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Psychosomatisch und wie geht es weiter?

Htolaorxtega hat die Diskussion gestartet


Hi ich suche heir nach Ratschlägen und nach Leuten die bereits ähnliches durchgemacht haben wie ich.

Ich bin 19 Jahre alt und leide seit einiger Zeit an verschiedenen psychosomatischen Beschwerden.

Dazu zählen täglicher unproduktiver Husten, Appetitlosigkeit, ständiges Hungergefühl, Erschöpfung, Konzetrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit und ständige Blähungen.

Ich habe keine Erfahrung mit Therapien und wollte fragen wie das abläuft:

-Wird eher auf die Auflösung der Beschwerden hingearbeitet oder auf Akzeptanz der Situation?

-Wie lange dauert so eine Therapie im Durchschnitt, wenn dem Patienten die Ursache der Erkrankung unbekannt (/verborgen) ist?

-Wie sehen die Erfolgschancen in so einem Fall aus?

-Muss man wirklich alles von sich erzählen? Die gesamte Lebensgeschichte, Wünsche, Zukunftsvorstellungen etc? (Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich viel mit anderen über die eigene Gefühlswelt austauscht. Ich bin nicht gehemmt, verklemmt oder ängstlich der Drang detailliert über die eigenen Gefühle zu sprechen ist aber einfach nicht Teil meiner Persönlichkeit, daher stelle ich mir so ein Gespräch doch merkwürdig vor)

-Mache ich einfach einen Termin bei irgendeinem Psychiater? Oder muss ich da selbst recherchieren ob jemand speziell auf diese Form von Störung ausgerichtet ist?

Danke und schönen Tag *:)

Antworten
HXayle)y M.


Müssen musst du gar nichts. Du kannst vorurteilsfrei hingehen und schauen, was sich ergibt. Mach dir vorher weniger Gedanken, lass dich einfach drauf ein. Sei positiv gespannt darauf, was sich ergibt.

Ich würde bei einem Psychologen anrufen; ein Psychiater ist etwas anderes, und eine Psychotherapie sollte zumindest von einem Arzt empfohlen werden.

PBradqaTeYufel


Hallo Holaortega,

wurden denn definitiv körperliche Ursachen ausgeschlossen? Sowas könnte ja auch gut von einer Lebensmittelunverträglichkeit o. ä. kommen.

Ich versuche mal alle deine Fragen der Reihe nach zu beantworten:

-Wird eher auf die Auflösung der Beschwerden hingearbeitet oder auf Akzeptanz der Situation?

Das kommt ein bisschen darauf an, welche Form der Therapie gewählt wird und was auf deiner Überweisung steht. Bist du überwiesen worden zur Psychotherapie, oder zum Psychiater? Der Psychiater kann auch eine Therapie veranlassen / durchführen, in erster Linie würdest du hier aber Medikamente (Antidepressiva etc..) erhalten und diese müssten durch eine Therapie ergänzt werden.

Beim Psychologen gibt es die tiefenpsychologische Therapie, die aus meiner Erfahrung sicher versucht die Ursache herauszufinden, aber auch darauf abzielt dich zu stärken, damit du besser / anders mit Situationen umgehen lernst, die dich belasten. Eben, damit du künftig nicht mehr in so ein Loch fällst, dir selber helfen kannst und dich abgrenzen kannst etc.. Je nachdem, was für dich gerade nötig ist.

Dann gibt es die Verhaltenstherapie, die auch darauf abzielt die Symptome zu verbessern, oder gar zu eliminieren. Ist die Frage, ob das Sinn macht. Sie macht z. B. bei Angstpatienten Sinn. Man lernt alles über seine Erkrankung, was der Erkrankung etwas den Schrecken nehmen soll und lernt, sich damit zu konfrontieren, damit man positive Erfahrungen sammeln kann.

Dann gibt es z. B. auch noch die Traumatherapie, mit der ich wenig bis gar keine Erfahrung habe.

Das war jetzt mal grob zusammengefasst meine Interpretation des Ganzen. Was für dich in Frage kommt, da kann dich dein Hausarzt sicher am besten beraten, wenn er deine Geschichte kennt.

Du hast zu Beginn der Therapie eh ersteinmal 5 "Probestunden",die sog. probatorischen Sitzungen. Die Sitzungen sind im Endeffekt dazu gedacht zu schauen, ob Therapeut und Patient "zusammenpassen" und ihr euch eine Zusammenarbeit miteinander vorstellen könnt. So eine Therapie dauert ja schon meist mehrere Monate, oder Jahre und da muss die Chemie schon stimmen und der Therapeut muss die richtige Qualifikation für dein Problem haben. Wenn es nach den 5 Stunden nicht passt, kannst du dir einen anderen Therapeuten suchen.

-Wie lange dauert so eine Therapie im Durchschnitt, wenn dem Patienten die Ursache der Erkrankung unbekannt (/verborgen) ist?

Das ist,d enke ich, ganz unterschiedlich und individuell und hängt von dir ganz persönlich ab, wie lange du mitarbeiten willst / kannst. Du bekommst, wenn ich nicht irre, erst einmal 25 Sitzungen bewilligt und kannst dann verlängern. Das wird der Therapeut mit dir besprechen.

-Wie sehen die Erfolgschancen in so einem Fall aus?

Ich würde sagen, das hängt vor allem auch von dir selbst ab, wie gut du mitarbeitest / mitarbeiten möchtest. Eine Therapie ist denke ich immer etwas Positives, auch wenn man am Ende vielleicht nicht DIE Lösung für sein Problem hat. Man nimmt sicher dennoch viel Positives für sich mit denke ich.

-Muss man wirklich alles von sich erzählen? Die gesamte Lebensgeschichte, Wünsche, Zukunftsvorstellungen etc?

Du musst gar nichts.. Aber das ist es was ich schon geschrieben habe. Die Therapie hängt stark davon ab, wie gut du mitarbeitest. Wenn du ein gutes Verhältnis zum Therapeuten hast und mit der Zeit Vertrauen aufbaust ist es gut, wenn du möglichst viel von dir erzählst. Nur so kann der Therapeut dir wirklich weiterhelfen.

-Mache ich einfach einen Termin bei irgendeinem Psychiater? Oder muss ich da selbst recherchieren ob jemand speziell auf diese Form von Störung ausgerichtet ist?

Befrage dazu nochmal den Arzt, der dich überwiesen hat - was er sich für dich am ehesten vorstellen kann. Dann hast du ja noch die probatorischen Sitzungen um mit einem Therapeuten erörtern zu können, ob die Therapieform die er anbietet für dich die Richtige ist.

Viel Erfolg!

PradaTeufel

HvolNaortXega


Hi und danke *:)

Ich würde bei einem Psychologen anrufen; ein Psychiater ist etwas anderes, und eine Psychotherapie sollte zumindest von einem Arzt empfohlen werden.

Ah super. Auch die genaue Art der Therapie?

wurden denn definitiv körperliche Ursachen ausgeschlossen? Sowas könnte ja auch gut von einer Lebensmittelunverträglichkeit o. ä. kommen.

Ja, ich habe sogar schon eine Darmspiegelung machen lassen. Auch durch Blutproben und Stuhluntersuchungen wurde nichts gefunden.

Das kommt ein bisschen darauf an, welche Form der Therapie gewählt wird und was auf deiner Überweisung steht. Bist du überwiesen worden zur Psychotherapie, oder zum Psychiater?

Bisher habe ich noch keine Überweisung. Ich möchte das Thema bald bei meinem Arzt ansprechen, daher informiere ich mich schon vorab.

So eine Therapie dauert ja schon meist mehrere Monate, oder Jahre [...]

So ein Dreck mal ganz platt gesagt :-/ Meine Situation schränkt mich im Alltag doch sehr ein, möglicherweise jahrelang zur Therapie gehen bevor man wieder ein normales Leben führen kann...das wäre ja "super" :-|

Danke für deinen ausführlichen Beitrag, hat mir sehr geholfen :)^

P5radZaTefufel


Ja, ich habe sogar schon eine Darmspiegelung machen lassen. Auch durch Blutproben und Stuhluntersuchungen wurde nichts gefunden.

Lebensmittelunverträglichkeiten wurden aber auch im Einzelnen getestet?

Bisher habe ich noch keine Überweisung. Ich möchte das Thema bald bei meinem Arzt ansprechen, daher informiere ich mich schon vorab.

Das finde ich super! :)^ :)^ :)^

Meine Situation schränkt mich im Alltag doch sehr ein, möglicherweise jahrelang zur Therapie gehen bevor man wieder ein normales Leben führen kann...das wäre ja "super" :-|

Najaaa ganz so ist es ja nicht ;-) Es ist nicht so, dass du erst am Ende der Therapie wieder besser drauf bist. Das kann schon viel früher der Fall sein, bzw. eine Verbesserung kann recht schnell eintreten. Aber die Therapie begleitet dich eben so lange, bis du wirklich auch gefestigt bist und nicht beim kleinsten Gegenwind wieder umkippst. Also keine Sorge! Und evtl. kann auch ein Medikament ein wenig Linderung verschaffen. Ich persönlich habe nie Antidepressiva oder sowas genommen, habe ich immer abgelehnt. Aber es gibt tolle pflanzliche Mittel, die man gut nehmen kann. Die Apotheke deines Vertrauens kann dich hier auch beraten ;-)

Danke für deinen ausführlichen Beitrag, hat mir sehr geholfen :)^

Das freut mich. Wenn du noch Fragen hast, gerne ;-)

H,ol$aoratexga


Hi PradaTeufel,

Lebensmittelunverträglichkeiten wurden aber auch im Einzelnen getestet?

Der Arzt meinte nach der Darmspiegelung, dass das Thema damit erledigt sei.

Najaaa ganz so ist es ja nicht ;-) Es ist nicht so, dass du erst am Ende der Therapie wieder besser drauf bist. Das kann schon viel früher der Fall sein, bzw. eine Verbesserung kann recht schnell eintreten. Aber die Therapie begleitet dich eben so lange, bis du wirklich auch gefestigt bist und nicht beim kleinsten Gegenwind wieder umkippst. Also keine Sorge! Und evtl. kann auch ein Medikament ein wenig Linderung verschaffen. Ich persönlich habe nie Antidepressiva oder sowas genommen, habe ich immer abgelehnt. Aber es gibt tolle pflanzliche Mittel, die man gut nehmen kann. Die Apotheke deines Vertrauens kann dich hier auch beraten ;-)

Das stimmt mich dann wieder optimistischer. Eine Aversion gegen Antidepressiva habe ich zwar nicht, aber natürlich auch nur dann nicht wenn sie helfen und keine allzu starken Nebenwirkungen haben.

J4an74


Ich hab auch gerade verstärkt einige Deiner Symptome. Kann es sich nicht um eine Histaminintoleranz, gesteigert jetzt in der Pollenflugzeit, handeln? Von "psychosomatischem Husten" hab ich noch nie gehört. Aber bei HI kommt das halt vor.

Wie gehts Dir nach einer Flasche Rotwein?

Ich würde da eher nochmal zu einem zweiten Internisten gehen. Das kommt mir spanisch vor.

H`olao$rtegxa


Hallo Jan74,

Ich hab auch gerade verstärkt einige Deiner Symptome. Kann es sich nicht um eine Histaminintoleranz, gesteigert jetzt in der Pollenflugzeit, handeln?

Ich weiß nicht. 100%ig passen die Symptome ja auch nicht (die verstopfte/laufende Nase, sowie die juckende Haut fehlt) und ich kann meine Beschwerden nicht mit bestimmtem Nahrungsmitteln in Verbindung bringen. Allerdings achte ich auch nicht sehr darauf.

Nur die Blähungen treten immer nach besonders kohlenhydrathaltigen Speisen auf.

Von "psychosomatischem Husten" hab ich noch nie gehört.

Hm, ich glaube man kann so ziemlich jedes Beschwerdebild nur aufgrund der Psyche entwickeln

Wie gehts Dir nach einer Flasche Rotwein?

Ich trinke keinen Rotwein ;-D Um die Wahrscheinlichkeit einer Histaminintoleranz eigentständig beurteilen zu können müsste man sich soweit ich weiß an eine Auslass-Diät wagen. Eine Einschränkung meiner Nahrungsmittelzufuhr in welcher Form auch immer würde ich am liebsten unterlassen: Die Gefahr ist groß, dass ich dann einfach ersatzlos weniger esse und dann hab ich ruckzuck wieder 10kg abgenommen und noch mehr abnehmen will ich auf keinen Fall.

Ich würde da eher nochmal zu einem zweiten Internisten gehen. Das kommt mir spanisch vor.

Danke für den Ratschlag, allerdings ist das Feld der Allergien und Unverträglichkeiten so undurchsichtig...ich weiß gar nicht ob mir da ein Internist überhaupt helfen könnte. Wenn überhaupt soetwas dahintersteckt

Jfanx74


Na willst Du nun Klarheit haben oder nicht?

Und ich bleibe dabei "psychosomaiter Husten" ist Käse. Höchstens eine Reizung der Atemwege und Räuspern/Seufzen durch Hyperventilation.

Man könnte auch:

- nüchtern Blut abnehmen

- ein deftiges Mahl zu sich nehmen (alter Gouda, Salami, Tomate, auf Weizenbrötchen und dazu ein gutes Glas Rotwein)

- 1 std warten

- wieder Blut abnehmen

und jeweils die Allergie-Paremter (IgE?) bestimmen. Das düfte einem sagen ob da was mit Histaminintoleranz vorliegt oder nicht-

H!ol7aortexga


Na willst Du nun Klarheit haben oder nicht?

Natürlich, es kommt nur darauf an um welchen Preis. Wie gesagt: Auf gut Glück meine Ernährung gravierend umstellen möchte ich nicht: Ich habe so schon große Probleme mein Gewicht zu halten, daher möchte ich mich nicht noch selbst in der Nahrungsmittelwahl einschränken. Wenn ich weiß, dass ich bestimmte Nahrungsmittel nicht vertrage, dann ist das natürlich etwas anderes.

Und ich bleibe dabei "psychosomaiter Husten" ist Käse. Höchstens eine Reizung der Atemwege und Räuspern/Seufzen durch Hyperventilation.

Naja soweit ich weiß kann man sich jedes beliebige Symptom "einbilden". Mein Husten ist so merkwürdig, da er anscheinend völlig willkürlich auftritt (mal auch einen ganzen Tag lang nicht), dass ich kaum an eine körperliche Ursache glaube.

Man könnte auch:

- nüchtern Blut abnehmen

- ein deftiges Mahl zu sich nehmen (alter Gouda, Salami, Tomate, auf Weizenbrötchen und dazu ein gutes Glas Rotwein)

- 1 std warten

- wieder Blut abnehmen

und jeweils die Allergie-Paremter (IgE?) bestimmen. Das düfte einem sagen ob da was mit Histaminintoleranz vorliegt oder nicht-

Wenn der Mediziner da mitmacht würde ich das natürlich noch testen lassen. Aber wenn man schon das Thema Nahrungsmittel anfängt, warum dann bei Histamin aufhören?! Dann kann man auch noch Fructose, Laktose, Gluten und und und testen lassen. Da öffnet man ein Fass ohne Boden. Woher weiß ich wann ich aufhören sollte?

(Ich möchte deine Ratschläge nicht klein reden, in keinem Fall. Ich möchte nur meine Bedenken erläutern)

J-an74


Mein Husten ist so merkwürdig, da er anscheinend völlig willkürlich auftritt (mal auch einen ganzen Tag lang nicht)

Gerade das könnte aber nun ein Hinweis auf bestimmte Lebensmittel sein (halt immer dann Husten wenn Du bestimmte Substanzen konsumiert hast).

Du sollst auch nicht "auf gut Glück" Deine Ernährung umstellen und schon gar nicht für einen Zeitraum innerhalb dessen man 10 kg abnehmen kann. Mal eine Woche histaminarm ernähren sollte da an sich ausreichen. Mir ist nicht ganz klar wo das das Problem liegt. Insgesamt hab ich bei Dir halt massive Zweifel dass das psychosomatisch ist. Ich würde zumindest nochmal einen zweiten Internisten befragen.

Wenn Du gegen all das "gute Argumente" hast frag ich mich, was Dein eigentliches Anliegen hier ist.

Hnola6o[rtegxa


Gerade das könnte aber nun ein Hinweis auf bestimmte Lebensmittel sein (halt immer dann Husten wenn Du bestimmte Substanzen konsumiert hast).

Wie gesagt konnte ich bisher keinen direkten Zusammenhang erkennen. Den könnte ich theoretisch aber auch einfach übersehen, das stimmt schon.

Du sollst auch nicht "auf gut Glück" Deine Ernährung umstellen und schon gar nicht für einen Zeitraum innerhalb dessen man 10 kg abnehmen kann. Mal eine Woche histaminarm ernähren sollte da an sich ausreichen.

Nunja nach einer Woche wären schon ein paar Kilo runter :-| Das tückische an psychosomatischen Beschwerden ist ja auch, dass sie in dieser Woche dann auch schwinden könnten, selbst wenn es nicht mit dem Histamin zusammenhängt, sondern einfach nur wegen meiner Erwartungshaltung. Ich würde mich daher lieber auf objektivierbare Tests verlassen.

Ich würde zumindest nochmal einen zweiten Internisten befragen.

Ich werde das Thema Allergien und Unverträglichkeiten im Allgemeinen auf jeden Fall nochmal ansprechen

J-anl7x4


Nunja nach einer Woche wären schon ein paar Kilo runter

Wie machst DU das denn?

H|o]laorxtega


Wie machst DU das denn?

Das war bei mir schon immer so, mein Körper baut extrem schnell ab

Jkan7d4


Hm. Das ist auch merkwürdig ;-).

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