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Alles sinnlos oder nicht?

p?eprKomenxo


auf deine psychischen belastungen kann ich dir nicht viel sagen. jedoch bitte unbedingt den tipp mit dem zahnarzt verfolgen.

Hast du Füllungen zBsp? es kann auch ein herd unter einer füllung liegen. oder klassiker nach einer wurzelbehandlung, die kanäle nicht ausreichend genug mit der feile vorbereitet. mangelnde ernähung hat meistens auswirkungen auf zähne, ermüdung, immunsystem etc.

ich wünsche dir viel, viel glück.

Bcad0ebäxr


Hypnose bieten auch Psychotherapeuten an, die über die gesetzliche Krankenkasse abrechnen. Du kannst bei Deiner Krankenkasse anrufen und Dir eine entsprechende Liste zukommen lassen.

Gleiches gilt für EMDR, das wäre unter Umständen sogar noch geeigneter für so eine mögliche Traumatisierung. Gelegentlich kommt es vor, dass Therapeuten sogar beides anbieten.

Hast Du sowas wie Traumadiagnostik hinter Dir?

B}aAdebxär


Kleiner Nachtrag: Für EMDR braucht es keine spezielle Indikation, damit die Kasse das übernimmt. EMDR ist mittlerweile nicht mehr bloß in der Traumatherapie von Bedeutung sondern wird in der Psychotherapie breit eingesetzt. Du brauchst lediglich einen Therapeuten der diese Qualifikation hat (am besten jemand der Mitglied bei EMDRIA ist) und in der Therapie bei ihm/ihr kommt das Verfahren dann zum Einsatz.

Therapie ist nunmal nicht gleich Therapie. Und wenn Deine 14 Jahre Therapie nichts mit Traumatherapie zutun hatten kann es (sofern so ein abgespaltener Missbrauchsfall vorliegt) auch kaum zu Ergebnissen kommen.

H#aUylegy Mx.


Es gibt auch gute Selbsthypnose-CDs für relativ wenig Geld; wäre vielleicht ein Ansatz.

mCirKa197x6


Liebe Oceânica

ich finde, es kann gut sein, dass du mit deiner Vermutung recht hast.

Der Mensch mit seiner Psyche und seinem Körper finde ich ein sehr intelligentes Wesen: dass deine Therapien bezüglich einem möglichen Missbrauch nicht das gewünschte Ergebnis lieferten, kann auch damit zusammenhängen, dass du (unbewusst!) noch gar nicht bereit warst/bist, diesen wirklich bewusst zu tragen. Und dir damit - auch wieder unbewusst - Therapeuten gesucht hast, die "auf diesem Auge blind sind", weil sie vielleicht selbst irgendwie darin verstrickt sind und es nicht aufgearbeitet haben. Oder einfach nicht alles wissen oder unfähig sind.

Peter A. Levine (einer der Grossen der Traumaforschung) sagt, dass das Trauma im Körper sitzt bzw. im Nervensystem des Körpers. Und sich dieses somit über körperliche Beschwerden zeigen kann. Und natürlich über Körperarbeit aufzulösen ist. (Etwas vereinfacht gesagt.) Die massiven seelischen Verletzungen, die mit einem Missbrauch einhergehen, suchen sich selbstredend auch ihren Weg, damit sie gesehen und geheilt werden können.

Es gibt Beratungsstellen für Frauen (und Männer), welche sich auch "nur" auf Grund eines Verdachtes melden können, um mögliche weitere Schritte zu diskutieren. Vielleicht wäre das was für dich?

Dass du therapiemüde bist, kann ich supergut verstehen: da rackerst du dich ab wie eine Wilde und kreist doch immer wieder um dieselben Themen: diese grundsätzliche Einsamkeit ist nach wie vor vorhanden. Und niemand nimmt dich so richtig ernst und wahr. Ich hoffe, ich habe dich da richtig verstanden.

Herzlich, Mira

O(ceâ?nica


Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten. @:)

@ Jan74

Ja halt uns mal auf dem Laufenden. Auf jeden Fall viel Erfolg.

Danke und das mach ich natürlich.

@ Comran

Bevor du dein Leben wegwirfst, versuche lieber, die ~250 Euro aufzubringen. Wenn dadurch eine Chance besteht, dass dir klar wird, was in diesem Sommer passiert ist, und dass du verstehen lernst, dann ist das eine lohnenswerte Investition. Vielleicht kannst du ja eine Ratenzahlung vereinbaren.

Leider habe ich überhaupt keine Möglichkeit, auch nur ein bisschen Geld zurückzulegen, da ich gesundheitlich viele Ausgaben habe und ob das auch wirklich nur rund 250€ wären, bezweifle ich sehr.

Ich muss dazu sagen, dass es mir im Moment auch wichtiger ist, erstmal physisch etwas auf die Beine zu kommen, zumal ich Bedenken habe, dass es mir körperlich eher noch schlechter gehen könnte, wenn wieder alles mögliche an die Oberfläche gezehrt wird. Im Moment habe ich so gar keine Meinung zu einer erneuten Therapie.

@ pepromeno

Ja, ich werde die Zähne genauer überprüfen lassen, habe sogar schon einen Termin gemacht.

Ja, ich habe Füllungen, auch eine Krone und wurzelbehandelte Zähne ebenso. Irgendwie könnte an dieser Sache wirklich was dran sein.

Danke, Glück könnte ich tatsächlich mal gebrauchen. :-)

@ Badebär

Mhm, mir wurde gesagt,dass ich für jegliche Therapien nun erstmal gesperrt bin, muss eine Wartezeit einhalten. Hinzu kommt, dass mir von zwei Therapeuten gesagt wurde, dass eine Traumatherapie keinen Sinn hat, solange ich gar nicht weiß, ob was passiert ist. Das finde ich auch irgendwie einleuchtend, da ja so nichts Konkretes behandelt/besprochen werden kann.

Außerdem muss ich zugeben, wie ich Comran schon schrieb, dass ich zurzeit gar nicht so böse über diese Sperre bin, weil ich wirklich sehr, sehr therapiemüde bin. :-|

Ich möchte jetzt erst nochmal alles Körperliche, unabhängig von der Psyche, untersuchen lassen. Wenn da wieder nichts rauskommt, werde ich über eine erneute Therapie nachdenken und mich im Zweifelsfall dann auch mit der Krankenkasse herumschlagen. ;-) Ich behalte EMDR und deine Tipps, wie man am besten einen darauf spezialisierten Therapeuten findet, also im Kopf, irgendwann gehe ich das sicher nochmal an, vielen Dank dafür!

@ Hayley M.

Danke für die Idee, aber das wäre mir alleine zu heikel, falls das wirklich klappen sollte.

@ mira1976

Und dir damit - auch wieder unbewusst - Therapeuten gesucht hast, die "auf diesem Auge blind sind", weil sie vielleicht selbst irgendwie darin verstrickt sind und es nicht aufgearbeitet haben. Oder einfach nicht alles wissen oder unfähig sind.

Mhm, ich kannte die ja vorher nie und in der Klinik bekam ich immer irgendeinen zugewiesen, daher habe ich die mir nie direkt ausgesucht. ":/

Ich war eigentlich von Anfang an immer bereit das anzugehen, habe schon in der ersten Therapie gleich von dieser auffälligen Persönlichkeitsveränderung erzählt. Es waren eher immer die Therapeuten, die das nicht näher ansehen wollten, um mir nicht etwas in den Mund zu legen, was so vielleicht doch gar nicht passiert ist (so sagte das eine Therapeutin mal).

Peter A. Levine (einer der Grossen der Traumaforschung) sagt, dass das Trauma im Körper sitzt bzw. im Nervensystem des Körpers. Und sich dieses somit über körperliche Beschwerden zeigen kann. Und natürlich über Körperarbeit aufzulösen ist. (Etwas vereinfacht gesagt.) Die massiven seelischen Verletzungen, die mit einem Missbrauch einhergehen, suchen sich selbstredend auch ihren Weg, damit sie gesehen und geheilt werden können.

Das finde ich sehr interessant, danke, dass du davon erzählt hast, wusste ich so noch nicht.

Das würde ja ziemlich gut passen. :-/

Es gibt Beratungsstellen für Frauen (und Männer), welche sich auch "nur" auf Grund eines Verdachtes melden können, um mögliche weitere Schritte zu diskutieren. Vielleicht wäre das was für dich?

Ja, absolut, vielleicht nicht umgehend, aber grundsätzlich schon. Wo finde ich diese Stellen, gibt's da eine Internetplattform mit Adressen?

So etwas fände ich für den Anfang angenehmer, als mich sofort wieder blindlings in eine neue Therapie zu stürzen. :)z

Dass du therapiemüde bist, kann ich supergut verstehen: da rackerst du dich ab wie eine Wilde und kreist doch immer wieder um dieselben Themen: diese grundsätzliche Einsamkeit ist nach wie vor vorhanden. Und niemand nimmt dich so richtig ernst und wahr. Ich hoffe, ich habe dich da richtig verstanden.

Ja, irgendwie schon. Es zermürbt mich halt so langsam. Ich habe das Gefühl überhaupt nicht voranzukommen und immer wieder bei Null anfangen zu müssen, sei es nun bei Ärzten wegen der körperlichen Beschwerden oder bei Therapeuten wegen der seelischen.

Vielleicht werde ich aus eigener Schuld nicht ernst genommen, denn ich bin jemand, der sich nie beschwert, nie jammert. Wenn ich beim Arzt sitze, erzähle ich ganz nüchtern von meinen Beschwerden, ich kann die Dringlichkeit dahinter und die Schmerzen nicht vermitteln. Ebenso war's in den Therapien. Ich weine selten, vor anderen schon gar nicht, höchstens alleine, aber auch das sehr wenig. Ich war schon immer so, dass ich nicht mal bei den größten Schmerzen (egal, ob körperlich oder seelisch) irgendein Tränchen vergossen habe. Das ist einfach meine Art, ich verstelle mich da nicht, so bin ich einfach. Aber ich habe schon festgestellt, dass durch diese meine Art, sowohl Ärzte, als auch Therapeuten, oftmals dachten, "ach, so schlimm kann's ja dann doch nicht sein". Ich kann mich aber auch nicht verstellen und auf die Tränendrüse drücken, weil ich eine wahnsinnig schlechte Schauspielerin bin, das käme unheimlich gekünstelt rüber.

Um noch kurz ein Beispiel zu nennen: ich bin so jemand, der wirklich erst halbtot im Bett liegen muss, bevor er mal darüber nachdenkt, dass ein Arzt vielleicht ganz sinnvoll wäre. Ich versuche mir meist selbst zu helfen. Ich bin vor zwei Jahren z.B. innerhalb von zwei Wochen dreimal ohnmächtig geworden (wegen ständigem Durchfall, wahnsinniger Schmerzen und schlechtem Kreislauf), aber weder habe ich einen Arzt gerufen (als ich wieder zu mir kam), noch bin ich die Tage drauf zum Arzt gegangen. Erst Wochen später habe ich meinem Hausarzt beiläufig davon erzählt, als ich zur Blutentnahme dort war. Ich bin absolut angstfrei bei so etwas und sehe immer nicht den Sinn, Hilfe zu rufen, wenn's mir dann durch beispielsweise etwas Schlaf wieder besser geht und wenn ich selbst weiß, woran es liegt. Doch dieses Verhalten trägt womöglich dazu bei, dass man mich nicht richtig ernst nimmt!? ":/ :-/

JUan7r4


Also entweder wir stehen hier alle auf dem Schlauch, oder Deine diversen Therapeuten. Du erzählst a) von einem radikalen Knick in Deiner Biographie nach einem Sommer, an den b) Du Dich (obwohl alt genug) nicht mehr erinnern kannst, wo zumindest c) ein einzelnes Bild eines missbräuchlichen Übergriffs in Dir existiert.

Und was sagen die? "Nein, da ist es wohl nicht nötig/sinnvoll, traumatherapeutisch nachzuforschen". Das fällt schwer nachzuvollziehen.

ODceâjnica


Wenn man mich nicht kennt, ist es sicher schwierig nachzuvollziehen, da ich inzwischen wirklich denke, dass es mit an mir und meiner Art liegt.

Die Begründung war immer, dass es keinen Sinn hätte, solange ich mich an kein konkretes Erlebnis erinnern könnte und der eine Kliniktherapeut meinte sogar, ich würde nicht den Eindruck machen, schwer traumatisiert zu sein. Witzigerweise glaube ich das ja selbst.

Ich weiß von diesem einzelnen Bild, das ich in Erinnerung habe, selbst nicht, ob es nur Traum oder tatsächlich Wirklichkeit war.

Wie ich oben schon versucht habe zu erklären, ist es in der Therapie ähnlich wie beim Arzt, dass ich nicht gut rüberbringen kann, wie schlecht es mir geht. Ich sitze immer ungerührt mit einem Lächeln da und erzähle alles völlig abgeklärt. So bin ich einfach.

Dass es mir während der Pubertät schlecht ging, glaubten sie mir immer, allein schon wegen der vielen Selbstverletzungen und wegen des Waschzwangs und allem, von dem ich so erzählt habe. Nur dass es mir heute noch ebenso schlecht geht, kann ich nicht gut vermitteln und ich glaube, das irritiert die meisten Therapeuten/Ärzte und ich erhalte deshalb nicht die notwendige Hilfe. Ich wüsste aber nicht, wie ich das ändern könnte, weil das einfach mein Charakter ist und würde ich mich verstellen, wäre das ja unehrlich, wer sollte mich dann noch ernst nehmen!? ":/

Schwierig alles, gehe jetzt erstmal schlafen.

J7ann74


Ja, so gesehen mag das natürlich sein. Wobei einige Dinge so klare Indizien sind.. also, die Summe der Indizien sollten einen Psychologen eigentlich mehr als hellhörig machen.

Ich wüsste aber nicht, wie ich das ändern könnte

Druck diesen Faden aus und leg das zum lesen vor!

sXwee`nyy42


Liebe Ozeanica,

ich bin auch Betroffene von Missbrauch. Bei mir war's der Adoptivvater, den " Rest " bzw. das was von meiner Seele noch übrig geblieben wäre hat meine Adoptivmutter zerstört. Mit 16 bin ich abgehauen , das war das Beste was mir passieren konnt.

Mit 26 ( da hatte ich 2 kleine Kinder ) bekam ich Panikattacken, seitdem ist mein Leben ein ganz anderes. Ich war dann in einer Verhaltenstherapie, hat bei mir aber auch nur kurzfristig was gebracht. Mit 33 kam die Panik mit aller Macht zurück. Da war mir klar das ich jz "tiefer graben " muss wenn ich wieder gesund werden will. Ich bin dann in eine psycho- analytische Therapie. Dort war ich insgesamt 6 Jahre, es war die Hölle! Dort haben wir dann rausgefunden ,dass der Missbrauch anfing als ich ungefähr 8 Jahre alt war. Das war alles nicht einfach, ich bin aber sehr froh diesen Weg gegangen zu sein !! Wenn man da so " drin hängt " sieht man kaum Licht, weis manchmal gar nicht wie's noch weitergehen soll und ob sich das überhaupt lohnt. Ich kann dir sagen - es lohnt sich immer. Steh auf und kämpfe - du bist es wert :)z

Deine Körper reagiert, weil deine Seele Hilfe brauch. Meine Seele hatte um Hilfe gerufen, mein Körper hat mit Panikattacken reagiert. Ich möchte dir Mut machen ,du kommst da raus :)^

Ich bin jz 42 und sehr glücklich ;-D. Zu meinen Adoptiveltern habe ich mittlerweile guten Kontakt. Ich habe ihnen verziehen, vergessen werde ich es nie.

Sei aus der Ferne mal ganz feste gedrückt :)_

OVceâ2nica


@ Jan74

Druck diesen Faden aus und leg das zum Lesen vor!

Danke für den Tipp, kann ich machen, sobald ich wieder in Therapie sein sollte, habe zurzeit ja keinen Therapeuten.

@ sweeny42

Tut mir sehr leid, was du erlebt hast und alles durchmachen musstest, aber toll, dass es dir nun gut zu gehen scheint, das freut mich.

Psychisch geht's mir erstaunlicherweise eigentlich gut - "eigentlich", da ich aufgrund meiner körperlichen Symptome oft niedergeschlagen bin. Aber Depressionen und Panikattacken habe ich schon lange nicht mehr, da hat die Therapie dann doch gut geholfen und wohl auch die Psychopharmaka. Ich habe nur noch (Zukunfts)-Ängste aufgrund meiner Gesamtsituation, also existenzielle Sorgen, auch aufgrund der finanziellen Situation.

Wünsche dir weiterhin alles Gute, sweeny. @:)

mTira}197x6


Hallo Oceânica

ich lebe nicht in Deutschland, von daher kann ich dir gerade nur das weitergeben, was ich so zufällig bei meinem Stöbern im Netz fand und in meinem Browserverlauf rekonstruieren konnte:

Soweit ich es verstanden habe, sind diese Opferberatungsstellen häufig regional tätig. Schattenriss.de wäre z.B. für Bremen zuständig. Dunkelziffer.de ist für Kinder. Aber vielleicht wissen die etwas in deiner Nähe oder es gibt dir Anhaltspunkte, wie du suchen könntest.

Ich bin etwas unschlüssig, was ich schreiben soll und versuche es jetzt mal ganz vorsichtig.

Angesichts deiner langen Reihe an Arztkonsultationen, die so häufig ohne Ursachenfindung verliefen, finde ich es verständlich, dass du dir erst halbtot Hilfe suchst. Und du scheinst auf eine jahrelange Erfahrung zurückzublicken, wie du dich selbst immer wieder aus dem Sumpf ziehen kannst. Auch wenn du nicht mit allen Ergebnissen zufrieden bist, hast du dir in meinen Augen eine sehr wertvolle Kompetenz angeeignet.

Wenn du sagst, dass du dich teils selbst nicht ernst genug nimmst: gibt es Bereiche, in denen du dich ernster nehmen könntest? Und wie könntest du das tun? Weisst du auch, wie du dich selbst sabotieren könntest und wie du die Sabotage verhindern könntest?

Vielleicht täte es dir auch gut, mal so richtig zu jammern und dein Leid zu beklagen?

Kennst du dich mit Fantasiereisen aus?

Ich wünsch dir von Herzen alles Gute

mira

OJceâxnica


@ mira1976

Danke für deine erneute Antwort. @:)

Soweit ich es verstanden habe, sind diese Opferberatungsstellen häufig regional tätig. Schattenriss.de wäre z.B. für Bremen zuständig. Dunkelziffer.de ist für Kinder. Aber vielleicht wissen die etwas in deiner Nähe oder es gibt dir Anhaltspunkte, wie du suchen könntest.

Vielen lieben Dank, werde auf jeden Fall mal nach Anlaufstellen in meiner Nähe fragen. @:)

Und du scheinst auf eine jahrelange Erfahrung zurückzublicken, wie du dich selbst immer wieder aus dem Sumpf ziehen kannst. 

Ja, so ist es, sowohl psychisch, als auch physisch. Ich will mich nicht mehr auf andere verlassen (müssen), denn ich habe, besonders in den letzten 5 Jahren, festgestellt, dass ich mich am besten nur auf mich selbst verlasse. Mein Vertrauen auf Hilfe anderer ist gleich Null.

Wenn du sagst, dass du dich teils selbst nicht ernst genug nimmst: gibt es Bereiche, in denen du dich ernster nehmen könntest?

Es ist ein bisschen anders. Dadurch dass ich oft das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden, zweifle ich manchmal an mir, aber im Großen und Ganzen nehme ich mich selbst schon ernst.

Weisst du auch, wie du dich selbst sabotieren könntest und wie du die Sabotage verhindern könntest?

Auf was genau beziehst du dich hiermit? Sabotieren in Bezug auf was? ":/

Meintest du das in Bezug darauf, dass ich mich nicht gut verstellen kann?

Vielleicht täte es dir auch gut, mal so richtig zu jammern und dein Leid zu beklagen?

Mhm, das steckt irgendwie einfach nicht in mir. Ich finde meine Situation absolut schrecklich und durchlebe ja auch die ganzen Einschränkungen, die damit verbunden sind, aber deshalb jammern? Warum weiß ich nicht, aber ich bin jemand, der viel wegstecken kann.

Kennst du dich mit Fantasiereisen aus?

Meinst du Tagträume? Die hatte ich als Kind/Jugendliche, heute weniger.

Warum fragst du? Meinst du, die könnten irgendwie helfen?

m"ira1x976


Ach so - dann hatte ich dich bezüglich ernst-nehmen anders verstanden @:)

Das mit dem Saboteur / sich selbst sabotieren können: Man nimmt sich etwas vor, hat dann aber tausend Gründe, wieso man das Vorhaben gerade jetzt doch nicht umsetzen will/kann (ernsthafte Hindernisse wie ich-liege-gerade-mit-der-Grippe-im-Bett meine ich nicht). Und häufig sind das die ewig gleichen Ausreden (=Saboteure), die man im Vorfeld eigentlich schon kennt ;-) Und auch weiss, wie umgehen.

Kleines Beispiel: ich hasse Hosen einkaufen. Ich nehme mir vor, dies die nächsten zwei Wochen zu erledigen. Ich weiss aber auch, dass alles andere viiiiieeeel besser ist, als Hosen einkaufen. Ergo verspreche ich mir, am Sonntag in zwei Wochen ein Bild an meine Freundin mit der neuen Hose zu senden und erzähle ihr das auch. Zuverlässig bezüglich des Bildes zu sein, zieht bei mir dann schon deutlich mehr.

Ich hoffe, es ist verständlich, was ich mit dem Saboteur meinte.

Jammern ist vielleicht ein unglücklicher Begriff. In einer ungelebten Trauer oder auch Wut steckt sehr viel Energie, die man eigentlich auch anders verwenden könnte. Ich versuche es, an einem Beispiel von mir zu erklären.

Ich tat mich lange Zeit sehr schwer damit, Hilfe zu holen und auch annehmen zu können. Und nichtsdestotrotz wünschte ich mir nichts sehnlicher, als endlich, endlich auch mal Unterstützung zu erhalten - ohne dass ich zigtausend Anläufe dafür nehmen muss, bis sich endlich jemand meiner erbarmt. Irgendwann registrierte ich bei mir einen Neid - Neid, auf diejenigen, die mit einem kompletten Hilfstross durchs Leben ziehen und so quasi alles vor die Füsse gelegt wird.

Diesen Neid mal anschauen, die Trauer um die fehlenden Unterstützung wahrzunehmen (z.B. wo im Körper spüre ich die?) und einfach auszuhalten. Vielleicht taucht später ein Wunsch auf: ich hätte so gerne Unterstützung: diesen dann wirklich wahrzunehmen - im ganzen Körper. Und auch anerkennen, dass dieser Wunsch da ist und dich mit ihm verbinden.

Ich finde, das bewirkt sehr viel und löst wieder ein Teilchen auf. So in etwa meinte ich jammern bzw. viel eher etwas beklagen.

Bei der Fantasiereise hatte ich das Bild, dass du versuchen könntest, deinen Rucksack zu leeren. Stell dir einen mit Steinen gefüllten Rucksack vor: Pack ihn aus, verwirf die Steine, die du nicht mehr brauchst und pack die restlichen wieder ein und zieh weiter.

Ist jetzt salopp und knapp formuliert, aber vielleicht kannst du ja etwas damit anfangen. Du musst auch gar nicht zwingend wissen, was die Steine bedeuten. Es reicht, wenn du sie weggibst.

Und so hast du auch wieder ein bisschen mehr Energie für dich oder für wesentlicheres, als Ballast herumzuschleppen.

Wenn dich etwas anspricht, probiere es aus. Wenn's dir gar nichts sagt, dann verwirf es. Es gibt soviele Möglichkeiten, die helfen. Nicht jede ist für jeden geeignet @:) Und was dir hilft und was nicht, entscheidest du.

Herzlich, Mira

Otceân,ica


@ mira1976

Entschuldige bitte, dass ich erst heute zurückschreibe, mir ging's mal wieder so schlecht, dass nicht mal Schreiben für mich möglich war.

Es war gut, dass ich nachgefragt habe, ich hatte es nämlich anders verstanden, denn nein, ein Saboteur bin ich nicht. Ich habe mir all die Jahre immer wieder Hilfe geholt und niemals wäre ich auf den Gedanken gekommen, irgendwas vorzuschieben, um dies nicht tun zu müssen. Warum auch!? Es bringt mich ja nicht weiter, wenn ich nichts unternehme. Nur war mir jetzt nicht mehr klar, was ich noch machen könnte, aber dank der Tipps hier habe ich wieder ein paar Anlaufstellen. Also jedenfalls kann ich das Sabotieren für mich zum Glück verneinen. Ich war immer ein Mensch, der alles sofort anpackt und in Angriff nimmt und daran hat sich auch Gott sei Dank nichts geändert.

Mit der fehlenden Unterstützung, das meinte ich auch etwas anders. Solch einen "Hilfstross", wie du ihn beschreibst, bräuchte ich gar nicht, dauernd gut gemeinte Ratschschläge und ein an-die-Hand-nehmen, würden mich wohl sogar eher nerven, weil ich ein sehr selbständiger Mensch bin, der Entscheidungen lieber alleine trifft.

Nein, was ich meinte und mir wünschen würde, wäre professionelle Hilfe, wenn ich sie suche, wie in all den Jahren der Therapie oder auch bei Ärzten. Es wäre toll, dort wirklich weiterzukommen und nicht immer wieder weitergeschickt/weggeschickt zu werden mit der Begründung, dass man nun auch nicht mehr weiter wisse.

Ansonsten bin ich es gewöhnt, mir selbst zu helfen und das ist auch ok, denn wie gesagt verlasse ich mich lieber auf mich selbst.


Nun bin ich gespannt, ob ich mit Zähnen, Darm oder Psyche doch noch weiterkomme. Termine stehen fest. Es wäre so schön, es würde sich etwas zum Positiven wenden, um eine Aussicht auf eine gute Veränderung meines Lebens zu bekommen. Ich hoffe wieder ein bisschen, auch wenn das Teufelchen auf der anderen Schulter mir einzureden versucht, dass es doch wieder umsonst gewesen sein wird. Abwarten. ;-)

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