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Warum lässt mich Musik kalt?

EKhemaMliger /Nutze$r (#53?0218x)


Der Unterschied ist schon, dass jede Kultur auf dieser Erde seit tausenden von Jahren Musik macht. Genauso ist es mit der Sprache. Es gibt keine Kultur die nicht eine Sprache entwickelt hat. Das ist schon Grund genug, dass Musik einen besonderen Stellenwert hat und im Grunde mehr ist als eine banale Freizeitbeschäftigung.

Körperliche Bewegung ist natürlich erst seit wenigen Jahren bedeutsam für Menschen ... und "sportliche Wettkämpfe" bzw. ein spielerisches körperliches Kräftemessen ist selbstverständlich in den früheren Kulturen unwichtig gewesen und so ein neumodisches Zeugs.

d,anaxe87


Nun, also zumindest Gesang kam vermutlich noch vor der Sprache und mit Musik lassen sich, kulturabhängig, bei ganz vielen Menschen Gefühle weitreichend manipulieren, ich verstehe es also schon.

Allerdings finde ich das man nur behandeln sollte worunter man mittelbar oder unmittelbar leidet. Das scheint mir hier nicht gegeben. Allerdings kenne ich nun deine anderen Probleme auch nicht und weiß nicht ob es dir Recht wäre wenn ich in anderen threads hinterher lese, also kann ich dazu so nichts schreiben.

_^Pa(rvaxti_


@ Snaiperskaja

Man muss schon unterscheiden zwischen Bewegung, Kräftemessen und Sport. Bewegung ist ein elementaren Grundbedürfnis des Menschen und hat auch nicht viel mit Freizeitbeschäftigung zu tun. Ohne Bewegung wären wir nicht lange überlebensfähig. Immerhin schützt uns Bewegung z.B. vor Gefahren, indem wir flüchten.

Sport, wie wir ihn heute kennen und welcher in der Regel mit einem Wettkampfgedanken verknüpft ist, ist tatsächlich noch eine recht junge "Erfindung" und existiert in etwa seit der Antike.

Und ein Kräftemessen wird es schon immer gegeben haben und ist strenggenommen, wie die Bewegung, keine reine Freizeitbeschäftigung. Ich gehe mal davon aus, dass das Kräftemessen, was ja auch bei Tieren weit verbreitet ist, auch der Selektion diente. Allerdings verlor das ja alles irgendwann an Bedeutung und man versuchte wohl für die "Urtriebe" ein Kanal zu finden um diese ausleben zu können. Daher der Wettkampf/Sport.

_CPa.rvSatix_


@ danae

Ich leide auch nicht darunter und selbst wenn man da was behandeln könnte, würde ich es nicht behandeln lassen, eben, weil ich es nicht vermisse.

Du musst dich auch nicht bemühen andere Fäden zu lesen. Ich kann es auch kurz zusammenfassen. Ich bin in Therapie wegen chronischen Schmerzen. Ich litt auch eine Weile unter einer PTBS. Aber in der Hinsicht ist soweit wieder alles i.O. Ein Grundsätzliches Problem habe ich auch mit Gefühlen. Also ich kann mit ihnen schwer umgehen. Dann werde ich entweder impulsiv oder ziehe mich sehr zurück. Außerdem kann ich Gefühle nur schwer in Worte fassen, also wie ich mich aktuell fühle oder wie ich mich in bestimmten Situationen gefühlt habe. Zeigen kann ich Gefühle auch nur schwer. Das sind auch alles Gründe warum ich auf andere oft kühl und distanziert wirke. Das das nicht selten zu Problemen führt ist dann nicht verwunderlich.

L@ewi;a=n


Parvati

Ich versuche nur Zusammenhänge zu verstehen. Ich dachte erst, es gibt eventuell einen Zusammenhang zu meinen anderen Problemen. Mein Therapeut findet das ganze nämlich nicht so normal wie ihr, daher auch der Thread. In der psychosomatischen Klinik, wo ich u.a. auch Musiktherapie hatte, ist auch aufgefallen, dass ich bei Musik wie ein emotionsloser Eisklotz war wie ein Depressiver obwohl ich eigentlich nicht depressiv war und bin.

Die letzten Jahre habe ich mir darüber auch keine Gedanken gemacht und es auch nicht als unnormal empfunden und ich empfinde es heute immer noch nicht als unnormal. Ich habe nur bedenken, dass mir eventuell mal unterstellt wird, dass ich ein Problem habe, obwohl es vielleicht gar nicht so ist.

Das kann durchaus sein, dass es einen Zusammenhang mit deinen anderen Problemen gibt. Die Frage ist da, denke ich, viel weniger, ob es "normal" ist oder "ein Problem". Eher ist es ein Teil von dir, und ein Teil des ganzheitlichen Bildes, das sich dein Therapeut von dir macht. Die meisten Eigenheiten von dir haengen irgendwie zusammen, wuerde ich denken. Und in dem Sinne koennte man in einer Therapie auch versuchen, diese spezielle Eigenheit von dir ("speziell" wuerde ich das schon nennen, auch wenn du Gesellschaft damit hast und es sich nicht an sich wie ein Problem anfuehlt) miteinzubeziehen und irgendwie zu "benutzen", so dass du dich besser kennen und verstehen lernst.

Leider ist das im Moment ziemlich "theoretisch", also, du koenntest vermutlich mehr damit anfangen, wenn ich dir erklaeren koennte, wie genau es mit den anderen Dingen zusammenhaengt. Das kann ich aber nicht, dazu weiss ich zu wenig und sowieso kann man das vermutlich nur im direkten Kontakt mit dir herausfinden. Ich denke, es ist eine Art Aufgabe fuer dich und die Therapie, damit was zu tun. Wenn letztlich nichts dabei herauskommt, dann ist das eben so. Aber wie gesagt, ich sehe da eine Chance, dass es irgendwie erhellend sein koennte.

dpanaxe87


Vielleicht hat es in der Tat etwas mit deinem schweren Zugang zu Emotionen zu tun. Allerdings müsste es sich dann ja von selbst legen wenn ihr da weiter kommt oder hat er gerade das durch Musik versucht?

Danke für die Zusammenfassung.

KoanteAnme&chawnikexr


Als Kind hatte ich in der Schule autogenes Training zu der Musik von Jean-Michel Jarre, das Album heißt "Oxygene". Vielleicht hilft es dir ja, Musik zuerst körperlich zu empfinden, zudem bei den Übungen auch dein Geist bzw deine Gedanken und dein Wille gefordert wird. Ich fand es toll, es war eines meiner Schlüsselerlebnisse zum Genuss von Musik.

Heute (ich bin 49) kann ich Musik auf unterschiedliche Weisen wahrnehmen, und als Katalysator für alles mögliche verwenden. Und die Musik kann für mich oft nicht komplex genug sein, das lenkt mich ab, und hat sogar therapeutische Wirkung. Lustig ist, wenn sich vermeintliche Bauchmusik als Kopfmusik entpuppt, und andersherum. Eine große Bereicherung der Lebensqualität. Viel Glück @:) .

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