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Entzugserscheinungen?

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Ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Psychopharmaka, aber wir mussten alles immer höher dosieren (bei Atosil, Seroquel) und wenn ich in der Klinik wieder auf Medikamente gestellt werden soll, dann schreie ich auch nicht nein..

Meine Kopfschmerzen sind besser, ich fühle mich so unheimlich befriedigt und beschämend zugleich. Die gehen immer dann weg, wenn ich weine ODER mich verletze. Bei SVV habe ich ganz oft Angst, in einen Blutrausch zu kommen. Ich bin da bestimmt nicht so extrem wie andere, aber ich kann dann nicht mehr aufhören und bin übersät. Also dann aufzuhören, das fällt mir schwer.

Und weinen zulassen fällt mir auch schwer...

ZKwhack4~4


Äpfelchen, Du baust Dir Sackgassen; das Charakteristische daran ist, dass man da kaum wieder herauskommt:

Deine Kopfschmerzen möchtest Du verständlicherweise loswerden. Du bietest 2 Methoden zur Lösung an: 1. zu weinen oder 2. Dich zu verletzen. Beides fällt Dir schwer; deshalb sieht die Situation für Dich subjektiv so aussichtslos aus. Ich lese jetzt zum ersten Mal, dass Du nichts gegen Medikamente hättest (3. Lösungsmöglichkeit). Die Dosierung ab und zu anzuheben, ist bei Psychopharmaka ein üblicher Vorgang: Zuerst schleicht man ein, um unerwünschte NW möglichst zu vermeiden. Dann muß man einen Wirkstoffspiegel erreichen, der pharmakologisch wirksam ist (niedrigste wirksame Menge) und wenn dann nicht innerhalb weniger Wochen eine deutliche Zustandsbesserung eintritt, erhöht man halt noch einmal in der Hoffnung, dass der Patient auf die höhere Wirkung anspricht. Wenn nicht, ist es Zeit für einen Medikamentenwechsel. Ich weiß, wie ungeduldig man als Patient bei diesem Procedere werden kann. Mann möchte ja wieder "der Alte" sein, arbeiten und auch wieder Freude empfinden können.

.... und wenn ich in der Klinik wieder auf Medikamente gestellt werden soll, dann schreie ich auch nicht nein.

Das war der schönste Satz, den ich bislang von Dir gelesen habe. :)* @:) :)*

äkpOfeFlchexn


Beim Anheben von AD ist mir das schon klar. Bei dem AD war ich fast bie der Höchstdosis.

Es ging da auch um Atosil (-100mg), Seroquel prolong (200mg) und Seroquel (-150mg).

Was ist dass denn bitte für ein Cocktail, dazu damals Fluoxetin.

Dann wurde ich ja auf Venlafaxin umgestellt und sollte den Rest erhöhen.

Und dann hats mir gereicht. Bis der Kram irgendwie angefangen hat zu wirken, vergingen Stunden und auch da waren mir die Nebenwirkungen zu hart. Überleg dir mal, diese Menge bei einer untergewichtigen Person.

Ich hatte dem Ganzen eine Chance gegeben, jetzt ist erst einmal Schluss. Immer dieses "Versuchen wir mal dies oder das", mir reichts halt gerade einfach.

Ich nehme ja zusätzlich noch andere Medikamente (Herz und Magen, zwischendrin auch immer wieder was pflanzliches, um die Nieren zu unterstützen).

Diese Mengen an Pillen machen mich einfach verrückt.

Zudem kommen keine AD in Frage, die zu einer Gewichtszunahme führen könnten. Durch das Seroquel schoß mein Gewicht schon massiv nach oben, mir gehts dreckig (obwohl ich weiß, dass da noch ordentlich was an Gewicht drauf müsste) und alles wird nur schlimmer.

Kannst du das denn irgendwie verstehen? Meine Sichtweise?

Und für das alley braucht man auch einfach einen guten Psychiater, den ich nunmal nicht habe.

Und NUR Psychopharmaka kommen für mich auch einfach nicht in Frage. Im äußersten Notfall therapiebegleitend. Ich nehme jetzt im Notfall ja auch Tavor, aber ansonsten hab ich davon erst einmal einfach genug...

und:

Mich verletzen fällt mir nicht schwer, überhaupt mir schaden, aber ich weiß, dass das keine Lösung ist, deshalb will ich ja an den Ursachen arbeiten und sie nicht nur unterdrücken.

ä{pfelcxhen


So, körperlich bin ich wohl halbwegs durch...

Das Frieren/Schwitzen wird immer besser und das Zucken soweit auch.

Psychisch gehts mir wie immer, irgendwie sogar schlechter, aber das hängt nicht mit dem Absetzen zusammen, denke ich.

Es war ja sowieso nur eine Frage der Zeit bis ich die Kontrolle wieder verliere und jetzt ists wohl wieder soweit.

Schneiden eskaliert, ich erbreche, obwohl ich das richtig lange nicht mehr gemacht habe und es nie meine Art der Gewichtsabnahme war. Auch jetzt nicht, es zeigt mir einfach nur, wer die Macht und die Kontrolle hat. ich kann eine Kleinigkeit essen oder trinken und dann kann ICH entscheiden, was weiter passiert

Ich hänge momentan einfach zu sehr in der Schwebe in allen Punkten meines Lebens und nichts gibt mir mehr Halt. Irgendwie habe ich nicht einmal mehr Menschen, die mir Halt geben meine WG zerfällt gerade (liegt nicht an Streit, sondern eigentlich einfach nur Auszügen, aber es verändert sich gerade einfach ZU VIEL), mein eigentlich bester Freund hier in der neuen Stadt (er war der erste, dem ich mich hier wirklich anvertrauen konnte) ist "nicht mehr da", was aber auch meine Schuld ist

Und ich habe keine Lust und keine Kraft mehr stark zu sein, ich will nicht mehr. Ich bin müde.

Da das Thema "Entzugserscheinungen" hier aber ja mehr oder weniger durch ist, spielt das keine so große Rolle.

.... und wenn ich in der Klinik wieder auf Medikamente gestellt werden soll, dann schreie ich auch nicht nein.

Das war der schönste Satz, den ich bislang von Dir gelesen habe. :)* @:) :)*

Das hier, muss ich sagen, hat mich irgendwie unheimlich traurig gemacht.

Ich habe mich daran festgehalten, dass ich leben will, was verändern und dagegen ankämpfen, nicht es unterdrücken will.

Irgendwie glaube ich, dass es gerade einfach nichts mehr gibt, was ich noch sagen möchte oder kann...

Danke an alle, die hier mitgeschrieben haben! @:) Ich kann nur sagen, dass ich gar nicht bereue, dass ich sie abgesetzt habe.

Letztendlich ist mir egal, was meine inneren Beweggründe waren. Ob es die Nebenwirkungen oder dass ich noch weiter abstürze, gerade ist es mir wirklich egal..

Jetzt warte ich einfach ab, was passiert. Ich tue und tue und suche ständig nach Hilfe, aber werde ständig vor den Kopf gestoßen und das macht mich trauriger und einsamer, als wenn ich nicht versucht hätte, mir Hilfe zu holen. Umso mehr mich andere abstoßen, umso mehr tue ich es und deshalb gebe ich erst einmal auf. Vielleicht nimmt mich ja die Klinik, wenn nicht, dann weiß ich auch nicht mehr, was ich machen soll oder kann.

Liebe Grüße @:)

Z$wackx44


Schade, äpfelchen, dass Du so krass reagierst. Es scheint, wir beide haben von "leben wollen, etwas verändern und kämpfen" vollständig unterschiedliche Vorstellungen. Wenn das so ist, muß ich damit leben, dass meine Beiträge Dir nicht helfen konnten. Das tut mir leid. :)* @:) :)*

ä@pfelcshexn


Inwiefern krass reagieren?

Das ist gar nicht böse gemeint ;-) .

Dass wir unterschiedliche Vorstellungen habe, das bestreite ich nicht, aber ich fand alle Beiträge hier unheimlich hilfreich, auch Deine @:) .

Dass es mir schlecht geht momentan, hat nichts mit dem Absetzen zu tun, sondern mit meinen Lebensumständen. Vielleicht war mein Zeitpunkt unklug gewählt, aber ich bereue das Absetzen an sich nicht.

Hier um mich herum ist gerade einfach alles am Zusammenbrechen und ich kanns nicht verhindern oder ändern.

Ich glaube einfach nur, dass hier nicht der richtige Ort ist, um gerade rumzujammern, wie schrecklich ich alles finde und wie furchtbar es mir geht... ich bin immerhin selbst schuld.

Wie gesagt:

Ich tue und tue und suche ständig nach Hilfe, aber werde ständig vor den Kopf gestoßen und das macht mich trauriger und einsamer, als wenn ich nicht versucht hätte, mir Hilfe zu holen. Umso mehr mich andere abstoßen, umso mehr tue ich es und deshalb gebe ich erst einmal auf. Vielleicht nimmt mich ja die Klinik, wenn nicht, dann weiß ich auch nicht mehr, was ich machen soll oder kann.

@:)

ZWwacxk44


Alles Gute für Dich! @:) @:)

äCpfelcXhen


Danke Dir auch! @:)

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