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Suizidgedanken nach Trennung und Kuendigung

Sekinn#yoLovex87


Ich weiß von deinem Hobby und die Stadt ist groß, kannst du nicht woanders hingehen?

Theoretisch schon, aber das ist zu schmerzhaft. Es wuerde mich ja nur wieder daran erinnern, was ich verloren habe.

Woher soll ich die Kraft nehmen mir einen neuen Job und Freunde zu suchen? Mir kommt alles so sinnlos vor. Ich vermisse meinen Freund jede Sekunde, und diese Trauer laehmt mich regelrecht und bereitet mir Magenschmerzen.

HOannEahWxe


Ich gehe aber mal davon aus, dass dier Deutschland nicht so fremd sein wird. Immerhin bist du hier groß geworden und hast hier sicher auch ein vertrautes Stück Umgebung.

Interessant finde ich auch, TE, dass du einerseits schreibst, in Deutschland hast du niemanden, dir ist das Land fremd, du lebst schon so lange in den USA, usw. Aber andererseits schreibst du in einem deutschsprachigen Forum, obwohl es viel größere und aktivere Gesundheitsforen in den USA gibt (ist ja auch klar, die haben 4 mal so viele Einwohner in den USA wie wir hier in Deutschland). Warum?

Vielleicht verbindet dich mit Deutschland mehr als du denkst. Immerhin schreibst du anscheinend gerne in deiner Muttersprache.

Wenn du direkt nach dem Abi rüber bist, gehe ich davon aus, das du als Au Pair Mädchen rübergegangen bist und dann dort geblieben bist? Sieh deine Zeit dort doch als einen Lebensabschnitt - der ist jetzt vorbei - zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig, aber er ist vorbei.

Ob du jetzt woanders in den USA oder in Deutschland neu anfängst, musst du dir überlegen. Aber das muss auch nicht heute sein. Leg dich noch ein paar Tage/Wochen an den Pool und weine - und dann irgendwann hörst du auf zu weinen, rappelst dich auf und gehst weiter. Alles Gute dir. @:)

S1kinpnyVLovve87


Ich schreibe hier manchmal aus alter Gewohnheit, weil ich das schon vor meinem Umzug gemacht habe.

Ich bin zum Studieren hergekommen, nicht als AuPair. Das ist jetzt 8 Jahre her. Und ich hatte nie vor wieder zurueck zu kommen.

Das waere wie gesagt jetzt ein weiterer Schicksalsschlag fuer mich und das wuerde ich glaube ich nicht verkraften. Und einen Job suchen muesste ich mir in Deutschland auch und Freunde haette ich auch erstmal keine. Ich war seit 3 Jahren nicht mehr da.

Naja mir ist schon bewusst das mir niemand helfen kann. Trotzdem tat es mir mal gut mich ein bisschen auszuweinen. Das heisst generell mit jemandem zu "reden"

Danke.

C^ornelTia5x9


Theoretisch schon, aber das ist zu schmerzhaft. Es wuerde mich ja nur wieder daran erinnern, was ich verloren habe.

Ich finde eher, daß das im Gegenteil dich von der Erinnerung ablenken würde. Denn im Moment ist es doch deine alte Wohnung und dein altes Umfeld, das dich an alles erinnert, was du mit deinem Freund geteilt hast. Eine neue Umgebung würde dich auf andere Gedanken bringen.

Woher soll ich die Kraft nehmen mir einen neuen Job und Freunde zu suchen? Mir kommt alles so sinnlos vor. Ich vermisse meinen Freund jede Sekunde, und diese Trauer laehmt mich regelrecht und bereitet mir Magenschmerzen.

Ich glaube, das kennt jeder, der mal Liebeskummer hatte. Aber das heißt doch nicht, daß man sich komplett hängenlassen kann, sowas ging, als ich noch 16 war. Aber heute stellt mein beruflicher und privater Alltag Anforderungen an mich, und ich kann mich jedenfalls auch in so einer Situation nicht an den Pool legen und weinen. Übrigens, bei der Gelegenheit: wieso gehst du dazu an den Pool? Ich persönlich würde mich da eher zurückziehen und nicht in der Öffentlichkeit weinen.

H!ayleyd M.


Dieser Faden führt mir mein eigenes Erleben von vor 10 Jahren zurück, in ähnlicher Lage.

Was es mir damals besonders schwer machte, war, dass ich meine Gedanken und die daraus resultierenden Gefühle ganz in die Zukunft projizierte. Es "genügte" anscheinend nicht, mich in der Gegenwart elend zu fühlen, sondern es kam auch noch die Angst vor einer Zukunft dazu - die ich später so gar nicht erlebt habe.

Heute kann ich sehen, was ich damals nicht sah: Die Trennung war GUT! Und wenn ich andere Fäden der TE lese, so bin ich nicht sicher, ob sich das bei ihr nicht auch herausstellen wird …

Was lähmt, sind genau die Gedanken, die schnurstracks ins Selbstmitleid führen und sonst zu nichts nutze sind: "Es geht mir so schlecht und es wird nie wieder anders sein! Ich werde nie wieder so einen wunderbaren Partner finden!" (Dies ungeachtet der Tatsache, dass die Beziehung zum großen Teil alles andere als wunderbar war.) "Ich werde immer so einsam sein! So etwas habe ich nicht verdient!" usw. usf.

Das Selbstmitleid ist hier das allergrößte Gift. Ein paar Tage mag es ganz okay sein, aber danach heißt es wirklich, sich wieder aufzuraffen und den Blick für Auswege öffnen. Die gibt es immer, und es kann durchaus sein, dass wir später diese verzweifelte Lage als Sprungbrett in einer weitaus bessere Zukunft erkennen.

Bei mir war sie jedenfalls genau das.

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SkinnyLove, ich glaube, dir kann niemand helfen. Kann das sein?

Geld von deiner Mutter leihen - Nein, es würde sie fertig machen. Deinen Freitod nicht?

Weg aus dem teuren Beverly Hills - Nein, wäre ein Rückschlag

Zurück nach Deutschland und Hilfe annehmen - Nein, alles nur das nicht

Sei mir nicht böse, aber etwas sauer machen mich deine Beiträge schon. Du möchtest weiterhin am Pool liegen usw. usf. Aber du musst die Realität sehen, es geht einfach nicht mehr. Dein Geld wird weniger, leihen möchtest du dir nichts, nach Deutschland möchtest du nicht, Arbeit suchen möchtest du dir nicht.

Mädchen, du hast alles verloren und dann kannst du auch zurück nach Deutschland kommen, wo du Hilfe erhalten würdest. DAS wäre eine Lösung und nicht der Freitod am Pool. Ich kann dich verstehen, das du dort nicht weg möchtest, mein Freund lebt auch in B.H. und liebt es dort zu sein und zu arbeiten. Doch ohne Arbeit, wie soll das gehen? Du kannst weinen, das steht dir zu, keine Frage. Aber irgendwann musst du dich aufrappeln.

Du hast geschrieben, du wirst unweigerlich auf der Straße landen und das ist dir lieber als z.B. eine Sozialwohnung in FFM? Das kann und werde ich nicht glauben.

dFist8anccWe x1


Ich schreibe hier manchmal aus alter Gewohnheit, weil ich das schon vor meinem Umzug gemacht habe.

Ich bin zum Studieren hergekommen, nicht als AuPair. Das ist jetzt 8 Jahre her. Und ich hatte nie vor wieder zurueck zu kommen.

Das waere wie gesagt jetzt ein weiterer Schicksalsschlag fuer mich und das wuerde ich glaube ich nicht verkraften. Und einen Job suchen muesste ich mir in Deutschland auch und Freunde haette ich auch erstmal keine. Ich war seit 3 Jahren nicht mehr da.

Naja mir ist schon bewusst das mir niemand helfen kann. Trotzdem tat es mir mal gut mich ein bisschen auszuweinen. Das heisst generell mit jemandem zu "reden"

Danke.

SkinnyLove87

Doch, du hast noch Vieles nicht bedacht. Du kannst ALLES tun, denn du bist noch jung und voller Tatendrang. Auch wenn du dich zurzeit am Limit fühlst, du kannst noch Vieles bewirken. Du hast noch so viele Optionen, die du angehen kannst. Es ist nicht das Ende, es ist ein Neuanfang.

Ich wünsche dir Kraft und Motivation Neues anzugehen. Alles ist für dich noch mögich. Versuch es zu sehen.....

Alles Liebe und Gute für dich. :)*

b5lad8e19


Eigentlich möchte ich mich aus Suizidfäden immer raushalten, weil ich Suizid nicht verstehe. Ich kann verstehen, dass es Menschen schlecht geht und ich kann verstehen, dass es bestimmte Situationen gibt die einen Menschen quälen. Aber Suizid? Ich meine, dass ist doch irgendwie endgültig und langweilig. Man kann doch dann nichts mehr erleben, zumindest glaube ich, dass das Freizeitangebot auf der anderen Seite doch sehr eingeschränkt sein muss. Und die große Erkenntis lauert dort genauso wenig wie Freunde, Hobby, Job oder gar die Liebe. Ich meine, ja, vielleicht gibt es Probleme die man nicht lösen kann, aber Suizid? Da baue ich in meinem Keller lieber an einer Zeitmaschine und versuche so die Zeit zurückzudrehen, bevor ich mich selber aufgebe und gleichzeitig auch das was ich mag oder liebe. Mal ganz davon abgesehen, dass es vielleicht anderen Menschen gibt die mich vermissen oder gar brauchen.

Aber um doch noch mal auf den Punkt zu kommen warum ich zu diesem Fall etwas sagen möchte...weil ich letztens etwas gelesen habe über die Golden Gate Bridge, die doch eine gewisse geographische Nähe zur TE hat. Mehr als 3000 Menschen sind von dieser Brücke in ihren Selbstmord gesprungen. Nur 26 Menschen haben diesen Sprung überlebt. Alle 26 Menschen habe davon berichtet, dass sie im Moment des Fallens ihre Entscheidung bereut haben und leben wollten. "I instantly realized that everything in my life that I'd thought was unfixable was totally fixable - except for having just jumped." ist die Aussage eines Überlebenden dazu.

Sdki[nnyLo!ve8x7


"I instantly realized that everything in my life that I'd thought was unfixable was totally fixable - except for having just jumped."

Das ist in meinem Fall aber nicht so.

Ich wache morgens auf mit seelischen Schmerzen und schlafe abends ein mit seelischen Schmerzen. Dazwichen liegen Stunden voller Leere und Traenen. Ich habe gar nicht Lust etwas zu erleben. Ich will nur dass dieser Schmerz aufhoert.

_/PfarJvatxi_


Der Schmerz wird nachlassen. Aber du musst dir selbst auch die Zeit dafür geben und du darfst auch nicht zu sehr der Vergangenheit hinterher trauern.

Hast du mal mit deiner Mutter gesprochen?

dDistaOncex 1


SkinnyLove87

Wäre schön und hilfreich, wenn du dich mal wieder melden würdest. Wie geht es dir und wie geht es dir mit dem Austausch hier?

Kann mir vorstellen, dass dich Vieles nicht anspricht. Aber was kann dich zurzeit ansprechen?

Wir versuchen dir einfach nur zu helfen, über die schwere Zeit.

Ich wünsche dir viel Zuversicht und Perspektive.

LG :)* @:) *:)

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