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Angststörung und Panikattacken - Plauderfaden

lsalala708 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich bin 25 Jahre alt, weiblich, und habe seit ca. 2 Jahren eine Angst- bzw. Panikstörung. Ich habe Angst vor allem und die Angst hat seit Februar diesen Jahres extrem zugenommen. Zu dieser Zeit bekam ich eine Grippe, die dauerte 6 Wochen und ich hatte Angst es würde kein Ende nehmen. Habe mich danach auch nicht mehr so gefühlt wie davor, renne von Arzt zu Arzt, gegen Viren kann man ja nichts machen sagt man mir nur. Dann habe ich eine Verhaltenstherapie begonnen. Aber irgendwie wird meine Therapeutin nicht schlau aus mir weil ich sozusagen eine Angst und Depression habe. Die einzige Möglichkeit ihrer Meinung nach wären Antidepressiva. Die möchte ich aber nicht nehmen. Die Therapie hat sozusagen in den letzten Monaten kaum Fortschritte gemacht. Jetzt habe ich auch noch übelste Magenprobleme bekommen. Muss zur Magenspiegelung da der Verdacht auf Helicobacter pylori besteht. Oder vllt ist es auch doch nur wieder die Psyche. Ich habe langsam einfach keine Kraft mehr und bin nur noch am Weinen. Geht es jemandem ähnlich? Ich würde mich freuen wenn sich jemand mit mir austauschen würde. Ich glaube es ist auch wichtig mit anderen Betroffenen darüber zu reden, vllt findet man dann auch die Ursache heraus und kann sich gegenseitig helfen. :)^

Viele Grüße

Antworten
K$ittieikatzxe88


Ich kam mit der ambulanten Therapie auch nicht zurecht hat gar nichts gebracht deswegen bin ich jetz stationär und hier hat man immer gleich jemanden wenn irgendwas ist egal ob organisch oder Kopf....

S9pinnesrixn


Hallo lalala,

an deiner Stelle würde ich mir ganz schnell eine neue Therapeutin suchen! Angst und Depressionen gehen sehr oft Hand in Hand, und da sind Medikamente ganz sicher nicht die einzige Behandlungsmöglichkeit! Wie will man da Fortschritte machen, wenn einem so etwas eingeredet wird? :|N

JDan{7x4


körperliche Befindlichkeiten, wie langwierige Infekte und so, können einen aber auch angsttechnisch ganz schön belasten. Das ging mir in letzter Zeit auch so. Da hilft nur in Ruhe auskurieren.

ptink;y6x9


Meine Angst und Panikattacken haben vor 24 Jahren angefangen. Habe am Anfang auch viele Therapien gemacht, die mir damals nicht viel weiter geholfen haben. Hab vor ein paar Jahren noch einen Versuch gestartet. Es war die erste Therapeutin wo ich das Gefühl hatte die hört mir zu und die will dir auch helfen. Sie verschrieb mir damals auch AD. Obwohl ich auch kein Freund davon bin, aber sie haben mir erstmal geholfen zur Ruhe zu kommen. Ich habe die Therapie auch durchgezogen bis zu dem Zeitpunkt wo ich für mich wußte, ich komme wieder alleine klar.

Wenn du merkst daß diese Therapie dich nicht weiterbringt, dann such dir nen anderen Therapeuten. Denn die Chemie zwischen euch muß stimmen.

Knhalexese


Hallo, ich bin 32 Jahre und habe seit ungefähr 10 Jahren mit Angst und Panikattakten zu kämpfen.

Ich rede normalerweise nie mit jemanden darüber, da ich meinen normalen Alltag brauche ohne das Irgendjemand versucht mir zu helfen. Das macht es für mich noch viel schlimmer! Ich habe vor ca. 10 Jahren einen Psychologen konsultiert. Mit Hilfe meiner Mutter, da ich zu nichts mehr im Stande war. Es war also ziemlich ernst, so das versucht wurde mich einzuweisen. Ich konnte nichts mehr alleine, nicht einkaufen oder mich überhaupt in meiner Umwelt bewegen. Seither nehme ich AD und es hat mir im laufe der zeit geholfen. Mit viel Wille und Kraft und der so wichtigen Unterstützung, in Extremsituationen, lebe ich heute ein normales Leben :) (mit ein paar Zwischenfällen). Ich habe drei Hunde, liebe sie von Herzen und diese Verantwortung macht mich stark! Mittlerweile trage ich auch die Verantwortung für meine Mama und meinen Bruder, sowie das Haus. Es ist schwer aber es hat mich noch stärker gemacht. Ich arbeite wieder, in einen Job der meinem Zustand zuträglich ist. Meine Belastbarkeit ist einem normalen Alltag nicht mehr gewachsen. Ich habe einen Partner, der es nicht verstehen kann aber mich immer unterstützt.

Ich glaube mehr Normalität werde ich nicht mehr erreichen können. Und es ist alles so wie es sein sollte :)

Jeder Krankheitsverlauf ist anders, jede Problematik eine andere. Aber ich kann nur eines dazu sagen:

Vergiss nie ... das im Himmel deiner eigenen Seele, du die Sonne bist!

Dieser Satz hat mich gefestigt und mich in den Jahren stabilisiert. Er hat mein Leben verändert! Zum Besseren.

Nur du allein, ob nun mit oder ohne Medikamente, bist im Stande dich zu fangen.

Ich verurteile AD nicht, es war meine Rettung, doch heilen kann man sich nur selbst.

Der eigene Wille muß da sein und auch die Unterstützung, ohne die es nicht zu schaffen ist.

Ich hatte dieses Glück und hoffe es wird auch anderen zu teil.

Ich weiß genau wie der Hölle der Angst aussieht.

Es kommen mir noch heute die Tränen wenn ich daran zurückdenke.

AZlosxug


Hall o:)

Vor etwa 2 Jahren hat es bei mir genau so angegangen wie bei dir. Eine Grippe, die mir stark auf den Kreislauf geschlagen ist. Ich habe relativ schnell einen Therapeuten konsultiert und habe Medikamente verschrieben bekommen. Ich habe davon Herzrhythmusstörungen bekommen und das hat die Panik natürlich so schlimm gemacht, dass ich nicht mehr zurecht kam. Ich habe mich dann entschieden in eine Klinik zu gehen und bin dort 4 Monate geblieben. Ich habe keine Tabletten mehr genommen und mir eigene Strategien entwickelt.

Jetzt bin ich wieder "lebensfähig" und es geht mir besser als vor Beginn der Angst. Ich kenne mich besser und der Weg durch diese Hölle hat mich unglaublich stark gemacht

FDixx un*d Foxxie


körperliche Befindlichkeiten, wie langwierige Infekte und so, können einen aber auch angsttechnisch ganz schön belasten. Das ging mir in letzter Zeit auch so. Da hilft nur in Ruhe auskurieren.

Da muss ich Jan Recht geben. Ich hatte vor kurzem eine Magen- u. Darmgrippe, hatte seit mindestens 8 Jahren keine mehr. (habe aber keine Emetophobie) Lange danach fühlte ich mir immer noch total erschöpft, müde, kaputt, alles tat weh u. mir war auch dauernd so schwindlig. Da ging es bei mir wieder los! Erst mal macht mir Schwindel sowieso immer schnell Angst, da ich als Kind dauernd umgefallen bin und dann denke ich, kommt bei mir auch noch der Stress der letzten beiden Jahre dazu. (erst Mutter schwer gestürzt und LWS-Bruch und lange in Kh, Reha und Kurzzeitpflege u. ich musste mich um alles kümmern und doch nichts richtig gemacht - na ja, habe ich noch nie in ihren Augen - dann letztes Jahr erst mein Onkel Anfang des Jahres verstorben, dann mein Vater schwer krank geworden u. 7 Monate später dann auch verstorben :°( und seitdem bin ich allein mit der ganzen Last, mich um meine Mutter zu kümmern, da sie viele Sachen nicht mehr kann... Dann war sie auch im Kh wg. einem Herzinfarkt u. ich hatte sie einen Tag vor der Magen-Darm-Grippe da abgeholt... Denke, das kommt bei mir auch noch zusätzlich dazu, zumal ich die ganze Zeit immer nur stark sein musste u. gute Nerven brauchte, da meine Mutter auch sehr schwierig ist und keinerlei fremde Hilfe annimmt, von der Familie aber keiner außer mir noch groß was mehr mit ihr zu tun haben will) Irgendwie scheine ich jetzt auch noch eine Arzt-Phobie entwickelt zu haben, denn ich bekomme jetzt auch noch Angst- u. Panikattacken, wenn ein Arztbesuch ansteht. :-X Besonders gerne bin ich noch nie zum Arzt gegangen - wer macht das schon gerne - und im Wartezimmer hatte ich da auch manchmal schon heftige Angstzustände, aber jetzt hat sich das irgendwie total verstärkt, sodass ich am liebsten gar nicht mehr hingehen würde. Wahrscheinlich, weil ich die letzten zwei Jahre so viel mit Ärzten zu tun hatte durch meine Eltern und sie auch immer wieder in Kh' s besuchen musste. Kh' s sind mir aber schon immer ein Gräuel. Nun muss ich übermorgen zum Chirurgen und wenn ich daran denke, kriege ich jetzt schon Panik. Dabei ist es ja nur eine Untersuchung. Aber mir graut schon vorm Ergebnis u. dann auch, weil ich ihm sagen muss, dass es meiner Hand nach der KTS-OP auch noch nicht gut geht, habe da leider auch schon einige Male Negativ-Erfahrungen nach OP' s gemacht u. es kotzt mich einfach an, dass nicht mal alles i. O. sein kann danach! :-X

@ lalala:

Ich denke auch, dass du durch die Grippe und ihre Symptome und weil es so lange gedauert hat, da Ängste entwickelt hast. Wahrscheinlich auch, weil du dich immer noch nicht richtig gut fühlst. Dann konntest du, durch die Grippe bedingt sicher auch einige Sachen nicht machen u. wenn man längere Zeit als Ängstler bestimmte Sachen nicht mehr gemach hat, können die auch wieder erneute Ängste hervorrufen. :°_ :°_ :°_ :°_ Ich hatte durch den Schwindel auch erst mal Angst, wieder rauszugehen und fühlte mich auch wacklig auf den Beinen. Dachte dann aber, wenn ich es jetzt gleich wieder meide, traue ich mich dann gar nicht mehr. Und es ging dann auch wieder ganz gut. Dann war ich aber auch 2 Wochen lang nicht mehr bei meiner Mutter gewesen u. so lange auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr gefahren. Beides was, was mich schon ziemlich stresst. Zu meiner Mutter graut mir sowieso immer, weil sie immer was zu meckern hat u. ich ihr Seelenmülleimer bin. Das ging dann aber auch irgendwie, zwar mit bisschen Anspannung, aber es ging. Aber durch die ganzen Krankheitsgeschichten u. da ich mich selbst auch nicht so gesund fühle, hat sich das jetzt wohl auf Arztbesuche verlagert... %-| Bin aber auch so immer ziemlich angespannt seit den letzten 2 Wochen und so ne Anspannung entlädt sich ja dann gerne mal. Auch unterdrückte Gefühle können so was auslösen.

Natürlich kann man, wenn gar nichts mehr geht, für eine gewisse Zeit AD' s nehmen. Aber sie beseitigen ja nicht die Ursache, sondern nur die Symptome. (wenn überhaupt, denn manchmal muss man erst eine ganze Weile probieren, ehe das passende AD für einen gefunden ist... Mir hat es z. B. gar nichts geholfen u. irgendwann hatte ich keine Lust mehr darauf u. habe es dann abgesetzt) Ich bin da auch nicht so ein Freund von, aber manchmal gibt es eben keine andere Möglichkeit. Gut ist ja schon mal, dass du Therapie machst! :)^ Du musst nun auch nicht AD' s nehmen, nur weil die Thera das gerne so möchte! :|N Das ist immer noch dein Körper und deine Entscheidung! Ich war mit meiner Thera auch nicht immer einer Meinung und manchmal hat sie mich auch genervt, vor allen Dingen anfangs. Aber das Reden dort hat mir zumindest dann doch immer ganz gut getan. Meine Thera ist nun zu Ende, ich kann aber noch 1 x im Monat kommen, wenn Bedarf besteht. Müsste das jetzt wohl auch wieder mal in Angriff nehmen...

Bist du denn schon soweit, dass du weißt, woher deine Angst- u. Panikattacken kommen? Das macht schon manchmal eine ganze Menge aus, weil man dann weiß, woran man arbeiten muss, um es besser/erträglicher zu machen. Manchmal helfen auch Entspannungsübungen, um runter zu kommen. Ich habe eine CD mit Progressiver Muskelentspannung von Jacobsen. Aber ich mache es auch viel zu wenig... |-o |-o |-o Obwohl ich mich da eigentlich gut einlassen konnte. Nur dauert es mir immer zu lange... Na ja, ist auch eher ne Ausrede, der Hauptgrund ist wohl, dass man sich da mal mit sich selbst befassen muss und das macht man ja nicht immer so gerne. Ich bin immer lieber für andere da, als mich mal um mich selbst zu kümmern, schon auch aus schlechtem Gewissen. Und darum geht' s wohl einigen von uns auch so, weil wir zu wenig auf uns selbst Acht geben. Das sollten wir wohl mehr verinnerlichen!

Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht! :)* :)* :)* :)*

LG! @:)

A*pyWrexna


Hallo an euch,

ich habe eine Frage, weil ihr euch damit - so wie ich das lese - ganz gut auskennt.

Ich habe seit Januar 14 eine sehr schwierige gesundheitliche Situation (ich mache hier mal die Kurzversion ;-) ):

Ich habe eine Virusinfektion bekommen, die ein chronisches Erschöpfungssyndrom und eine Fibromyalgie (Muskelschmerzsyndrom) ausgelöst hat. Meine psychische Situation war bis Jan 14 die letzten vier Jahre davor sehr schwierig. Meine Eltern hatten beide Krebs und sind in einem Zeitraum von 1,5 Jahren nacheinander gestorben. Ich hatte viel Pflege für sie zu tun. Daher konnte ich aufgrund der langjährigen körperlichen und psychischen Überlastung diesen Virus nicht mehr abwehren.

Beruflich arbeite ich von meinem Wohnort aus gesehen weit weg und muss - einfache Strecke - eine Stunde auf der Autobahn fahren. Aufgrund der Erschöpfung und der Schmerzen und der starken Konzentrationsstörungen konnte ich kaum fahren und habe Angst vor einem Unfall oder einem Unfalltod bekommen. Die Angst hat sich aber nicht beim Autofahren gezeigt, sondern ich habe zuhause meine ganzen privaten Unterlagen vernichtet, weil ich nicht wollte, dass sie bei einem möglichen Unfall oder Tod jemand liest. Außerdem lösche ich seitdem jedes mal vor dem Autobahnfahren meinen Rechnerverlauf und meine privaten emails. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter sehr grenzüberschreitend ist und viel in meinen Unterlagen stöbert und ich will nicht, dass sie das liest. Ich hatte aber niemals körperliche Symptome, also gar keine, kein Herzrasen, keine Luftprobleme und alles, was sonst bei Angst dabei ist. Jetzt hat mir mein Therapeut eine Angststörung diagnostiziert.

Würdet ihr das auch schon als Angststörung einordnen?

FZix uNnd Foxxie


@ Apyrena:

Nun, es gibt ja verschiedene Formen von der Angsterkrankung. Es müssen nicht bei Jedem alle Symptome zutreffen, manchmal kommen aber dann noch andere Symptome dazu, die man vorher nicht hatte. Bei der Angsterkrankung geht es ja um irrationale Ängste, dass man Ängste vor Dingen entwickelt, die nicht eintreffen werden und Gefahren sieht, wo eigentlich keine sind. Da geht es bei dir schon in Richtung einer Angsterkrankung. Natürlich kann im Straßenverkehr immer was passieren, das ist auch klar. Aber deine Handlungen (Rechnerverlauf löschen, alle privaten Unterlagen wegwerfen, etc.) sprechen schon für eine irrationale Angst.

Ich denke, die jahrelange Pflege deiner Eltern, die Hilflosigkeit, weil man irgendwie ja gar nicht so richtig helfen kann u. weiß, dass es zu Ende gehen wird, hat da so einiges mit dir gemacht. Es tut mir sehr Leid, dass du deine Eltern in so kurzem Abstand hintereinander verloren hast! :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_

Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht und dass du bald das Leben wieder mehr genießen kannst, ohne Angst vor einem Unfall, bei dem du stirbst. :)* :)* :)* :)* :)*

LG! @:)

A#pyrefnxa


Danke für die Rückmeldung, Fix und Foxie, das hilft mir sehr. Die Unfallgefahr ist schon real, weil mein Gesundheitszustand so übel ist, dass ich nicht Autofahren sollte. Aber ich war so lange krank geschrieben, dass mir die Frührente droht und daher quäle ich mich zur Arbeit, solange es irgendwie geht. Das Vernichten der Unterlagen und Rechnerdaten ist wahrscheinlich ein Tick zu viel für "normal" und zu heftig. Das denke ich auch.

Ich habe einen Versetzungsantrag gestellt, damit ich nicht mehr so viel fahren muss und hoffe, dass der genehmigt wird. Wenn mein Zustand dann insgesamt nicht mehr so überm Limit ist, wird es hoffentlich auch wieder besser. Dann bin ich beim Fahren wieder entspannter und hoffe, dass ich nichts mehr löschen muss.

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