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Rizzen, Suizidgedanken

EPhQemaliger: Nutze|r (#565x974)


Aber für psychisch krank halte ich sie nicht.

Eine Person mit Suizidgedanken und Tendenzen zu SVV ist psychisch krank.

Schon gar nicht halte ich es für richtig, sie wie eine komplett Geistesgestörte zu behandeln, und zwangseinweisen zu lassen.

Ich nehme an, du meinst mit "komplett Geistesgestörte" Menschen mit Psychosen.

Eine Zwangseinweisung erfolgt in der Regel, wenn Fremd- oder Eigengefährdung befürchtet wird. Ein stationärer Aufenthalt würde der Tochter auch mehr bringen, als wöchentliche Therapiegespräche, auf die sie sich ohnehin nicht einlässt.

Diese Bezeichnung ist übrigens ziemlich respektlos.

Ich sehe ihr ungesundes Verhalten eher als Ausdruck schwieriger Familienverhältnisse.

Gewagte Ferndiagnose. Niemand kann auf Basis des Eingangsbeitrag der TE beurteilen, wie die Familienverhältnisse wirklich sind und inwieweit sie Einfluss auf die Suizidgedanken der Tochter haben.

c\riec~harxlie


Also ich finde schon, dass das Kind Not hat.

Und der Weg zu ihr ist noch nicht gefunden. Die beiden leben in einem Spannungsverhältnis und keiner kommt aus, auch die Mutter leidet.

Meine Tochter, nun 16 , hatte vor ien paar Jahren eine heftige Zeit in der Schule + eine Freundin, die sie die ganze Nacht per whats app, mit suizidalen Gedanken zugemüllt hat, wir wußten das nicht.

Die Freundin hat sich auch selbst verletzt und iwann hat meine Tochter sich auhc mal einen Schnitt gesezt, einfach, weil es für sie durch Modelllernen in der Situation als Problemlösung nahe lag.

Es war nur einmal und ich hatte es späer entdeckt und wir waren soooo fertig, vor allem, weil wir in der Zeit für sie alles augeboten hatten, was ging.

Ich habe ihr gesagt, dass wenn sie das noch einmal macht, nur einmal, dass ich sie einweisen lasse. Diesen Weg des Leidens war ich nicht bereit mit ihr zu gehen. Ich bin überzeugt, dass wenn man es gleich am Anfang massiv bekämpft und sich Experten anvertraut, dass das der einzige Absprung ist, den man hat. Das bedeutet natürlich parallel, Familienarbeit, Systembetrachtung etc.., also nicht Kind weg und sonst nichts machen, ABER es muß ein Komplettpaket sein und ich denke, dass bei diesem Paket das Kind als erstes in kompetene Hände gehört, wenn ambulant vorher ihre Probleme nicht identifiziert oder gar erleichtert werden, so, wie es bei meiner Tochter der Fall war oder wie der Tochter der TE.

Vor ein paar Tagen habe ich mit jmd geredet, der war 4 Jahre in der Psychiatrie mit Pausen, Mißbrauchsoper, auch geritzt. Ich fragte, wie sie miene damalige Aussage zu miener Tochter einschätzen würde und sie meinte, dass das für meine Tocher zwar schlimm gewesen wäre, aber letztendlich das richtige.

J6uley


Vor ein paar Tagen habe ich mit jmd geredet, der war 4 Jahre in der Psychiatrie mit Pausen, Mißbrauchsoper, auch geritzt. Ich fragte, wie sie miene damalige Aussage zu miener Tochter einschätzen würde und sie meinte, dass das für meine Tocher zwar schlimm gewesen wäre, aber letztendlich das richtige.

Ich finde, Psychiatrie ist nicht immer schlimm. Ich wollte anfangs auch nicht, weil ich Angst davor hatte. Aber wenn man sich drauf einlässt und merkt, dass einem geholfen wird, kann es sogar ganz gut sein. Bin mittlerweile seit 8 Jahren immer mal wieder in Krisensituationen "drin". Unter anderem auch wegen SVV

coriechMarklie


ja, das hat diejenige auch gesagt.

Sie war wirklich erstaunlilch; habe sie auf einer Tagung eines caritativen Vereins kennen gelernt,

arbeiterkind.de (wer mal gucken mag!!)

Teenager-Kind, mißbraucht, verstoßen, psychisch unten.... mit Mitte 20 Abi und nun auf dem Weg zur Promotion - und Fernziel Habil! Echt super.... fährt schon durch's Land und schaut sich Unis an, an denen sie später mal lehren will.... ;-D

J'utle5y


Wow, das ist wirklich super criecharlie! :)^

m`ond+Msternxe


Also ich finde schon, dass das Kind Not hat.

Das finde ich auch. Leider kennen wir Erwachsenen keinen guten Weg aus dieser Not.

@ criecharlie

Bei Deiner Tochter war es etwas anderes, weil die Freundin ein schlechtes Vorbild war, auf das sie auch verzichten kann.

Für die Tochter der TE ist es sehr viel schwerer, auf das Ritzen zu verzichten, weil sie unter Druck steht. Wenn sie nicht mehr ritzen darf, muss sie den Druck anders abbauen.

Für die Tochter wäre es am einfachsten, wenn die Erwachsenen den Druck abbauen könnten.

@ Swanlake

Diese Bezeichnung ist übrigens ziemlich respektlos.

Das stimmt.

Eine Zwangseinweisung ist ebenfalls nicht respektvoll, auch wenn sie sich rechtfertigen lässt.

Ich halte eine Zwangseinweisung jedoch nicht für gerechtfertigt.

Gewagte Ferndiagnose. Niemand kann auf Basis des Eingangsbeitrag der TE beurteilen, wie die Familienverhältnisse wirklich sind und inwieweit sie Einfluss auf die Suizidgedanken der Tochter haben.

Ich habe keine Ferndiagnose gestellt, sondern meine persönliche Einschätzung über Ausmaß und Ursache der psychischen Probleme der Tochter abgegeben.

Du behauptest im Gegensatz dazu mit Absolutheit, sie sei psychisch krank. Ich halte diesen Absolutheitsanspruch nicht für gerechtfertigt.

@ Juley

Ich finde, Psychiatrie ist nicht immer schlimm.

Wenn ein Patient freiwillig eine stationäre Therapie macht, finde ich Psychiatrie auch nicht schlimm.

Wenn ein Patient zwangseingewiesen wird, ist das eine schwerwiegende emotionale Verletzung, weil der Wille des Patienten gebrochen wird.

Dafür braucht man schon eine gute Rechtfertigung.

mxond;+sxterne


Teenager-Kind, mißbraucht, verstoßen, psychisch unten....

Klar, dass so ein gebrochener Mensch eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie nicht schlimm findet.

JquFlxey


@ mond+sterne

Wenn ein Patient freiwillig eine stationäre Therapie macht, finde ich Psychiatrie auch nicht schlimm.

Wenn ein Patient zwangseingewiesen wird, ist das eine schwerwiegende emotionale Verletzung, weil der Wille des Patienten gebrochen wird.

Dafür braucht man schon eine gute Rechtfertigung.

Ich wurde auch des Öfteren zwangseingewiesen, im Nachhinein betrachtet hat mir das das Leben gerettet.

Teenager-Kind, mißbraucht, verstoßen, psychisch unten....

Klar, dass so ein gebrochener Mensch eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie nicht schlimm findet.

Also ich kann nur von mir sprechen, hab ne ähnliche Geschichte hinter mir und fand es in dem Moment, wo ich zu irgendwas gezwungen wurde, immer extrem schlimm, fast retraumatisierend (gibt's das Wort??). Aber wie oben schon gesagt, es hat mir das Leben gerettet. (und mich zum Nachdenken gebracht)

Hkan>dbalxlerin1U963


Es tut mir leid, aber mich macht diese Diskussion hier sehr wütend. Das Mädchen tut mir einfach nur leid . Gut , ich bin selbst Betroffene und kämpfe seit Jahren mit SVV. Aber ich kann dieses Mädchen sehr gut verstehen. Ich selbst war materiell auch " gut " versorgt aber bin bis heute emotional " verkümmert ". Wenn ich lese, was die Mutter hier schreibt ( Schauspielerin usw. ) werde ich so wütend....

weißt du eigentlich wie es deiner Tochter geht ?? Ich weiß , dass das niemand nur so zum Spaß macht und dass es ihr sehr schlecht gehen muss. Hol dir und deiner Tochter bitte Hilfe , bevor alles noch schlimmer wird. Und glaub mir damit ist nicht zu scherzen.....

LG Handballerin1963

Jbuley


@ Handballerin1963

:)^ :)^ :)^

Iisa%beYll


Nur mal so eingeworfen:

Ich lese hier immer "Zwangseinweisung" oder "lasse sie einweisen" - so "einfach" ist es nicht Jemanden einweisen zu lassen. Zumindest nicht für längere Zeit, sowas funktioniert erst mal nur für die momentane (Not)Situation, für ein paar Tage - ansonsten muß schon heftig was vorliegen.

Ich will damit sagen: Es obliegt nicht alleine den Eltern ob ein Kind "zwangs"eingewiesen wird. Da haben noch ein paar mehr Leute was zu sagen, zu entscheiden.

Einfach mal hingehen und sagen: "Mein Kind ist mMn schwer gestört, macht mal" - nee, so läuft das nicht.

EYhemaligeQr Nujtzepr (#L565,974x)


@ mond+sterne

Das stimmt.

Eine Zwangseinweisung ist ebenfalls nicht respektvoll, auch wenn sie sich rechtfertigen lässt.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ich halte eine Zwangseinweisung jedoch nicht für gerechtfertigt.

Ein Psychologe schon.

Ich habe keine Ferndiagnose gestellt, sondern meine persönliche Einschätzung über Ausmaß und Ursache der psychischen Probleme der Tochter abgegeben.

Das meinte ich doch mit "gewagte Ferndiagnose". Deine Feststellung der vermeintlichen Ursache, aufgrund eines emotionalen Beitrages der Mutter und trotz mangelnder Informationen.

Du behauptest im Gegensatz dazu mit Absolutheit, sie sei psychisch krank. Ich halte diesen Absolutheitsanspruch nicht für gerechtfertigt.

Eine Person mit Suizidgedanken und Tendenzen zu SVV (seit über einem Jahr!) ist höchstwahrscheinlich psychisch krank.

Wenn ein Patient zwangseingewiesen wird, ist das eine schwerwiegende emotionale Verletzung, weil der Wille des Patienten gebrochen wird.

Das mag bei manchen Patienten der Fall sein, ist allerdings kein stichhaltiges Gegenargument. Für eine Zwangseinweisung gibt es in der Regel triftige Gründe, etwaige "emotionale Verletzungen" sind dann eben nicht vermeidbar.

cJrieQchaXrlie


Einfach mal hingehen und sagen: "Mein Kind ist mMn schwer gestört, macht mal" - nee, so läuft das nicht.

davon geht auch keiner aus.

Nur warum soll man hier den ganzen Vorgang immer wieder ausbreiten?

Schon klar, dass man da einiges in Gang setzen muß.

cpriechxarlie


Wenn ein Patient zwangseingewiesen wird, ist das eine schwerwiegende emotionale Verletzung, weil der Wille des Patienten gebrochen wird.

hmmm... also ich kenne tendentiell auch eher Leute, die hinterher froh darüber waren. Vor allem auch, weil sie sich z.,B. an die akute Krankheitsphase vorher, die zum Klinikbesuch geführt hat, oft gar nicht mehr erinnern können.

Ich mache da auch keinen Unterschied ziwschen körperlich und psychisch krank, wer krank ist, sollte sich behandeln lassen und wenn er sich langfristig durch Nicht-Initiative selbst schadet, müssen das andere für ihn übernehmen.

mPond+stjernde


@ criecharlie

hmmm... also ich kenne tendentiell auch eher Leute, die hinterher froh darüber waren. Vor allem auch, weil sie sich z.,B. an die akute Krankheitsphase vorher, die zum Klinikbesuch geführt hat, oft gar nicht mehr erinnern können.

Ändert das Deiner Ansicht nach etwas daran, dass es eine emotionale Verletzung ist, wenn man den Willen eines Menschen bricht?

Es gibt auch viele, die von ihren Eltern verprügelt wurden, weil sie ungehorsam waren, und ihren Eltern dafür später dankbar sind. Auch das ändert nichts daran, dass Prügelstrafe verletzend ist.

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