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Meine Familie und ich

Pto3i,spel hat die Diskussion gestartet


Ich muss mir mal etwas von der Seele reden...

Meine Mutter ist alkoholabhängig seitdem ich denken kann. Mein jüngerer Bruder wohnt noch immer bei ihr. Er ist auch Alkoholkrank, genauso wie mein Stiefvater.

Ich bin 300 km weiter weg gezogen- vor Jahren. Auch damit ich eine Physische Distanz zu schaffen.

Meine Mutter und ich haben schon ganz lange (Ich bin jetzt 30) ein gespanntes Verhältnis zueinander. Wir haben bis vor kurzem so 1,2 Mal die Woche telefoniert.

Jetzt ist folgendes vorgefallen. Es lässt mich nicht mehr schlafen.

Meine Mutter hat mich, wie so oft belogen. Dieses Mal wollte ich sie damit konfrontieren, einfach weil ich es nichte mehr ausgehalten habe. Die Lüge ist hier unwichtig, sie ist auch so nicht relevant, jedoch hat es mich sehr geärgert. Ich hab sie also am Telefon damit konfrontiert, sie wurde wütend und legte mit den Worten: "Leck mich am Arsch!" auf. Kurze Zeit später erhielt ich von meinem jüngeren Bruder, der bei ihr noch wohnt die Nachricht (sinngemäß, mag die nicht mehr lesen, packe das nicht): "Lass uns in Ruhe, wir wollen nichts mehr mit dir zutun haben! Wenn du hier anrufst oder auftauchst, schlag ich dir die Fresse ein! Mama ist hier fix und fertig! Hör auf sie fertig zu machen! Du machst immer nur Mist, genau wie früher! Lass uns in Ruhe oder ich komme mal vorbei und schlag dich kaputt!"

Ein Teil von der eben geschriebenen Nachricht kam schriftlich, der andere via Voicemail. In der Stimme klang sehr viel Wut mit und auch habe ich gleich erkannt, dass er alkoholisiert war.

Ich habe sie mittlerweile überall blockiert, beide, meine Mutter und ihn..

Mir ist klar das meine Mutter eine Show abgezogen hat, denn ich habe sie nur damit konfrontiert! Niemals habe ich sie "fertig gemacht", das verbittet mir mein Respekt, den ich irgendwie trotzdem noch habe, obwohl der duch unzählige Aktionen seitens meiner Mutter eigentlich verschwunden sein müsste.

Das ich früher "Mist gebaut habe" lässt sich einfach erklären. Was mir seit 15 Jahren immer wieder aufs Brot geschmiert wird. Denn ich habe es gewagt, immer wieder von zu hause abzuhauen, wenn mein Stiefvater mir gewalt antun wollte. Deswegen bin ich mit 14 von zu hause ausgezogen. Das wird mir immer und immer wieder vorgehalten. Aber keiner, noch nicht einmal mein kleiner Bruder will sehen, WARUM ich das gemacht habe! Warum ich nachts aus dem Fenster gesprungen und zu einer Freundin gefahren bin!?

Das mich meine Mutter enttäuscht, bin ich gewohnt, jedoch habe ich, bis zu dieser Aktion gedacht, mein Bruder und ich haben immer noch die Bindung wie damals, als ich auf ihn aufpassen musste. Deswegen haben mich seine Worte sehr sehr verletzt.

Das alles ist vor einer Woche geschehen. Kurz nach der Aktion habe ich geweint wie noch nie in meinem Leben. Mir ist klar, dass ich keinen Kontakt mehr haben will, ich habe seit einer Woche keine Familie mehr. Wenn ich sie überhaupt je gehabt habe...

Ich weiß, ich bin zutiefst verletzt, jedoch ist das Gefühl nur unterschwellig da. Einfach weil ich Angst habe, nicht mehr mit dem Weinen aufzuhören. Als das passiert ist letzte Woche, wollte ich mich verletzen. Ging aber nicht, da ich bei meiner Partnerin war. Jetzt bin ich erstmal wieder alleine (Fernbeziehung) und muss da jetzt durch. Donnerstag abend habe ich meine nächste Therapiesitzung. Wie schaffe ich es bis dahin? Die Tränen wollen raus- ich trau mich aber nicht. Ich hatte auch riesige Angst das hier alles zu schreiben. Jetzt habe ich es aber geschafft- ohne zu weinen oder den Schmerz zu spüren und deswegen schicke ich es jetzt einfach ab.

Antworten
B(ambiexne


@ Hallo Poisel :)_ @:)

als ich deine Zeilen gelesen habe dachte ich nur: Sch....-Alkohol :-/ Du hast in deinem jungen Leben ja schon viel Mist erlebt.

Um dich selber zu schützen, ist es richtig, dass du nach der letzten Ansage deines Bruders zu deiner Familie auf Distanz gehst. So weh es auch tut. Denn sie sind krank und ihre Wahrnehmung ist gestört. Sie würden dich nur weiter verletzten.

Es ist der Alkohol der aus Ihnen spricht und sie so handeln läßt wie sie es tun.

Falls sie es je schaffen aus ihrer Sucht loszukommen, wird eine Annäherung vieleicht möglich sein. Bis dahin, würde ich an deiner Stelle mir ein eigenes Leben aufbauen und auf jeden Fall die Finger von Alkohol oder anderen Suchtmitteln lassen.

Wann siehst du dene Freundin wieder? Was gibt es sonst noch für schöne und lebenswerte Sachen in deinem Leben an denen du dich ein wenig hochziehen kannst? Ich hoffe sehr, du wirst es schaffen ohne Selbstverletzungen bis zu deiner nächsten Therapiestunde durchzuhalten. lass nicht zu, dass der Alk indirekt dein Leben zerstört. @:) :)*

Pzoisxel


Danke für deine Antwort. :-)

Ich hab ja schon lange mein eigenes Leben.

Ich weiß nicht wann ich meine Freundin das nächste mal wieder sehe. Wahrscheinlich erst nächsten Monat.

Im Moment bin ich auf Arbeit und mir geht's echt dreckig. Ich hatte die Nacht auch Alpträume und die haften irgendwie noch an mir.

Ja, der Alkohol hat alles zerstört. Ich könnte unzählige Erlebnisse aufzählen.

Ich hab auch etwas Angst vor der Therapiesitzung.

Eshemaliger Nu[tzer (#5x65x974)


Ich hab auch etwas Angst vor der Therapiesitzung.

Wieso denn das?

LDovelQy94


Meine Psychologin hat mir mal folgendes gesagt

Halten sie sich fern von Dingen,die ihnen nicht gut tun

Den Rat kann ich dir auch nur geben.

P[ois#el


Swanlake, weil ich es hasse wenn ich dort weinen muss. Hinzu kommt, dass ich das Gefühl habe, dann nicht mehr aufhören zu können.

Lovely94, ja, der Zug ist nun eh abgefahren. Ich möchte keinen Kontakt mehr zu denen.

Es fällt mir nur schwer, die emotionale Distanz zu bewahren.

d&anaer8w7


Die kommt mit der Zeit. Solange man noch Kontakt hat bleiben die Wunden offen und es kommen immer neue Stiche dazu. Da kann man kaum ganz abschließen. Nun kommt sicher eine harte Zeit, aber danach wartet Freiheit auf dich.

P}oisexl


Das tut gut zu lesen. Ich hoffe, ich schaffe es ohne mich zu verletzen oder gar in einer Klinik zu landen. Schlimm genug, dass ich es heute nicht zur Arbeit geschafft habe :-(

E.hemali8ger NutzBer (#5H6597x4)


Ich denke, die meisten mögen es nicht, vor anderen weinen zu müssen.

Aber Therapeuten gehen normalerweise sehr gut mit sowas um - zumindest ist das meine Erfahrung.

Und manchmal tut es wirklich gut, einfach richtig zu weinen und alles rauszulassen. :-)

P!o\isel


Ich hoffe, ich kann es mal zulassen. Gleich habe ich den Termin. Ich hoffe so sehr das er mir helfen kann. Dieser Zustand jetzt ist schwer auszuhalten.

EKhemal&iger Njutzer |(%#565974)


Wie lief der Termin?

Ppoisxel


Er war okay. Ich hatte ein paar Mal Tränen in den Augen, hab aber nicht weinen können. Er wollte mich morgen nochmal sehen, aber ich brauche etwas Zeit um das alles sacken zu lassen. Somit habe ich am Dienstag wieder ein en Termin, der dann auch mal länger als eine Therapiestunde dauern kann. Er möchte mit mir Übungen machen damit ich diese Flashbacks unter Kontrolle bekomme und die Alpträume evtl besser werden. Auch soll ich in Krisensituationen mein Bedarfsmedikamnet nehmen.

Was mich zusätzlich echt wurmt, ist, dass ich schon wieder auf der Arbeit fehle. :-| Ich bin nun erstmal bis einschließlich nächsten Freitag krank geschrieben.

d/an=aex87


Setz dich nicht unter Druck ohne aus dem Blick zu verlieren wann du die Arbeit wieder als Halt und Strucktur brauchst. So ein Tiefschlag kann einen schon wanken lassen und manchmal stürzt man auch mal so richtig, aber wenn man es als Chance nimmt und tief rein geht, kann man es auch viel besser bearbeiten als sonst, viel näher ran kommen und damit große Schritte machen und Dinge in kurzer Zeit schaffen die sonst Jahre brauchen. Das spart an anderer Stelle Ressourcen die dir dann für die Arbeit und dein restliches Leben zur Verfügung stehen. Also widme dich nun dem hier mit ganzer Kraft. @:) @:)

P<oisxel


Danke für deine Worte. @:)

Ich finde dich eh klasse lese immer im Kindermund-Faden mit. :-D

Ich werd das alles erst einmal sacken lassen. Die Therapiesitzung heute hat viel bewegt.

d$anaex87


Oh danke. |-o

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