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Persönlichkeit oder krank?

Mrrs Si&ngxer hat die Diskussion gestartet


Nach Jahren depressiver Verstimmungen,Suizidalität und dem Gefühl mich nicht in die Gesellschaft einfügen zu können (und wollen) wurden mir Depressionen,PTBS und eine Schizoide Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.Ich wurde medikamentös eingestellt sodass ich meinen Alltag bewältigen kann.An Anpassungsfähigkeit fehlte es mir nie,ich lernte seit meiner Kindheit an Emotionen und Interesse vorzugeben,ich bin also oberflächlich in die Gesellschaft eingegliedert.

Soziale Kontakte sind zu genüge vorhanden,einen Beruf übe ich ebenfalls aus.

Obwohl mein Leben mittlerweile "funktioniert" ist die Krankheit und/ oder die Einstellung zum Leben noch präsent.Ich habe misanthropische Züge,fühle mich leer,chronisch unbefriedigt und unzufrieden,gewinne meiner Existenz nicht viel ab.

Um diesen Zustand zu unterdrücken/verdrängen/überwinden/weiß es nicht genau,legte ich schon immer fragwürdige und oft destruktive Verhaltensweisen an den Tag.Die altbekannte Drogen,Alkohol,Sex und Party-Schiene war so mein Ding.Zum jetzigen Zeitpunkt ist nur noch noch mein extrem promiskuitives Benehmen erwähnenswert,weiteres habe ich abgelegt.

Nun zu meiner Frage: Ich fühle mich nicht besser,Therapie und Medikamente helfen nur begrenzt.Ich bin ratlos,was soll ich tun? Ich weiß das Suizid keine Lösung für mich ist,es scheint mir als könne ich weder sterben noch leben. ???

Antworten
SGpinnxerin


Hallo Mrs Singer,

was für eine Therapie machst du denn?

Du sagst, du unterdrückst und verdrängst vieles und spielst viel Theater, um dich in die Gesellschaft einzufügen. Da wundert es mich nicht, dass es dir immer noch schlecht geht. Anpassungsfähigkeit hilft höchstens den anderen, mit dir umzugehen, aber dir selbst hilft es kein Stück.

Ich schreibe das, weil ich selbst immer dachte, dass ich mich verstellen muss, und irgendwelche Strategien benutzt habe, bis ich gar nicht mehr wusste, wer ich eigentlich selbst bin. Das Feedback, das ich in der stationären Therapie bekommen habe, war, dass ich nicht "schwingungsfähig" bin, d. h. ich rede monoton und habe kaum Mimik, und reagiere nicht adequat auf verschiedene Situationen. Alles ist bei mir starre Maske, um bloß nicht zu zeigen, was für eine wahnsinnige Angst ich habe.

Und auf dieser Reise - herauszufinden, wer ich bin, was ich fühle, und authentisch zu sein in meinem Gefühlsausdruck, befinde ich mich gerade. Und nicht nur das - herauszufinden, was ich tun möchte, was mir Spaß macht und mich entspannt. Ich denke, das wird mich mit der Zeit zu einem erfüllteren Leben führen, und den negativen Gefühlen, vor allem die Leere und chronische Unzufriedenheit, weniger Raum lassen.

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