aufgehört, obwohl ich schon am Weinen war. Da bin ich dann eben gegangen und nicht mehr hin.

In der Beratungsstelle haben wir dann besprochen, dass wir nach einem anderen Psychiater suchen und sie hat auch ein paar durchgerufen und die Sache erklärt. Bei vielen kam direkt am AB die Ansage, dass sie niemanden mehr auf die Warteliste nehmen und falls doch jemand dran gegangen ist, dann kamen auch nur Absagen und ich solle mich an die PIA wenden.

Aber was soll die PIA machen können, wenn ich da mit meinen Absetzsymptomen ankomme?

Deshalb frage ich mich ja, muss man die einfach nur durchhalten oder kann man die irgendwie mildern (außer Tavor, wie mein ehemaliger Psychiater meinte). Könnte man es, es stände da sofort auf der Matte und würde aufhören mit meinem Selbstexperiment...

Ich bin ja offen für Tipps, wirklich! :)z

*

Tavor ist auch keine gute Idee. Ich nehme das nur bei "Attacken", wenn ich durchdrehe und das nur äußerst selten. Ich mag das Medikament und dessen Wirkung nicht. Wenn ich "durchdrehe", dann will ich eigentlich nur schlafen, weil ich weiß, dass es danach besser ist. Und Tavor sorgt da schließlich nicht für.

Ich glaube auch, dass man mit einer guten Medikamenteneinstellung gut klarkommen kann, aber bisher habe ich sie eben wirklich noch nicht gefunden und ich hab schon so vieles genommen..

Mein Streben nach Medikamentenfreiheit ist schon auch praktisch gedacht. Ich werde wieder umziehen und dann wieder einen neuen Psychiater finden müssen und bisher hatte ich nur einen einzigen guten in meiner Heimat. Bevor ich in die Kliniken kam.

Momentan beschäftige ich mich viel mit der Rolle der Drogen in meinem Leben. Teilweise war es wohl "just for fun", teilweise eben auch nicht. Aber ich bin weiter, ich habe das Jahr genutzt, um so vieles aufzuarbeiten. Das Kernproblem ist natürlich wirklich nicht weg, noch lange nicht.

Aber die Medikamente helfen dabei eben auch nicht...

*

Wobei ich euch aber in einem Punkt definitiv Recht gebe: meine Experimente sind zweiseitig. Einerseits, weil ichs wirklich loswerden will, auf der anderen Seite bin ich damit doch wieder so destruktiv... allein aufgrund der Art, wie ich sie absetze.

*

In dem Bericht meinte der Psychiater, dass er mich für eine Therapie nicht zugänglich sehe und keine weitere Behandlungsmöglichkeiten sieht. Und dass eine schwere Persönlichkeitsstörung im Vordergrund steht.

Damit ließ er mich jetzt sozusagen stehen. (und mit vielen anderen Lügen und Zitaten, die ich niemals gesagt habe, weil das nicht meiner Wortwahl entspricht).

Sowohl ich, als auch er wollen nicht mehr miteinander arbeiten, mich will hier sonst kein Psychiater und ich glaube nicht, dass die PIA mich jetzt "aufnehmen" würde. Letztes Mal nicht mit der Begründung, dass ich wartezimmerfähig wäre. Bin ich ja immer noch...

Wie soll ich denn dann irgendwas regeln in der Hinsicht?

Ich bin gerade wohl wirklich auf mich alleine gestellt.. und ausgesucht habe ich mir das nur bedingt..

ä'pfe~lchxen


Zwangsweise das AD abzusetzen ist aber auch keine gute Idee. Das kann DICH destabilisieren. Man kann auch mit AD eine MPU bestehen. Und ggf. könntest Du argumentieren, dass der Grund für den MPU-Anlass halt bei Deinen Problemen lag, Du mit dem AD aber stabil bist und daher keine Drogengeschichten mehr erforderlich sind.

Aber war ich denn überhaupt stabilisiert? Wenns mir schlechter ging als vorher?

Würde ich ehrlich darauf antworten, wie es mir mit dem AD geht, dann würde das nichts Positives über mich sagen, weil es mich eben wirklich fertig macht.

Nunja, ich finde aber sowieso, dass eine medikamentöse Therapie alleine gar nicht so klug oder sinnvoll ist?

Ich werde nur mit immer anderen und stärkeren Pillen weggeschickt, aber mit mir wirklich reden tut niemand (der Psychiater hat zwar so getan, aber im Endeffekt wusste er bei meinem zweiten Termin nichts mehr über mich, sonst wäre das nicht so eskaliert) außer die Beratungsstelle. Wie soll sich da was verändern?

Würde das funktionieren, dann bräuchte man wohl keine Psychotherapeuten mehr? ":/

Ich glaube, ich kann nicht nur einen Teil der Kette in Anspruch nehmen (z.B. die Medikamente), wenn ein anderer wichtiger Teil (z.B. Therapie) fehlt... so paddel ich abgestumpft durch die Gegend, aber komme letztlich nicht weiter, auch, wenn ich viel nachdenke, aber ich denke auch viel Müll |-o .

äbpfe=lchxen


Hm.. ich spiele sehr intensiv (seit Anfang der Woche) ab Montag ganz runter zu gehen...

Meine größte Angst ist aber die Frage, ob dieses Ausrasten vom Körper gefährlich ist?

Mal abgesehen davon, ob ich es jetzt wirklich mache oder nicht, die Frage wird zwangsläufig auftauchen..

Wisst ihr da was zu?

Also sollte ich, wenns mir miserabel gehen sollte, ins Krankenhaus (mit Psychiatrie). Oder können die wirklich nichts machen und ich muss da echt einfach nur durch?

FMrau EWrdmännxchen


Was meinst du denn mit Ausrasten des Körpers?

Ich nehme an, Im Krankenhaus könnte man dir bei körperlichen Symptomen helfen, in der Psychiatrie auch, wenn es dir psychisch schlecht geht. Aber vermutlich auch wieder mit Medikamenten und davon möchtest du ja eigentlich weg. Oder du fragst, ob du fürs Absetzen in die Psychiatrie kannst, da bist du dann auf jeden Fall gut aufgehoben, falls es Probleme geben sollte. Ich halte es mittlerweile auch für riskant, dass du es auf eigene Faust ohne Begleitung absetzt. Pass auf dich auf :)*

ä}pfelxchen


Achso.. zum Thema komplett absetzen überhaupt:

Ich verstehe eure Standpunkte wirklich!

Ich fühle mich nur so unbeschreiblich schlecht MIT der Einnahme. Ich kanns gar nicht gut erklären, aber ich sträube mich innerlich so dagegen und dann fange ich teilweise noch an damit zu spielen.

Ja, das ist wieder selten dämlich von mir, das weiß ich doch selbst :°(

Ich kann mich so schön selbst quälen, indem ich sie einfach einen Tag nicht nehme. Der nächste Tag ist dann gelaufen. Nicht einmal so ganz bewusst, ich zöger es nur manchmal immer weiter raus und abends denke ich dann, dass ichs einfach lassen kann. Kurz vorm Einschlafen und wenn ich dann doch aufstehen will, um sie zu nehmen, dann denke ich entweder "Ach, morgen früh" oder ich bin schon eingeschlafen.

Am nächsten Morgen nehme ich sie ja wieder (nehme sie immer morgens eigentlich), aber immer dieser Reiz.

Wenn ich glaube, dass ich nichts mehr habe, dann ist das mein Mittel, um mich zu strafen. Wenn das Gewicht nicht runter will, obwohl ich kaum esse oder wenn ich esse, weil ich nicht mehr so "stark" bin wie früher (ja, da spricht die Krankheit).Wenn ich das Gefühl habe, nichts zu schaffen...

Ich kann nicht mehr joggen, ich kann mich nicht ritzen. Ich kann erbrechen, will ich aber nicht. Meine Abführmittel habe ich am Wochenende in eine Tüte gepackt, nachdem ich so eskaliert bin, dass ich dachte, ich sterbe jetzt, weil ich die Hälfte direkt wieder erbrechen musste, weil ich nicht bedacht habe, dass die Tolerant weniger ist und ich nicht mehr für die kleinste Wirkung Unmengen davon brauche.

Die Tüte kommt in den Müll.

Aber immer mehr lege ich meine schlechten Verhaltensweisen ab, aber der Hass ist eben noch genau so da, nur zerfrisst er mich jetzt, wenn ich kein Ventil finde. Laufen gehen kann ich auch nicht mehr... ich explodiere oder implodiere oder keine Ahnung wohin mit all dem, was in mir ist.

Die Welt und ich sind mir nicht mehr so egal. Ich konnte mich einigen, dass ich jetzt nicht sterben will. Aber manchmal oft erschlägt mich diese Wucht.

Und meine AD und die Spielerei sollten nicht mein Ventil xein. Verfehlt das nicht komplett den Sinn?

Ich weiß nicht, ob ich so genau erklären kann, was los ist, aber in mir schreit es, dass diese AD weg müssen. Ich will mich nicht mehr mit Chemie quälen. Ich würde gerne sagen, dass ichs gar nicht mehr will, aber das wäre gelogen, aber auf jeden Fall nicht mehr so.

Weil ich sie dazu ja auch nehme, obwohl sie nicht positiv wirken.. ich finde es so paradox, sie dann weiter einzunehmen, wenn sie doch alles nur schlimmer machen, oder nicht?

Deshalb kommt immer mehr der Wunsch auf, das nächste Woche zu machen. Bald sind Klausuren, danach arbeite ich 6 Wochen (da geht das auf keinen Fall), danach bin ich im Urlaub... so lange ertrage ich das nicht mehr. :°(

Versteht ihr das ein bisschen?

ä!pfel~chen


Naja, eher die körperlichen Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Hyperventilieren, die Zuckungen usw.

Mein ganzer Kreislauf spielt dann verrückt und ich kann nichts außer ganz still liegen, sonst gehts los. Und ja keinen mm bewegen.

Ja, das macht mich dann auch psychisch verrückt, aber ich meinte eher, ob man gegen das körperliche groß was machen kann. Außer Tavor, das hätte(!) ich ja selbst.

und ich meinte auch nur ambulant, nicht stationär in die Psychiatrie oder ins Krankenhaus. Mein Hausarzt konnte ja letźtes Mal schon nichts machen, deshalb würde ich ins Krankenhaus gehen, wenn die Symptome gefährlich für den Körper wären. Um das zu kontrollieren eben.

F(rau ^Erdmäxnnchen


Oh äpfelchen, das hört sich ja garnicht gut an bei dir :-o

Von Stabilität kann glaub ich nicht die Rede sein und dann noch Medi absetzen, das geht vermutlich schief...

Es wäre sicher besser, wenn du mit einem Arzt drüber sprichst @:)

FJra|u gErdnmänncheDn


Oh äpfelchen, das hört sich ja garnicht gut an bei dir :-o

Von Stabilität kann glaub ich nicht die Rede sein und dann noch Medi absetzen, das geht vermutlich schief...

Es wäre sicher besser, wenn du mit einem Arzt drüber sprichst @:)

äip<fel-ch9en


Kurzer Zwischenbericht.

Klausuren sind jetzt - bis auf eine letzte am Donnerstag - vorbei. Ich bin todesfertig, hab mich total übernommen und durfte die Konsequenzen spüren; bin halt doch nicht so stark wie gedacht. Wusste ich aber vorher, dass das heftig an meinen sehr begrenzten Ressourcen zerren würde. Das ging von permanenten Kopfschmerzen bis zu einem ungewollten Nachmittag im Badezimmer...

Ich glaube aber, das lag viel daran, dass ich kein Ventil hatte, um das irgendwie rauszulassen? Ich habe mich nicht geschnitten, kann immer noch keinen Sport machen und hab dann halt einfach angefangen unkontrolliert zu zittern und mich letztendlich zu übergeben. Das ist bei mir immer ziemlich paradox, weil ich total panisch werde, wenn mein Körper will, dass ich mich übergebe anders, wenn ich das freiwillig mache, weil ICH es will

Eine Klausur konnte ich deshalb nicht mitschreiben, die muss ich also irgendwann noch nachholen...

Samstagabend bin ich dann geplatzt, glaub ich? Ich habe lange nicht mehr so heftig und unkontrolliert geweint. Ursprünglich nur wegen den Kopfschmerzen ich hab auch Migräne, aber das war keine; zumindest hat es sich ganz anders angefühlt als sonst.. Momentan bin ich ziemlich medikamenteresistent, egal, welche also bzgl der Kopfschmerzen waren sie immernoch da, obwohl ich 1200mg Ibu genommen hatte Als ich Samstag so heftig weinen musste, da wurden die Schmerzen zumindest besser, aber dafür kam dann sehr viel hoch, was hier sonst so passiert. Und es passiert einfach zu viel? da konnte weder Atosil, noch Tavor irgendwas groß ausrichten..

Ich glaube, so heftige Suizidgedanken hatte ich noch nie, wirklich nie. Normalerweise kann ich mich wirklich so gut davon distanzieren, aber da war es richtig schwer und im Endeffekt weiß ich gar nicht, wie ichs geschafft habe die letzte Zeit drifte ich vermehrt immer wieder ab; einmal ging das so weit, dass ich mich weder an den Heimweg von einem Termin erinnern kann, noch, dass ich die Haustür offen gelassen und den Schlüssel stecken gelassen habe; da fehlen mir komplett die Stunden von 14 Uhr bis 22.30 Uhr. Und das abends weiß ich auch nur, weil ich (skurrilerweise!) gefilmt habe, während ich mit meinem Haustier auf meinem Hochbett sitze und spreche. Das war ziemlich beängstigend mich so zu sehen, so apathisch und lallend..

Hm, Samstag war der erste Tag ohne Venlafaxin und ich stecke jetzt mittendrin. Soweit geht es, gut gehts mir aber nicht. Körperlich sind da schon diese brain zaps, aber lange nicht so ausgeprägt wie damals. Leider wirken eben keine Medikamente momentan und ich hangel mich durch die Tage, irgendwie... ich verbiete mir, mich zu schneiden, weil ich weiß, dass es eskalieren würde, aber es wird mit jedem Tag schwerer und ich merke sehr, dass mir ein Ventil fehlt. Seit langem habe ich mich doch wieder freiwllig übergeben, aber ich will, dass es wieder einmalig bleibt.

Jetzt hoffe ich nur, dass das Körperliche nicht stärker wird, weil ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn doch?

Irgendwas groß tun ist momentan schwer, weil meine Arme und Beine eben leicht taub sind und "vibrieren", aber vielleicht wird es ja gar nicht schlimmer?

Und psychisch, da bin ich komischerweise optimistisch. Ich will sie so sehr nicht mehr nehmen, dass ich das aushalten will.

Ich kann mir gut vorstellen, dass hier jetzt jemand denkt, dass ich total unverantwortlich bin, die genau jetzt abzusetzen. Ich kanns nicht gut erklären, wieso es sein muss, wirklich nicht... neben den organisatorischen Problemen ist da eben die psychische Komponente und das einzige, was mich momentan irgendwie zufrieden stellt, ist die Tatsache, dass ich weiß, dass es bald vorbei sein wird und ich medikamentefrei sein werde?

Sonst habe ich das Gefühl, dass ich alles verloren habe... ich hatte nie ein gutes Körpergefühl, aber jetzt ist jegliche Beziehung zu meinem Körper verschwunden und dafür sind da so viele Emotionen. Ich habe das Gefühl, als hätte ich meine "Kälte" verloren und stattdessen überrollt mich eine Mischung aus Angst, Verzweiflung und Traurigkeit. Das war aber schon vor dem Absetzen so, deshalb hat es mich nicht daran gehindert.

Und ich glaube, ich habe verloren, mich mitteilen zu können. Mir fehlen einfach die Worte dafür, in meinem Kopf ist alles so stupide und dazu noch durcheinander. Das finde ich so das Schlimmste, weil ich all das, was in mir passiert, jetzt gar nicht mehr ausdrücken kann. Das, was ich hier gerade schreibe, ist schon das höchste, was geht und ich finde es so unbefriedigend, weil ich immer so dankbar war, dass ich mich eben irgendwie mitteilen konnte.

Aber jetzt fühle ich mich allein mit mir selbst und bin es wohl auch...

Vielleicht kann jetzt von euch auch niemand was dazu sagen oder will es nicht, weil es das einfach nicht mehr wert ist es bin ja schließlich immer noch ich die schreibt; die, die immer so stur, trotzig und unbelehrbar wirkt, sich ständig nur im Kreis dreht, usw,, ich weiß es momentan selbst nicht.

ä{pfelbchen


Wobei ich gerade nachgedacht habe und auch gar nicht weiß, was ich erwarte oder mir wünsche.

Vielleicht einfach gehört zu werden?

Mein Zuhause verändert sich gerade so sehr, fühlt sich teilweise nicht mehr so an... hm, mein Halt fällt weg; da macht mich das besonders fertig, dass ich zwischenmenschlich so eine Niete bin. Schwarz oder weiß, Klammern und jemandem vertrauen oder alleine sein, mit mir selbst und meiner Angst und meinem Hass.

Vielleicht bin ich momentan ja auch nur so wehleidig und traurig und suche hier, um wieder einen Ort zu haben, der mir Halt gibt, sich nicht ständig wie alles andere wandelt, weil ich mit Veränderungen doch noch gar nicht umgehen kann. Ich weiß, dass das Leben so ist... das ändert aber nichts an meinem Gefühl, letztendlich doch alleine zu sein.

Ach, ich sollte aufhören, sonst brauche ich mich gar nicht darüber wundern, dass sich meine Gedanken wieder drehen |-o

Z?wack4x4


äpfelchen, ich habe Deinen ganzen Faden gelesen und sehe, dass Du im Umgang mit ADs sehr eigenwillig bist. Wenn dazu noch das Verhältnis zum Psychiater nicht stimmt, ist der Crash schon beinahe vorprogrammiert. Was mir aufgefallen ist:

1. Du hast Dein AD anscheinend viel zu lange genommen (wie lange, habe ich offenbar überlesen), obwohl Du keine oder keine ausreichende Wirkung gefühlt hast. Die Reaktion (die jetzt leider im totalen Absetzen besteht) kam viel zu spät und ist auch falsch. Warum?

2. Deinen Wunsch, von den Tabletten, vor allem ihren NW, wegzukommen, kann man ja noch nachvollziehen, aber das ersatzlose Absetzen führt Dich geradewegs wieder an den Anfang Deiner Geschichte zurück. Wenn Du logisch denkst, muß Dir das auch bewußt sein. Das stellt also keine vernünftige Lösung dar.

3. Jeder Patient reagiert auf Psychopharmaka anders, und von Schwierigkeiten beim Absetzen von Venlafaxin habe auch ich schon öfter gehört. Mag sein, dass manche Patienten das ersatzlose Absetzen schaffen, aber zu diesem Kreis gehörst Du nicht. Das ergibt sich für den geneigten Leser aus dem von Dir beschriebenen ganzen Auf und Ab. Hier hat aus meiner Sicht Dein Psychiater versagt. Falls Du nach der Verabredung des Absetzens mit ihm überhaupt noch einmal gesprochen hast, hätte er erkennen müssen, dass dieser Weg für Dich untauglich ist. Die Alternative wäre ein Medikamentenwechsel gewesen; dazu hättest Du das Venlafaxin nicht auf Null absenken müssen.

4. Dem entgegen steht Dein absoluter Widerwille gegen weitere Medikamente. Du bist im Augenblick anscheinend gar nicht nicht therapierfähig; also was bleibt Dir anderes übrig? Ich weiß, worüber ich rede: Ich habe über die Jahre mehr als 20 ADs (gegen Depression) probiert und habe schließlich zusammen mit meinem Psycho-Doc die für mich "richtige" Medikation gefunden. Was hat Lothar Späth einmal gesagt? "Entweder lernt man durch Erfahrung oder durch Katastrophe." Die Erfahrung mit ADs hast Du; Du mußt sie nur vernünftig auswerten. Eine Katastrophe wünsche ich Dir auf keinen Fall.

Denk bitte einmal darüber nach. :)* @:) :)*

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