» »

Angst vor Nähe und Gefühlen

TXe*mpsdWescexrises hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

ich bin weiblich und 17 und habe schon immer große Probleme gehabt, Nähe zuzulassen. Weder Freunde noch Familie durften mich irgendwie anfassen. Inzwischen sind leichte Umarmungen okay aber mit allem anderen tue ich mir sehr schwer. Ich wünsche mir allerdings nichts mehr als Nähe zu Menschen die ich liebe, gestriges kuscheln mit einem jungen der mir viel bedeutet ging zwar, aber eben eher "passiv". Ich weiß einfach nicht was ich tun kann.. Komisch ist, dass zB sex ohne Gefühle geht, mit ist es aber schwierig.

Danke schonmal,,

die sehr verzweifelte tempsdescerises

Antworten
c6unctmatowr


Hallo tempsdescerises,

ich habe lange überlegt, ob ich Dir schreiben soll. Ich denke aber, dass du unter dem Problem sehr leidest und von daher auch Antworten bzw. Überlegungen von anderen erwartest. Was du beschreibst, ist für meine Begriffe möglicherweise die Symptomatik einer Angsterkrankung. Angst vor der Nähe ist z.B. ein Anzeichen einer so genannten sozialen Phobie (ist in Japan z.B. unter manchen jungen Menschen recht weit verbreitet). Ich habe kürzlich einen Artikel darüber gelesen, der viele Beispiele dafür gebracht hat. Es gibt verschiedene Ausprägungen dieser Erscheinung, die offenbar viel mit Leistungserwartungen oder - ansprüchen zu tun hat. Es gibt aber auch Möglichkeiten, Besserung zu erreichen :-)

Gruß

cunctator

LAucix32


Hallo

mit ein Psychotherapeut gesprochen? Es gibt auch Persönlichkeitsstörungen die das auslösen kann, sowie Formen von Depression. Bei einer der Persönlichkeitsstörungen wird menschliche Kontakt nicht "gebracht" oder erwünscht (man findet einige Wissenschaftler mit dieses Eigenschaft, wirken etwas sozial ungeschickt und manchmal fast leicht autististisch)

Ist das Gefühl angefasst zu werden richtig unangenehm oder einfach "langweilig" also einfach keine Bedürfnis da?

M[achdietaugen2zu6x66


Hallo,

ich habe mich sehr wiedererkannt in dem was du schreibst.

Da ich an einer sozialen Phobie leide, denke ich, dass das damit zusammenhängt.

Ich denke, dass das in meinem Fall daran liegt, wie meine Eltern in meiner Kindheit mit mir umgegangen sind. Da gab es sehr wenig Körperlichkeit, sie waren da immer sehr gehemmt, und sie haben mich dadurch verunsichert, dass sie jede Gefühlsäußerung meinerseits, körperlich oder auch verbal, irgendwie untergraben haben. Kritisiert. Unterbunden. Mir das Gefühl gegeben haben, dass das etwas Schlechtes sei, das man zurückhalten müsse. Und das von früher Kindheit an und so nachhaltig, dass ich bis heute darunter leide.

Nach zwei Therapien weiß ich, woran es liegt. Aber so richtig gegenan komme ich nicht, leider...

Ich hoffe und wünsche dir, dass du mehr Erfolg hast. Was ich sehr gut finde ist, dass du in deinem jungen Alter das schon so gut reflektieren kannst. Ich hätte mit 17 niemals auch nur ansatzweise auf diese Art darüber sprechen können.

Mfachdie^au2genz~u666


Wie war denn deine Kindheit so? Kann das bei dir womöglich auch darin begründet liegen?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH