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Ist meine Freundin Borderlinerin?

Jna*n/74


@ mond+sterne

Mal ernsthaft - Dein Geschreibe hier ist so langsam dazu geeignet, so richtig sauer zu machen. Ist Dir klar was Du da von Dir gibts? Lebst Du auf dem Mond oder auf den Sternen oder hat das was Du hier meinst sagen zu müssen noch irgendeinen normalen Bezug zur Realität?

Der TE hat eine Freundin, die offenbar eine schwerste Persönlichkeitsstörung hat, die zu erheblichem Leiden führt, bei ihr, und indirekt auch bei ihm. Ist Dir klar was es bedeutet, jemanden sehr zu mögen, der so leidet?

Und nun will sich der TE nichts weiter als Klarheit darüber verschaffen, woran er überhaupt ist. Und was tust Du? Du rätst davon AB.

Ganz so, als wäre es möglich, eine entspannte Partnerschaft zu führen, mit jemandem, der so am Rad dreht. Und jeder Wunsch, dem anderen zu helfen, wird als "den anderen nach eigenen Wünschen zu formen" bezeichnet.

Wie weit fernab jeder Realität ist das bitte? Hast Du irgendeine Ahnung davon was Gefühle sind und wie sie sich im zwischenmenschlichen Miteinander anfühlen?

Den Vergleich mit den Segelohren finde ich völlig abstrus. Der klitzekleine Unterschied ist, dass Segelohren beim Betroffenen selber nicht unbedingt Leidensdruck verursachen. Borderline ist keine "zu akzeptierende Spielart der Natur" sondern eine extrem schmerzhafte Sache.

Es ist nun mal so: Borderline ist eine Störung, bei der die Partner noch mehr leiden, als die Betroffenen selbst.

Das denke ich nun allerdings auch nicht. Das trifft auf Narzissten eher zu, aber so richtige Hardcore BLer haben wenig zu lachen. Ausserdem gibts hier in der Tat alle möglichen Abstufungen.

J{ulxey


Es ist nun mal so: Borderline ist eine Störung, bei der die Partner noch mehr leiden, als die Betroffenen selbst.

Sorry, das ist vielleicht in Einzelfällen so, aber sicher nicht die Regel.

J#anO74


Frag sich auch ob derart manipulative Personen wie oochnurmann beschrieben hat "nur" Borderliner sind. Da mag es auch noch Aspekte von soziopathischem/antisozialen Verhalten geben. Die Grenzen sind ja teilweise fließend.

ErheOmaligelr NuFtzer (#5g6597x4)


Würdet ihr bitte aufhören, diesen Faden zu shreddern?

E7heemaligDerk Nu!tzer (#x530218)


Ferndiagnosen wie die einer Borderline-Persönlichkeitsstörung aufgrund von Hörensagen bzw. der Schilderungen des TE über die Freundin, finde ich mit Verlaub sehr übergriffig.

Sie hat offenbar ärztlich diagnostizierte Krankheitsbilder, warum muss man da als Freund sich in Richtung Borderline bemühen?

Entweder kannst du, lieber TE, mit ihrem Verhalten oder nicht. Mal kurz zusammengefasst gesagt.

Außerdem würde ich mir an deiner Stelle nicht "wünschen", dass sie eine BPS hätte. Wäre dann nämlich interessant, wieso du mit ihr zusammen bist und warum du dann offenbar die passenden "Schnittstellen" für ihre Muster gehabt hast.

E%hemjaligerK Nut7zer* (#53192x1)


Nur damit das klar ist: Ich habe auf keinen Fall gesagt, die Betroffenen würden nicht leiden.

EPhem=a.liger Nut0zer (#5381x921)


[[http://www.psychosoziale-gesundheit.net/seele/borderline.html]]

E8hemaligzer zNut1zer (x#530218)


Ich habe auf keinen Fall gesagt, die Betroffenen würden nicht leiden.

Nö du hast bloß gesagt, dass die anderen mehr leiden würden als die Borderliner.

Das sind so Statements wo ich mich frage, ob die Leute noch was merken oder ganz in ihrem Film kreiseln aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen.

Woher meinst du das beurteilen zu können für alle Angehörigen und Betroffene wie hoch der Leidensdruck jeweils ausfällt?

@ TE:

Such doch lieber mal nach "Grenzen setzen" und "Abgrenzung" und "Selbstbewusstsein" statt nach klinischen Diagnosen. Und ansonsten sprich mit deiner Freundin und findet zusammen einen Umgang, mit dem ihr beide gut leben könnt und wollt. Und wenn dich ihr Verhalten sehr belastet und du dich nicht abgrenzen kannst (auch bei der Suche nach einer Diagnose für den anderen kreist man weiter um denjenigen) könntest du dir Hilfe suchen und dich beraten lassen.

Ob deine Freundin sich helfen lassen will oder nicht, ist ihre Sache. Du bist allerdings nicht verpflichtet mit ihr zusammen zu bleiben (vor allem wenn dich das so belastet). ... Und versuch bitte nicht Therapeut zu spielen.

Jkanx74


Mal einer der seltenen Fälle wo ich nicht mit Dir einer Meinung bin ;-).

Natürlich sind "Fern-Laiendiagnosen" nicht sehr sicher, andererseits ist das beschrieben Symptom-Bild schon sehr sehr eindeutig, und ich finde den Standpunkt "Du musst gar nicht wissen was der andere hat, Du musst nur schauen ob Du damit klarkommst" nicht sehr praktikabel. Gerade bei miesen und dazu noch komplexen Verhaltensmustern kann ich den Wunsch, zu verstehen, woran man da eigentlich ist, schon nachvollziehen, und das Wissen darum kann einem durchaus helfen, sich abzugrenzen und mit dem anderen angemessen umzugehen.

Der TE hat noch gar nix mehr geschrieben, merkt das jemand?

Ich kann ihn schon ermutigen, sich da soweit wie möglich Klarheit zu verschaffen, aber mit dem Wissen dann auch was sinnvolles anstellen. In der Tat nicht die Therapeutenrolle ergreifen oder die Freundin retten wollen, eher schauen, was man selber damit anfängt.

Swor-oPmaxn


Hallo DanKos,

Ist das (Borderline) ein Punkt, dem man mal hinterhergehen sollte? Was meint ihr?

ist das denn wirklich wichtig? Auch wenn es da passende Punkte gibt: es gibt einen ganzen Kanon von psychischen Auffälligkeiten/Krankheiten - siehe ICD - International Classification of Diseases: (z.B. die Diagnosen die sie zu einem bestimmten Zeitpunkt hatte: z.B. Depression, Panikstörungen, Angststörungen), bipolare Störungen (früher: manisch-depressive Erkrankung), neben einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, Narzissmus, negativistische Persönlichkeitsstörungen, und viel mehr. Und du könntest alles googeln und bekämest vermutlich immer ein paar Symptome, die übereinstimmend scheinen. Und all das gibt es dann noch in in versch. Graden. Die Diagnose finde ich, sollten Psychotherapeuten und ggf. Psychiater machen. Denn sonst sehe ich u.a. die Gefahr, dass du ihr bestimmte weitere Symptome oder Eigenschaften durch deine "Eigendiagnose" quasi einredest/andichtest.

Ich finde etwas anderes wichtig: dein Verhalten. Und ihr Verhalten. In eurer Beziehung. Losgelöst von allen Diagnosen. Und explizit nicht als Therapeut gedacht, sondern ihr zwei als Partner in einer partnerschaftlichen Beziehung.

Das geht in die Richtung, wie Snaiperskaja [VSS] es schon formuliert hat, ich will es nur etwas weniger "vorwurfsvoll klingend" ausdrücken.

Du solltest dir überlegen, warum dir diese Beziehung wertvoll ist. Wo du Kompromisse machen möchtest, und wo eher nicht. Welches Verhalten deiner Freundin dir gefällt und welches nicht, und was du dir stattdessen wünschst. Welche Punkte du ansprechen willst, und wo du Verdrängung für besser mit deiner Vorstellung verträglich findest. Ich glaube, dass dieses Feedback helfen kann. Dir und deiner Freundin. Es geht in Richtung dessen, was in Paartherapien vorgeschlagen wird, wo "nur" erstmal die Kommunikation (verbal, nonverbal) innerhalb des Paares auf der Agenda steht, wobei die Partner die Themen bestimmen. Wünsche äußern, Kompromisse schließen, einwilligen/sich durchsetzen. Erstmal ohne sich allzu sehr auf med. Diagnosen der Partner zu stützen/versteifen. Und dafür braucht man aus meiner Sicht nicht gleich eine Paartherapie, man kann sowas auch allein versuchen. Sollten sich beide eine Paartherapie vorstellen können, glaube ich, dass es vorteilhaft wäre, dass es dort erstmal kein "sie ist eher psychisch krank/besonders, er ist psychisch gesund/normal" gibt. Und: du wärst dabei. Aber: sobald einer nicht mehr will, gibt's auch keine Paartherapie mehr. Sondern dann Einzeltherapien für die, die es für sich wollen.

Ja, es kann sein, dass dieses Beschäftigen mit der Thematik dann ihren Leidensdruck erhöht, dass sie doch wieder eine weitere Therapie macht (denn z.B. das selbstverletzende Verhalten oder eine akute Bulimie passen dort nicht rein).

Aber dann mit Diagnose - von Profis. Der Satz "die wollen mich nur mit Medikamenten vollpumpen" - Psychiater arbeiten mit Medikamenten. Wenn sie so intelligent ist, wie du sagst - dann wird sie das System lernen: was Psychiater sind, was sie tun, und warum sie es tun. Was Psychotherapeuten machen, und warum. Sie wird lernen und vielleicht besser verstehen, was mit ihrem Körper und ihrer Psyche los ist (zumindest med. Meinungen dazu nach aktueller Schulmedizinischer Meinung/ärztlicher Einzelmeinung). Und so vielleicht passendere Therapieangebote für sich finden. Oder vielleicht zustimmen, doch einige Medikamente in ärztlicher Absprache zu nehmen oder nacheinander zu probieren. Und ihre Wirkungen, Nebenwirkungen abzuwägen, zu erfahren und im Feedback die Dosierung zu ändern, oder doch noch mal das Medikament zu wechseln. Da gibt's also einige Variablen.

Aber dieser Wunsch müsste von ihr ausgehen. Was anderes wäre es, wenn sie dich bitten würde: "DanKos, ich habe keinen Erfolg mit den Therapien bisher, und keine Ideen mehr, hast du denn welche?" Dann kann man reden darüber, welche Therapieangebote es noch gibt, und woran es bisher gescheitert sein könnte. Es gibt auch quasi Therapieberater - bei den Krankenkassen. Die haben ein Überblickswissen und Verzeichnisse. Hilfe zur Selbsthilfe - ich denke, dabei kannst du deine Freundin gut unterstützen.

Eins wollte ich noch sagen: ich finde es großartig, dass du dir Gedanken um das Verhalten deiner Freundin machst. Und auch über die Ursachen und Zusammenhänge nachdenkst. Vergiss dich nur nicht selbst dabei: dein Wohl, deine Verantwortung für dich, dein Verhalten in der Beziehung. Wenn sie in eurer Beziehung immer ihren Willen durchsetzen könnte, läge es ja auch an dir, dass du immer klein bei geben würdest und Konflikten aus dem Weg gingest. Wenn sie anstrengend ist, dann fehlt ihr vielleicht das Feedback, dass sie von anderen (z.B. von dir) in zu benennenden Situationen als anstrengend empfunden wird. Dabei bräuchte sie vielleicht gerade dieses Feedback, um nicht immer extremer zu werden. Vorausgesetzt, dein Feedback wäre ihr wichtig. Was eine Voraussetzung wäre für die Paarbeziehung. Ich glaube nicht, dass sie "absichtlich" anstrengend ist. Und es wäre eine bessere Voraussetzung, erstmal anzunehmen, dass sie nicht "krankhaft anstrengend" ist.

M}adame 4CVharehntxon


Lieber TE, wichtig ist es, Grenzen zu setzen - lass dir nicht alles gefallen, und packe sie nicht in Watte, nur weil sie psychische Probleme hat.

ihr führt eine Beziehung, und wenn du dich nicht selbst aufgeben willst dann behandle sie so wie du eine "gesunde" Freundin auch behandeln würdest. sollte sie wegen einer Kleinigkeit ausrasten, lass sie einfach, sag ihr was du davon hältst und dann geh wenn sie nicht fähig ist darüber zu reden.

und genauso solltest du es auch anhaben wenn du ihr sagst dass eine Therapie vl. nicht so schlecht wäre - sag ihr dass du dich um sie sorgst und dir ihr Verhalten weh tut, dass du ihr nicht helfen kannst, dass das nur ein Therapeut hinkriegt.

sollte sie sich weiterhin weigern irgendwas zu machen kannst du ihr auch sagen dass du das nicht weiter mitmachst. und dann beende die Beziehung.

denn wenn du trotz aller Schwierigkeiten bei ihr bleibst hat sie dadurch einen Krankheitsgewinn- die Welt dreht sich weiterhin um sie, du bleibst bei ihr, egal was sie macht und wie sie dich behandelt.

E!hema6liger Nu.tzer (#5319x21)


Ex-Freundin. Der Begriff Borderline war in den 80ern weitgehend noch unbekannt. Von daher waren Paartherapien auch keine Option. Außerdem ist es ein Herausforderung Borderlinern erst einmal erkennen zu lassen, daß Sie unter einer Störung leiden und somit therapiebedürftig sind. Ganz zu schweigen von so etwas wie "Abgrenzung" in einer Partnerschaft. Dieser Vorschlag ist nahezu eine Konflikteskalationsgarantie. HAHAHA ;-D ]:D Da kann ich nur lachen.

BTW:

"Abgrenzung" ist ein gutes Stichwort. Genau das werde ich jetzt tun, denn es hat keinen Zweck mehr hier. Zuviel Gift und Galle in diesem Forum.

E2h$emal"iger Nuatzekr (#55286x11)


Es kann natürlich sein, dass sie deine Vorschläge darüber zu reden, und nich mal eine Therapie zu suchen, auch als extrem übergriffig und manipulativ erlebt.

Das ist dann so dieses "Der liebt mich nicht so, wie ich bin. Der will, dass ich Medis nehme um angepasst in der Gesellschaft zu funktionieren, und wie ein Püppchen zu sein!".

Ich kenne das ;-D

Viele BLer haben nämlich Angst. Angst, dass das einzige, was sie von anderen unterscheidet (Das BL), ihnen wegtherapiert wird. Und damit wäre ihre ganze Persönlichkeit futsch.

Wenn das agressive, wütende, verzweifelte, selbsthassende, hoffnungslose und traurige BL weg ist was ja auch eine gewisse Kontrollierbarkeit mit sich bribgt:

WAS packt man stattdessen in diesen Körper, der plötzlich leer ist und ohne Persönlichkeit ???

WOHER nimmt man all das tolle, was einen, in den Augen anderer, "normal" macht und damit überhaupt erst 100% liebbar ???

Man möchte geliebt werden SO WIE MAN IST. Aber als BLer fühlt es sich leider zu oft so an, als wollen die Leute nur das Gute von dir.

Nur deine Liebe (die ja, wie der Hass, völlig überhöht ist!), und wehe, du flippst aus und drehst am Rad. Schon sagt man dir, MAL WIEDER (als ob BLer das nicht OFT GENUG hören), dass man nicht ok sei...

Also, wenn du was knacken hörst:

Es ist das dünne Eis, auf dem du stehst.

MEadamAe Charen(ton


WAS packt man stattdessen in diesen Körper, der plötzlich leer ist und ohne Persönlichkeit ???

WOHER nimmt man all das tolle, was einen, in den Augen anderer, "normal" macht und damit überhaupt erst 100% liebbar

das ist nicht nur bei Borderline ein Problem sondern bei vielen psychischen Erkrankungen z.B. Depressionen.

aber eine Therapie ist schließlich auch dazu da, zu erkennen was die eigene Persönlichkeit ausmacht - dass da mehr ist als die Krankheit/Störung

MRadame XCharaent?on


übrigens fände ich es sinnvoll Borderline völlig außen vor zu lassen (schließlich kann es auch sein dass sie es nicht hat) und sich darauf zu konzentrieren was sie aktuell belastet - und das ist die Bulimie! diese ist nämlich dringend behandlungsbedürftig, da sie sich auch körperlich auswirkt.

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