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Heimlicher Besitz bis zum Tod

ilchwReissnxix hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe eben vom Tod eines Freundes erfahren. Ganz abgesehen davon das ich sehr traurig darüber bin hat bin gibt es noch eine zusätzliche Belastung:

Er hatte sich - schon vor Jahren - ein Wochenendgrundstück mit Hütte gekauft, die er eigentlich ausbauen wollte um damit seine Freundin zu überraschen wenn alles fertig ist.

Leider hat er es nicht geschafft da er krank wurde. Er hatte mich eingeweiht da er sich lang nicht selbst darum kümmern konnte, ich bin dann immer wieder mal hin gefahren um nach dem rechten zu sehen. Zwischenzeitlich hatte er ihr auch noch gesagt da er den Schriftverkehr nicht mehr anders erklären konnte das das ganze mir gehört - er hatte mich nicht vorher gefragt, da es ihm aber zu der Zeit schon mal sehr schlecht ging hatte ich nichts dagegen gesagt.

Die Beerdigung ist Ende nächster Woche.

Ich hab leider niemand mit dem ich über die ganze Angelegenheit reden kann, bin gerade selbst völlig daneben und geschockt.

Wann und wie bring ich das ganze bloß seiner Freundin bei - warte ich noch die 8 Tage bis nach der Beerdigung, oder ist das eher falsch? Was würdet ihr machen?

Antworten
Ryalpth_HxH


Prinzipiell sind das ja keine guten oder schlechten Nachrichten, die braucht man weder aufsparen noch kann man da mit dem Zeitpunkt viel verkehrt machen. Das Grundstück fällt an die Erben, also hast weder Du noch die Freundin da was mit zu tun.

c^riecNhaxrlie


...naja, falls er es seiner Freundin nie gesagt hat:

warum willst Du es ihr jetzt sagen? Macht doch keinen Sinn. Wenn er Dich nicht als Erbe eingetragen hat,

bekommen es die gesetztlichen. Seine Freundin würde es auhc nicht kriegen, da nur Freundin, keine Frau.

i~chwNeislsnxix


Ich hab keinen Kontakt zu seiner Familie, er hat keine Kinder, soweit mir bekannt weiss niemand sonst davon, und das Grundstück ist in Frankreich.

Seine Freundin war seine langjährige Lebensgefährtin, die beiden waren glaub fast 20 Jahre zusammen. Keine Ahnung ob es ein Testament gibt - ich hoffe sehr das er sie als Erbe eingesetzt hat.

Mir gehts momentan eigentlich nur darum wann ich es ihr am besten sage, erfahren muß sie es so oder so. Aber er ist gerade erst gestorben, dazu jetzt noch diese zusätzliche Belastung, sich auch noch darum kümmern zu müssen, und der Aspekt das er ihr so lang nichts davon gesagt hat - wenn auch unter erklärbaren Umständen.

Daher die Frage wie ihr es machen würdet - wie gesagt, sie hatte mich heute mittag erst angerufen - ruf ich sie heute noch zurück, erzähl ihr davon, oder warte ich damit besser bis nächste Woche nach der Beerdigung?

c&riecha9rglixe


Wäre schon besser gewesen, er hätte sie geheiratet. So kann es tatsächlich sein, dass das an den Staat geht oder entfernte Verwandte.... die Kette ist da lang.

Er hat sie bestimmt nicht eingesetzt, sonst hätte er ja nicht gesagt, dass er es dir gibt...

wieso sollte er der Freundin das weg nehmen, was er für sie gekauft hat?

Macht keinen Sinn. Nach wie vor sehe ihc nicht, was ihr beide nun mit dem Grundstück noch zu tun habt?

mfs92


Wenn er wusste, dass er sterben wird, hat er vielleicht doch noch ein Testament gemacht.

i3chwZeHisxsnix


Er hat sie bestimmt nicht eingesetzt, sonst hätte er ja nicht gesagt, dass er es dir gibt...

Er hatte ihr nicht gesagt das er es mir gibt, er hatte ihr gesagt das es mir gehören würde um die an ihn gerichteten Briefe zu erklären - das die Post zu ihm gesendet wurde war mit meiner Lebenssituation zu dem Zeitpunkt (ohne näher darauf einzugehen) erklärbar - ich war nicht damit einverstanden, wollte aber mit ihm ob seines damaligen gesundheitlichen Zustands nicht darüber streiten.

Mein Fehler war das ich ihn danach nicht dazu gebracht habe das aufzuklären, er dachte immer das er wieder fit genug wird um seinen ursprünglichen Plan umzusetzen.

wieso sollte er der Freundin das weg nehmen, was er für sie gekauft hat?

Macht keinen Sinn. Nach wie vor sehe ihc nicht, was ihr beide nun mit dem Grundstück noch zu tun habt?

Von wegnehmen kann keine Rede sein, er wollte es ja mit ihr gemeinsam nutzen - es war nur nicht in seinem Sinn soweit fertig wie er es ihr präsentieren wollte.

Ich hab die Schlüssel zu der Hütte, er hat mich vor 3 Wochen noch gebeten Geld für Strom und Wasser auf sein französisches Konto einzuzahlen.

Ich hab ihn vorletzte Woche das erste mal nach fast einem Jahr wiedergesehen, wir hatten zwischendurch nur ein paar mal telefoniert, bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar wie schlecht es ihm geht :(

S}ti}chTlinxg


Wenn Dein Freund sich solche Gedanken gemacht hat, wird er bestimmt ein Testament hinterlassen haben. Auch, um seine Freundin finanziell abzusichern.

Erben können auch ganz entfernte Verwandte.

h_ats`chixpu


Ich würde es ihr sofort sagen. Griff dich in Ruhe mit ihr und erzähl es ihr. Frag sie, ob er ein Testament gemacht hat. Da steht das Haus sicher drin. Die laufenden Kosten müssen ja auch erstmal bezahlt werden.

h$atsc/hipxu


Griff= triff

h+at#sch|ipxu


Treffe? Na wie denn nun?

Enhema@lig9er Nu5tzeOr (#393910x)


Also ich würds ihr so schnell wie möglich erzählen, damit sie mal schauen kann, ob er doch noch irgendwas bezügl Nachlass geregelt hat.

i,chOweissxnix


Denke jetzt auch es macht keinen Sinn es länger aufzuschieben - ich ruf sie morgen früh an und red mit ihr, bzw. mach was ab um mich mit ihr zu treffen, muß dann wahrscheinlich eh mit ihr rüberfahren. Traurige Angelegenheit, hoffe sie verkraftet es.

Danke erstmal, ich werd die Tage berichten wie es weiterging.

Ehhema-lig^eJr Nu"tze2r (#5"54628x)


Erstmal herzliches Beileid.

Warum bereitet dir dieses bevorstehende Gespräch solche Sorgen? Es ist doch grundsätzlich etwas Schönes, er wollte sie damit überraschen, sobald es fertig gewesen wäre, also absolut erklärbar, warum er es verheimlicht hat. Mach dir nicht so viele Gedanken, aber sag es ihr im persönlichen Gespräch, nicht am Telefon.

Alles Gute. :)*

jWurQinahatQesto-w_ait


Meine Meinung dazu ist, dass die Freundin des Verstorbenen unbedingt erfahren sollte, welche großartige Überraschungsidee er für sie beide hatte. Die Wahrheit sollte man niemandem vorenthalten.. Und in welchem Trauerzustand du das für am angebrachtesten hältst... Ich würde es vor der Beerdigung oder an einem anderen Tag nach der Beerdigung (nicht direkt bei dem Trubel und den Anforderungen der Feierlichkeit) für am angemessensten halten. So kann die Hinterbliebene sich mit den positiven Erinnerungen auseinandersetzen. Ich würde sogar so weit gehen, zu versuchen, mit denen, die das Grundstück erben, über die Idee deines Freundes zu sprechen. Wer letztendlich dieses Geschenk annehmen kann und entscheiden sollte, was damit passiert, ist meiner Meinung nach am ehesten die Hinterbliebene, für die die Überraschung gedacht war. Selbst wenn offiziell dieser Besitz jemand anderem zugesprochen wird. Es gibt in manchen Religionen den Brauch, Gutes über den Verstorbenen bzw. seine Eigenschaften rüberzubringen an Hinterbliebene. Und ich denke du tust mit der Wahrheit der Freundin vom Verstorbenen, egal wie sehr sie gerade trauert oder die Nachricht aufnimmt, sowieso einen Gefallen. Falls du die Kontakte hast, trau dich das :)^ in einem passenden Moment. Viel Glück

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