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Heimlicher Besitz bis zum Tod

E0laf}RemicGh0815


1. Die Freundin hat grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf Erbe, nichtmal auf einen Pflichtanteil, selbst wenn die Beziehung "eheähnlich" war und dauerhaft bestanden hat.

2. Erben würde sie nur wenn es ein notariell hinterlegtes Testament oder einen Erbvertrag gäbe, wo sie im Idealfall als Alleinerbe benannt wäre. Auch wenn er keine leiblichen Kinder hatte, so wären seine Eltern - sofern diese noch leben - ebenfalls erbberechtigt und ihnen stünde ein Pflichtanteil von bis zu 50% zu.

3. Du selber hast damit gar nichts zu tun.

Dennoch wäre es nur Fair der Freundin zu erzählen das ihr Lebenspartner ein Grundstück mit Haus in Frankreich besitzt das nun ebenfalls zur Erbmasse gehört, selbst wenn sie im ungünstigsten Fall - wenn er mit einer Genesung gerechnet hatte und nichts diesbezüglich geregelt hat - komplett leer ausgeht.

Sollte es ein Testament geben wird das nach dem Tod automatisch eröffnet (siehe unten) und sie würde angeschrieben werden.

(Mit der Beurkundung des Sterbefalles beim Standesamt des Sterbeortes - in der Regel durch den Bestatter - geht (neue Regelung) automatisch eine Benachrichtigung an das "Zentrale Testamentsregister der Bundesnotarkammer" in Berlin, wo hinterlegt wäre das es ein Testament gibt und bei welchem Notar dieses verwahrt wird; sowie (alte Regelung) an das Standesamt des Geburtsortes des Verstorbenen, da in den dort verwahrten Geburtenbüchern ein Verweis auf eine sich ebenfalls dort befindende "Testamentskartei", mit dem Namen des Notars der das Testament verwahrt, vermerkt wäre. Dieser Notar würde benachrichtigt, selbiger würde das Testament eröffnen und die darin genannten Personen bzw. alle erbberechtigten anschreiben.)

L&i-an-xJill


Es kann da durchaus ein Problem mit der Erbschaftsteuer geben, die ist in Frankreich bei Nichtverheirateten ziemlich hoch.

L!ianU-JiAll


Nchtrag: Sollte sie Erbin oder Vermächtnisnehmerin werden.

L*iatn-Jxill


Sollte es ein Testament geben wird das nach dem Tod automatisch eröffnet

Die wenigsten Testamente befinden sich in amtlicher Verwahrung, das muss man mitunter schon selbst suchen und zum Nachlassgericht bringen.

EblafRem|ich0\815


Auf der einen Seite wäre es sicher sehr schön zu erfahren das mein Freund eine solch tolle, aufwändige und teure Überraschung in der Hand hatte! Wie gesagt würde ich es ihr auf jeden Fall sagen!!

War er ledig oder geschieden und hatte keine Kinder erben höchstens seine Eltern. Wer jetzt aber was mit dem Häusschen anfangen kann weiß ich nicht. Selbst wenn es ein Testament gäbe und sie das Haus erbt oder die Eltern ihr das Haus schenken würden, was soll ich als Freundin plötzlich mit einem Haus in Frankreich was Unterhalt kostet und wo mich alles an meinen verstorbenen (Ex-)Freund erinnert?

Leben seine Eltern auch nicht mehr und gibt es kein Testament geht alles zum Nachlassgericht (eine Unterabteilung des Amtsgerichts) und "versumpft" dort bzw. würde vielleicht irgendwann mal zwangsversteigert.

L,ian-kJilxl


Erben würde sie nur wenn es ein notariell hinterlegtes Testament oder einen Erbvertrag gäbe

Wie gesagt, es kann auch ein privatschriftliches und nicht hinterlegtes Testament sein.

Loi%an-aJill


ElafRemich0815, so richtig Ahnung vom Erbrecht hast du nicht, oder?

War er ledig oder geschieden und hatte keine Kinder erben höchstens seine Eltern.

Auch das ist nicht richtig. "Höchstens die Eltern" würde ja bedeuten, dass da dann das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Leben die Eltern nicht mehr, geht es aber weiter mit deren Abkömmlingen und so weiter und so fort.

E[lafRermichx0815


Ja, dass ist richtig.

(Bzw. nur der Korrektheit wegen was ich oben geschrieben habe: Ein Notar würde ein Testament natürlich nicht persönlich aufbewahren sondern dem zuständigen Amtsgericht übergeben zur Verwahrung.)

jAust^_loobkinxg?


was soll ich als Freundin plötzlich mit einem Haus in Frankreich was Unterhalt kostet und wo mich alles an meinen verstorbenen (Ex-)Freund erinnert?

Ist das nicht ein Argument allgemein gegen das Erben? Warum sollte ich mein Elternhaus haben wollen, wenn mich doch dort alles an meine Eltern erinnert?


Sag es ihr, eher zu früh als zu spät würde ich sagen. Es ist keine pauschal gute oder schlechte Nachricht, aber dann sucht man vielleicht eher mal nach einem Testament,...

EdlaJfRemicxh0815


Und ja, wieder richtig. So ins Detail wollte ich nicht gehen. ;-)

Erben tun erst mal die direkten Verwandten, also Ehepartner, Kinder und Eltern. Danach geht das Spiel mit der übrigen buckeligen Verwandtschaft weiter...

LNian-*Jil?l


Leben seine Eltern auch nicht mehr und gibt es kein Testament geht alles zum Nachlassgericht (eine Unterabteilung des Amtsgerichts) und "versumpft" dort bzw. würde vielleicht irgendwann mal zwangsversteigert.

In den meisten Fällen können gesetztliche Erben ermittelt werden, da versumpft nichts. Zu Zwangsversteigerungen kommt es höchstens mal, wenn sich eine (bereits ermittelte) Erbengemeinschaft nicht über die Verwendung oder Verwertung eines Grundstücks einig wird und mindestens einer der Beteiligten Kohle sehen will.

Wenn alle beteiligten Erben das Grundstück einvernehmlich veräußern wollen, dann muss auch nicht zwangsverteigert werden und es kann ein normaler Verkauf stattfinden.

Ist der Staat (das Bundesland, in dem der Erblasser gelebt hat) gesetzlicher Erbe, dann hat er auch die alleinige Verfügungsmacht und es muss auch nichts zum Zweck der Teilung einer Gemeinschaft zwangsversteigert werden.


Wie das mit Grundstücken im Ausland gehandhabt wird, wäre spannend. In diesem Fall steht aber schon mal fest, dass der oder die Erben sich mit dem französischen Erbschaftsteuergesetz befassen werden müssen.

Wir haben mal eine Wohnung in Österreich gekauft, die verkauft werden sollte, als sich abzeichnete, dass bald der Erbfall eintreten würde.

Somit war später nur das Geld in der Erbmasse und komplizierte Verwicklungen mit der damals noch existierenden österreichischen Erbschaftsteuer konnten mangels Auslandsvermögen vermieden werden.

Wer weiß, wie der Freund des TE das noch gehandhabt hat?

i!cbhwe_issnixx


Hallo,

es ist jetzt geklärt.

Ich habe vorgestern mit ihr gesprochen. Sie wusste von nichts und war sehr geschockt, verständlicherweise. Es liegt aber ein Testament vor und er hat sie als Alleinerbin eingesetzt, zumindest gibt es in der Hinsicht keine zusätzlichen Verwirrungen.

Sie hat auch schon einen Notar der ihr sicher auch was die Nachlaßregelungen in Frankreich angeht helfen wird.

Ich bin dann gestern auch mit ihr dorthin gefahren, es war natürlich sehr belastend für sie. Ich hoffe das sie damit klarkommt, zu allem anderen... ich hätte ihr das wirklich gern erspart, und mir auch... sehr traurig das es so kam.

Vielen Dank erstmal.

t,r"igger|wo{rld


Irgendwie verstehe ich das nicht ganz: natürlich muß es seiner Freundin gesagt werden. Will die nicht zur Beerdigung kommen ???

Und wie selten ist der mit seiner Freundin zusammen gewesen, dass die nicht mitbekommt, dass ihr Freund und Lebensgefährte verstorben ist ??? ?

Irgendwie stehe ich gerade voll auf dem Schlauch. ":/

hiatschaipxu


Fang mal nochmal von vorn an zu lesen ;-)

Es geht hier nicht darum, dass er gestorben ist, sondern dass er heimlich ein Haus in Frankreich für sie gekauft hat und dann gestorben ist. Sie wusste also nichts vom Haus.

Luian-uJxill


Irgendwie stehe ich gerade voll auf dem Schlauch.

Dazu hätte es gereicht, den Eingangsbeitrag zu lesen. Und wenn das offenbr schon zu viel war, wenigstens den Fadentitel.

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