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Angst vor Menschen

n]ottrCanquixlized hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich habe schon immer ein Problem, welches ich nicht recht einordnen kann und zwar habe ich teilweise Angst vor Menschen, die die Ängste der sozialen Phobie übersteigt, also z.B. dem anderen nicht zu genügen, uninteressant zu sein, das sind ja eher Ängste, die mit Scham und geringem Selbstwert zusammen hängen. Ich meine aber eine andere Angst.

Es ist schwer zu erklären. Also es tritt meist auf, wenn ich längere Zeit mit einem Mensch zusammen bin (aber nicht nur), aus irgendwelchen Gründen, das können objektiv betrachtet Kleinigkeiten sein, denen ich aber eine große Bedeutung beimesse, ich erkenne dann das wirkliche Gesicht, den wirklichen Charakter einer Person, welcher böse, hinterlistig, egoistisch ist. Und ab diesem Zeitpunkt, fällt es mir dann schwer so eine Person zu ertragen, es kommt mir dann vor als ob ich dauerhaft attackiert werde, ich bin die ganze Zeit angespannt und wachsam, ich habe kein Schutzschild um mich herum, meine Gedanken drehen sich nur noch darum.

Weil ich mich dann dieser Gefahr ausgesetzt sehe, kommen mir dann teils gewalttätige Gedanken, obwohl das gar nicht meine Art ist.

Das ist anstrengend und existensgefährdend, man stelle sich mal vor das passiert mir bei der Arbeit.

Was ist das? Was kann man dagegen machen? :°(

Antworten
nrottrIanqui;lizexd


Ärzte konnten mir bei diesem Problem auch noch nicht helfen, es hieß immer, die Anspannung ließe nach einer gewissen Zeit nach, dem ist aber nicht so. Medikamente helfen auch nicht, außer Benzodiazepine, welche ich aber leider nicht so oft nehmen kann. Muss ich also damit leben? Aber alleine schon der Gedanke, dass es zu so einer Situation kommen kann ist beängstigend, weil wie gesagt existensgefährdend.

Sdina"Sou#ndso


Guten Abend.

Sind die Menschen hinter ihrer "Fassade" dann wirklich boese/egoistisch oder ist das Deine Wahrnehmung?

Ansonsten wuerde ich sagen: umgiebt Dich, soweit moeglich, mit netten und positiven Menschen, dann sollte es Dir besser gehen.

Mit boesen Menschen will ja nun niemand Zeit verbringen ;-)

Falls Du allerdings bei jedem Menschen solche Entdeckungen machst, dann suchst Du wahrscheinlich unterbewusst nach dem Schlechten im Menschen und findest es dann irgendwann. Perfekt und frei von schlechten Angewohnheiten oder Charakterzuegen ist naemlich niemand.

Dass Du Dich so massiv angegriffen fuehlst kommt wahrscheinlich daher, dass Du Dich unterbewusst reinsteigerst. Die Wahrscheinlichkeit, dass Dir ein Mensch wirklich was Boeses will ist ziemlich gering. Die meisten Menschen wollen nur in Ruhe leben, so wie Du wahrscheinlich auch.

Versuche etwas positives im Verhalten dieser Menschen zu finden und Dich darauf zu konzentrieren.

Alles Gute!

sballxy0


Hast du mal über eine psychotherapie nachgedacht?

N8ordix84


Sind die Menschen hinter ihrer "Fassade" dann wirklich boese/egoistisch oder ist das Deine Wahrnehmung?

Ich denke das es hier allein um die Wahrnehmung des TE geht. Klar gibt es Menschen die wirklich böse sind oder die sich wie die letzten Idioten verhalten aber das ist die absolute Minderheit. Wenn es dem TE aber häufig oder ständig so geht das er sein Gegenüber für böse und hinterlistig hält dann umgibt er sich entweder mit den falschen Menschen oder (was wahrscheinlicher ist) hat eine verdrehte Wahrnehmung.

Ich kenne das von Facebook "Bekannten" (sprich von Menschen mit denen ich real nix mehr zu tun hab), die lassen sich da regelmässig lang und breit darüber aus wie schlecht Menschen und wie gut Tiere doch sind. Das die Wahrnehmung einfach verschoben ist können die garnicht sehen. Das ist so wie wenn ich verkehrt rum auf die Autobahn auffahre und mich dann über die hundert Geisterfahrer beschwere statt zu merken das ich der Geisterfahrer bin.

Ich denke mit Medikamenten kommt man da auch nicht weit, eine Therapie könnte möglicherweise schon was bringen. Immerhin erkennt der TE ja schon das Empfindung irgendwie "komisch" und problematisch ist, deswegen hätte ich hier Hoffnung das man was dagegen tun kann. Wenn der Arzt der Meinung ist man könne nix machen dann würde ich mir noch andere Meinungen, ganz speziell auch von Psychologen, einholen.

n*ottrzanquEilizexd


@ SinaSoundso

also die Menschen sind schon so, auch wenn das andere wohl nicht so merken würden. Aber es sind schon viele Menschen so, aber was mich halt behindert ist meine dauernde Wachsamkeit und Grübeln, wenn ich gezwungenermaßen mit solchen Menschen zusammen sein muss, das lässt sich nicht kontrollieren, also auch wenn die Menschen schlecht sind, bräuchte ich ja eigentlich nicht dauernd darüber nachdenken und wachsam sein, das ist mein Problem.

@ sally0

erstmal gehe ich in eine Klinik. War auch schon bei verschiedenen Psychologen, aber das hat mir nie viel gebracht.

@ Nordi84

Also was ich schon einsehen kann, ist dass von diesen Menschen nicht so eine Gefahr ausgeht, dass ich dauernd darüber nachdenken müsste, aber genau das ist das Problem, ich bin dann in dauernder Alarmbereitschaft und das lässt sich nicht abstellen. Wie sollte mir eine Therapie helfen, ein Arzt kann mir 100 mal sagen, dass ich keine Angst haben muss und doch ist sie da, mir hat das nie viel gebracht.

nKottranBquilxized


Vielleicht könnte ich auch vor oder während so einem Schlüsselergebnis ein Benzodiazepin nehmen, um diesen Zustand der Alarmbereitschaft nicht entstehen zu lassen, das habe ich nch nicht ausprobiert, aber die Angst vor der Angst wäre dann immer noch da.

n~ottjra@nquilxized


Ich spreche das in der Klinik an (ob ich damit alleine bin, oder ob es noch mehr Leute mit dem Problem gibt, mit denen man sich austauschen kann und was man dagegen machen kann).

S$in"aSounxdso


Es gibt sicherlich Menschen, denen das aehnlich geht.

Aber ich denke, dass man solche Aengste auch einfach mal durchstehen muss. Damitman merkt, dass sie einem nichts tun, sondern nur das sind, was sie eben sind: Aengste.

Wann gehst Du in die Klinik?

nZottranquHilizexd


Das ist gut zu hören, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht.

Also das Problem ist eben, dass es in der Vergangenheit schon so war, dass die Angst nicht nachgelassen hat und dann weiß ich nicht was ich machen soll. Ich glaube ich gehe dann einfach zu meinem Hausarzt und sage das und will ein Medikament dagegen, oder eine Krankschreibung.

Ich habe noch keinen Termin, warte bis sich mein Arzt meldet...obwohl ich glaube, dass er sich gar nicht mehr meldet...

N+oQrdNi84


Ich glaube ich gehe dann einfach zu meinem Hausarzt und sage das und will ein Medikament dagegen, oder eine Krankschreibung.

Und was soll das bringen ? Lebenslang Medikamente nehmen (wenn es überhaupt welche dagegen gibt) oder nicht mehr vor die Tür gehen ? Und das bei einer irrationalen Angst ? Wie schonmal gesagt, es wäre um ein vielfaches besser die Sache offensiv und in einer Therapie anzugehen. Es muss herausgefunden werden woher die Angst stammt und dann muss man sehen wie man diese Gedanken aus dem Kopf bekommt.

n[otAtr/anquilixzed


Weil dieser Zustand so unerträglich ist, was soll ich dann machen, wenn die Spannung nicht nachlässt? Offensiv wäre schon richtig, diesen Menschen grenzen setzen, aber die Gedanken hören dann immer noch nicht auf, auch wenn die Menschen nur in meiner Gegenwart sind.

Ich kann irgendwie nicht glauben, dass die Angst verschwindet, wenn ich weiß woher sie kommt. Und wenn die Angst einfach da ist, so wie sie schon immer da war, ohne Grund?

Offensiv stimmt aber, solche Menschen haben es eigentlich nicht anders verdient.

eUxperbte5x6


man sollte nicht zu viel Energie in derartige Gedanken stecken. Klar denken alle Menschen ab und zu darüber nach, was andere denken könnten oder ob andere gerade gucken. Würde man das nicht machen, so würde jeder bei rot über die Ampel fahren, auf die Straße das Geschäft verrichten, nackt herumlaufen, herumpöbeln usw. Das unterscheidet den Menschen vom Tier. Der Unterschied ist aber, ein Hund z.B. denkt nicht darüber nach, wenn er bellt oder auf den Gehweg macht, ob er damit z.B. gerade die Nachbarn belästigen könnte. Der menschliche Verstand ist also die Ursache vieler psychischer Beschwerden. Diesem Verstand sollte man Grenzen setzen, wenn unerwünschte Gedanken auftreten. Gerade bei Ängsten und Depressionen macht man sich zu viele Gedanken. Es können auch bestimmte Medikamente helfen, besprich es mal mit einem Psychiater. Für mich hört es sich ein wenig nach paranoiden Tendenzen an.

n"ottrcanqui*lizexd


danke experte, und wie setzte ich meinem Verstand Grenzen? Eine Psychologin meinte mal, ich solle mir in Gedanken "Stop" sagen, aber das hat nichts gebracht. Ja von Medikamenten halte ich viel, weil sie eben direkt im Gehirn wirken. Paranoid hört sich ja nicht gut an

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