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Alles sinnlos oder nicht?

Orceâni4ca


Die Zähne sind eine wirklich gute Idee :)^ und ich werde dem nachgehen :)z.

Aber EMDR und Hypnose sind wirklich nicht machbar, für EMDR bekomme ich keine Übernahme der Kosten und sehe auch keinen Sinn, solange ich mich nicht richtig erinnern kann und für Hypnose hab ich kein Geld. Komme so schon kaum über die Runden, was ohne Ausbildung und Arbeit auch nicht verwunderlich ist :-|.

J@anx74


Naja, muss ja auch alles nicht sofort sein.. auf jeden Fall alles Gute. Halt uns auf dem Laufenden.

W`hatTh:eHeckx_w


Hallo Oceânica,

habe deine Threadbeiträge gelesen und wollte mich an dieser Stelle auch zu Wort melden.

Das mit den Entzündungen könnte schon von der Psyche kommen, du schriebst Entzündungsherde, wie macht sich das denn genau bemerkbar? Weil du ja schriebst, dass bisher alles ohne Befund blieb nach langen erfolglosen Untersuchungen. Hast du Schmerzen an besagten Stellen, wenn du dort draufdrückst? Reizdarm hängt ebenfalls mit innerer Unruhe und Unausgeglichenheit zusammen. Du sagst, als deine Leistungen in der Schule nachgelassen haben, hat deine Eltern das nicht sonderlich interessiert bzw. sie haben dir nichts vorgehalten. Ich denke das ist auch ein Problem, ein Problem von Nichtbeachtung oder Anerkennung, was auch zu psychischen Problemen führt, wenn man sich vernachlässigt fühlt. Ich denke es sind oft die Dinge im Verborgenen, die die Psyche beeinträchtigen können, und da scheint dir die Therapie noch nicht wirklich weitergeholfen zu haben.

Wie ich herauslese, bist du mit deiner allgemeinen Lebenssituation alles Andere als zufrieden, da du zurzeit nicht erwerbsfähig bist und keine abgeschlossene Ausbildung hast. Du befindest dich in einer Art Teufelskreis, zum einen machen dir die körperlichen, als auch die psychischen Probleme Kummer & Sorgen, aber bedenke bitte, dass das eine auch das andere begünstigen kann und umgekehrt.

Viele Ärzte denken das es mit der einfachen Gabe von Anti-Depressiva getan ist, ohne den Menschen ganzheitlich zu betrachten und ihm bezüglich seiner Lebenssituation zu Lösungen zu verhelfen.

Du siehst dich selbst wahrschl. schon auf dem Abstellgleis, weil das Leben an dir vorbeigefahren ist.

Aber es gibt immer einen Weg zur Besserung: Du sagst du bist mit 35 Jahren zu alt um eine Ausbildung anzufangen. Allerdings glaube ich rein vom Eingangsbeitrag her, dass es sich bei dir um einen intelligenten, wenn auch sehr sensiblen Menschen handelt. Ich kann das mit der physischen Einschränkung schon sehr verstehen, da dich das aber herabzieht geht es dir auch psychisch schlecht und es fängt alles wieder so von Vorne an. Was hast du sonst noch alles unternommen, sind deine Blutwerte insoweit alle in Ordnung?

Du schriebst außerdem, dass du sozial sehr zurückgezogen lebst, damit bist du denke ich auch nicht zufrieden. Das denke ich aber hat wahrschl. mit deiner Angst zu tun, wie andere über dich denken mögen, weil die meisten in dem Alter schon einen festen Job haben, Familie, Kinder etc. Zudem kommt noch die Tatsache, dass du bisher noch keinen Freund hattest. Ich will dir hier nichts vorwerfen oder dich diesbezüglich runterziehen, nur denke ich, das dies auch Dinge sind, die einen psychisch belasten können. Auch wenn das hier viellt. zusammenhangslos erscheinen mag, wie ich mich dazu äußere, aber es hat glaub ich sehr viel mehr mit der Psyche zu tun als du denkst, abgesehen von deinen körperlichen Beschwerden. Aber da du momentan sehr negativ denkst, auch bzgl. deinem weiteren Lebensverlauf, wird sich da nichts weiter dran ändern. Nur du kannst etwas dran ändern, indem du schaust wie du dein Leben in den Griff kriegst und wieder neuen Lebensmut fasst.

Und es ist Unsinn sich etwas vorzuwerfen oder sich Gedanken zu machen "Was wäre wenn..." sondern eher "Was wird, wenn ich...". Meine Vorgänger sind hier mehr auf die körperlichen Beschwerden eingegangen, wie Zähne etc. aber ich denke das bei dir die Psyche ebenfalls eine sehr, sehr große Rolle spielt, dies ist meine Meinung dazu. Das ändert natürlich nichts dadran, seinen Körper abchecken zu lassen, ob nicht doch irgendwas zu den körperlichen Beschwerden führt. Das will ich damit keinesfalls sagen.

Du schriebst, dass man mit 35 wahrschl. eh keine Chance mehr auf einen Ausbildungsplatz hat, aber das impliziert für mich auch, dass du dich darüber noch nicht wirklich informiert hast. Welche Interessen hast du denn bzw. welcher Beruf würde dich interessieren? Soweit ich von einer Freundin weiß, gibt es sogar welche die mit 40 noch wo einsteigen, leider sind es oft wirklich verkappte, die die einfachsten Dinge nicht hinkriegen, was ich bei dir wohl eher weniger glaube. Welchen Abschluss hast du denn allgemein? Ich hoffe ich werde hier nicht zu persönlich, wenn du nicht darüber schreiben bzw. antworten willst, ist das auch in Ordnung.

Würde mich freuen von dir zu hören @:)

LG

O0ceân{ica


Hallo WhatTheHeck_w,

ich schreibe gerne zurück, bin sehr dankbar für jede Antwort, jeden Ansatz, der mir vielleicht weiterhilft.

Jetzt musste ich erstmal herausbekommen, wie man zitiert, hoffe es klappt.

Gibt es hier irgendwo eine Seite, auf der alles erklärt wird? Wie Absätze funktionieren, hab ich per Zufall herausbekommen, weil ich 3 Bindestriche als Absätze zwischen Abschnitte meiner Beiträge gemacht habe und das wurde dann wohl automatisch ein Absatz?

Dann mal der Reihe nach (falls es mit dem Zitieren nicht klappen sollte, sorry!)

Das mit den Entzündungen könnte schon von der Psyche kommen, du schriebst Entzündungsherde, wie macht sich das denn genau bemerkbar?

Also durch die Entzündungen am Magen hatte ich Schmerzen und diese wurden dann per Magenspiegelung festgestellt, ebenso am Darm, da hatte ich zusätzlich Blut im Stuhl.

Bei den Nasennenenhöhlen kam es immer zu einer heftigen Erkältung und auch zu Schmerzen/Kopfschmerzen.

Am Auge macht es sich immer durch eine Rötung desselbigen bemerkbar.

An der Haut war's durch Ekzeme natürlich immer sofort sichtbar.

Am Kiefer hatte ich auch Schmerzen, woraufhin dann geröntgt wurde.

Die Gebärmutter hat sich auch durch Schmerzen bemerkbar gemacht und dann folgte eine Untersuchung.

Also fast immer durch anfängliche Schmerzen, woraufhin ich dann zum Arzt ging, bei dem dann durch folgende Untersuchungen Entzündungen festgestellt wurden.

 Weil du ja schriebst, dass bisher alles ohne Befund blieb nach langen erfolglosen Untersuchungen.

In dem Sinne ohne Befund, dass mir niemand sagen kann, wodurch die Entzündungen immer wieder ausgelöst werden.

Besonders belastend sind die Beschwerden übrigens an Magen, Darm und Gebärmutter, sowohl von der Intensität der Schmerzen, als auch von den Auswirkungen; bei Magen und Darm z.B. das schlechte Vertragen von Essen.

Reizdarm hängt ebenfalls mit innerer Unruhe und Unausgeglichenheit zusammen.

Ja, das spielt sicher mit rein, wobei mein Magen und Darm eben auch durch die Entzündungen gereizt sind.

Du sagst, als deine Leistungen in der Schule nachgelassen haben, hat deine Eltern das nicht sonderlich interessiert bzw. sie haben dir nichts vorgehalten. Ich denke das ist auch ein Problem, ein Problem von Nichtbeachtung oder Anerkennung, was auch zu psychischen Problemen führt, wenn man sich vernachlässigt fühlt. 

Mit meinen Eltern, das ist so eine Never-Ending-Story, Nichtbeachtung trifft es gut.

Sie wussten auch von meinem Waschzwang.

Schule war ihnen egal, solange es lief und es lief ja trotz allem immer. Nur mein Klassenlehrer fand es nicht so lustig und machte öfter Witze wegen meiner vielen Fehltage ("Du stellst einen neuen Rekord auf" etc.), aber sonst passierte nichts, ich hatte ja die Entschuldigungen.

Den ganzen Vormittag daheim alleine zu sein, ist mit Abstand das Schönste, woran ich mich in meiner Jugend erinnern kann.

Mit meinen Eltern lief es jedenfalls nie gut, ich wollte schon als Kindergartenkind von daheim weg.

Du siehst dich selbst wahrschl. schon auf dem Abstellgleis, weil das Leben an dir vorbeigefahren ist.

Ja, so ist es. Es ist mir gar nicht mehr wichtig, dass ich kein schönes Leben als Teenager hatte oder dass ich mein junges Erwachsenenleben nicht so ausleben konnte wie andere, aber dass es so gar keinen Lichtblick für die Zukunft gibt, das macht mir sehr zu schaffen.

Du sagst du bist mit 35 Jahren zu alt um eine Ausbildung anzufangen. 

Nein, das ist gar nicht der springende Punkt, sondern dass ich nicht glaube, physisch überhaupt nochmal in der Lage zu sein, eine machen zu können, also dass ich immer älter und älter werde und nichts möglich sein wird. Ich kann mir mein restliches Leben, so wie es jetzt ist, einfach nicht vorstellen. Da ist nichts, was es lebenswert machen würde + ständig die finanziellen Ängste usw.

Du schriebst, dass man mit 35 wahrschl. eh keine Chance mehr auf einen Ausbildungsplatz hat, aber das impliziert für mich auch, dass du dich darüber noch nicht wirklich informiert hast. Welche Interessen hast du denn bzw. welcher Beruf würde dich interessieren? 

Auch hier habe ich mich im Vorfeld wohl etwas falsch ausgedrückt. Ich denke, jetzt ginge es noch problemlos, aber wenn es mit mir so weitergeht, ist eben irgendwann Schluss.

Es geht ja auch um die Zukunft. Andere arbeiten 45 Jahre und bekommen dann nur eine Rente, die gerade zum Überleben reicht. Wo soll ich denn dann mal enden? Das sind so u.a. meine Gedanken dazu.

Doch, ich bin informiert, es gibt hier in der Nähe zum Beispiel die Möglichkeit innerhalb einer Rehabilitation eine Ausbildung zu machen, aber dafür geht's mir körperlich einfach zu schlecht, psychisch würde ich es inzwischen schaffen.

Interessen habe ich eigentlich ausreichend, sogar in dem Reha-Programm gäbe es Ausbildungen, die mir absolut zusagen würden. Hinzu kommt, dass ich auch nicht so extrem wählerisch bin, mir würde vieles Spaß machen, Hauptsache endlich arbeiten können.

Welchen Abschluss hast du denn allgemein?

Nachdem ich in der Oberstufe damals abbrechen musste, bin ich auf die Mittlere Reife zurückgefallen. :-/

Was hast du sonst noch alles unternommen, sind deine Blutwerte insoweit alle in Ordnung?

Blutwerte waren immer relativ ok, dafür dass es mir so schlecht geht.

Nur die Blutsenkung stimmt nie und es gab einige Vitamin- und Mineralstoffmängel, die aber ausgeglichen wurden und seitdem auch regelmäßig kontrolliert werden.

Sonst alles immer im Normbereich.

Du schriebst außerdem, dass du sozial sehr zurückgezogen lebst, damit bist du denke ich auch nicht zufrieden.

Das kann man so nicht sagen.

Ich bin seit meinem 13. Lebensjahr ein extremer Einzelgänger und bin inzwischen sehr gern allein, so ganz für mich, habe auch keine Probleme, mich zu beschäftigen. Wenn ich so darüber nachdenke, vermisse ich soziale Kontakte nicht wirklich, hätte aber auch kein Problem damit, wieder welche aufzubauen, wenn ich es wollen würde, es steckt also keine Sozialphobie dahinter.

Ich finde (manche) Menschen allerdings sehr anstrengend und ich bin es auch leid, mich und meine Situation immer erklären zu müssen. Aber traurig darüber, so zurückgezogen zu leben, bin ich nicht, das ist mein geringstes Problem. Auch wenn ich gesund wäre, würde ich es weiterhin vorziehen, viel Zeit alleine zu verbringen. Das ist also wirklich nicht so schlimm.

Das denke ich aber hat wahrschl. mit deiner Angst zu tun, wie andere über dich denken mögen, weil die meisten in dem Alter schon einen festen Job haben, Familie, Kinder etc.

Das kann ich ebenfalls verneinen.

Ja, es nervt mich, meine Situation erklären zu müssen, aber wie andere über mich denken, stört mich schon lange nicht mehr. In diesem Punkt war die Therapie erfolgreich! Früher hab ich mich für alles geschämt, mir tausende Gedanken gemacht, was andere womöglich (über mich) denken könnten, aber das ist zum Glück Vergangenheit. :)^

Es betrübt mich nur, wenn ich sehe, wie weit ehemalige Klassenkameraden in ihrem Leben gekommen sind, einfach weil ich mir wünschte, es wäre bei mir auch so gelaufen, aber peinlich ist mir meine Situation nicht, sie macht mich nur traurig.

Nur du kannst etwas dran ändern, indem du schaust wie du dein Leben in den Griff kriegst und wieder neuen Lebensmut fasst.

Das hab ich in all den Jahren so oft versucht, ich wüsste aber nicht, wo ich jetzt noch ansetzen sollte.

Ich bin sehr unsicher, ob die physischen Beschwerden und die Psyche wirklich zusammenhängen. Ich bin psychisch (abgesehen von den körperlichen Symptomen, die mich belasten) sehr gefestigt, ohne Depressionen und ohne Panikattacken, deshalb passt es für mich nicht ins Bild, dass sich die Psyche dennoch körperlich bemerkbar machen sollte. Aber gut, man weiß es natürlich nicht.

Ich beschönige übrigens auch nichts. Ich hab Zeiten mit schweren Depressionen und ständigen Panikattacken hinter mir und kann nur sagen, dass dies Vergangenheit ist. Sonst könnte ich hier auch nicht so offen über meine Vermutung des sexuellen Missbrauchs schreiben, dem bin ich nämlich immer gerne aus dem Weg gegangen oder musste gegen diese Gedanken mit Selbstverletzungen angehen. Jetzt ist das anders, ich fühle mich innerlich gefestigt und frei - schwierig zu beschreiben. Ich wüsste einfach nur gern die Wahrheit, aber es ist nicht mehr so entscheidend oder dringlich.

Je länger ich darüber nachdenke, desto eher komme ich zu dem Schluss, dass bei mir Körperliches und Seelisches eher nicht (mehr) zusammenhängen.

Ich denke, es könnte eher so sein, dass ich anfangs jahrelang meinen Körper heruntergewirtschaftet habe, als es mir psychisch sehr schlecht ging und dass er davon so viel Schaden genommen hat, dass er sich jetzt einfach nicht (mehr) davon erholen kann. Ist so etwas möglich? ":/


Hoffentlich habe ich jetzt nicht zu viel geschrieben und dich somit verjagt. |-o

LG @:)

JHanx74


(darf ich auch darauf antworten?)

Ich denke, es könnte eher so sein, dass ich anfangs jahrelang meinen Körper heruntergewirtschaftet habe, als es mir psychisch sehr schlecht ging und dass er davon so viel Schaden genommen hat, dass er sich jetzt einfach nicht (mehr) davon erholen kann. Ist so etwas möglich?

Was hast Du denn konkret angestellt? Ohne das zu wissen kann man da schlecht beurteilen. Aber Deine Beschwerden können sicherlich zumindest auch eine psychosomatische Komponente haben. Permanenter seelischer Streß schwächt das Immunsystem.

OFceânxica


@ Jan

(darf ich auch darauf antworten?)

Natürlich. :-)

Was hast Du denn konkret angestellt? 

So einiges, was sicher nicht gesund war.

Was mir auf Anhieb einfällt:


1. Ich hab ab meinem 13. Lebensjahr kaum noch eine Nacht länger geschlafen als 1 1/2 Stunden unter der Woche und 4-5 Stunden am Wochenende. Ich konnte immer erst gegen halb fünf einschlafen, musste aber unter der Woche um 6:15 Uhr schon aufstehen.

Ich bin deshalb regelmäßig in der ersten Schulstunde eingeschlafen.

Auch ein Grund, weshalb ich es so genossen habe, wenn ich daheim blieb, dann konnte ich mich nochmal hinlegen.

Mit diesem wenigen Schlaf, das ging 6 Jahre lang so.

Ich habe mich meine gesamte Teenagerzeit nur dauermüde in Erinnerung.

Davor war ich sehr sportlich, habe Sport regelrecht geliebt, ab dieser Zeit konnte ich froh sein, noch eine 4 und keine 5 im Zeugnis zu bekommen. Ich war eine Schlaftablette, für die jeder Schritt ein Gewaltakt war.


2. Der Waschzwang ging über 5 Jahre. Dazu habe ich leider auch täglich Desinfektionsmittel benutzt, auch zum Duschen.

Gesund war das sicherlich nicht.


3. Ich konnte kaum noch etwas essen, bekam einfach nichts runter. So blieb ich immer bis mittags/nachmittags nüchtern, aß erst daheim eine Kleinigkeit und das war's dann. Also 1 mickrige Mahlzeit am Tag.

Allerdings war mir ständig übel und ich hatte immer Angst, mich in der Schule übergeben zu müssen (erfuhr erst in der Therapie, dass dies eine Phobie ist), deshalb nahm ich morgens über 6 Jahre täglich und nüchtern, auch ohne danach etwas zu essen, Paspertin-Tropfen (das Gleiche wie MCP). Zur Krönung kaute ich den gesamten Vormittag in der Schule Kaugummi.

Ich denke, die Tropfen und das ständige Kaugummikauen sind mitverantwortlich für meine heutigen Magen-Darmbeschwerden.

Doch selbst wenn das so wäre, warum erholen sich diese Organe nicht irgendwann wieder?


4. Ich hab als Teenager sehr viel seelischen Müll mit mir herumgetragen, ohne mit jemandem darüber reden zu können. Das kann auf Dauer gar nicht gesund sein.


5. Die Selbstverletzungen.

Ich muss zugeben, dafür schäme ich mich heute noch, weil ich viele Narben habe. Man wird dadurch gleich in eine Schublade gesteckt, ganz gleich, ob man das mittlerweile überwunden hat oder nicht, man bleibt für viele, auch Ärzte, die Durchgeknallte und wird schräg angeschaut. Das erlebe ich immer wieder bei neuen Ärzten, wenn es zur Blutabnahme kommt.


Ich denke, all das gebündelt hat dazu geführt, dass mein Körper nicht mehr will. Ich habe nicht auf ihn achtgegeben, sondern ihn sehr schlecht behandelt. Die jetzigen Beschwerden könnten die Konsequenz aus jahrelanger Vernachlässigung und schlechter Behandlung sein.

JTanM74


hmm.. so laienhaft kann ich mir vorstellen, dass durch diese Art "Auszehrung auf diversen Ebenen" (Schlaf, Streß, Ernährung) vor allem während der Kindheit/Jugend, Defizite bei der Entwicklung entstehen. Irgendwas nicht richtig so ausgebildet, wie es eigentlich sein sollte, daher ein latent geschwächtes Immunsystem. Hast Du auch häufig Erkältungskrankheiten?

Das Immunsystem sitzt ja im Darm, von daher ist eine massive Fehl-/Mangelernährung während der Kindheit über lange Zeit sicherlich nicht ohne Einfluß darauf. Hast Du mal die Darmflora analysieren lassen? Ich hab das bisher nicht geschrieben weil ichs so naheliegend finde dass ich vermute, dass es schon passiert ist. Wenn nein, würde ich auf der Fährte weiterforschen. Darmsanierung.

und mich jetzt halt gesund ernähren. Vitamine und Eiweiß in reichlichen Mengen. Obst, Gemüse und Fleisch, von allem lieber zuviel als zuwenig.

Die Spuren der Selbstverletzung finde ich persönlich gar nicht beschämend (wenn ich sie bei anderne sehe). Die sind ja nur Ausdruck einer Verletzung, die Dir zugefügt wurde. Da kann man, finde ich, ruhig, einigermaßen selbstbewusst mit umgehen. Gibt Dir nicht die Schuld dafür, Du bist Opfer, nicht Täter.

JCanx74


Also, ich denke, ganz konkret, der Zusammenhang zwischen "Magen-/Darm-Probleme" und "geschwächtes Immunsystem" ist etwas, was hier wirklich sehr naheliegend scheint. Um das nochmal zu untermauern ;-). Bring den Darm in Ordnung, und dann lösen sich evtl. von selber auch andere Probleme.

O c2eZânicxa


@ Jan

Vielen Dank für deine tollen Überlegungen, wo ich noch ansetzen könnte. @:)

Ich denke auch, dass ich am Darm direkt etwas tun müsste, leider weiß ich nicht mehr, was ich noch tun könnte, da ich schon vieles versucht habe. Es ist leider so, dass es ein ständiges hin und her zwischen Schmerzen, Verstopfung und Durchfall ist (etwas peinlich, darüber zu schreiben |-o). Häufiger jedoch Durchfall.

Leider vertrage ich Gemüse sehr schlecht, obwohl ich es mag. Roh ist es überhaupt nicht möglich, gekocht aber auch schwierig. Ich bekomme von wirklich allen Sorten relativ schnell nach dem Essen Bauchschmerzen.

Mit Obst sieht es leider nicht viel besser aus, da vertrage ich nur Heidelbeeren, Erdbeeren und Orangen, wobei ich Orangen auch nicht mehr essen kann, weil ich furchtbare Zahnschmerzen danach bekomme (ich denke, wegen der Fruchtsäure). Also leider nur Heidelbeeren und Erdbeeren.

Fleisch und Eier esse ich aber und vertrage beides sogar gut, auch Joghurt esse ich. Ebenso vertrage ich Vollkorn-Brötchen und Roggenbrot (Weißbrot hingegen nicht) und Kartoffeln gut.

Erkältungen habe ich immer schnell bekommen, das ist erst besser geworden, seitdem alle Vitamin- und Mineralstoffmängel behoben wurden. Ich hatte Mängel bei Eisen, Vit. D, Folsäure und B12. Seitdem ich dem Körper das regelmäßig zuführe + Zink zu mir nehme, geht's mir, was Infekte angeht, viel besser.

Ich habe es u.a. (alles aufzuschreiben, wäre sehr umfangreich) schon mit einem Probiotikum versucht, über 2 1/2 Jahre lang, leider absolut keine Verbesserung. Aber ich denke auch, dass der Darm dringend Hilfe bräuchte, nur weiß ich nicht, was ich noch probieren könnte und leider helfen mir da auch die Ärzte nicht weiter.

Da wäre vielleicht ein weiterer Thread im Magen-Darm-Forum angebracht? ":/

Wegen der Analyse der Darmflora. Meinst du auf Pilze etc.? Dann ja, da lag nichts vor, denn zwei Ärzte waren der festen Überzeugung, ich hätte Candida oder Ähnliches, aber nichts.

Danke hierfür:

Die Spuren der Selbstverletzung finde ich persönlich gar nicht beschämend (wenn ich sie bei anderne sehe). Die sind ja nur Ausdruck einer Verletzung, die Dir zugefügt wurde. Da kann man, finde ich, ruhig, einigermaßen selbstbewusst mit umgehen. Gibt Dir nicht die Schuld dafür, Du bist Opfer, nicht Täter.

Tut gut, so etwas zu lesen!

JVanq7x4


:-)

Deine Symptome (Durchfall etc) sind ja ein Zeichen dafür, dass die Verdauungstätigkeit nicht so funktioniert, wie sie sollte. Bei der Darmflora gehts vor allem darum, festzustellen, ob die benötigten Bakterienstämme alle so, wie sie sollen, vorhanden sind. Offenbar stimmt da ja was nicht.

Aber Du hast ja auch schon Probiotika probiert. Schwierig da "den Rat" zu geben. "Kanne Brottrunk" soll Wunder wirken (mal googlen). und/oder ganz viel buttermilch trinken.

OEcsfnicxa


Deine Symptome (Durchfall etc) sind ja ein Zeichen dafür, dass die Verdauungstätigkeit nicht so funktioniert, wie sie sollte.

Ja, so ist es, leider hat bisher kein Arzt weiter nachforschen wollen. Es hieß immer nur "Reizdarm" und "damit müssen Sie leben", aber Reizdarm passt irgendwie nicht, denn auch in guten Zeiten habe ich die Darmprobleme.

Bei der Darmflora gehts vor allem darum, festzustellen, ob die benötigten Bakterienstämme alle so, wie sie sollen, vorhanden sind. Offenbar stimmt da ja was nicht.

Das lässt sich untersuchen? Ich habe nicht in Erinnerung, dass dies jemals gemacht worden wäre. Darum sollte ich mich dann wohl mal kümmern. Danke für den Tipp! @:)


Buttermilch trinke ich sogar relativ oft, ebenso öfter mal Kefir und eben auch Joghurts und Quark.

Brottrunk kenne ich noch von meiner Großmutter, aber ich glaube, das Zeug bekomme ich nicht runter. :-X

*:)

J`an7[4


Ja, das lässt sich natürlich untersuchen..

Mehr Rat hab ich aber auch nicht parat. Ich find, Brottrunk schmeckt gar nicht so übel (irgendwas zwischen alkoholfreime Bier und Apfelsaft).

O*ceânAica


Mehr Rat hab ich aber auch nicht parat.

Na hör mal, du hast dir so viele Gedanken gemacht und mir wirklich gute Tipps gegeben. @:)

Ich werde die Zähne und die Darmflora überprüfen lassen, erst wenn dabei auch wieder nichts herauskommt, muss ich sehen, wie oder ob es weitergeht.

Ich bin sehr froh, den Thread eröffnet zu haben. :-)

J2a*nx74


Ja halt uns mal auf dem Laufenden. Auf jeden Fall viel Erfolg.

Ccomrxan


und für Hypnose hab ich kein Geld

Bevor du dein Leben wegwirfst, versuche lieber, die ~250 Euro aufzubringen. Wenn dadurch eine Chance besteht, dass dir klar wird, was in diesem Sommer passiert ist, und dass du verstehen lernst, dann ist das eine lohnenswerte Investition. Vielleicht kannst du ja eine Ratenzahlung vereinbaren.

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