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Motivation

J ässdy hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

hoffentlich bin ich hier im richtigen Unterforum, ansonsten bitte einfach richtig sortieren. Also...

Ich habe seit einigen Jahren Depressionen, mal mehr mal weniger schlimm, war auch schon in Thearpie, in Kur, habe Citalopram genommen (20er), geholfen hat am Ende eigentlich nichts. Letzten Herbst bin ich mit meinem Freund zusammen in eine schöne Wohnung gezogen und habe jetzt nach anderthalb Jahren Arbeitslosigkeit auch wieder einen Job gefunden den ich im August antrete, ich mache regelmäßig Sport, ernähre mich gut, nehme Vitamin D... eigentlich gehts grad bergauf.

Trotzdem geht es mir einfach nicht besser. Mein Hauptproblem ist, dass ich mich zu nichts motivieren kann. Wenn ich morgens aufstehen, dusche und mir mehr als einen Bademantel anziehe war der Tag schon erfolgreich. Aber dafür brauche ich dann meist auch 6-8 Stunden. Der Haushalt bleibt schon wieder seit Tagen liegen. Wenn ich versuche mich aufzuraffen geht es meistens einfach nicht, meine Arme und Beine fühlen sich an wie aus Blei und ich mag einfach nur sitzen bleiben. Ausgehen tue ich eigentlich nie, außer zum einkaufen. Bin einfach lieber allein/mit Freund zu Hause.

Ich habe schon alles mögliche Versucht, Zeitmanagement, Belohnungssysteme, deligieren... alles, was man im netz so an Tipps findet, allerdings erfolglos. Eigentlich möchte ich ja wirklich, dass es sauber und ordentlich ist, ich habe Lust zu backen etc. aber ich komme einfach nicht hoch... ein Freund hat mir jetzt empfohlen doch wieder Psychopharmaka zu nehmen aber ich weiß nicht... das Citalopram hat nicht geholfen, dafür bekam ich davon eine fette Palette Nebenwirkungen unter anderem anfängliche schlimme Übelkeit -> Müdigkeit -> Kreislaufstörungen -> leichte Halluzinationen und nach dem Absetzen unkontrolliertes Zucken. :-/

Kennt das vielleicht jemand oder hat einen Tipp?

Antworten
M/ilk6y_oe47x7


oje, das wird dann aber schwierig werden den Job anzutreten :°(

Mir gehts derzeit ähnlich, war aber nie in Behandlung. Den Job ziehe ich unter extremer Anstrenung irgendwie durch, aber die Kraft verlässt mich immer mehr.

C%o9mraxn


Wenn ich morgens aufstehen, dusche und mir mehr als einen Bademantel anziehe war der Tag schon erfolgreich. Aber dafür brauche ich dann meist auch 6-8 Stunden. Der Haushalt bleibt schon wieder seit Tagen liegen. Wenn ich versuche mich aufzuraffen geht es meistens einfach nicht, meine Arme und Beine fühlen sich an wie aus Blei und ich mag einfach nur sitzen bleiben.

Kannst du mir mal erklären, was du dann unter "regelmäßig Sport" verstehst? :-o

J#äwsxsy


Kannst du mir mal erklären, was du dann unter "regelmäßig Sport" verstehst?

Ähm... dass man sich täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich sportlich betätigt? ":/ Versteh die Frage grade nicht.

Mzilky5_Ke7x7


Das versteh ich aber auch nicht Jässy. Du schreibst du bist so antriebslos dass du bis zu 8 Stunden brauchst, um dich zu überwinden zu duschen und dich anzuziehen.

Aber du machst gleichzeitig täglich bzw. zumindest mehrmals wöchentlich Sport? ":/

Oder hast du dann nach den 8 Stunden, die du dann wach bist, mehr Energie? Also abends mehr Antrieb als morgens?

MNilkyJ_e7x7


Oder ist die extreme Antriebslosigkeit nicht jeden Morgen vorhanden?

J;ä6sxsy


Nein, Sport macht Spaß :-) Das mache ich gern. Außerdem musste ich ein paar Pfunde loswerden. zB duschen ist so nervig, danach ist es immer kalt, meine haare brauchen ewig zum trocknen und sind dann so fisselig... meehh...

Jcäissxy


Oh, überlesen... naja es gibt Tage, da gehts. Aber die letzten Wochen kam ich mal wieder kaum aus dem Bett.

MKilk'y_e'7x7


also zu Dingen die dir Spaß machen (Sport zum Beispiel) kannst du dich aufraffen, aber der Alltag (Pflicht, Haushalt, Körperpflege) fällt dir schwerer?

Jiäjssxy


Mhm. Meistens jedenfalls. Aber es gibt auch Zeiten, da geht einfach gar nichts, dann liege ich nur rum und schau an die Decke.

n$ottranq.u|ilixzed


Ich bin auch schon seit Jahren extrem antriebslos, es kommt mir alles anstrengend und kompliziert vor, mir ist alles zuviel, ich sehe auch in nichts Sinn. Der job ist trotzdem möglich, ich arbeite auch, das einzige was ich mache.

Antriebslosigkeit und Sport schließt sich übrigens nicht aus, ich habe mich schon so in Sport geflüchtet, dass ich täglich 3h Sport gemacht habe.

Das einzige was mir dagegen geholfen hat waren Benzodiazepine, die habe ich solange genommen bis ich davon abhängig war, also nicht empfehlenswert. Ich muss noch mehr Medikamente ausprobieren, bis mir irgendwann eines hilft, ansonsten braucht es aber auch den vollen Einsatz, Klinik, Therapie.

Jcässxy


:°_ Ja, manchmal bringt man es nicht mal fertig 2 Tassen abzuwaschen... das mit den Medikamenten ist nicht so schön, wie hat sich das denn bemerkbar gemacht mit der Abhängigkeit?

ngotrtDranquEilizxed


Also das ging schleichend, so dass ich es gar nicht gemerkt habe, bis ich diese Pillen irgendwann täglich genommen habe, ich wurde immer müder und schlapper, ohne Tabletten wurde ich unruhig und es ging gar nichts mehr. Habe es erst gemerkt als es zu spät war und habe dann von heute auf morgen keine mehr genommen, dann war mir schwindelig, hatte Koordinationsstörungen, keine Kraft mehr, extreme Unruhe und panische Angst, Alpträume. Ich habe halt immer gedacht lieber mit Tabletten leben als gar nicht, weil die Antriebslosigkeit ist ja schon existenzgefährdend, aber das hatte ich dann davon.

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